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 Das Dorf Fen-Ri:r

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Xantja
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BeitragThema: Re: Das Dorf Fen-Ri:r   04.03.13 21:45

Das Vieh beäugte sich den schönen Hagel von glitzernden Steinen, bewegte sich aber keinen Zentimeter, streckte schließlich die Hand aus um eins zu fangen, doch da schlug es in selbige ein. Es war so scharf das es die Hand zertrennte und von den wabbeligen Knochenmus riss welches sich im inneren der Extremitäten befand. Emotionslos starrte die weibliche Person ihrer Hand hinterher. Dann wieder nach oben zu den Diamanten die vereinzelt nun in ihren Wanst einschlugen und immer ein ziemliches schwall kochenden Blutes aus ihr splattern ließen. Schließlich ging es in die Knie als es von nahezu zwanzig Splittern getroffen wurde, der Rest verteilt um es her. Dann stützte sich das Ding auf sein Schwert, mit zitternden Knien. Es hatte sicher keine normalen inneren Organe sonst wäre es schon längst hinüber. Aber man sah deutlich die verwirrung im Blick der Frau was die Wunden an ging. "Dia...manten ?" fragte sie mit einer unbekümmerten Stimme.

Noch ehe sich der Junge an die Geschichte der Schneekönigin erinnern konnte war es um ihn geschehen. Er wollte einen erneuten Zornesausbruch herauf beschwören, doch alles was er spürte war eine immense Kälte. Sein Schlüssel verlor das gewisse etwas und hörte auf rötlich zu leuchten. Dann sprang Xantja von ihrem Thron zu ihm herab. Sein Blick war starr auf seine Hände gerichtet. Er wollte sie anschreien, doch es kam nur ein zitterndes flüstern hinaus. Unter seinen Augen zogen sich schwarze Augenringe die unnatürlich wirkten. "...Was...Was hast du gemacht...?" eine erschöpfte stimme, nuschelnd. Der kalte Glanz tänzelte um ihn herum und ergätzte sich in dem fallenden Schnee, wie er in ihrem Haar fest saß und fast gar nicht schmelzen wollte. wie kleine Sterne im Kosmos. Irgendwann stellte sie sich vor ihn und faltete die Hände begeistert zusammen. lächelte und begann zu erklären. "Eine Spiegelscherbe meiner Macht befindet sich in deinem Auge." Sie streckte die Hand aus und hob sein Kinn an um ihm in die müden Augen zu sehen. "Und es wandert ganz langsam hinab zu deinem Herzen." Sie zog ihre Finger hinab zu seiner Brust. "Das schöne daran ist, mein lieber Pjotr, das du just alle Effekte verspürst die man anfänglich als Niemand verspürt. Kälte...Emotionslosigkeit...Müdigkeit... Sicher wehrt sich dein Körper dagegen. Doch wenn sich das Stück bis in dein Herz gesetzt hat..." sie zerrte ihn zu sich und schob ihre Wange an seine, die Lippen an sein Ohr. "...Dann bist du vielleicht auch endlich gestorben." Als sie sich von ihm löste und hernieder warf klebte Raureif an seinem Gesicht. War das wirklich schon das Ende dieses Kriegers ?

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BeaniXs
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BeitragThema: Re: Das Dorf Fen-Ri:r   04.03.13 22:27

"Bist du aber schlau, Krücke.", sagte Beanixs ungerührt und sah mit Freuden, wie die Diamanten dem Biest zusetzten. Es hatte es wirklich verdient. Und da es nun schön litt und Beanixs nun wirklich nicht zu den Schurken gehörte, die ihren Feind bis zum Geht-Nicht-Mehr quälten und ihn allein ließen, aufdass er sich befreien und regenerieren konnte, was an und für sich der größte Blödsinn aller Zeiten war, hielt sie es für ihre Pflicht, dass es langsam zu einem Ende kommen musste.
"Mein Schwert wird kalt, das sollten wir ändern.", meinte Beanixs dunkel lächelnd und begann sich mit einem flotten Schwung zu drehen und wie ien Kettensäge des Verderbens ging sie in die Knie. Ein scheußliches Knacken und Knirschen, dazu ein Fatschen erklang und es rollerten plötzlich zwei Beine durch den Schnee, als Beanixs ihr Gedrehe enden ließ.
Sie taumelte ein wenig, denn immerhin war sie kein Derwisch und blickte erfreut in den Schnee.
"Jetzt stehst du nicht mehr so blöd da, hä?", bemerkte sie gackernd und lachte schrill auf, dass man es von weitem hören konnte.

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BeitragThema: Re: Das Dorf Fen-Ri:r   07.03.13 0:52

Das Biest verlor die Beine und kippte nach vorn, stützte sich aber immer noch auf das Schwert welches langsam aber sicher zitternd in den Schnee rutschte. Der Kopf des Biests lag seitlich zu BeaniXs gerichtet und die flammenden Haare taten bald schon ihren Schein aus. Man sah den hechelnden Atem des künstlichen Herzlosen aus ihm heraus ziehen. Es schien von den Einflüssen der Steinmetzin keinerlei Schmerzen davon zu tragen. "Dia...manten..." Es würgte und einer der Edelsteine lief aus dem Mund des Monsters zusammen mit einer zähen roten Flüssigkeit, lief kurz in den Schnee und glitzerte dort strahlend. Es sammelte die letzten sich verbleibenden Kräfte und zerrte sich auf die Seite, das Schwert fest umklammert. "...weißt du...der letzte Ausweg...für einen Schlüsselschwertkrieger..." Plötzlich gleißte das Schwert auf, in dunkelroten und pechschwarzen Farben. "...ist das hier..." Der Skadiklon lächelte BeaniXs an, dann rammte sie sich selbst das Schwert in die Brust was ein weiteres blendendes Leuchten entfachte, eine Flamme, klein aber mit der Intention von tausenden von Sonnen trat heraus, das Schwert verschlingend. "...ich mag vielleicht nicht echt sein...aber vielleicht kann ich so...doch noch...helfen..." Ein gurgelndes kichern war das letzte was man dann sah. Die Augen schrien förmlich auf, dann explodierte die Kreatur und hinterlies dort wo sie war einen tiefen Krater. Das mysteriöse Flammenherz aber blitzte auf, schoss an BeaniXs vorbei und in Richtung der beiden anderen Kämpfer. Aber wie konnte das sein ? Wie hatte es ein Herzloser mit Pseudoerinnerungen geschafft eine der schwierigsten technicken der Schlüsselkrieger zu benutzen ?
Der kalte Glanz wollte gerade in ihrer eigenen Überzeugung baden, da sah sie ein Leuchtfeuer auf sie zu fliegen. Noch ehe sie überlegen konnte zischte es an ihrem Kopf vorbei und brannte sich in die Brust des Jungen hinter ihr. Sie drehte sich verwundert und geschockt um, doch zu spät. Pjotr stand förmlich in Flammen, wand sich vor Schmerzen und packte seine Brust ächzend nach Luft ringend. Der kleine Flammenball pulsierte in seinem Körper, er lies jede Zelle beben die sich in ihm befand. Der Junge drohte zu explodieren und strahlte eine immense Hitze ab. Xantjas Cape wehte in den Schwaden aus glimmender Hitze wild um sie. Ihre Aurora Augen mussten sich anstrengen offen zu bleiben, wobei ihr ein paar Schritte nach hinten halfen. Dann war es plötzlich vorbei und Potr stürzte vorn über, fing sich aber schnell auf den Armen ab. Stille legte sich über die Ebene, dann zerrte sich eine unangenehme Ahnung durch Xantjas Geist als der Junge das Gesicht anhob und darauf ein schier unmenschliches Grinsen zu sehen war. Er tastete nach seinem Schwert und sobald er es berührte schien es aufzuschreien. Schwarze Dornen setzten sich um die weißen Klingen, der Anhänger daran verbrannte und zerstäubte sich in Asche die eine dunkle Figur darstellten, ein in Ketten geschlagenes Herz, in der Mitte ein Spiegel. Er hob die Lider und zum Vorschein kam nun ein wie eh und je blaues aber auch ein goldgelbes Auge.
Xantja ballte die Fäuste und konnte nicht fassen was hier gerade passierte. Eine Verbindung aus Herzlosem und Schlüsselkrieger, dieser Vollidiot hatte seinem kleinen Bastard-Herzlosen viel zu viele Erinnerungen gegeben. Sie griff in ihre Tasche und drückte auf ihrem Handy die Notfalltaste. Diese Funktion hatte sie einmal eingebaut falls einer aus ihrer Organisation alleine nicht mehr zurecht kam. Die Funktion konnte leider nicht ewig benutzt werden und zerstörte weitestgehend das Kommunikationsgerät, aber es hatte den Vorteil ein anderes Mitglied sofort an seine Seite zu rufen. Lange rede kurzer Sinn. Schnurstracks erschien die enragierte Steinmetzin in einem dunklen Wirbel neben ihr und landete unsanft auf dem eisigen Boden. Diesen Kampf, falls es denn einen geben sollte, konnte sie just nicht allein gewinnen.

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BeitragThema: Re: Das Dorf Fen-Ri:r   07.03.13 21:17

Eben hatte sich Beanixs noch gefragt, was für eine Scheiße mit diesem Pseudooof vor sich ging und im nächsten Moment musste sie sich das gleich wieder fragen, als sie plötzlich bei Xantja und Pjotr stand. Sie fühlte sie, als seie sie in eine Party geplatzt, auf die sie nicht eingeladen worden war. Sie warf zuerst einen Blick auf Pjotr, der nun wirklich ein schickes Klunkerauge hatte und dann auf Xantja.
"Wie siehst du denn aus?", fragte sie diese und zog leicht widernd eine Seite der Oberlippe nach oben.
Die Luft hier war ein wenig geschwängert von dem stetig anbrodelnden Gefühl, dass hier gleich etwas passieren würde und das wäre dann letztlich wohl kein Picknick, wobei es nun wirklich nicht besonders toll wäre, in dieser trostlosen Kotzschneelandschaft ein Picknick zu veranstalten. Beanixs war zwar sehr tolerant, aber auf Stufe vier durfte man in ihrer Gegenwart nicht einmal mit einem Akzent sprechen, ohne sich ihren Zorn zuzuziehen.
Sie wog das Schwert in der Hand, welches sie so selten hatte, dass ihr das Gefühl fast schon ein wenig fremd vorkam. Eine Axt in der Hand war nun wirklich viel angenehmer und vor allem nützlicher.
"Bei mir ist ein Freude schöner Götterfunke weggeflogen. Hast du ihn hier gesehen?", fragte Beanixs nach, die sich eben wieder an die Herzlose erinnerte, während die auf Pjotr blickte. Sie war recht skeptisch und das wollte etwas heißen.

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BeitragThema: Re: Das Dorf Fen-Ri:r   08.03.13 0:19

Xantja wollte eben Luft holen um BeaniXs die Situation zu erklären da wurde sie aber auch schon von dem gegner umgerannt und gegen den nächsten Baum geworfen, sie fing sich in einem leinen Schneesturm ab und fluchte das sie sich hat ablenken lassen, da war Pjotr auch schon wild grinsend vor ihr. Ihre Gesichter berührten sich fast, dann packte er sie am Genick, drückte sie auf den Boden sodass ihr ein dumpfes Schmerzgeräusch entfuhr. Sein Schwer schwebte hinter seinem Rücken, unheilschwanger und immer überzogener mit schwarzen Adern der wie Teer daran haftete. Mit der zweiten hand packte er ihren rechten Arm und verdrehte ihn nach hinten. Nicht lange und ein lautes Knacken war zu vernehmen. Xantja schrie nicht aber ihr entfuhr ein beißendes Knurren. Neben ihr zischten mehrere Eisspeere auf ihren unmenschlichen Bruder zu und befreiten sie aus seinem Griff, indem er wie eine Bestie davon sprang. Als sie sich aufrichtete und BeaniXs wütend anblickte hielt sie keuchend ihren Arm. "Dieses Arschloch hat dem Herzlosen zu viel macht gegeben. Ich hatte dieses Vieh dafür entwickelt sich verwandeln zu können in was auch immer, aber dank diesen bescheuerten Erinnerungskram hat es scheinbar was losgetreten was hätte niemals passieren dürfen ! Scheiße !" Sie zerrte ihren gebrochenen Arm herum, ein erneutes knacken war zu hören, doch der Arm hing schlaff herunter. Am liebsten hätte sie ihn sich ab geschnitten, da hätte sie wenigstens keine Schmerzen gehabt. Doch im Umgang damit war sie abgehärteter als ein Drogenjunky auf nem Reggae Konzert in den fünfziger jahren.
Sie spuckte zur Seite als sie sah wie ihr wahnsinniger Bruder sich zwischen die riesigen Eissäulen zwängte und hin und her sprang. Was vor ihnen war war eine Mixtur aus Mensch und Herzlosem, eine bizarre Doppelgestalt. Xantja erinnerte es an den einen Bösewicht aus den Ratman Comics, sie wusste nur nicht mehr wie er hieß, jedenfalls hatte er auch zwei Gesichter in einem. "Ich sags nicht gern, aber ich brauch deine Hilfe... lenk ihn ab so gut du kannst, ich brauch mehr Zauberkraft." Xantja wollte ihren Plan nicht weiter vertiefen und sie wusste das das der weißhaarigen BeaniXs nur recht war, hauptsache sie durfte dem Volltrottel in die Fresse hauen. Der kalte Glanz zerrte sich auf die Beine doch ihr Arm schien ihr große Probleme zu bereiten, dann starrte sie BeaniXs eindringlich an. "Geh !"

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BeitragThema: Re: Das Dorf Fen-Ri:r   09.03.13 22:30

Wenn eine Beanixs, ganz gleich welche, die Anweisung bekam, jemanden hinzuhalten und dabei freie Hand zu bekommen, so gab es keine NAchfragen. Sie konnten das immerhin am besten und so glühten Beanixsens Augen ganz kurz, sehr hübsch auf. Sie wandte sich Xantja zu und presste ihre Lippen auf deren Mund.
"Du machst mich richtig glücklich, Eisblume.", meinte sie mit einem Grinsen, das dem des Meisters zum Verwechseln ähnelte. Dann wandte sie sich dem zu, was sie wieder mit der allgemeinen Bezeichnung "Vieh" betiteln würde, denn menschlich war das hier kaum noch zu nennen. Eher ein grotesker Unfall. Es ekelte sie so sehr, dass sie, wenn die gekonnt hätte, am liebsten eine schnelle Methode zur Beseitigung gewählt hätte, aber das ging hier nicht. Dieses verwünschte Eisland war wirklich zu nichts zu gebrauchen.
Sie drehte das Schwert in ihrer Hand und fixierte mit ihrem strahlenden Augen die hüpfende Gestalt, die sie an einen Affen erinnerte.
"Dann wollen wir mal.", sagte sie und zische nach vorn und schwang das Schwert gegen die Eissäulen, sich langsam vorwagend zu dem Vieh, von dem sie schließlich noch keine Ahnung hatte, wie es sich verhalten würde. Haben solche Viecher überhaupt ein Verhalten? Es ließ sich schlecht beurteilen, bei diesen einmaligen Exemplaren. So hiebte sie ein wenig in seine Richtung und versuchte stets in Bewegung zu sein. Sie musste probieren, ohne ernsthaft anzugreifen, sonst könnte sie sich wohl von einem Glied verabschieden und das wollte sie nun wirklich nicht.

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BeitragThema: Re: Das Dorf Fen-Ri:r   12.03.13 16:23

Pjotr sprang dann bald schon BeaniXs um und warf sie heftig, mit sich selbst, in einen der Eistürme, der daraufhin zusammenstürzte. Er jaulte und grölte und stieß sich dann wieder von ihr um mit affengleichen Bewegungen seine Finger im nächsten Eisturm zu verbraben und sie aus dem Augenwinkel bedrohlich an zu starren. Er hatte immernoch die einst menschliche Gestalt, aber sein Verhalten änderte sich schlagartig, zudem schienen diese schwarzen Adern ihn wie Marionettenfäden zu leiten, die sich an seinem Schlüssel befanden. Das gelbe Auge leuchtete auf, wurde Rot und der Mund des Jungen öffnete sich. Gequählt säuselte er etwas und brüllte danach einen magischen Befehl: "FLARE !!!" Sogleich stürzten tausende von kleinen Explosionen aus der Luft auf die Steinmetzin hinab. Die Kraft der Flammen war nun viel stärker als die des simplen Herzlosen mit dem es die Nummer Fünf vorher zu tun hatte.
Xantja unterdessen musste einen Weg finden ihre Energie zu bündeln. Am liebsten hätte sie Bea ja eine gescheurt wegen dem Kuss aber dafür war keine zeit. In ihrem momentanen Modus konnte sie vorerst nicht bleiben also atmete sie tief aus und legte das Cape und die Krone ab. Die normale Gestalt des kalten Glanzes kehrte zurück und aus dem Überschuss an Mana aus ihrer eisigen Ausrüstung zog sie Kraft für einen Vitra Spruch. Er zog sich schmerzend in ihren gebrochenen Arm und knackend heilte dort der Bruch und die Adern legten sich wieder wir ursprünglich. Wenn man durch Schock nicht merkte wie weh es tat wenn der Knochen brach, so spürte man diesen allerdings just wenn er wieder heilte. Sie biss die Zähne zusammen als sich das verdrehte Gebilde dumpf wieder einränkte.
Als sie sicher war das sie ihn wieder gebrauchen könnte faltete sie die Hand noch ein paar mal auf und zu und beschwor dann ihren Schild in den sie hinein blickte und wieder in der Mitte der Lichtung in Erscheinung trat. Sie ging langsam auf die verbrannte Stelle des Baumes zu wo sich die schwarzen Wurzeln noch erhoben und setzte sich wieder auf eine davon.
Sie legte die andere Hand auf den Schild und zog sogleich dessen magische Kraft in sich, dann senkte sie beide Hände auf die Wurzel und atmete die rußschwangere Luft ein. Kurz schloss sie die Augen um in eine unendliche Konzentration zu fallen. Als sie sie wieder öffnete befand sie sich in einer Umgebung puren Schnees. Eine Lichtung in ihrem Geiste wo nur Sie, Schnee, der Himmel und der Mond existierten. Nicht lange und eine Gestalt trat auf sie zu, gehüllt in weiße Pelze und begleitet von zwei großen Schneewölfen. Unter der Kapuze der Gestalt glühten zwei goldorange Augen hervor die mit einer sanften Wärme Xantja anstarrten. Dies war die Herzlose die Xantja zu einem Niemand machte. Dies war eine der tiefsten Erinnerungen die sie heraufbeschwören konnte. Die hellblauen Augen der Niemandsfrau starrten zu der Gestalt die mittlerweile die Hand zu ihr ausstreckte als wöllte sie das Xantja zu ihr kommt. Doch die Eisprinzessin schüttelte den Kopf. Die Herzlose verzog den Mund, wurde jedoch nicht argwöhnisch. Dann verstand sie den Blick und nickte leicht. Die türkishaarige Frau kam nun näher und schritt auf die Gestalt zu, hielt nicht an und mitten durch sie hindurch, bis sie sich in einem Wirbel aus Schnee auflöste. Die beiden Wölfe aber blieben, starrten sich an und knurrten, dann schienen sie sich zu verbeugen und alles verschwamm in einem tiefen Schneesturm.
Als Xantja die Augen wieder öffnete durchfloss sie ein Mahlstrom an Energie. Sie musste mehrere Male nach Luft schnappen um nicht an dem Gefühl zu ersticken vor Macht gleich zu bersten. Das schlimmste an dieser Art der Kraft war...das sie fror...

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BeitragThema: Re: Das Dorf Fen-Ri:r   12.03.13 20:28

Noch ehe Beanixs sich davon erholen konnte, dass sie eben die Splitter eines Eisturms gekostet hatte, was eine verflucht kalte Angelegenheit war, rasten diese dummen Feuerbälle durch die Luft. Sie konnte gar nicht beschwören, wie sehr sie diese Attacke hasste.
"Scheiße", sagte sie grob und trat mit der Hacke auf den Boden, wo sie unglücklich einsackte, "Verdammt nochmal!"
Scheinbar war der Schnee ziemlich hoch gehäuft. Sie schaffte es nicht den geringten Anteil an Erdgestein herauf zu beschwören. So musste sie versuchen, den Schaden, den sie garantiert zu erwarten hatte, mittels einer eigenen Attacke ein wenig abzumildern. Von Xantjas Verschwinden bemerkte sie allerdings nichts. Immerhin hatte sie grad eigene Probleme. Es sah Xantja sogar ziemlich ähnlich, dass sie ihr die Schmutzarbeit überließ.
"Diamantenregen!", rief die ahcxsas'sche Schönheit aus und ein Regen aus glitzernden Steinen, die wie Dornen herabschossen, flogen etwas georneter als das Flare durch die Luft. Die Steinmetzin versuchte, den Explosionen auszuweichen, so gut sie konnte, während die Diamanten mit sehr viel Gück ein paar Explosionen abschotteten, sodass in ihrer Richtung nicht zu viel Schlimmes passierte.

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BeitragThema: Re: Das Dorf Fen-Ri:r   08.04.13 21:57

Die Diamanten der hübschen Kriegrin wurden schnell umgangen, entweder schlängelte sich die wahnsinnig gewordene Gestalt durch die Salven oder die klebrigen Schattenranken griffen sich die Steine in schnellen Bewegungen und zerrten sie zur Seite. Gurgelnd lachte das groteske Wesen aus Schatten und Licht. Stürtzte durch die Flammen und entgegnete BeaniXs eines der breitesten und teuflischsten Grinsen, welches sie wohl je gesehen haben mochte. Doch kurz bevor Pjotr sie mit einem kreischend flammenden Hieb in den Magen treffen konnte packte ihn eine grazile Hand von hinten, zerrte ihn mit seinem eigenen Schwung herum und lies ihn in einen nahen Eisturm krachen. Als er sich befreite fauchte er wild und starrte eine Frau an deren Gemütszustand fern von friedlich war. Dennoch wirkte sie, selbst für den Herzlosen Pjotr im Moment erschreckend ruhig.
Sie stand in der Luft und strich sich über die Arme, sofort zuckte die Gänsehaut auf wovon sie sich aber schnell erholte. Ihre Haare waren nun offen und wehten in einem leichten Wind nach Hinten. Erbarmungslose Eisaugen starrten die Kreatur an, einen Blick wie diesen gab es womöglich nur in Legenden. Die Göttin der Kälte stand eben vor ihm. Die Macht die sie unsichtbar umspielte lies den Herzlosen für einen Moment erstarren, er tapste einen Schritt zurück und rutschte fast von dem Geröll des Turmes. Kein Schickimicki war an Xantja nun zu sehen, sie wirkte rein und Makellos. Doch als sie die Hand ausstreckte, ihm zugetan, sah man wie sich ihre Magie schon fast in flüssigen Schwaden, zart über ihre Haut bewegte. Ein gespieltes Lächeln lies die Lippen etwas nach hinten wandern und sie so noch grausamer aussehen. Sie lies die Finger Spielen, dann hetzte ein Impuls vollkommener Macht durch ihren Körper in die gesamte Welt. Man spürte sie in jeder Schneeflocke wieder hallen, in jedem Eiszapfen ertönen und von den Bergen reflektieren, ein Impuls der selbst einem Niemand die Intention zur Flucht gegeben hätte. Sie verbreitete einzig und allein Angst und Tod. Pjotrs Augen weiteten sich. Jeder Muskel in seinem Körper schrie nach Flucht, doch konte er just nicht frei handeln, er konnte sich aus Angst nicht einmal bewegen. Als Xantja langsam zu Boden sank wich ihr jede einzelne Schneeflocke aus, als hätte selbst das Eis dieser Welt höchsten Respekt vor der Göttin. Als wäre selbst dem Eis zu kalt geworden in Xantjas Nähe. Sie sah im Moment zwar nicht wie eine Königin aus, doch hatte sie etwas von jener Majestät, jener Göttlichkeit wie man sie wohl nur im Angesicht des Todes erblicken konnte. Sie Berührte den Boden der Welt und schlagartig, als dauerte es nur einen Wimpernschlag, ward ALLES um sie herum Eis. Jedes Leben wich aus dem Planeten. Jetzt gab es nurnoch Sie, BeaniXs und den Feind. Sie strich sich die Haare in den Nacken und kicherte erhaben. Als sie die Augen erneut öffnete, blickte man nicht mehr in die einer Frau, eines Niemandes oder in die von Xantja, sondern in jene, der Inkarnation des Eises.
Vollkommene Stille legte sich über das Gebiet, dann setzte sie ihre Schritte fort, jeder Tapser ein seichtes Klirren. Immer weiter auf Pjotr zu. Man konnte ihm die pure Angst selbst in seinem momentanem Zustand ansehen, doch bewegte er sich nicht. Nach einer Weile stand sie dann vor ihm, in einem unheimlichen Schleier aus Macht. Die Augen in der eisigen Tiefe des Kosmos betrachtete ihn, die Hand glitt sanft an seine Wang und lies dort sogleich Eisblumen entstehen, noch ehe sie ihn berührt hatte. Er wollte seinen Blick abwenden, schreien, weg rennen, auf die Knie fallen, sterben. Doch keines seiner Glieder hörte auf einen seier inneren Befehle. Sie starrte ihn nur an, lächelte und nickte zustimmend. Sanft erklang dann ihre Stimme, hell und klar und von einer Präsenz die bisher nicht einmal AhcXsas erreicht hatte. "Ich möchte das du weißt, dass du bereits in dem Moment gestorben bist als du mich in dieser Welt zurückgelassen hast." Eine derbe Freundlichkeit lag in ihren Worten, als hätte sie ihn gerade gelobt. "Und ich würde dich gerade so gerne leiden sehen, wie deine Knochen brechen, jeder Zentimeter deines Fleisches von deinem Körper bricht und du dich windest in Verzweiflung." Diese Stimme, es war um ihn geschehen, sein Blick war nun leer und zufrieden, sein Herz schlug schnell und aufgeregt, er war verliebt in diese Stimme, er gab nach wie ein kleiner Hund vor seinem Meister. Für ihn waren diese Worte ein reinstes Geschenk, sie machten ihn glücklich, ein fast orgiastisches Gefühl machte sich in ihm breit, ströhmte durch seine Wang in seinen Brustkorb, seinen Kopf, seine Lenden hinab bis in die Beine und die Füße. Er lächelte zitternd., wollte sie am liebsten Umarmen und ihr seine vollkommene Liebe beweisen, sie nie wieder los lassen, doch immer noch bewegte sich keines seiner Körperteile. Dann sah man wie auf den schwarzen Stellen die von dem Herzlosen eingenommen wurden, Eisblumen wuchsen. Diese langsam verzehrten und bröckeln ließen. Selbst aus seiner Brust rieselten kleinste Teile von schwarzem Eis heraus, hinterliesen blutige Flecken auf seiner sonst edlen, weißen Kleidung und tauchten seine ganze Gestalt in ein bizarres Rot. Er verlor sich vollkommen in ihrem Blick, ihrer Stimme, ihrer Gestalt. "Doch ich habe eine bessere Idee. Krieche Pjotr. Winde dich in Verlangen und Demut. Sage deinen Kollegen, deinen Meistern und Schülern, das ihr Feinde habt. Und ich bin nicht die einzige Göttin mit denen ihr euch anlegt." bibbernd formten seine Lippen ein unhörbares "Jawohl" Er lächelte, als wäre der Befehl die Erfüllung seines Lebens, der Sinn überhaupt. Sie fuhr ihm am Hals entlang, über die Brust, er quiekte fast vor Erregung und Leidenschaft, über seine Hüfte, dann stieß sie ihn fort in den Schnee. Er konnte sich wieder bewegen, hechelte gierig, doch dann kam sein geist langsam zurük und er begriff was gerade eben geschehen war. Ihm war so kalt wie noch nie, doch gerade eben, sah er die Göttin die er immer gesucht hatte und es war seine eigene Schwester. Wie konnte das sein. Seine Brust schmerzte ungeheuerlich, seine Wange spürte er nicht mehr. Als er dann endgültig wieder klar bei Sinnen war, schüttelte er jede Begierde von sich, was um alles in der Welt war da in ihn gefahren ? Xantja war... Nein, er konnte es sich nicht ausmalen. Er spürte tief sitzende Angst, Tränen die sich aus den Augen pressen wollten, es aber aufgrund der Kälte nicht schafften. Er erinnerte sich an jedes Wort, doch fehlte ihm die Kraft zu antworten, auch nur irgendetwas zu tun.
Der kalte Glanz wandte sich ab und schritt neben BeaniXs an ihr vorbei. Ein bizarres, gänzlich entspanntes, ruhiges Lächeln und ein einziger Befehl folgte. "Komm mit." Und dieser Befehl klang nicht so als würde sie mit sich verhandeln lassen. Es war hier um einiges anders als bei ihrem eigentlichen Meister, dessen Macht man vielleicht respektierte. Hier aber...fürchtete man sich geradezu.

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BeitragThema: Re: Das Dorf Fen-Ri:r   08.04.13 23:50

Sie war froh, dass er sie nicht hatte berühren können. Trotz des Risikos, dass sie sich mit ihrer eigenen Attacke der seinen nicht hatte entziehen können, erschien es ihr doch schlimmer, dass er sie zu fassen hätte kriegen können. Von solch einem widerlichen Wesen, dass ihr in dem einen Augenblick so nahe gewesen war, wollte sie nur ungern berührt werden, wenn nicht so allein die Oberhand gehabt hätte.
Das Schauspiel, was hernach folgte, das gespenstisch wirkte, ließ ihr kurz den Atem stocken, zugleich war sie froh, dass es geschehen war, dass Xantja das Vieh von ihr wegzog, weit genug weg. Beanixs wich einige Meter zurück, bis sie für sich einschätzte, dass sie nicht mehr in der Schusslinie war, wenngleich nicht feststand, was Xantja vorhatte zu tun. Aber ihr Anblick machte nicht gerade einen barmherzigen Eindruck.
Doch auch Pjotr wirkte mit einem Male ganz anders als zuvor. Er war eher wie ein Schoßhund, ein devoter Diener unter einer Domina. Wenn Xantja ihm befohlen hätte, einen Handstand zu vollführen, er hätte es wohl ohne Widerstand gemacht, ohne nach wie und warum zu fragen. So ein Bild erinnerte sie ein wenig an ihre selige Großmutter. Vor ihr hatte sie selbst immer gespurt ohne zu zögern, blinder Gehorsam, irgendeine seltsame Faszination. Auch Be hatte in einem der noch wenigen Gespräche davon berichtet, dass er als Diener in einer Schwebe gewesen war, zwischen einer Faszination, die man blind vergötterte, und einer Angst, die einen spuren ließ. Bea hatte es begriffen, wenngleich sie es nicht ganz hatte nachvollziehen können, bis jetzt, wo sie es mit eigenen Augen sah und auch den Faktor, der ein solches Verhalten auslöste. Das hündische Verhalten Pjotrs und dazu noch Xantjas berechnende und seine Unterwerfung als selbstverständlich hinnehmende Befehlsmacht waren ein Schauspiel, das sie faszinierte.
Was hätte sie wohl anstellen können? Alles womöglich. Alles und doch würde es ihm nichts ausmachen, sah man einmal von seinem plötzlichen Bemerken der immerwährenden Kälte ab. Beanixs war gefesselt von Xantjas Worten, die noch eisiger klangen, als ihr Anblick es andeutete. Sie war verführerisch, ganz entzückend für ihre Art und doch kalt, eigenartig eben, so ähnlich wie ein Psychologe, der sein Wissen zur Beherrschung willensschwacher Menschen ausnutzte. Sie wollte es am liebsten weiter beobachten, mit eigenen Augen erleben, zu was die Eisprinzessin fähig war und was sie für Pjotr im Sinn hatte. Denn irgendetwas musste sie ja im Sinn haben.
Beanixs grübelte innerlich darüber nach, was ihre Kollegin vorhaben könnte, sie war so in Gedanken, dass sie kurz aufzuckte und sich leicht schüttelte, ergriffen von der Kälte, deren ganze Wirkung sie fast vergessen hatte, als der kalte Glanz sie ansprach und aufforderte zu ihr zu kommen.
"Ich komm ja.", entgegnete Beanixs wesentlich weniger herrisch, als sie es sonst in ihrer weißhaarigen Gestalt tat und ging gemächlich zu ihr, wo sie zwei Schritte hinter ihr platzierte. "Was hast du vor?", hakte sie neugierig nach und ließ wahres Interesse an den Tag kommen.

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BeitragThema: Re: Das Dorf Fen-Ri:r   13.04.13 15:28

"Vor ? Ich habe nichts vor. Entweder er erfriert dort wo er liegt oder einer seiner Kollegen findet ihn. Genau wie damals." In der Tat, die Situationen ähnelten sich auf eine explizit grausame Weise. BeaniXs sah die Vergangenheit der beiden Waisenkinder. Wie Pjotr fast im Schnee erfor und ihm seine geliebte Schlüsselschwertkriegerin fand und rettete. War das vielleicht die Rache die Xantja erbringen wollte, oder nur Zufall ? Nichtsdestotrotz, Xantja begann immer mehr zu frieren je stärker ihre Magie verebbte. Freilich lies sie sich nichts außer ein wenig Gänsehaut anmerken, aber es war deutlich das sie dieser Welt endlich entkommen mussten. "Wir gehen zur Psychiatrie, da liegt der Ausgang." Immer noch klang ihre Stimme einschneidend und stark, sodass man darauf einfach nur noch mit einem verständlichen "Jawohl" zu antworten hatte.
Nach einer Weile erreichten sie dann ein großes, altes, graues, viereckiges Haus. Ein abgeschrägtes Dach voller Schneemassen und die vergitterten Fenster machten klar das sie am Ziel waren. Der kalte Glanz blickte dieses ganze Bauwerk mit einem missbilligenden Blick an, kalt und grausam, vollkommen zerstörend. Hätte sie es noch gekonnt hätte sie dieses Ding eigenhändig, Stein für Stein, eingerissen.
Und als hätte das Gebäude das geahnt, grollte es laut und eine gigantische Lawine Schnee herrschte auf die beiden Niemandsdamen zu und begrum sie unter sich.

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BeitragThema: Re: Das Dorf Fen-Ri:r   13.04.13 16:24

"Okay", sagte Beanixs, die es wirklich verstand, dass sie nicht immder das sagte, was andere von ihr erwarteten. Aber Good Old Xant hatte wohl an sich nur eine Bestätigung erwartet und wenn sie sich nicht explizit äußerte war es doch nun wirklich nicht ihre Schuld.
Beanixs folgte Xantja mit einer gewissen Ausstrahlung von Würde. Ihr weißes Haar passte gar herrlich zu dem verschneiten Dorf und da es kaum einen Anlass gab, sich wieder back to basics zu bewegen, verblieb der ahcxsas'sche Zustand und machte aus den beiden Damen ein ziemlich teuflisches Gepann. Auch wenn sich die Steinmetzin niemals an das Stapfen durch den knirschenden kalten Schnee gewöhnen wollte. Es war ihr einfach zuwider, hier zu sein und das zu genießen oder eher zu erleiden.
Mit dem Erblicken des Psychartriegebäudes endete der Trab und Bea besah sich dieses hässliche Bauwerk. Wenn man schon etwas baute, so sollte es doch wirklich auch gut aussehen und dem Auge schmeicheln, anstatt ein Trauma für's Leben auszulösen, und das, obschon innen wohl die Traumas gezüchtet wurden.
Und dann machte es BAMMMS! und Beanixs sah nur noch weiß und kalt und wie bei einer Schwimmtour machte sie froschartige Grabbewegungen, um wieder nach oben zu gelangen. Ihr Gesicht fror und ihr Körper erst recht. Sie sah sich verwirrt um.
"Xantja? XANTJA!?", rief sie und ängstlich, denn sie konnte die Eiskuh nicht sehen, riechen oder schmecken, sie war in dem weißen Teppich verschwunden, vielleicht sogar verbrannt, viele Lawinenopfer sterben so.

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BeitragThema: Re: Das Dorf Fen-Ri:r   18.04.13 19:46

Xantja war umgeben von weißem kalten Zeug und unter dem Zeug war es ganz schön dunkel. Doch sie rührte sich nicht und ihr Blick durchbohrte förmlich das zeug welches es wagte sich auf sie zu stürzen und das obzwar es ihr eigenes Element war. Sie richtete sich auf und lugte mit dem Kopf aus dem Schnee, dann neigte sie ihn zu BeaniXs und ein halb patziges "Was !?" war zu vernehmen.
Dann stieg sie aus dem Frostabfall heraus und putzte sich die Kleider ab. Verflucht, sie hatte ganz vergessen wie kalt dieser Mist war. Doch in ihrem jetzigen Zustand war sie wohl so empfindsam wie eine Katzenzunge, was Temperaturen anging. Sie war fertig. Ihre Magie war schon fast gänzlich aufgebraucht, was sie zusätzlich nervte. Sie sah BeaniXs noch einmal an. Dieses Weib ! A sich war es doch allein ihre Schuld das die beiden dort gelandet sind. Aber das sagte sie nicht laut, auch nicht leise. Sie knackte mit der Wirbelsäule und schob dann stumm das schwere Tor auf, trat durch einen Spalt darin und sah auf das entsetzliche Innere dieses Instituts.
Ein Anblick wie kein anderer. Es war versifft ohne ende. Dreck überall, Gelbe und braune Flecken, abblätternde Tapete und Farbe, gesprungene Fließen, hier und da stromentsättigtes flackerndes ambarisches Licht. Es stank wirklich widerlich. Ungefähr wie das eine mal als BeaniXs versucht hat den Weihnachtsbaum mit Schlachtgarn zu schmücken. Das war wirklich kein frohes Fest.

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BeitragThema: Re: Das Dorf Fen-Ri:r   19.04.13 21:17

Beanixs sprengte sich aus dem Schnee heraus, ward wieder das pinkhaarige Wunder gegen so ziemlich vieles und presste betend die Hände ineinander.
"Jag mir nie wieder so einem Schreck ein!", sagte sie zu Xantja, die wirklich nicht besonders gut aussah. Mit den Augen der Beanixs Stufe Eins, sah der kalte Glanz eher wie eine heruntergekomme Straßennutte oder eine passable Obdachlose aus, die sich unverschämterweise für die Königin von Hundshausen hielt. Aber das konnte man ihr nicht vorwerfen, denn immerhin war sie scheinbar unterzuckert. wie lange waren sie wohl schon hier? Stunden, mit Sicherheit.
Mit dem Aufgehen der Tür, war Beanixs wieder neben sie getreten und hielt sich die Nase zu, als ihr die üble Luft entgegensprang. Sie roch so ziemlich alles, was ein Mensch aus sich herausbekommen konnte. Fäkalien, Kotze, Galle, Essen, vor allem aber Fäkalien. Der stechende Pissegeruch stach ihr in die Nase. Sie hasste diesen Geruch. Und darüber lag ein Hauch von Chlor, medikamentöse Essenzen, Alkohol; jedes Bisschen, das zumindest des frommen Versuch der versäumten Sauberkeit nachzukommen ausdrückte. Aber es war nicht genug. Es war zu alt. Wie die Flecken an der Wand zu alt waren, um entfernt zu werden, die Flecken auf dem Boden zu alt waren, um vergessen zu werden. Jeder, der hier aufräumen müsste, würde den Gedanken an diesen Anblick, den Geruch immerzu im Hinterkopf behalten und selbst wenn alles wieder hergerichtet gewesen war, würde er gezwungen sein weiter zu putzen, denn die Erinnerung würde das Gefühl des Daseins des Drecks und des Siffs wiederherstellen, immer wieder.
"Oh Gott, mir wird gleich schlecht.", gab Bea zu und kämpfte mit dem Brechreiz. "Und hier bist du drin gewesen? War es damals auch schon in diesem Zustand?"
Am liebsten wegsprengen, wäre die Wunschlösung der stillen Heldin für diesen Bau gewesen, wenn er nicht ihren Ausweg beinhalten würde.

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BeitragThema: Re: Das Dorf Fen-Ri:r   24.04.13 19:15

Xantja müder Blick erreichte nun die stille Heldin, doch dieser konnte noch so fertig sein, es fehlte ihm an Würde kein Stück. Die Antwort war simpel gewesen und bedurfte keinerlei besonderer Interpretation. "Ja." Sie setzte sich in Bewegung und zitterte unaufhörlich. "Und reiß dich zusammen ich musste das jahrelang aushalten." Sie bog in einen Gang ein und setzte ihren Weg in die Organe des Gefängnisses, der Anstalt fort. Als sie an einem Raum entlang gingen vor dem einige Lachen Blut waren und der mit dem roten Gold auch noch großzügig dekoriert wurde grinste der kalte Glanz furchteinflößend und kicherte stumm. Die Erinnerung an diesen Ort war schnell erzählt und aus irgend einem Grund hockte sie sich vor das Blut und rieb mit dem Finger in dem staubigen trockenem Zeug herum. Es hat sich tief in den Boden gefressen, was man an dem dunklen Rostton sah. "Was hier passiert ist war ganz schön lustig. Eine Suizidgefährdete Patientin die sich mit mir unterhalten hatte ist hier durchgedreht und hat einige Krankenschwestern erstochen. Dazu hatte sie aus einem Operationssahl ein Skalpell gestohlen. Keine Ahnung wie sie das angestellt hatte. Sie sagte zu mir das sie es hier nicht mehr aus hält und endlich wieder frei sein will. Da ich prinzipiell gegen unspektakuläre Tode oder Selbstmorde bin, habe ich ihr gesagt das sie ja einige hier mit in die Freiheit nehmen kann. Das würde ja keinen stören, immerhin waren die Schwestern genauso gefangene kleine Wachhunde wie die Patienten." Ihre Augen verengten sich wütend und sie rammte die Faust gegen den blutigen Boden. "Mir waren die Patienten hier drinnen scheiß egal, genau so wie das Personal. Alle hier waren kleingeistige Vollidioten. Sadisten die sich für was besseres halten und trotzdessen vor irgendwelchen Kurpfuschern kuschen. Sie haben den Tod verdient. Wäre ich die Patientin gewesen hätte ich mit dem Skalpell die halbe Belegschaft auseinandergenommen. UND ich hätte wesentlich bessere Forschungsergebnisse geliefert mit ihren ganzen Organen als die Ärzte." Ihr Zorn gegenüber diesem Ort war deutlich heraus zu hören. Irgendwie lies sie zwar raus warum dieses Mädel auf sie gehört hatte, aber BeaniXs kannte ja Xantjas überzeugendes Wesen was Verhandlungen und Strategien anging.

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BeitragThema: Re: Das Dorf Fen-Ri:r   24.04.13 22:03

Beanixs folgte ihrer Partnerin, die sich hier wesentlich besser auskannte als sie, den ganzen Weg bishin zu den eingetrockneten Resten von Blut. Sie riss sich zusammen, die mangelnde Hygiene, die freilich nicht gerade gesundheitsfördernd war, zu irgnorieren, wunderte sich aber dennoch, weswegen das Blut nicht in seinem frischen Zustand vollständig hatte entfernt werden können. Krankenhäuser und ähnliche Einrichtungen verfügten immerhin über einen zumeist unermesslichen Vorrat an starken Reinigern. Das war regelrechter Standard und allseits bekannt.
Sie seufzte leise auf, als die gute Xantja ihrer Verachtung Ausdruck verlieh. Sie trat vorsichtig an sie heran und fasste sie an den Schultern.
"Komm schon, Schätzchen. Lass das keimige Dreckszeug, wo es ist, und bring uns zum Ausgang. Du bist schon ganz unterzuckert.", meinte sie so nett wie je, "Oder willst du eine Umarmung, weil dir so furchtbar, furchtbar kalt ist?"
Wenn es nach der Stillen, viel zu fürsorglichen Heldin ging, brauchte sie hier an diesem Ort keine weiteren Details zu den Gräueltaten, die hier veranstaltet worden waren, zu hören. Zuhause konnte sie von solchen Geschichten bei einer guten Tasse Kakao kaum genug bekommen, aber hier inmitten des eigentlichen Szenarios fand sie es verzichtenswert von Aufschlitzen, Pestilenz, inhumanem Praktiken etc. zu hören, denn ihr Stand das Erbrochene mittlerweile schon sehr drängend in der Kehle.

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BeitragThema: Re: Das Dorf Fen-Ri:r   22.05.13 19:50

Zitternd richtete sie sich auf und sagte icht einmal etwas gegen die Fürsorge ihrer Partnerin. Ausser der Widerspruch das ihr nicht kalt sei murrte sie nicht viel und ging dann weiter durch die Gänge, immer weiter auf die Kammer zu in der sie einst eingesperrt war. Sie fühlte sich im Augenblick sehr redselig und menschlich, was ihr ein Graus war. "Ich war nicht immer die kalte Forscherin von heute, das hast du sicher mitbekommen... Das was mich dazu anregte war im großen und ganzen die Chemie der Pillen und das Schreien der Patienten als man sie auseinander nahm." Sie atmete schwermütig aus sodass ein kühler Dunst über ihre Lippen zog und eine Wolke vor ihrem Gesicht zog. Als die Wände begannen Raureif zu zeigen und weiter hinter gänzlich zu gefrieren begannen musste sie kurz anhalten. Sie war völlig kaputt und lehnte sich an eine Wand um durch zu atmen. Als sie sich langsam wieder im Griff hatte konnte sie ihren Beinen dennoch nicht befehlen weiter zu laufen und starrte BeaniXs müde und halb lächelnd an. Es war kein normaler Blick, nichts boshaftes oder gelangweiltes so wie ihre anderen Blicke. Es war fast so als belächelte sie ihre Vergangenheit, all das was hier geschehen ist. Und sicher war dies mehr als Xantja in Worte fassen konnte. "Bea ich weiß nicht wie deine Kindheit war, aber ich habe die meiste Zeit damit verbracht halb zu träumen und grausamer zu werden. Hab doch die Pillen erwähnt." Sie kicherte abgehackt und süffisant. "Man hat mich unter Drogen gesetzt als im Speisesaal wegen mir zwei Patientinnen aufeinander los gegangen sind. Und das alles nur wegen der kleinen widerlichen Malzeiten die es da gab. Man wusste nicht mal ob das Kartoffelbrei oder Eiter war." Der kalte Glanz legte die linke Hand seicht an die eine gefrierverbrannte Wand sodass eine glatte Spiegelfläche entstand. Wieder wie ein fenster in die Vergangenheit zeigte dieser Spiegel wie die kleine Tanja in einer Zwangsjacke liegend in der Kältekammer lag. Die Arme zusammengeschnallt. Blaue Flecken überall am Körper. Die Haare stumpf und zerzaust, teils schweißnass im Gesicht. Ihr ganzer Körper war verkrampft und schmerzverzogen. Aus dem Mund, durch den sie mit Mühe luft schnappte sabberte sie aufgrund der Drogen. Ein Bild des Elends.
"Ich wäre eine Gefahr für andere, man könne mich nicht resozialisieren, ich würde mehr psychische Schäden an anderen verursachen als sie heilen könnten. Irgendwann hat man mich nurnoch weg gesperrt da die Zwischenfälle immer häufiger wurden. Mein Körper hätte lange zerbrechen müssen...aber ich konnte nicht aufgeben. Musste Schlafen wenn sie es sagten, Pillen schlucken wie viele sie wollten, Spritzen und Beruhigungsmittel über mich ergehen lassen. Irgendann...hab ich die Zeit aus den Augen verloren und habe nur noch...geträumt. Sie waren so kurz davor zu gewinnen..." Immer wieder sah man in dem Spiegel wie Tanja Spritzen gegeben wurden, wie sie sich mit Händen und Füßen wehrte, wie andere Patienten sich prügelten, wie auch Tanja verprügelt wurde allen voran wie ihr Blick immer trüber und hoffnungsloser wurde. "Man wollte nicht helfen...man wollte uns nur weg sperren..."
Aus der Kältekammer weiter hinten strömten plötzlich dunkle Schwaden heraus die auf Herzlose schließen lies. Xantja verzog das Gesicht und spuckte auf den Boden. Der Spiegel zerbrach zu Schneeflocken. Sie war unsicher ob sie noch kämpfen konnte. "An dem Tag als selbst die elektroschock Therapie nichts gebracht hat, sie sagten ich Erinnere mich zu gut an alles...wollten sie eine Lobotomie...mich ausser Gefecht setzen...HA !" Sie zitterte schlimmer als Espenlaub. Konnte sich kaum auf den dünnen geschmeidigen Beinen halten. "In der Nacht schlief ich nicht...Pillen waren auch nicht da...sie wollten das ich Angst bekomme..." Sie richtete die Hand gegen die dunkle Wolke und man spürte eine immense Bedrohung allein durch die Handbewegung und den Gemütszustand des kalten Glanzes. Durch die Halle säuselte Tanjas Stimme, erst leise dann immer lauter. "Das ist meine Welt...Das ist meine Welt...Das ist meine Welt...Das ist meine Welt...DAS IST MEINE WELT !" die Schwaden zogen sich zurück und man mochte sie fast winseln hören. "Doch als ich das dachte...denken wollte...nicht mehr zwischen Traum und Realität unterscheiden konnte...kam Skadi..." aus den dunklen schwaden wurden bläuliche Schneeflocken die umherwirbelten und Tanja zeigten wie sie in ihrer kleinen Gestalt vor einer Herzlosen hockte, die gekleidet war wie eine Schneekönigin, weiße Kleider, pelz, eine Krone aus Eis, ein gänzlich Schwarzes Gesicht, nur mit zwei glühenden blauen Augen. "Sie sagte nichts...aber ich verstand sie ohne Worte. Erst dachte ich sie war der Tod persönlich. Ihre Berührung durchfuhr mich wie noch nichts zuvor. Alles wurde schwarz um mich herum, ich sürte Myriaden von Gefühlen aufeinmal. Und dann...Nichts." Die Herzlose beugte sich zu Tanja, ihre Hand glitt durch die kleine Brust des Kindes, Dunkelheit biss sich in das Mädchen und verschwand zusammen mit der Herzlosen im Nebel der Schneeflocken wieder. Tanja hingegen blieb dort stehen. Man sah wie ein Körper aus ihr heraus kippte, nach hinten und zersprang, als wäre eine andere Tanja gestorben und der Rest dort geblieben. Als das Staubkind seine Augen aufschlug hörte man das einsaugen der Luft durch dessen Kehle durch die ganze Klinik. "Für diese Herzlose war mein Herz wohl eine Vollmilch-Praline unter Fettfreier Bruchschokolade. Für mich war der Raub meines Herzens aber eine Befreiung. Die Fessel des Menschseins abgelegt, durchfuhr mich die gesamte Kälte dieser Welt. Nicht als Kälte als solche...als Macht. Ich hatte keine Gefühle mehr aber ich nahm mehr wahr als als Mensch" Und da war es, das erste, echte eiskalte Grinsen der Nummer Vier, auf den Lippen des Kindes. "Ich setzte mich in die Zelle...und am nächsten Morgen als die erste Schwester den Raum betrat...begann mein...Requiem." Xantja lächelte, senkte den Arm und lies die Illusion aus Schnee verschwinden. Sie wäre am liebsten in die Knie gesunken, aber diese Blöße wollte sie sich selbst und schon gar nicht BeaniXs zeigen.

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BeitragThema: Re: Das Dorf Fen-Ri:r   23.05.13 22:28

Beanixs bewegte sich nahe bei Xantja. Die Forscherin gab ihr einigen Grund, sich Sorgen machen zu müssen. Die stille Heldin blickte sich in den Gängen um, vielleicht fand sich ja ein Rollstuhl oder etwas in der Art, falls Xantja noch vollkommen zusammenbrechen sollte. Sie war zwar froh, dass Xantja sie nicht von sich stieß, aber dennoch war sie sich nicht so sicher, ob es gut insgesamt war. Dies hier war immerhin Xantja und nicht ein offenes Buch, dessen Inhalt bunter ist als der Einband.
Als der Spiegel an der Wand erschien und sich immer mehr Bilder reihten und sie mit Szenen konfrontiert wurde, die ihr den Kiefer herunter klappen ließen. Wie konnte man nur so grausam sein, dachte sie. Allerdings kamen ihr die Prügel bekannt vor, das kannte sie am eigenen Leibe. Wie oft hatten die Kinder Urang Lia zusammengeschlagen? Es war oft gewesen, aber Beanixs hatte mit unheimlicher Beharrlichkeit ihren Eifer zerschlagen, nicht geschrien, nicht geweint, einfach irritiert ausgehalten, um noch verwirrter zu bemerken, dass die Blagen vor Angst aufhörten und das Weite suchten. Das war für Bea normal, denn sie war eigentlich niemals Jemand gewesen, zumindest nicht richtig menschlich, Xantja hingegen schon.
"Warum erzählst und zeigst du mir das?", wollte sie wissen, eher kleinlaut, denn dann kam die Kälte aus dem hinteren Raum und die Schneebilder entstanden. Das Schauspiel ging weiter und Beanixs wollte gar nicht mehr hinsehen. Sie wandte sich fast schon automatisch ab, als aus einem Mädchen eine gefühllose Rachegestalt wurde und presste die Hände vor die Augen. Sie rieb sich übers Gesicht, was sogar kurz die Kälte vertrieb und packte dann leicht unsanft Xantjas Arm. "Warum zeigst du es MIR? Gerade MIR?! Ich bin nicht gerade diejenige, mit der du auf einer einsamen Insel stranden würdest, ich habe einfach nur zufällig mit dir hier gelandet. Aber mal wirklich, Xantja, woher kommt dein Mitteilungsdrang?", fragte sie nach und erhoffte sich nicht noch eine üble DRei-D-Diashow des Irrenhaus Masakers von Jazzphalen, obschon das ein wirklich interessanter Thriller-Titel wäre.
Noch ehe sie aber eine Antwort erwarten konnte, schob sie Xantja vor sich den Gang entlang. Es war die Richtung, die die Eisfee ohnehin angesteuert hatte, was die Vermutung nahelegte, dass sie richtig war. Beanixs war sich nur halb bewusst darum, ob ihre Handlung vielleicht eine psychische Störung wiedererwecken könnte. Was sie klar wusste, war, dass, wenn sie Zuhause wären, würde es wärmer sein und vor allem besser für Fräulein Frost.
"komm, beweg dich, Mädchen, die Melancholie macht dich unheimlicher als sonst.", wies sie Xantja an und kopierte ungewollte Großmutter Beanixs dabei.

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BeitragThema: Re: Das Dorf Fen-Ri:r   28.05.13 16:31

Als die frostige, fertige Schönheit angeschoben wurde lies sie es über sich ergehen, doch ihr Blick blieb starr und lächelnd auf die Tür gerichtet. Dann plötzlich wurde ihr Körper etwas schwerer zu bewegen und sie sah BeaniXs nun eingehend in ihre Rubinaugen. Der Blick des kalten Glanzes war für den Augenblick einmalig. Wärmer konnte man Xantjas Augen kaum empfinden, trotz der Kühle die sie ausstrahlten. Ihr Mund verzog sich, sie wollte etwas sagen, doch dann schluckte sie es runter und sagte stattdessen: „Du hast genug gesehen um es zu verstehen. Ausserdem erzähle und zeige ich diese Geschichte hauptsächlich mir selbst.“ Sie verdrehte die Augen und seufzte leicht. „Seit Pjotr das angefangen hat...kommt es mir so vor als würde ich wieder etwas fühlen...“ Sie rief sich AhcXsas Worte ins Gedächtnis die er zu ihr sprach, nachdem er sie aus dem Irrenhaus geführt hatte. „Die Erinnerungen die du hier gesammelt hast, können entweder zu großer Macht, oder deiner endgültigen Verichtung führen. Entscheide selbst...Xantja...“ Er gab ihr einen neuen Namen, ein neues Schicksal und sie entschied sich die Erinnerungen zu verdrängen und stets nur die Kälte dieses Ortes in der Brust zu tragen. Das Eis, die gläserner Hülle die ihr Herz, oder zumindest die leere Stelle davon, umgab, nahm sie vollkommen ein.
Langsam erreichten sie die offene Tür, aus der vor wenigen Minuten noch die Illusionen aus Schnee geboren wurden. Es war bitterkalt und man hörte aus dem Raum das Geräusch eines unnachgiebigen Schneesturms. Doch als sie die Kammer betraten, war darin Nichts ausser das Eis, welches die ganzen Wände bedeckte und selbst das Fenster und die Gitterstäbe davor einhüllte. Eine unheimliche Stille, geprägt von dem Hauch des Sturms.
Und unter den Gitterstäben glühte etwas unsagbar seltenes. Die Umrisse glitzerten in einem hellen Regenbogenlicht, doch alles was sie umgaben war pure Finsternis. Es war das Schlüsselloch dieser Welt. Xantjas verbitterter Zorn, ihre Wut, die Tränen und die unnachgiebige Stärke ihres Herzens schienen diesen Punkt der Welt hierher gezerrt zu haben. Das machte auch klar warum die Herzlose sie hier einfach so auf suchen konnte. Einem kleinen Mädchen war dieser Umstand, dieses Wissen, wohl verborgen, was ein Schlüsselloch für eine Funktion hatte, doch Xantja war vollkommen klar was dieses Ding anrichten konnte.
Neben diesem Tor zur Dunkelheit lag ein verblasstes Schlüsselschwert. Auch dieses wurde vom Eisfast gänzlich verschluckt und schien viele brüchige Stellen auf zu weisen. Das selbe Schwert welches in dem kleinen Kurzfilm gezeigt wurde, als Xantja Skadi den Kopf zertrümmerte. Immer wieder tauchte dieser Name in ihrer Geschichte auf. Skadi, die Göttin. Skadi, die Schlüsselschwertkriegerin. Skadi, die Herzlose. Skadi...der kalte Glanz.
Sie löste sich von BeaniXs und schien ihr fast schon dankbar für die Unterstützung zu sein, dann gab sie ihren Beinen nach und stützte sich auf die Knie um das Schwert aus dem Eis zu ziehen. Dabei griff sie durch die feste, frostige Materie als sei es für sie nicht mehr als Wasser. „Ein Kapitel hab ich dir noch zu erzählen...danach können wir verschwinden.“

Sie erhob sich auf die brüchige Waffe gestützt, mehr schlecht als recht, dann schwang sie das Ding auf das Schlüsselloch zu welches kurz aufblitzte. Die Tür knallte ins Schloss und der Sturm verzerrte die Wände. Eine weitere Illusion, eine weitere Reflektion der Vergangenheit. Als alles wieder sichtbar war, schneite es auf beide hinab und im Schnee sah man wie die kleine Tanja, blutverschmiert, aus dem Eingang der Psychatrie stolzierte, hinter ihr weitere Insassen, verzerrte Gesichter, dunkle Gestalten und zu allem Überfluss auch Herzlose. Sie stürtzte, nicht wenige Meter nach der Tür auf die Knie in den Schnee. Blut färbte das weiße Zeug unter ihr in ein gefrorenes Rosarot. Sie lächelte, ein so seeliges Lächeln als wäre sie von aller Seelenqual befreit wurden, ein derart grausiges, unheimliches Lächeln als sei sie jederzeit bereit zu sterben. Vom inneren des Gebäudes hörte man noch Schreie, sah man Herzen aufsteigen und sah sie in dunklen Schwaden verschwinden oder von Herzlosen verschlungen.
Doch die Szenerie konzentrierte sich auf das Mädchen welches in den Himmel starrte, lächelnd. „Frei...“ sagte das Mädchen schwer seufzend. In der ganzen Stadt aber gingen die Lichter an, gerieten die Leute in Panik und gingen mit Fackeln, Schwertern und Pieken auf die Straßen. Den Himmel noch einmal zu sehen genügte Tanja, die Freiheit noch einmal zu spüren. Mit freuden wäre sie von einem dieser Vollidioten aufgespießt worden. Doch sie merkte wie sie immer weniger fühlte. Lediglich die Kälte nahm immer mehr zu. Die Patienten vor ihr, die „Irren“ rannten den Bewohnern in die Arme, die vor lauter Panik nicht anders konnten als sich zu wehren und sie nieder zu strecken oder sie weg zu stoßen und zu verprügeln. Massenpanik. Schwach senkte sie den Blick von dem graublauen Himmel herab und ihre eisigen Augen starrten die Szene an in der die Panik überhand nahm und die Angst unter der Bevölkerung an stieg.Nicht nur wegen der psychisch Kranken die plötzlich flohen, nein auch wegen den Schattengestalten die sich in ganzen Trauben ab und zu auf einzelne Menschen stürzten. Dabei war es ihnen egal ob es Patienten, Bürger oder Adelige waren. Gerechtigkeit, dachte sie sich. Sogleich war sie fasziniert von den schwarzen Gestalten.
Neben ihr stürzte dann plötzlich ein Arzt in den Schnee, richtete sich zittend wieder auf und rannte ein Stück weiter, dann aber drehte er sich um und starrte die kleine wehrlose Gestalt an, in ihrer aufgeplatzten, blutverschmierten Zwangsjacke. Zorn ergriff sogleich den gesamten Ausdruck des Mannes als er sie dort lächelnd im Schnee sah. Er schrie sie an, dass sie das hier zu verantworten hatte, das es alles ihre Schuld war, das sie Dreck ist, nichts wert und wie abscheulich sie doch ist. Doch das immerwährende kühle L und das Schweigen der Kleinen machte ihn äußerst paranoid. Er zog ein Skalpell wer weiß woher und machte langsame zitternde Schritte zurück auf das Mädchen zu. Tanjas Zähne zeigten sich unter ihren Lippen und sie grinste jetzt mit der vollen Unschuld eines Kindes. Die Augen des Mannes ohne jegliche Gnade ohne ein Molekühl Verständnis. Als er sie erreichte holte er schreiend aus, mit der Absicht ihr das Ding in den Hals zu rammen, den sie ihm so entgegen streckte. Doch diese Absicht sollte lediglich Absicht bleiben. Denn als er den Arm senken wollte durchstieß ihn von hinten ein Schwert. Es hinterließ kein Blut, oder zumindest verströmte der Stich keines, obgleich es ihn durchdrang wie jeder andere Waffe. Die Weiße Klinge war so rein wie der Schnee überall um Tanja herum. Der Arzt röchelte leicht, sein Blick wurde jeder Gefühlsregung beraubt und als er hinab stürzte löste er sich auf und Tanja sah zum ersten mal ein anderes Herz seines Körpers entströmen. Ihr Grinsen verging und änderte sich zu einem weiten Staunen.
Hinter dem sich in Partikel auflösenden Körper stand ein junger Mann, vielleicht wenige Jahre älter als Tanja, das Schwert führte zu seinem Arm. Sogleich musterte sie ihn eingehend. Die Farbe seines Haares glich ebenfalls dem Schnee, seine Augen glühend wie entfachtes Gold, auf seinen Lippen ein Ausdruck höchster Autorität, sein Hals geschützt von einem roten Schal. Gekleidet war er gänzlich in Schwarz, eine mit schwarzem Pelz besetzte Jacke, aber eine ganz normale schwarze Jeans und Schuhe die für diese Art Gebiet wohl am ungeeignetsten waren. Er senkte den Arm und streckte den anderen, unbewaffneten ihr entgegen. Seine ledernen Handschuhe knirschten als er die Hand öffnete und ihr breit entgegen streckte.
Tanja wusste nicht wer das war, sie wusste um ehrlich zu sein in diesem Moment so gut wie nichts. Aber diese Gestalt schien ihr das Leben gerettet zu haben. Sie vertraute in ihrem Zustand vielleicht keinem mehr, vielleicht nie wieder. Aber irgendetwas sagte ihr das sie ihm die Hand reichen musste. Etwas trieb sie dazu. Sie zitterte, starrte den Fremden verblüfft und verwirrt an, streckte die Hand aus einem großen Loch, welches sich im Ärmel befand, und legte die Hand in die des Jungen. Kräftig zog der sie auf die Beine und lächelte zufrieden. Dunkle Schwaden schlangen sich um die Beiden, ließen die Schreie und die Panik ersticken und tauchten alles in eine beruhigende Stille.
„Frei...endlich frei...“

Die Wände wurden mit dem dunkel des Portals wieder normal und beide befanden sich erneut in dem Zimmer der Anstalt. Tanja seufzte und rieb sich die Augen. „Ich glaube jetzt weiß ich was er damit meinte...mit den Erinnerungen.“ Das Schwert in Xatjas Hand bröckelte leicht, leuchtete an den Rissen auf und strömte eine unbändige Wärme ab. Für kurze Zeit war ihr so als spürte und hörte sie ihren eigenen Herzschlag. Nach Beendigung dieses Ritus lag in ihrer Hand eine weiß-golden glitzernde Tiara, das Schwert und ihre Müdigkeit waren wie von den Schatten, ebenfalls verschluckt. Und sofort folgte einer von Xantjas ganz normalen ungläubigen und analysierenden Blicken auf das Schmuckstück in ihrer Hand. Offenbar war sie wieder die Alte nach dem sie hier alles erzählt hatte. Oder lag es nur an dem neuen Blingbling ?

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BeitragThema: Re: Das Dorf Fen-Ri:r   28.05.13 19:33

Beanixs hatte die Nase gestrichen voll von Siff und Kälte! In diesem kleinen Zimmerchen herschte eine solch arktische Kälte, dass es fast nicht zum Aushalten war. Sie schien beinahe schon zu spüren, wie sich Raureif an ihren Brauen bildete. Sie machte einige Schritte in den Raum hinein und erblickte nicht gleich das Schlüsselschwert. Erst, als Xantja es in die Hand nahm, fiel es ihr auf.
"Aber macht denn das Ding hier?", stammelte sie irritiert, aber kleinlaut und warf diese Verwirrung schnell wieder ab, als Xantja endlich das sagte, worauf sie schon seit Stunden oder vielleicht noch länger wartete.
"Echt? Das wurde auch Zeit!", meinte sie halb jubilierend und sah sich den nächsten Blockbuster aus dem Leben der Wissenschaftlerin an. Sie schaute zu, wie alles in einem riesigen Chaos stand und dieses blutige Mädchen mit Zwangsjacke in den Schnee sank. Dramatisch in jeder Hinsicht, aber dennoch musste sich Beanixs eingestehen, dass ihr irgendwie abhanden kam, wie dieses fürchterliche Gemetzel dort zustande gekommen ist. Wenn Xantja sonst so gründlich mit ihren Vorträgen war, so hinkte sie hier wohl ein wenig oder hatte die falsche Szene gewählt. Wie dem auch sei, Bea behielt es für sich - vorerst. Es war ziemlich interessant, Xantja völlig neben sich zu sehen. Es erinnerte die Steinmetzin geradezu an eine Person, die tot war, aber das Sterben vergessen hatte. Sehr eigenartig, wahrscheinlich wollte der Doktor sie deswegen umbringen, um die Sache nachzuholen. Das kam Beanixs zumindest recht logisch vor. Und dann tauchte Ahcxsas auf. Nie hatte Bea ihn jünger und rebellischer gesehen, aber vorn weg noch niemals mit DIESEN SCHUHEN! Es war eigentliche in Frevel, rote Cowboystiefel in einem Schneegebiet zu tragen, aber wahrscheinlich sollte das die heldenhafte Geste hervorheben, die diese aufmüpfigen Teenager anstreben. So kam der Film schließlich auch zu einem Happy End.
BeaniXs wandte sich Xantja zu und bemerkte die tolle Neuheit in deren Hand.
"Wooow! Das ist ja ein schickes Krönchen! Und so groß und glitzernd - Halt mal! Ich bin die Prinzessin der Orga! Wehe, du machst mich nach!", sagte Beanixs bestimmt.

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BeitragThema: Re: Das Dorf Fen-Ri:r   30.05.13 18:34

Kalt grinste die junge Forscherin und drehte die Tiara ein paar mal in den Händen umher ehe sie sie aufsetzte und sie die Augen zusammenkniff, als würde sie plötzlich in einen der tiefsten Abgründe gestoßen, die man sich hätte vorstellen können. Diesmal spürte sie definitiv einen Schlag an der Stelle ihres Herzens. Dieses eine simple und unhörbare Pochen entlud noch einmal all ihre Erinnerungen in ihrem Kopf. Danach folgte weißes Rauschen und sie öffnete die Augen wieder.
Ein neuer Ausdruck befand sich in dem kühlen Blick, in den Saphiren die sich ihre Augen nannten. „Also das meinte er ?“ Sie stand danach plötzlich auf und schnipste mit der Linken zur Seite woraufhin sich um sie herum Fäden aus Dunkelheit schlangen. Jede neue Faser stellte ein Stück ihrer Kutte wieder her, die lederne Oberfläche den weißen Besatz und die Kuscheligen Bommeln an ihrer Brust. Sie putzte sich den restlichen imaginären Staub von den Beinen und schnaufte entnervt. „Bea, du hast auch so ein Ding, bei dir müsste es eine Kette sein wenn ich richtig informiert bin. Erinnerungsbrecher.“ Sie tippte erst sich selbst auf die Tiara, dann schritt sie bestimmt auf die pinkhaarige Steinmetzin zu und tippte auf deren Halskette. „Ein kleines, bitter-süßes Memento an unser Herz.“ Sie zückte aus der Tasche des neuen Mantels das allseits beliebte Kommunikationsgerät und klappte es auf. „AhcXsas hat mit dir offenbar auch noch nicht besprochen wie man diese Dinger überhaupt nutzt denk ich mal.“ Mit der anderen hand zückte sie zwei Lollis. Geschickt wickelte sie den ersten mit einer eleganten Fingebewegung aus und steckte ihn sich in den Mund. Den anderen reichte sie BeaniXs, während sie weiter auf dem Handy herum tippte.
Die neu gewonnene Kraft schien die Wissenschaftlerin anzutreiben, es war wie ein Level-Up in so manchem RPG, hätte Xeinalem wohl gesagt, immerhin werden da die KP und so weiter auch vollkommen aufgeladen. „Und jetzt da wir hier am Eingang zur Dunkelheit stehen kann uns auch jemand aus dem Labor durch die dunklen Korridore zerren.“ Es machte laut Piep aus dem Apparat und das Schlüsselloch leuchtete sinister auf. Dann spranen daraus, nach einigen Minuten, Schattenheraus die beide Frauen packten und ins Dunkle zerrten.
„MiSSioN Fünf UND vierZIG ausGEfÜHrt !“ hallte dem zerren und Ziehen im dunklen noch monoton und mechanisch nach.

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BeitragThema: Re: Das Dorf Fen-Ri:r   14.06.16 20:46

"Maine Fresse, was is'n hier los !? So viel Blud habsches ledsde ma jesehn, als de gleene Beggy ihre ersde Bäriode hadde. Jeds dir jud maine Gleene !?" Mutter war keine besonders gute Beobachterin des Offensichtlichen, was daraus resultierte, dass das meiste von Xantjas Kleidern immer noch ihre tiefe Wunde bedeckte. Erst danach sah sie BeaniXs, welche die Tür aufgestoßen hatte und im haus nach Hilfe schrie. Das Mannsweib schnappte den schmächtigen Körper der Wissenschaftlerin und trug sie so bedächtig, wie es ihr möglich war in die Hütte hinein. "Nu reschtsch nich so off Klaudja hole ma äh poar Lappn ausm Bad und bring galdes Wasser mid. Ich lech dad Mädel hier offn Disch. Geene Angsd, de Leude ham immer behaupted mor stürbt nich so schnell im Haus." Jaja die Leute erzählten auch, dass der Schnee gar nicht so kalt war, aber wenn man nicht von hier stammte, dann war das ein besonders schlechtes Gerücht.
Xantja flimmerte es vorm inneren Auge, sie hörte nur die dumpfen Geräusche, die halben Töne von Stimmen. Ihre Erschöpfung zwang sie auf die letzte Reihe. Fern von der Bühne, die sie ihr Leben nannte. Sie begann in einen Traum ab zu driften, der sie fallen lies. Tiefer und tiefer drang sie in die Stille ein, in die Dunkelheit. Ihre Finger wurden taub, ihre Gedanken flüchtig. Und dann landete sie. landete an einem Ort, der ihr vorher noch nie begegnet war. Ein Ort von dem sie schon oft gehört, aber noch nie selbst betreten hatte. Sie sank langsam auf die Füße in ihrem Traum. Öffnete die seltsam anmutigen Augen und mit dem Aufschlag zog ein kühler, angenehmer Wind auf, der das Licht in die Finternis brachte. Ein Relief breitete sich um sie herum aus. Ein Bild welches die schlafende Xantja zeigte. Das Kind auf der einen Seite, die Erwachsene auf der anderen und in der Mitte, diejenige, welche sie im Moment war. "Der Ort des Erwachens..." flüsterte sie zu sich selbst und fasste sich an die Brust, welche unaufhörlich schlug und hämmerte. Doch war es nicht nur das eisige Bildnis der Schneekönigin, welches sich hier zeigte. Das Bild erweiterte sich, schlug flammen, brannte weitere Erinnerungen herein. Pjotr war zu sehen, der am Rand des Portraits, fast aus dem Bild fiel. Und Ajnat, die mit ausgebreiteten Armen versuchte die Niemandin zu beschützen. Man hätte von so vielen Erinnerungen sprechen können, von so vielen Bildern, welche sich hier im Herzen des kalten Glanzes zeigten. Doch konnte sie sich jetzt nicht wirklich darauf konzentrieren. Unwirklich hörte sie die Stimmen von Außen.
"Klaudja wo bleibstn ! Ich brauche daine Hilfe. Mach die Gleene ma sauber und ich hol schonma de Dinkdur !" Mutter stürmte in die Kche und riss den Schrank auf, auf dem 'Bloß nicht öffnen' stand. Offensichtlich verstanden die Kinder diese warnung durchaus. Sie hätten sonst ohnehin mehr als nur eine auf die Finger bekommen. Sie zerrte eine kleine Flasche heraus, in der stinkend eine grünliche Tinktur herum schwappte. "Da isses ja."

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BeitragThema: Re: Das Dorf Fen-Ri:r   15.06.16 18:15

Beanixs konnte gar nicht in Worte fassen, wie froh sie darüber war, dass Mutter doch noch aufkreuzte und die Lage rettete. Es kam ihr vor wie eine Ewigkeit, wie auch die meisten Leute behaupteten, dass auch ein Arzt niemals zur rechten Zeit käme.
"Beeilen Sie sich, beeilen Sie sich!", rief Beanixs der Frau mit dem Reibeisenakzent zu und spürte ein Zittern in den Gliedern, das nicht von der Kälte herrührte, teil ihrer immer stärker keimenden Nervosität war. Sie wusste nicht, wohin mit ihren Finger, wollte eigentlich Xantja ins Haus tragen, aber als Mutter ihr diese Aufgabe abnahm, wurde es immer schlimmer. Und das einzige, was ihr im Moment wirklich etwas brachte, war es, Anweisungen entgegen zu nehmen. So folgte Beanixs der Anweisung, Lappn und Wassor zu holen. Auch wenn sie zwar aufgrund einer stressigen Überlastung in fünf falsche Zimmer hineinrannte und hernach wieder hinausstürmte, um dann letztlich doch den richtigen Raum zu finden und das Gewünschte herbei zu schaffen.
Sie achtete nicht mehr auf Mutter, sondern kümmerte sich um ihre Kollegin.
"Wag es dir ja nicht zu verrecken!", herrschte sie sie an, als sie Xantja die Klamotten herunterriss und ihre nackte Haut freilegte. Das Blut hatte sie ziemlich verschmiert und Beanixs war sich nicht sicher, ob Waschen da eine wirklich sinnvolle Beschäftigung war. "Scheiße.", fluchte sie, benetzte den Lappen mit Wasser und wusch die Haut um die Verletzung so sauber, dass man erkennen konnte, wo die Wunde begann und wo sie endete.

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BeitragThema: Re: Das Dorf Fen-Ri:r   18.06.16 23:03

Die robuste Frau stampfte aus der Küche und betrachtete sich den Schlamassel ganz genau. Sie war nicht in Panik, sie war ganz ruhig aber bestimmend. So als wüsste sie, dass alles wieder gut würde,was sie aber freilich nicht tat. "Gleene geh ma in de Giche wennde fertch bist un hol dir äh Dee. Du bisd ja nerweeser als de gleene Glara vorm Friseer Besuch." Sie lächelte sie befehlend an, sodass die stille Heldin wohl keine andere Wahl hatte, als darauf zu hören. Indessen zerrte die Mutter die Flasche hervor, auf der mehr Staub lag als auf AkiraX Chemiebuch. Sie zerrte an dem Korken und mit einem lauten, dumpfen 'Plopp' öffnete sich das Gefäß und ein süßlicher und fauliger Geruch strömte heraus. So wie das Gebräu aussah, so roch es auch. Erinnern tat es an eine Mischung aus Schneckenschleim und allerlei Kräutern. Das Weib tat dann aber etwas, was ungewöhnlich war. Glaubte man denn etwa, dass sie Xantja diese liquide Masse auf die Wunde schmieren wollte, so irrte man sich. Sie kippte sich den Inhalt großzügig auf die Hände, wo der grünliche Schleim brav verweilte. Sie stellte das Gefäß umständlich auf den Tisch und verrieb die Flüssigkeit sorgfältig. Dann breitete sie die Arme über dem jungen Körper vor ihr aus und zog eine ernste Miene. "Gondsendradsion...Du machsd das nich dsum erstn Ma." Mutter sprach sich selten selber Mut zu und wenn, dann nur wenn die Situation wirklich wenig Chancen hatte, besser zu werden. Doch begann sie mit ihrem eigenartigen Ritual.
Indes sah sich Xantja in ihrem Traum um und belächelte die vielen Farben und Erinnerungen, die in ihrem Herzen Platz gefunden hatten. "Schön, dass du gekommen bist..." Sie sah schwankend nach links, wo sich ihr Pendand, die Herzlose befand. Sie stieg aus dem Bildnis empor und ging ruhig auf Xantja zu, stellte sich vor sich und sah ihr dankend entgegen. "Danke, dass du mich immer noch als Teil von dir akzeptierst. Ich hatte furchtbare Angst, nachdem Veritas mir diese Gräueltaten angetan hat. Doch deine Worte haben mich zu einem schweren Entschluss gebracht." Das war das erste Mal, dass die Walküre so viel mit jemandem geredet hatte. "Selbst als Schattenlurch konnte ich noch etwas tun und war nicht wehrlos. Wir sind Tanja Schmied. Das war ja so sentimental." Sie lachte kurz und packte ihr Gegenstück an den Schultern. "Lass mich mich eine Weile hier ausruhen. Meine Rüstung hat dir schon einmal das Leben gerettet. Sie wird dir mehr nutzen als mir im Moment." Ajnat sah müde aus, ihr Griff verlor an Halt und ihr Kopf legte sich auf Xantjas rechte Seite. Sie atmete erleichtert, so wie man es tat, wenn man neben jemandem einschlief, der einem etwas bedeutete. Xantja hörte all diese Worte, doch sie schaffte es nicht zu reagieren. Sie war wie betäubt. Als würde ihr Herz entschließen, erst wesentlich später auf die Geschehnisse zu reagieren. Als sie die Augen auf den Körper der Herzlosen richten wollte, war diese aber wieder verschwunden und nur rote, kleine Schneeflocken blieben zurück. Der kalte Glanz sah die funkelnden kleinen Lichter und sah ihnen hinterher, ihr Ausdruck war Puppengleich. Es war, als würde einem ein Gedanke in der Kehle festsitzen, der einfach nicht herauskommen wollte.
Nach wenigen Minuten begannen Mutters Hände an zu glühen. Die Tinktur vog in die Haut ein und die kleinen Kräuter und Erden darin schienen sich zusammenzuschließen und funkelnd in die Haut der korpulenten Frau einzudringen. Fluoreszierend pulsierten die Nebraskapranken des Weibes und sie atmete tief ein und wieder aus, tief ein und wieder aus und nochmal tief ein und wieder aus. Ihr Blick glitt über die Wunde, so wie es auch ganz langsam ihre Hände taten. Nicht lange und die Blutung begann langsamer zu werden und bald schon an zu halten. Was BeaniXs gerade zuteil wurde, war wohl der primitivste und älteste Vita Zauber der Welt, ausgelöst von einer merkwürdigen Flüssigkeit in einem verdammt alten Behältnis.

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BeitragThema: Re: Das Dorf Fen-Ri:r   20.06.16 17:14

Wie sollte es Beanixs nur anstellen, in dieser fragilen Situation ruhig zu bleiben und einen Tee zu trinken, wenn ihre ein und einzige Xantja gerae mit den klammen Händes des Todes rang? Es war ja fast schon lächerlich, dass Mutter erwartete, dass sie ein paar so offensichtlich sinnlose Dinge tat, die letztlich doch nur die Zeit überbrückten, zum Tode hin oder zur Genesung, wobei sie sich nicht sicher war, ob diese Frau wirklich imstande war dem kalten Glanz zu helfen.
Ihr klappte vor Empörung der Kiefer herab und eigentlich hatte sie etwas driftiges erwidern wollen, das ausdrückte, wie schwachsinnig und unhilfreich sie den Kommentar fand, aber dann bemerkte sie die Flasche mit grünem Inhalt. Es war dieses radiaktive Grün, das Xantja so gern in ihrem Labor rumstehen hatte und das, wie die Zaubertränke mancher Personen, vielerlei sein konnte, nicht nur radioaktiver Müll, sondern auch Brotaufstrich, Suppe, Hautcreme, Säure, Base, Chili, Guacamole und so weiter. Was das hier war konnte sie auf Anhieb folglich nicht sagen, aber es wirkte schon ein wenig abgelaufen. Vielleicht alte Marmelade? Oder etwas ekligeres? Es war schwer vorstellbar, aber als die Alte es sich dann auch noch in die Finger schmierte, musste Beanixs leicht würgen. Das war so widerwärtig! Und sie hielt sich automatisch die Nase zu, auch wenn sie gestehen musste, nichts Stechendes in den Nüstern spüren zu können.
Sie trat einen Schritt vom Tisch weg und schaute zu, denn etwas anderes konnte sie nicht tun. Und gewahrte dabei schließlich, dass scheinbar etwas mit der Wunde passierte, das ähnlich einem Vita-Zauber war, nur eben anders. Sie konnte nicht genau ausmachen, warum sie die Form des Zaubers so verwunderte, denn immerhin gab es Magie in allerlei Formen, die selbst ein geübter Magier nicht alle kennen konnte. Aber das hier war so alt, dass sie nicht mal von ihrer doch eher altmodischen Kindheit aus sagen konnte, dass sie sowas schon einmal gesehen hatte. Sie kannte Heilsteine, Verjüngungskrebs, ja sogar die Kartoffel der Entschmerzung, aber das hier war ihr neu, obzwar es wohl alt sein musste, altmodisch, total out. Aber als sie einen Blick auf die Verletzung warf, musste sie doch gestehen, dass es half.
"Was ist das für ein Zauber?", fragte sie dann dümmlich, um ganz sicher sein zu können, sich nicht zu irren.

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Das Dorf Fen-Ri:r
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