It's time to tip the scales
 
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 Urang Lia

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AhcXsas
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BeitragThema: Re: Urang Lia   02.08.12 17:55

In einem schwerzen ortal verschwindend entzog sich der Meister der Wucht der Attacke des Kollosses. Er erschien Seitlich des Einschlagkraters erneut und sah zu ihr herab mit arroganten glühenden Augen. "Informationen die unserer Organisation helfen. Informationen damit BeaniXs, die stille Heldin, mit ihrer Vergangenheit klar Schiff machen kann." Er lief an der Grube entlang und beobachtete wie diese falsche BeaniXs sich wieder aufzurichten schien. "Erinnerungen sind für Niemande das was ihr Herz ersetzt, was ihre Macht speißt. Verleugnet man seine Vergangenheit dann verleugnet man sein Herz und büßt die kostbarste Kraft ein die man je erhoffen kann." Er blieb stehen und streckte die hand aus. Eine Kugel aus arkaner Blutroter Magie wallte auf und wurde immer größer, sammelte immer mehr an Kraft und wurde schließlich zu ihr in die Grube geworfen. "Ihr die ihr Rache schwört und auf die Dunkelheit vertraut werdet euch diese Kostbarkeit jedoch niemals ausmalen können." Er drehte sich mit dem Rücken zu ihr und die gesamte Grube wurde von einem gigantischen Laser erfasst der sich nach Oben in den Himmel ausstreckte und wahrscheinlich auch diverse Erdschichten mit sich nehmen würde.
Mitlerweile sind die Informationen zu Großmutter BeaniXs ja eindeutig ausgefallen und AhcXsas konnte sich denken das diese Informationen für ihn relativ unwichtig waren. Klonen ist etwas was er nicht benötigte. Allerdings stand die Frage noch offen ob die Alte Herzen benutzte oder nicht, das war das einzige was eventuell noch bedrohliche Folgen nach sich ziehen könnte.

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BeitragThema: Re: Urang Lia   02.08.12 18:51

Als die Laser verebbten war die Grube leer und ein Loch, als hätte eine Wühlmaus ihren guten Tag gehabt, führte in eine unbekannte Tiefe. Aber Bea 37 war nicht von solchem Feingefühl erfüllt, dass sie abwarten konnte. Ihre Position wurde allerdings nicht von ihr selbst, sondern von eines anderen Schrei verraten. Von Bes Schrei.
"Aber, aber!", sagte die kräftige und ließ den kleinen Zwitter in der Luft zappeln, "Keine Sorge, es tut nur kurz weh, du Wurm!"
Sie hatte sich durch den Boden gegraben und war einen knappen Meter neben Be wieder zum Vorschein gekommen. Als sie den Kleinen bermekte hatte sie ihn so schnell gepackt, dass er den Kristall nicht mehr rechtzeitig einsetzen konnte. Nun zappelte er verzweifelt und war Auge in Auge mit seinem Alptraum.

Beanixs war mit Schlamm bedeckt und auch die andere. Es war der stillen Heldin ein Rätsel, dass keine ihrer Attacken Nutzen zeigten. Wenigstens ein bisschen angekratzt - denn schmutzig sein war ja an sich nichts - hätte sie schon sein sollen. Bea war es für ihren Teil. Die Wunde na ihrer Seite schmerzte.
"Gibt's doch nicht ...", sagte sie entsetzt.
"Muss ich dir Manieren beibringen? Du widerlicher Ausschuss? Dann pass mal auf!", sie machte eine Geste und ließ die Erde an zwei Stellen aufbrechen. Ein Mineral schlang sich dort hinaus und schlang sich um Beas Leib, auch um ihre Wunde. Die Stille Heldin schrie auf vor Schmerzen und ihre Haut färbte sich an den berührten Stellen gereizt rot, während es wieder fest wurde. "Tur das weh? Ich wette, du hast schon mal von Lopezit gehört? Ein giftiges Mineral, vergiftet durch Berührung und Einatmung. Reizung der Schleimhäute, Tumorbildung, Erstickungsanfälle - du wirst verrecken! Ist das nicht lustig?"
Klar kannte BeaniXs Lopezite. Und hier musste die Stille Heldin zugeben, dass sie nicht gegen alles, was die Erde hervorbrachte, immun war. Der Stein war so giftig, dass selbst sie nicht unversehens damit spielen konnte, vorallem wenn er von jemand anderes kontrolliert wurde. Wenn sie in einen anderen Modus hätte wechseln können, so wäre das wohl die Rettung gewesen, aber so musste sie die Schmerzen ertragen und den Lopezit der fremden Kontrolle entziehen.
"ich fins nicht lustig, ganz und gar nicht. Aber wenn wir schon mal bei den Schätzen der Erde sind - Diamanten sind eines Mädchens beste Freunde!", entgegnete BeaniXs und ihre Augen blitzten auf, als von allen Richtungen auf 142 Diamantsplitter zuschossen wie tollwütige Bienen. Die perfekte Kopie konnte den Lopezit nicht mehr fest am Fleck halten, als die scharfen Spitzen in ihr Fleisch schnitten, und Bea übernahm die Kontrolle und schickte das Mineral wieder in die Untiefen. Sie war frei.

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AhcXsas
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BeitragThema: Re: Urang Lia   02.08.12 19:31

"Be !" AhcXsas ahnte auf was das hinauslaufen würde, konzentrierte sich und verschwand mit einem zischelnden blitzen von dem Fleck wo er war. Kleine elektrische Felder zischten an der Stelle wo er gerade noch stand über die körner des Sandes und hinterließen kleine verbrannte stellen. In seiner hochgeschwindigkeit sprang er ungesehen zu der Dampfwalze die Be in den Händen hatte. Ihre Art alles mit ausgestreckten Armen anzupacken erinnerte ihn an einen downsyndromgestörten elefanten im Porzelanladen. Es war einfach eine sehr unelegante Geste. Dann das breite verzerrte grinsen, als sei sie eine übergewichtige panzerechse die versuchte eine Prinzessin zu kidnappen.
Der Meister warnte sie aber keine Gnade mehr walten zu lassen und so folgte es auch. Er stürzte durch die Luft, man hörte ein schon fast tötlich lautes surrenals er knapp links neben ihr den Boden erreichte. Auf seine Schulter tropfte Blut und er machte eine drehung nach oben, kickte der PseudobeaniXs in mit voller Wucht die Seite, schnappte sich Be am Kragen und teleportierte ihn weg. Alles in den Bruchteilen einer Sekunde.
Der Laserschlag mit den Katanas, sollte die falsche Bea merken, zielte nämlich auf ihre Arme. Und da Partikelzerstörende Laser nunmal die Kraft hatten alles zu durchtrennen was ihnen in den Weg kam sollte sie nun ein paar Glieder weniger haben.
Er machte einen Flickflack zurück und Be landete direkt neben ihm, aus einem dunklen Portal fallend. "Alles OK ?"
AhcXsas Beine zitterten ein wenig, er war PiaatricXens Geschwindigkeit echt nicht gewöhnt.

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BeitragThema: Re: Urang Lia   02.08.12 20:41

Be landete auf dem Boden. Als Gehilfe musste man sich an so etwas gewöhnen, es war wie ein Berufsrisiko, von daher rappelte er sich schnell wieder auf und blickte zu AhcXsas.
"Nochmal! Äh, ich meine, alles okay soweit. Hatte nur einen Schreck ...", sagte der Zwitter, der den Keller seit Jahren nicht verlassen hatte und nun so etwas wie Abenteuerlust verspürte. Seine roten Äuglein funkelten aufgeregt.
Die 37 schrie auf, als sie realisierte, dass ihr ein Arm abgeschlagen worden war.
"Du Bastard!! Ich - ich - ich beiß dir den Kopf ab!", schrie sie herüber und versuchte ihren Schmerz zu vergessen, indem sie von neuem losstürmte. Aber es war offensichtlich, dass ihr der Arm auch in ihren Handlungen fehlte. Sie schlug kopflos ins Leere und machte eine undefinierbare Pause, in welcher wohl die fehlende Hand ihr Können gezeigt hatte.

Beanixs wusste, dass ihre Gegnerin nur leicht verwundet war, aber wenigstens etwas. Es war ein Fortschritt, der nicht seinen Wert verlor. Sie sah aus wie ein Nadelkissen und glühte vor Wut.
"Verflucht nochmal! Kannst du nicht einfach sterben?!"
"Bedaure.", antwortete Beanixs und riss sich zusammen, die nun blutende andere BeaniXs in die Hölle zu schicken. Sie nutzte, dass die Diamanten die Bewegungsfreiheit der anderen einschränkten und wirbelte deswegen so mit ihrer Axt, die sie anschließend kraftvoll auf den Boden donnerte, dass eine Welle purer unterirdischer Energie freigesetzt wurde, die Brandflecken auf dem Boden hinterließ. 142 bekam die heiße Klinge genau in den Bauch und gurgelte laut.
"Tut das weh?", wiederholte die stille, keuchende Heldin die Frage der anderen.

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BeitragThema: Re: Urang Lia   02.08.12 22:19

Die Frage nach Be's befinden war lediglich eine Floskel für den Meister denn seine Aufmerksamkeit lag lediglich auf der Frau die ihn dort mit ungesunden Nahrungsaufnahmetechnicken bedrohte. Seine Augen verließ jeglicher Ausdruck von Menschlichkeit, was aussagte das er seine Gegnerin nun endgültig vernichten würde. Im Prinzip hatte er Glück das sie aus dem Gleichgewicht kam, denn hätte er mit zitternden Knien nur schwer ausweichen können.
Sein Arm schon Be etwas weiter nach hinten. Er selbst trat hervor und in seiner linken begann sich schwarze und weiße materie aufzubrauen. "Marsch !" brüllte er als er seine hand nach vorn riss. Dornenranken aus unwirklichen Elementen schossen nach vorn und umschlangen den Körper der falschen BeaniXs, und nicht nur das, sie durchbohrten ihr Fleisch und spießten sie geradezu auf, allerdings verfehlten sie die Lebenswichtigen stellen und schon bald sah es aus als würde sie aus einem baum hängen der aus schwarzen und weißen Dornen bestünde. Die Stacheln wurden mehr und bohrten sich tiefer in sie hinein. Ein Strang würgte ihren Hals sodass sie aufblicken musste als der Meister näher kam.
Sie hing im wahrsten sinne des Wortes in den Seilen, aber da er von be wusste das diese hier fast nichts an Schmerz spürte konnte er ruhig, aber mit bestimmender Stimme zu ihr sprechen ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. "Ihr hättet in Frieden leben und diesen Ort vergessen sollen. Doch einen dunklen Weg einzuschlagen um noch tieferen Hass zu sähen ist in jeder Hinsicht falsch. Wahrscheinlich warst auch du nur eine Puppe in den Plänen deiner Freundin oder der "wahren" BeaniXs." Er betonte dieses wort der wahrheitsandeutung extra scharf. "Aber du selbst machst es nicht besser indem du den Kleinen hier quälst und alles kaputttrampelst. Allen voran dich mit der Organisation anlegst." ER kam immer näher streckte die Rechte aus und ein rotes knistern erschien in der luft gefolgt von bändern aus goldenen und schwarzen strahlen. Es trat sein Schlüsselschwert nach einem lauten gleißen in erscheinung und zeigte direkt auf die Bruststelle der Siebenundreißig. "Wahrscheinlich nehmen mir das jetzt alle BeaniXs Überlebenden krumm. Aber lass mich dir ein Abschiedsgeschenk machen. Die volle Wahrheit." an der Stelle ihres physischen Herzens zeichnete sich aus Licht ein Schlüssellochsymbol ab, ein paar sekunden Später stieß ein Strahl aus dunklem Licht in es hinein und man hörte das dumpfe Aufschließen eines Tores. Die folgende Vision würden alle hier anwesenden sehen, jedenfalls hoffte AhcXsas dies. Danach würde der Körper der siebenundreißig verschwinden und das eintig benutzte Herz wieder frei sein.

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BeitragThema: Re: Urang Lia   04.08.12 16:51

37 schrie auf. Es war das erste Mal, dass sie glaubte, Nervenendigungen zu haben, die ihr Schmerz vermittelten. Schmerzen taten weh, Schmerzen lösten bestialische Schreie aus; hatte sie schon einmal so geschrien? Sie konnte es nicht mehr sagen, aber Bilder preschten in ihrem Kopf.
Be spürte ein Stechen im Kopf, wie auch Beanixs und 142, die ihren Kampf ruhen ließen und leicht zusammen sanken. Blitze zuckten durch die Köpfe der vier Überlebenden von jahrelangen Experimenten.
„AhcXsas … was hast du gemacht?“, wimmerte Beanixs und spürte die Flut an Gedanken, die plötzlich auf sie überging. Es waren nicht ihre Gedanken, es waren fremde und doch waren sie vertraute …

…take me dancing tonight … i wanna hit that high …
“Fehlschlag! Sieh dir das an!”, rief D, “In den Ausschuss damit!“
„Halt mal! Das ist meiner! Nur weil du was verbockt hast mit deinen supertollen Verbesserungen, heißt das noch lange nicht, dass du über meinen Klon bestimmen darf, D! Nimm deine Drecksgriffel von dem Hebel; ich behalt ihn!“
… jitterbug …
Das erste, was ich sah, als ich zum ersten Mal die Augen aufschlug … pinke Haare … ihre Stimme war da und hallte durch das Labor … ich war lange in diesem Labor … viele Jahre … es war widerwärtig …
…They can dance, we'll stay home instead …
… „Er hat mir gesagt, dass du mit Säure nach ihm geworfen hast.“
„Na und? Hätte ich es ernst gemeint, hätte ich gezielt und getroffen.“, erwiderte die pinkhaarige Frau und frottierte das halbbenommene Abbild ihrer selbst, das still auf dem Tisch saß und versuchte, etwas ins Auge zu fassen, obschon die Deckenbeleuchtung es blendete.
„B, dir ist doch bewusst, dass wir eine Gemeinschaft sind und einander mit Respekt behandeln müssen. Du kannst nicht ständig die Beherrschung verlieren, nur weil dir mal was gegen den Strich geht.“, abfällig erwiderte die Angesprochene ein Schulterzucken und fuhr damit fort, das Wesen abzutrocknen, es sogar fast unentwegt anzulächeln. Ihr Gesprächspartner war ihr dabei egal. „Bea, ich meine es ernst. So geht es nicht weiter. Seitdem wir uns entschlossen haben, gemeinsam die Natur der Niemande zu untersuchen, bist du immer diejenige, die sich nicht eingliedern will.“
Die Pinkhaarige ließ von dem Wesen ab und drehte sich angesäuert zu ihrem Kollegen und eigentlichen Vorgesetzten um.
„Hey, ich bin die einzige, die sich an Beschlossenes hält und nicht den Schwanz einzieht, wenn mal etwas nicht klappt. Was soll denn das für eine Vorgehensweise sein, wenn man erst Klone herstellt und sie dann wegschmeißt, wenn sie nicht hundertprozentig perfekt in ihrer Ausführung sind. Wie viele Klone hatte D von sich hergestellt? 13, A, 13! Denk mal drüber nach.“, entgegnete sie aufgebracht.
Das Wesen, das auf dem Tisch saß, schwankte. Es fühlte sich recht schläfrig, denn das Licht drängte seine Augen zum Schließen. Aber die Frau hielt es am Arm fest, dass es nicht fallen konnte.
„Es sind Diener. Was sollen wir mit Dienern, die uns nicht helfen können, wenn ihre physische Beschaffenheit sie einschränkt?“, meinte A, noch immer ruhig.
„Mag sein, dass es Diener sind. Aber sie werden aus unseren Zellen hergestellt … und aus den kümmerlichen Resten unserer Herzen.“, sie hob den Klon vom Tisch und schob ihn vor sich her aus dem Raum, „Oder verdrängt ihr das alle gekonnt, um zu verschleiern, wie unperfekt ihr selbst seid?!“…
…You take the gray skies out of my way …
…“Gut, Be. Jetzt sei ganz vorsichtig. Wenn du einen Tropfen zu viel rein machst, steigt Rauch auf und wir müssen die ganze Schweinerei aufräumen.“, flüsterte B und Bes Finger zitterten. Die Pipette in seinen Fingern, berührte den Rand des Glases. Ein Tropfen, noch ein Tropfen, noch ein … nein, zwei Tropfen drängten sich rein und sogleich begann die Flüssigkeit in dem Glas zu sprudeln und zu rauchen. Beide wichen vom Tisch zurück. Bes Augen waren überrascht geöffnet.
„B, das wird nichts. Seine Hände sind zu groß, er kommt nicht damit klar. Lass es Ace machen.“, sagte entnervt D, der mit seinem Diener De ein anderes Experiment unternehm.
… die andern waren geeignetere Modelle … ich beneidete sie nicht, das konnte ich gar nicht … aber mir hat man Traurigkeit injiziert, wodurch mich die Kritiken irgendwie doch trafen …
„Er kann das, halt die Klappe.“, erwiderte B, „Bei den ersten fünf Malen hast du es unter Garantie auch verbockt. Neuer Versuch, Be. Diesmal klappt es bestimmt.“…
… Be verbarg sich hinter einem Vorhang. Er durfte nicht mitmachen. Sie hatte es ihm verboten, zwar ohne etwas wie eine Strafe anzudrohen, aber dennoch hatte sie unheilschwanger geklungen, was ihm eine Gänsehaut einjagte. So sah er aus sicherer Entfernung zu. Ace, Ce, De und die anderen standen um den Seziertisch, auf dem ein Klon von A, der sich seltsamerweise sehr oft zum Klonen bereiterklärte, lag. Man hatte ihm ein Betäubungsmittel gegeben, das seine Muskeln lähmte und die kleinen Klone, die wie unheimliche Zwerge, jeder ein seltsames Werkzeug in der Hand hielt, begannen nacheinander, ihn zu schneiden, zu stechen, ihm Knochen zu brechen, abzuklemmen, was immer sich machen ließ. Selten gaben die großen Klone Geräusche von sich, aber sie gurgelten fast immer, wann man ihnen an die Lungen ging. Die kleinen Klone dagegen machten einige Geräusche, der eine lachte heiter, der andere flennte, der dritte brummte ungehalten und so weiter. Jeder mit der einzigen Gefühlsregung, die er hatte. …
… Die bösen Märchenzwerge …
… unheimliche Gnome, die alles tun würden, was man ihnen befahl …
… „Jeder nur eine Emotion! Wir haben nicht mehr viel! Und du verschwendest es an diese Missgeburt! Was denkst du dir eigentlich?“, herrschte D sie an, aber B schaute ihm nicht einmal ins Gesicht.
„Es ist mir unheimlich, wenn ich mit euren arbeiten muss. Zudem sehr nervig. Zu Ve darf man kein Wort sagen und er heult schon los – drei Proben hat er mir mit seinen verdammten Tränen versaut. Und die andern sind auch nicht besser.“
„Das liegt nur daran, dass wir alle an den unsrigen gewöhnt sind. Wenn du etwas mehr Flexibilität bringen würdest –„
„Danke vielmals, nach dir bitte. Sobald du flexibel in Bezug auf meine Vorgehensweise mit Be wirst, bin ich auch den andern Winzlingen gegenüber toleranter.“, ihr Grinsen wirkte unheimlich. …
... when you act so cruel …
“Verräter! Dafür sollte das V in deinem Initial stehen! – Wage es dir bloß nicht abzuhauen!“
Sie war außer sich. Ein Schlag genügte und das Zimmer von V war ein Schutthaufen. Er war der nächste, sie erwischte ihn sehr schnell und zerschmetterte seinen Kopf. …
… „Be? Hast du etwa Angst?“, fragte sie das zusammengekuschte Häuflein Zwitter am Fußende ihres Bettes, „Was hast du denn? Waren die andern wieder gemein zu dir? – Nein?“, er flüsterte ihr ins Ohr, „Oh … Keine Sorge, dir würde ich nie etwas tun. Du bist der einzige, der wirklich auf meiner Seite steht …“ …
… sie nannte die anderen Narren und Idioten … ihr erschienen ihre Methoden als die besseren, diejenigen welchen, die zu einem Ergebnis führen würde … ihr Augenmerk waren nicht die Organe, sie schaute mehr nach dem Mentalen, dem wahren Herz …
… „Ich will nichts mehr davon hören. Das ist Unsinn! Unsinn ist das! Und du lässt es zu, ich begreife nicht, wie du es zulassen kannst! Das ist doch verblödet! Unsere ganze Sache darf nicht so untergehen. Das geht nicht. Wir haben zu lange daran gearbeitet.“
„Du hast einige Mitglieder beseitigt. Es ist schon lange nicht mehr unser Unternehmen, sondern deines! Und das kann ich nicht mehr unterstützen, B. Nicht um alles in der Welt.“
„Dann verpisst euch doch alle, von mir aus! Ich gebe nicht auf!“
„Ich wundere mich immer wieder, wie du dich aufregen kannst, wo du nicht einmal die Spur eines Gefühls in dir trägst.“
„Und ich wundere mich, wie man so viel Schiss haben kann, wenn einem nicht mal das Gefühl dafür geblieben ist.“ …
… „Be, wir sind irgendwie allein.“, sagte B und lag in ihrem Bett. Sie starrte die Decke an. Be lag neben ihr und musterte neugierig ihr Gesicht.
„Wie meinst du das? Wenn wir zusammen sind, wie können wir denn da allein sein? Dann haben wir doch uns, oder nicht?“
„Mein süßer Be.“, sie lächelte ihn an. …
…Wake me up before you go go, I don't want to miss it when you hit that high …
… Alle Systeme waren bereit. B und Be standen nebeneinander und erwarteten. Der Knopf wurde gedrückt. Es erklang ein merkwürdiges Ticken und die stumme Anschuldigung trat in die Augen der Frau, die sich vieler Mitglieder der Vereinigung entledigt hatte.
„Gib mir deine Hand, Be.“, sagte sie und griff danach, ehe Be reagieren konnte, „Wenn ihr dachtet, dass es so einfach werden würde, habt ihr euch geschnitten. Ihr seid Feiglinge, ihr hättet niemals etwas erforschen können. Seid verflucht, ihr Schleimscheißer. Wenn ihr so gern zur Hölle fahren wollte, dann ohne mich und ohne Be.“ …
… sie hatte am Kontrollpult schnell einige Hebel bewegt, als die ersten Explosionen schon die Apparaturen zerrissen … Metallteile knallten durch die Luft … der Lärm war abnormal … dann wurde es schwarz vor meinen Augen …
…My best friend told me what you did last night, Left me sleepin' in my bed, I was dreaming …
“Alles dahin, mein Kleiner. Aber keine Sorge, ich habe mir das schon gedacht und ein paar Kleinigkeiten aus Ds Müll gerettet. Mit den Aufzeichnungen können wir die Forschungen einfach allein fortsetzen.“
„Warum?“, er versuchte sich aufzurichten, sank aber schnell wieder in die Kissen, sein Kopf war verbunden und schmerzte.
„Weil … Weil man eine Aufgabe braucht.“, meinte sie zögernd und blickte auf einen Punkt an der kahlen Wand. Der Raum war leer bis auf ein paar Möbel, die sie selbst zusammen gebaut hatte.
„Ist es denn so wichtig, dass man das hat?“, wollte Be wissen.
„Für mich schon.“, sie sah ihn an, „Du hast es gut, Be. Du hast wenigstens künstliche Nachbildungen von Gefühlen in dir. Das hätte ich auch gern.“
„Warum hast du dir die Drogen nicht selbst injiziert?“
„Habe ich, aber es hat nicht gewirkt.“ …
… wie schnell sie den Keller des verlassenen Hauses ausgebaut hatte, konnte ich kaum fassen. War sie akribisch bei einer Aufgabe, war sie zugleich schnell und geschickt. Es kostete sie viel Mühe, alles zu besorgen. Sie meinte, die Leute in dieser Gegend wären ihr gegenüber sehr misstrauisch eingestellt, sahen sie schief an, achteten auf jeden Handschlag, musterten ihre Kleidung, sie befanden sie für merkwürdig, weswegen ich mich erst recht nie zeigen durfte. Weder draußen noch oben im Haus, das zu dem Zeitpunkt ohnehin noch nicht bewohnbar war.
Binnen von zwei Jahren jedoch war der Standard erreicht, den wir von unserem alten Zuhause er gewohnt waren. Alles war da, alles war bereit – wir begannen unsere eigenen Forschungen.

…In den Tanks gluckerte es. Zwanzig standen bereit und enthielten menschenähnliche Geschöpfe in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Be war stolz darauf wie ein Gärtner auf eine besondere Rosenzucht. Bisher hatte es noch keine Probleme gegeben; sie gediehen prächtig. …
…Die Meisterin wurde unruhig. Sie überprüfte alles, was sie notiert hatte. Was war nur schief gegangen? Ihre Augen flogen mechanisch über die Zeilen der Aufzeichnungen von D. Kein Fehler war zu entdecken. …
… „Die Beine fallen ab und die Haut löst sich auf und d-„
„Ich weiß!! Du musst mir das nicht aufzählen, ich sehe es doch!“, schrie sie ihm entgegen und warf ein Gefäß an die Wand vor der er stand. Be zuckte ängstlich zusammen und sein Zittern war hörbar. …
… Die ersten Experimente wurden bei Nacht und Nebel beseitigt. Be hatte die Aufgabe, die sich auflösenden Körper aus den Tanks zu holen. Der Zwitter war dem Erbrechen nahe bei dieser Aufgabe, in deren Verlauf Haut wie weicher Schleim in seinen Fingern zerfiel, genauso wie Knochen und Gedärme. Es stank widerwärtig. Er verstand nicht, wie die Meisterin es schaffte, das ganze Zeug ohne mit der Wimper zu zucken neben dem Friedhof des Dorfs zu verscharren. …
… „Schon wieder Zersetzung!“
„Liegt es am Wasser?“
„Warum am Wasser?“
„Vielleicht ist die Zusammensetzung hier anders. Haben wir das schon mal überprüft?“
„Hm, guter Vorschlag. Ich besorge eine Probe.“ …
… „Ich will auf mitkommen! Bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte!“
„Nein, Be. Es ist zu gefährlich da oben. Die reißen dich in Stücke.“ …
…Left me sleepin' in my bed, I was dreaming, but I should have been with you instead …
“Meisterin! Meisterin, komm schnell her!”, rief Be aufgeregt und starrte auf den neuen Klon.
„Was ist denn los?“, fragte die Kommende und sah den Finderdeut des kleinen Zwitters zwischen die Beine des sich entwickelnden Wesens.
„Da bildet sich eine Gliedmaße zu viel!“
Die Meisterin lachte laut auf:
„Du bist so niedlich! Das ist – das ist keine Gliedmaße in dem Sinne!
„Was ist es dann? Ein Tumor?!“, Be wurde Angst und Bange.
„Nein, Schätzchen, das da ist ein Junge und die haben einen Penis zwischen ihren Beinen.“ …
… Müde streifte die Meisterin durch ihr Labor. Sie hatte seit drei Tagen nicht mehr geschlafen. Auf dem Seziertisch lag der Junge mit offenem Brustkorb. Die Lunge hatte sich nicht weiterentwickelt. …
… Don't leave me hanging on like a yo-yo, Wake me up before you go-go, I don't want to miss it when you hit that high …
… “Hol sie raus, Be. Wasser ablassen und dann den Hebel.”
„Das weiß ich doch.“
„Ja, hast recht. Lange her, dass wir es bis hierher geschafft haben, was?“ …

In dem Labor war es kalt. Sie musste auf einem kalten Tisch sitzen, wenige Sekunden, nachdem sie aus dem Tank heraus genommen wurde – dort drinnen war es warm gewesen. Sie saß zusammen gekrümmt da, die Beine mit den Armen umschlungen, während ein Zwerg ihre Lider anhob, in ihren Mund schaute, sie mit einem kleinen Hammer auf die Gelenke schlug.
„Reflexe funktionieren und sie ist bei vollem Bewusstsein. Hey!“, rief der Zwerg aus, als sie ihn mit dem Fuß trat und er mit voller Wucht auf den Boden knallte.

Ein bockiger Blick begegnete dem seinen. Er lag auf dem Rücken und die Fliesen hatten seinen Fall mit ihrer Härte gebremst, was nicht gerade ein Vorteil war.
„Hast du’n Vogel?“, fragte er und versuchte wieder aufzustehen. Sein Steiß schmerzte. „Das war nicht nett, 37, ganz und gar nicht nett!“
„Be, was ist passiert?“
„Sie hat getreten!“
Die Meisterin seufzte:
„Wenn ihr jetzt schon anfangt zu streiten, wird das bestimmt noch sehr lustig.“ …

“Nein, nein! Neiiin! Ich will nicht! Nein!“, schrie 37 und schlug gegen die Tür der Glaskabine und schrie noch schriller auf, als das Wasser sie herniederging.
Be stand am Kontrollpult und rieb sie die Schläfe. Sie ging ihm auf den Geist und das seit Stunden. Es war schlimmer geworden, als sie mitbekommen hatte, dass sie sprechen konnte und entwickelte damit sogar ein fast verblüffendes Talent darin, Beschimpfungen hervorzubringen. Wenigstens übertönte die Dusche ihr Geschrei ein wenig. Sie hämmerte gegen die Glaswand.
Plötzlich traf ihn ein Wassertropfen. Be schaute hinüber zur Dusche. Das kleine Biest hatte doch tatsächlich die Tür eingeschlagen. …
… „Dummerchen, du kannst doch nicht gegen Glas schlagen. Du schneidest dich dabei.“, sagte die Meisterin als sie die Hand des noch immer tropfnassen Mädchens verband, das sie nur bockig anschaute.
Be wischte das Wasser auf. Er hätte alles getan, um nur so weit wir möglich von diesem Wesen weg sein zu dürfen. …
… Sie griff nach einem Skalpell und drehte es in den Händen. Ihr Gesicht spiegelte sich darin. Sie warf es von einer Hand in die andere, als sei es ein lapidarer Spielball. Die Klinge durchschnitt ihre Haut; Blut trat hervor und dennoch, machte es dem Mädchen nichts aus. 37 wusste nicht, um die nötigen Reaktionen. …
… „Was hast du dir dabei gedacht? Das muss doch wehgetan haben.“, sagte die Meisterin verständnislos, als sie den von Schnitten übersäten Körper des Mädchens sah. Es fühlte keine Schmerzen. Es galt dies zu überprüfen. …
„Schläft sie?“, fragte sie.
„Ja, denke schon.“
„Da stimmt was nicht, Meisterin. Sie ist unheimlich.“, meinte Be.
„Ich weiß.“
„Wann fangen an, mit den Experimenten?“
„Bald, ich will noch warten, wie sie sich entwickelt.“
„Bea“, begann Be diplomatisch und nahm ihre Hand in seine Pranken, „ich will nicht fies klingen, aber da wird sich nichts entwickeln. Sie ist Pfusch. Als wir neulich die Proben gemacht haben, besonders die Hautproben, da hat sie nicht mal mit der Wimper gezuckt.“
„Vielleicht ist sie einfach härter im Nehmen als du, mein Herzchen.“, sagte die Meisterin grinsend und zog ihre Hand weg, unisono verschwand das Lächeln auf ihren Lippen und sie fügte ernst hinzu, „Zwei Tage. Dann fangen wir an.“
Be nickte. Sie merkten nicht, dass in dem winzigen Verschlag unter einer Decke verborgen zwei rote Augen alles sahen und zwei Ohren jedes Wort gehört hatten. …
… Sie hatte noch geschlafen, als man sie verfrachtet hatte. Das Bewegen hatte sie kaum mitbekommen, wodurch sie umso entsetzter war, als sie sich auf dem ihr verhassten kalten Tisch wiederfand. Und das auch noch fixiert. Sie konnte kaum zappeln und wurde gleich wild. Ihre Arme rissen an den Seilen, ihre Haare zuckten wie Aale hin und her.
„Stillhalten.“, sagte die Meisterin und hielt ihren Kopf fest, „Be, die Nadel. Du weißt, wohin.“
Das Mädchen fixierte die Spitze einer Nadel, die ihre guten dreißig Zentimeter lang war. Und diese Nadel kam näher, geführt von viel zu großen Händen, die sie hasste. Sie zappelte wieder und versuchte der Attacke zu entkommen, ihre Atmung wurde fester.
„Du Bastard –“, eine Hand hatte ihr auf den Mund gehauen.
„Ich sagte, stillhalten oder willst du riskieren, dass er abrutscht? Fang an, Be.“, sagte sie Meisterin und ihre Hände griffen noch enger um den Kopf des Mädchen, das langsam glauben musste, dass ihr Schädel zerdrückt werden sollte.
Die Nadel kam näher. Sie setzte an ihrem Hals an. Be zögerte, schluckte merklich. Seine Hände waren feucht.
Das Mädchen knirschte unruhig mit den Zähnen. Sein Puls ließ den Hals zucken.
Dann kam der Stich!
37 gurgelte, als sich das kalte Metall tiefer in ihren Hals schob. Tränen liefen über ihre Wange. Sie wagte sich nun nicht mehr, eine Rührung zu vollziehen.
Ein Wackeln. Ein kleines Wackeln wurde von der Hand vollzogen. Das Mädchen begann zu würgen. Be zuckte zusammen und machte sie steif; er sah ängstlich zur Meisterin, die ihm ungehalten entgegen blickte.
„Abgerutscht?“, er nickte und biss sich auf die Lippe, „Großartig! Jag ihr doch gleich eine Kugel in die Lunge. Komm, Platzwechsel. Ich richte es wieder, ehe sie erstickt. Nimm die Schraubzwinge für den Kopf, ich kann nicht riskieren, dass du noch einmal wackelst! Und verkleb ihre Augen! – Jetzt mach schon!“
Das Mädchen sah nichts mehr, war eingepfercht. Die metallene Schraubzwinge rieb ihr die Ohren auf. Sie spürte das Hantieren an ihrem Hals, schmeckte Blut in der Kehle und wusste an sich, dass man ihr eben die Haut aufschnitt. Das Unwissen war furchtbar. Sie fürchtete sich zwar nicht, aber spürte das Verlangen zu entfliehen und auch, dass die ganze Angelegenheit nicht richtig sein konnte – sie ahnte, dass sie so nicht behandelt werden sollte. …
… Als sie erwachte, war sie wieder in dem kleinen Metallverschlag, der nur ihr Bett beinhaltete, gerade mal genug Platz, um auf kleinstem Raum problemlos zu schlafen. Man konnte darin nur sitzen. Wollte man raus, musste man krauchen. Normalerweise war der Verschlag verschlossen von einer festen Glastür; Panzerglas nannten sie es. Das zu durchbrechen, schaffte sie noch nicht. Aber das war gerade nicht nötig, denn die Glastür stand offen und die Tür zum Zimmer war auch einen Spalt geöffnet, sodass ein Lichtkegel hineingeworfen wurde und die Fliesen sichtbar machte.
Es schmerzte ihr Hals, der inzwischen vernäht und verbunden war. Ihre Ohren waren wund und zeigten Spuren der Schraubzwinge, wie auch ihre Hände und Beine Spuren der Fixierriemen zeigten. Sie hatten ihr nicht einmal Schmerzmittel gegeben. …
… „Hier, dein Essen.“, sagte Be und schob ein Tablett zu ihr hinein. Ein Teller mit Haferschleim war darauf. Er musste das Tablett weit nach hinten in den Verschlag schieben, denn 37 saß in der hintersten Ecke und hatte die Decke um sich geschlungen.
Sie bekam nur noch Sachen, die sie mit einem Löffel essen konnte. Anderes Besteck wusste sie zu gut für andere Dinge zu benutzen und selbst die Löffel bestanden nur aus dem billigsten Plastik.
Sie sah das Essen einen Meter vor sich, denn tiefer wollte Be nicht in ihre Höhle eindringen. Er hatte Angst vor ihr, wie er des Öfteren betonte, kam aber nicht umhin, den Aufpasser zu spielen. Die Meisterin war die meiste Zeit über nicht da. Sie war oben und ließ die beiden allein. …
… „Lass das! Du sollst das Zeug essen und nicht rumschmeißen! Hörst du nicht?!“, rief Be und wischte sich den Haferschleim, der noch warm war, aus dem Gesicht. Das Mädchen nutzte das, kroch näher und stieß ihm ihren Ellenbogen in den Magen. Sie kam aus ihrem Verschlag. …

… Sie stand über ihm mit einem Teller in der Hand, den sie an der Wand zerbrach und einen Splitter des Porzellans in der Hand behielt. Ihre Hand griff nach Bes Kragen und drückte den Splitter gegen seinen Hals.
„Soll ich mal abrutschen?“, fragte sie und signalisierte eine stumme Drohung. Be lief der Schweiß von der Stirn …

…“Wäre mir nicht so lieb.“, gestand Be und 37 drückte die scharfe Kante in seine Haut. Sie wollte Vergeltung, sie wollte, dass er ihre Angst oder eher ihre Unwissenheit auf das Kommende auch spürte. Sie wollte ihn sehen, wie er sie gesehen hatte.
Blut rann aus seinem Hals heraus und der Zwitter stöhnte. Sie drückte tiefer hinein. Er gurgelte angestrengt. Sie zog etwas hinaus. Er zitterte und machte Schmerzäußerungen. Sie drückte wieder rein und er würgte. Es war wie ein Spiel. Ein sehr interessantes Spiel. Sie drückte und zog und bekam jeweils verschiedene Reaktionen, die sie an die Apparaturen erinnerten, wo jeder Knopf einen anderen Mechanismus auslöste. Fasziniert spielte sie weiter. Setzte sogar noch an einer anderen Stelle an, wobei aus der ersten das Blut nur so herausschoss. Be kämpfte mit der Ohnmacht, aber das Mädchen machte weiter, bis Be ganz bleich im Gesicht geworden war und in ihrem Griff zusammensackte. Da ließ sie ihn auf die Fliesen fallen. Schaute kurz zu, wie das Blut sich in einer Lache ausbreitete und entließ die Scherbe aus ihrer Hand.
Kurz überlegte sie, was sie anfangen konnte, wo der Aufpasser außer Gefecht war. Und da es nicht besonders viele Möglichkeiten gab, ging sie zunächst zu den Tanks und machte die Mantellung auf. Wie das ging, hatte sie schon oft beobachtet. Sie wählte einen beliebigen aus, 141.
Kaum war er offen, erblickte sie einen Klon, der in einer Flüssigkeit schwamm und dem ein Schlauch im Hals Sauerstoff zusetzte.
Den Kopf hin und her bewegend schaute sie das Wesen an, das ihr nicht unähnlich sah und begann ein paar Knöpfe zu drücken, die daraufhin ihr Leuchten verloren. Etwas begann zu piepen, der Klon im Glas zappelte aufgeregt herum und 37 trat erschrocken zurück. Irgendetwas hatte sie angestellt. Aber sie konnte nicht sagen, was.
Zwei Minuten später hatte sich die Haut des Klons 141 blau verfärbt und sein Zappeln war einer Schlappheit gewichen. Er bewegte sich nicht mehr. Aber das machte dem Mädchen kaum etwas aus, denn es hatte schon etwas Neues entdeckt, die Tür, die nach oben führte. Sie ging die Treppe empor und drückte die Klinke nach unten. Die Tür sprang auf und führte sie in den oberen Bereich des Hauses, den sie noch nie gesehen und an dem sie auch kein Interesse hatte. Sie ging zu einem Fenster, das offen stand und auch die Tür, die nach draußen führte, genau daneben war, stieg sie durch das Fenster und ihre Füße berührten das erste Mal Gras. Es roch frisch. Es roch nach Grün. Das Mädchen begann zu laufen und stürmte dabei über eine Wiese. …
… „Wer ist das? Kennst du das Kind?“, fragte ein Mann, der sie anstarrte, auf den sie zurückstarrte.
„Nie gesehen.“, erwiderte ein anderer.
Sie wollten sich dem Mädchen nähern, aber es nahm Reißaus. …
… der Hang war steil und ihre Füße etwas Derartiges nicht gewohnt. Sie glitt unweigerlich aus und rollte hinunter. …
… Prellungen waren das Ergebnis des Sturzes. Nichts von Bedeutung. Sie stand wieder auf und würgte. Die Wunde an ihrem Hals war aufgegangen. Sie hustete und spürte das klebrige Blut an sich hinunter laufen …

… Die Meisterin beugte sich über ihn, schüttelte ihn sanft. Er schlug die Augen auf, war schwach.
„37?“, fragte sie und er nickte, ehe er wieder die Besinnung verlor. …

… Sie erwacht wieder in ihrem Bett. Sie war sauber, der Verband war gewechselt. Sie blickte auf und sah das wütende Gesicht der Meisterin, dass sie augenblicklich zurück wich. Aber die Hand der Frau bekam ihr Handgelenk zu fassen und zog das Mädchen hervor.
Sie wurde in den Stand gezogen und kaum dass sie die Augen in das Gesicht der pinkhaarigen Frau richtete, traf sie schon eine Hand derb im Gesicht.
Das Mädchen gurgelte, schmeckte Blut in der Kehle. Tränen liefen ihr aus den Augen und sie schluchzte.
„Oh, das ist ja niedlich. Hast du gelernt zu weinen?“, sagte die Frau mit beschränktem Interesse. „Du hast einen Klon auf dem Gewissen und Be hast du fast umgebracht. Dafür sollte ich dich eigentlich in die Müllpresse stecken, wenn ich nicht wüsste, dass du es nicht besser weißt. Aber lass dir gesagt sein, noch einmal so eine Aktion und ich vergesse mich. Konntest du mir folgen oder soll ich es einfacher ausdrücken?“
Das Mädchen hatte tatsächlich nicht alles verstanden und starrte sie verschüchtert an.
„Einfacher …“
„Na schön, du warst ein böses Mädchen und wenn du noch einmal das machst, was du heute getan hast, werde ich mal ganz böse zu dir sein. Schlafen! Los!“
Sie entließ sie aus ihrem Griff und das Mädchen kroch in sein Nest, wo es unter die Decke schlüpfte und sich so still verhielt, dass es sich über seine eigene Existenz nicht mehr ganz sicher war …

…Wir machten Tests. Ihr seltsames Fehlverhalten, ihre Gewaltbereitschaft wirkten nicht wie eine kindliche Erscheinung. …
… Die Resultate fielen ernüchternd aus. Ihre Zellen waren an sich gesund. Wir entschlossen uns mit Elektroschocks weiter zu verfahren …
… Wie sie schreiend auf dem Tisch lag, abartig zuckte – ich fühlte mich irgendwie befriedigt, gerächt möchte ich es nennen. …
… Die kleineren Schocks nahm sie gar nicht zur Notiz. Erst bei einer starken Ladung, die hätte Hirnzellen abtöten können, begann sie sich heftig die Lunge aus dem Hals zu schreien. …
… die Schocks wurden ihr den ganzen Tag verabreicht. Der Geruch von Verbrannten lag in der Luft. Gegen Abend begann sie zu weinen und hörte nicht mehr auf, bis wir sie entließen. …
… Der Abgleich mit den Daten der Zucht, wies einen hormonellen Fehler auf, der zwar ihre Kraft überdurchschnittlich machte, jedoch zu wenig Empfindlichkeit bei den Nervenendigungen sowie dem allgemeinen Fühlen auf der zwischenmenschlichen Basis hervorrief. Nur bei extremer Einwirkung konnte eine heftige Reaktion verzeichnet werden. … Fehlschlag! …

… „Be, wir müssen die ganze Sache anders angehen. Weniger Kraft ist wahrscheinlich besser.“, meinte die Meisterin besorgt und ihre Finger klopften unruhig auf dem Tisch.
„Wird nicht klappen. Denn wir brauchen dieselbe physische Stärke wie bei dir, um einen Körper zu reproduzieren, der erregerresistent und gleichzeitig das richtige Fassungsvermögen hat, um die Gefühlsinjektionen aushalten zu können. Siehe Klon Nummer 7, die bei der ersten Injektion jämmerlich einging.“, erwiderte Be.
„Du merkst dir wirklich alles.“, gab sie zu, „Und wenn wir es verschachteln?“
„Verschachteln? Wie soll das gehen?“
„Die volle Kraft zwar einbinden, aber Blockaden einbauen, die die Abstumpfung unterbinden.“
„Dann müssen wir ja das Programm ändern. Und überhaupt ist Beherrschung meiner Meinung nach eine rein erlernbare Eigenschaft.“, sagte der Zwitter skeptisch. Da lachte sie auf.
„Das dachten wir auch vom Sprachvermögen. Und trotzdem ließ es sich ganz einfach kopieren und das sogar mit sechzig prozentiger Wahrscheinlichkeit, dass Gesagtes auch begriffen wird.“
„Ja, dafür haben wir aber auch Monate gebraucht. Aber 142 ist bereits zu weit entwickelt, als dass genug da wäre, ein solches Programm zu schreiben, das Blockaden ins Unterbewusstsein manövriert. Wir müssten Tag und Nacht arbeiten und haben an sich nur noch zwei Wochen Zeit, ehe man nichts mehr in die Hirnströme reinpfuschen kann.“
„Be, es ist wohl an der Zeit, dich mit einer interessanten Substanz vertraut zu machen. Sie nennt sich doppelter Mocca Latte.“ …

… Tagelang hatte sich das Mädchen nicht aufrichten können. Sie war erschöpft und hatte Brandblasen an den Schläfen. Zwar keine Schmerzen, aber dennoch war sie wie überfahren und konnte nicht aufstehen. ….
… Man kümmerte sich gut um sie. Sie konnte kaum klagen, außer über ihre vorübergehende Schwäche.
Man war böse zu ihr gewesen. Es musste böse gewesen sein, es hatte wehgetan! Es hatte sogar verdammt wehgetan!
Trotzdem pflegte man sie gut. Be wagte sie sogar immer eine Weile bei ihr zu sitzen, während sie aß. Aber er redete kaum mehr mit ihr als zuvor, hielt zudem Sicherheitsabstand. Sie spürte die Distanz, registrierte aber den guten Willen, auch wenn der nur unter der sicheren Voraussetzung gegeben war, dass sie im Moment genauso hilflos war wie ein verwundetes Fohlen. …
… Sie haben ihr wehgetan! ...
… Sie taten ihr auch weiterhin weh! …
… Sobald sie wieder ein paar Schritte gehen konnte, musste sie wieder ins Labor und auf dem Tisch sitzen. Böse Ahnungen gingen ihr durch den Kopf und sie hätte alles getan, um zu entkommen. Stücke der Haut wurden abrasiert. Schleimhäute wurden geprüft. Ihre Haare und Nägel hielten für Proben her. Man maß sie aus. Man notierte. Und „man“ war immerzu Be. Und Be war schusslig. Er rutschte oft ab, piekte ihr ins Auge, schnitt sie, kratzte sie, ließ sie ewig auf dem kalten Tisch ausharren, verschob ihre Essenszeit immer wieder nach hinten, wenngleich ihr Magenknurren im Raum hallte. Es piepte aus vielen Richtungen. Die Luft war oft abgestanden. An einigen Tagen hielt sie es nicht aus und verweigerte sich konkret. Dann strampelte sie, machte nicht, was ihr gesagt wurde, schrie und schlug um sich, verschloss sich.
Einzig das Versorgen ihrer Wunden ließ sie sich immer wieder anstandslos gefallen. Das war wichtig für sie. Das linderte ihre Schmerzen und ließ sie zudem sehen, wie die Wunde verheilte, ein erstaunlicher Vorgang. War der Verband ab, wurde es spannend und sie tastete die Naht ab, bis ihr Be leicht auf die Finger schlug und die Verletzung mit Alkohol betupfte, was sie mäßig gereizt hinnahm. …
…. Es war Nacht.
„Sie hat sich im Betragen gebessert.“, meinte die Meisterin.
„Ja, ein wenig. Sie attackiert mich nicht mehr. Stattdessen bockt sie und macht versehentlich Bewegungen, bei denen mich was im Gesicht trifft.“
„Vielleicht sind es wirklich Versehen. Du bist immerhin auch nicht der Geschickteste.“
„Sei lieber froh, dass du mich überhaupt hast.“, sagte Be und das Mädchen konnte hören, wie er seine Zunge herausstreckte, „Aber ich würde sie nicht so gern allein hier rumlaufen lassen.“
„Ich wollte nur die Tür nicht mehr abschließen. Nur zur Probe. Sie könnte immerhin dazu gelernt haben und sich brav benehmen. Zu blöd zum Lernen ist sie immerhin nicht.“
„Nein, durchaus. Aber sie ist zu blöd für eine Spur Mitgefühl. Meine Tür lasse ich abgeschlossen.“
„Tu das. Ich geb ihr eine Chance. Sollte etwas vorfallen, ist sie eben wieder eingeschlossen.“ …
… die ersten Nächte, dass die Tür offen war und das schwummrige, blaue Licht des Labors durch den Türspalt fiel, wagte sich das Mädchen nicht aufzustehen und Erkundungen zu unternehmen. Sie befürchtete irgendwelche Hinterhältigkeiten. Oder zumindest Be. Aber nach einigen Tagen, als sie genau darauf lauschte, dass Be eindeutig in sein Zimmer ging und die Tür mit einem Schnappen hinter sich verschloss, wagte sie sich aus ihrem Bett zu kriechen und durch den Türspalt zu blicken. Das Labor war klar leer. Ohne jeden Zweifel. Vorsichtig schob sie sich in den verhassten Raum. Die Treppe war noch an derselben Stelle wie damals, aber sie wollte nicht voreilig sein und streifte lieber hinüber zu den Tanks. Einer war offen. Und das blaue Licht, das von eben diesem Tank stammte, ließ seinen Inhalt wie eine Ikone erstrahlen. Klon 142. So gut wie fertig. Ihre Hand glitt leicht über das Glas. Sie klopfte dran und Blasen stiegen nach oben auf. Eigentlich wäre sie weiter gegangen, aber da schlug das Ding mit dem Schlauch im Hals die Augen auf und starrte sie müden Blickes an. 37 erstarrte, befürchtete gar, schon wieder etwas auf dem Gewissen zu haben und wich ein Stück zurück.
Aber der Klon im Inneren des Tanks war unversehrt. Vollkommen unversehrt. Keine Linien am Körper, gänzlich makellos und er bewegte sich.
Neugierig trat 37 wieder näher und als sie vor dem Tank stand, hob 142 die Hand zum Glas. Schaffte aber nicht, es zu berühren und die Hand sank schlaff zurück. 37 wusste, dass junge Klone recht schnell erschöpften und auch fürchterlich leicht starben, eben wegen jener Anfangsschwäche. Sie hatte schon oft eine „Ernte“ miterlebt, wo es dem neuen Wesen zunächst recht gut ging und es kann einfach zusammengesackt war. Diese hier schien schon ziemlich früh wach zu sein. Aber 37 konnte es ebenso gut auch niemals abgepasst haben. Sie betrachtete das Neue hinterm Glas, welches den Anschein erweckte, als wüsste es gar nicht, was es da drinnen machen sollte. Die Unschlüssigkeit war herausstechend unter all den Kabeln und Schläuchen, die mit ihr der Suppe schwammen. …

… ich wurde am frühen Morgen geboren … das hoffe ich … denn alle wurden durch einen schrillen Ton aus den Betten gerissen …
… man riss mir einen Schlauch aus dem Hals … ich hustete, beruhigte mich … war in der Kälte eines Raumes, den ich nur vom Inneren des Tanks her kannte …
… Stimmen wüteten mit unsäglicher Ruhe um mich herum und Hände machten sich an mir zu schaffen … dann kehrte Ruhe ein und ich lag auf einem kalten Tisch und blickte mit schmerzenden Augen zur Decke

… Die beiden Mädchen schliefen nebeneinander in zwei Verschlägen. Die Neue schlief die ersten Tage durch und erwachte dann durch einen Finger, der sich ihr in die Wange bohrte, der einem Mädchen gehörte, dass ihr vollkommen glich, abgesehen von der Haarfarbe und den Augen.
Sie schob die Hand weg und kroch aus dem Bett. Wackelig kam sie auf die Beine und schaute die andere von oben her an. Ihr Finger glitt zu ihrem Hals und sie nickte auffordernd mit dem Kopf. Das Mädchen, das noch immer am Boden hockte, tastete nach dem Pflaster, das ihren Verband am Hals mittlerweile abgelöst hatte und deutete dann mit der freien Hand hinaus zum Labor, in welchem Be eben mit einigen Gläsern klapperte.
Das neue Mädchen wartete, bis sie Be sehen durch den Türspalt sehen konnte und fixierte ihn mit einem eigenartigen Blick, um der anderen dann zuzunicken. …

… „Soll das heißen, du misstraust ihnen?“
„Ja! Sie hecken was aus, ganz bestimmt.“, beharrte Be und verstand nicht, warum seine Meisterin ihm nicht glauben wollte.
„Nur weil sie aufeinander hocken. Be, wirklich. Es sind kleine Mädchen und sie werden vielleicht nur froh sein, dass sie jemanden haben, mit dem sie sich beschäftigen können.“, meinte und fügte dann belustigt hinzu, „Oder bist du eifersüchtig?“
„Natürlich, ich bin eifersüchtig, weil ich mit niemandem hier intrigieren kann.“
„Nicht schmollen, Be. Davon bekommst du Falten.“
„So wie du?“, entgegnete er frech. …

… Sie verstand sich mit 142 ohne viel zu reden. 142 redete ohnehin fast nie, ein Blick von ihr konnte tausend Worte sprechen und war dennoch eindeutig. …
… 142 lag auf dem Tisch und Be rasierte ihr ein Stück Haut ab. Sie weinte und jammerte dabei, zuckte aber nicht zurück.
„Du hast es geschafft. Gutes Mädchen.“, meinte der Zwitter und klebte ein Pflaster auf die Stelle. 142 setzte sich auf und rieb sich schluchzend die goldenen Augen. Sie weinte heftiger und schielte aus dem Augenwinkel hinüber zu 37, die sich nicht am Fleck halten konnte, preschte vor und stieß Be zu Boden, der unsanft auf der Schulter aufkam.
142 verstummte und grinste selbstgefällig.
„Hoppla.“, sagte sie leise, „Bist du gestolpert?“
Be blickte verärgert zu ihr.
„Nein. Man hat mich geschubst, wie du gesehen hast.“
„Nein, bestimmt nicht. Niemand schubst hier.“
Be sprang auf die Füße:
„Hör auf mich zu verarschen, Kleine, oder ich –„
142 begann von Neuen herzzerreißend zu weinen:
„Du bist ganz unbeherrscht! Gemeiner Be!“
Sie sprang vom Tisch und lief in den Raum, wo ihr Bett war, gefolgt von 37, dort verkroch sie sich unter der Decke und wimmerte noch eine Weile vor sich hin. Be blieb ratlos zurück. …
… „Du würdest alles für mich tun, nicht wahr, 37?“, fragte sie, als sie zusammen in einem Bett lagen. Die Angesprochene, die noch halb schlief und die Augen geschlossen hatte, nickte. „Würdest du Be auch wehtun, wenn er mir wehtut, richtig wehtut?“
Die roten Augen öffneten sich einen Spalt und ein Nicken folgte. 142 lächelte zufrieden und schloss die Augen. …
… „Was heulst du denn schon wieder? Das war doch nur ein kleiner Pieks.“, sagte Be verständnislos.
„Es tut weeeeeeh … Du bist abgerutscht!“, sagte sie schrill.
„Bin ich nicht! Ich habe das schon tausendmal gemacht und noch nie habe ich dabei was falsch gemacht!“, beharrte Be und verstand die Welt nicht mehr.
„Es tut so weeeeeeeeh! Du bist böseeeeeeeee!“
„Bin ich nicht! Bist du übergeschnappt, oder was?“, er versuchte an sie heranzutreten, „Nimm die Hand weg, damit ich ein Pflaster draufmachen kann. Du bekommst einen blauen Fleck, wenn du den Arm beugst – 142, hörst du nicht!“
„Meisterin!“, rief sie und sprang auf. Sie rannte zu der überraschten Meisterin, der sie die Arme um den Bauch schlang und den Kopf an ihren Oberkörper schmiegt, „Be ist böse.“, heulte sie dabei.
„Böse?“
„Das stimmt nicht! Sie lügt!“, beharrte Be und die Meisterin seufzte, schob das Mädchen vor sich her, damit sie von der Treppe herunter kam. „Was war denn nun schon wieder los?“
„Er hat mich falsch gestochen und jetzt, jetzt ist es ganz blau und geschwollen!“, heulte 142 und zeigte den blauen Fleck in ihrer Armbeuge.
„Das würde ich doch niemals falsch machen! Das weißt du!“, flehte Be verzweifelt.
„Das stimmt nicht. Du hast ihr mit Absicht weh getan.“, mischte 37 hinzu.
„Wer hat dich gefragt, du –„
„Be!“, unterbrach Mitglied B ihn, „Reiß dich zusammen.“
Be sah das Grinsen von 142. …
… Es war Nacht. Alle schliefen. 142 streifte durchs Labor. Sie hatte oft genug zugesehen, wie die Gerätschaften hier bedient wurden, sie wusste alles, allein durch Hinsehen. Sie kannte die Passwörter, es gab nur ein Universalpasswort für den Computer, es war einfach …
… die Dateien waren umfangreich aufgebaut. Unzählige Texte über Zellen, Verpflanzung, über Herzen, über die einzelnen Experimente. Wen interessierte der Scheiß denn? …
… ein anderer Ordner dessen Titel „Nameless“ war, fand ihren Gefallen. Und er enttäuschte sie auch nicht. Es waren private Aufzeichnungen. Über Be, über das Haus, über … eine andere Welt? 142 war Feuer und Flamme und las schnell die einzelnen Passagen. Sie las über die Verwendung der Klone, über Intrigen, selbst über Be – den sie keineswegs zu bedauern verstand – und auch über die Technik, in andere Welten zu reisen, wovon sie allerdings kein Wort verstand. Da musste sie wohl weiter forschen, jedoch war graute wohl bald der Morgen und sie wollte nicht riskieren, erwischt zu werden. Ihre Informationen würden aber reichen, um nützlich zu sein, sie konnte Pläne schmieden. …
… Gezielter Terror war ihre Art geworden und er wandte sich immer gegen Be. Mit 37 hatte sie eine gefügige Verbündete und das allein durch die Tatsache, dass auch sie Be verabscheute. Es war einfach und wenn sie schnell genug war, würde bei der ersten besten Gelegenheit eine schnelle Flucht kein Problem mehr sein. Man brauchte dafür kein Wissen über geographische Anhaltspunkte, man musste einfach nur dahin, wo die anderen nicht hinkonnten. Eine einfache Angelegenheit …

… „Mach den Mund auf. – Mach den Mund auf. – Ich meine es ernst, mach den Mund auf, 37!“, sagte Be und hielt den Holzstab vor ihren Mund, der sich partout nicht öffnen wollte. Solche Spiele veranstalteten sie zurzeit häufiger. Er wusste genau, dass sie sich absprachen und derlei Aktionen planten, damit er aus der Fassung geriet. Und dessen ungeachtet, dass er sich jeden Tag fest vornahm, sich davon nicht ärgern zu lassen, reizten sie seine Geduld bis zum äußersten aus und schafften es fast immer, ihn wie den Bösen hinzustellen, obschon sich Be nur um seine Aufgaben kümmerte. Bedachte er die anderen Tanks hinter sich, die noch ein paar Klone mehr enthielten, bei denen er es sogar geschafft hatte, mehr als eine Blockade ins Unterbewusstsein einzubauen, wurde ihm etwas bang, denn die konnten sich immerhin auch von 142 kommandieren lassen. Und dann wäre die Angelegenheit besiegelt, dass das Chaos losbrechen würde.
„Mund auf, Fräulein.“
Der Kopf schüttelte sich bestimmend.
„Mund auf oder ich schneidere dir einen zweiten, den du nicht schließen kannst.“‘
„Das will ich sehen. Mit solchen Pranken eine derartige Feinarbeit hinzubekommen, muss zu man schon als Kunststück bezeichnen.“, mischte sich 142 ein und zwinkerte ihm provozierend zu. …
… Es war Nacht. Es herrschte Dunkelheit. Normalerweise schlief er durch. Aber in dieser Nacht weckte ihn der Durst. Er hätte weiterschlafen wollen, den Drang vergessen und auf morgen verschieben, denn immerhin verdurstete man ja nicht so schnell. Aber der Teufel ritt ihn, aufzustehen und sich einen Schluck zu holen. So schloss er die Tür auf und ging ins Labor. Der Hahn war nahe an der Schlafkammer der beiden Mädchen. Er schlich hin, denn die Tür war nicht mehr abgeschlossen worden und er wollte nicht riskieren ihnen zu begegnen.
Seine nackten Füße patschten auf dem gefliesten Boden bis hin zum Becken, auf dessen Rand immer sein Trinkglas stand. Er füllte es halb und trank es leer. Es machte ein leises, glattes Geräusch, als er es abstellte und in sein Zimmer zurück wollte. Da traf ihn etwas man Kopf und er ging benommen zu Boden. Er wurde geschleppt und auf etwas Kaltes geworden – der Seziertisch. …
… "Sieh dir nur den Kleinen an. Was macht er nur, wenn ich ihm einen zweiten Mund schneidere?", Beanixs 37 rammte Be das Skalpell in die Hand. Er schrie auf und kam nicht mehr vom Tisch weg, denn das Messer kettete ihn an.
"Meisterin! Hilfe!", rief Be verzweifelt und zappelte, als die Irre auch noch eine Säge griff und ihm an den Schädel wollte.
Die Meisterin betrat das Labor.
"Du unsägliches Geschöpf! Leg das Ding weg!", befahl sie und nahm dem Mädchen die Werkzeuge aus der Hand, "Wag es nicht, Be noch einmal weh zu tun!" …

… 37s Hand wurde gepackt und sie rannten zusammen zur Treppe, durch die Tür, durch die Haustür, nach draußen in die schwarze Nacht. Beide hetzten sich und verloren so bald schon den Weg, dass sie nur noch auf Glück hoffen konnten. Sie rannten die ganze Nacht, bis der Morgen graute und sie sich unter einem Baum niederließen und dort einschliefen. …
… Die Fahrten der Händler waren eine verlässliche Sache und sie achteten auch nicht darauf, wenn sich ungewollte Passagiere hinten auf den Wagen setzten und mitfuhren. Wieso sollte auch das Gewicht von zwei Mädchen auf einem vollen Wagen einen Unterschied machen? …
… Sie kamen in verschiedenen Dörfern unter, schafften es sogar bis zu einer Stadt im Inland. Das lag einerseits daran, dass 142 schlau war und andererseits daran, dass 37 ihr bedingungslos vertraute. …
… Sie waren zusammen. Sie waren frei. Die Alte und ihr Zwerg verfolgten sie nicht. …
… Sie wusste, dass sie nie verfolgte werden würden. Dennoch ließ sie 37 in dem Glauben. Sie war es verflucht naives Wesen. …
… einige Jahre vergingen, dann meinte sie zu 37 spontan und ohne, dass sie es wirklich vorbereitet hatte:
„Wir sollten uns an der Alten rächen. Vielleicht sind noch mehr Klone wie wir entstanden und müssen diese schrecklichen Experimente mitmachen. Wir dürfen nicht zulassen, dass das so weiter geht.“
37 war sogleich mit der Rache einverstanden. …

… „Ich werde alt, Be.“, sagte die Meisterin. Falten zierten ihr Gesicht, die ihr immer junger Klon schon seit langem registriert hatte. Er neckte sie manchmal damit, aber war, wenn er es genau bedachte, von einer untrüglichen Angst ergriffen, was er anfangen sollte, wenn sie nicht mehr da wäre. Sie wurde nicht alt, sie war es bereits, sie wurde nur noch älter.
Die letzten Experimente waren misslungen durch ihre Unaufmerksamkeit. Irgendwie schien die Flucht von 37 und 142 eine tiefe Narbe auf ihrer Seele hinterlassen zu haben. Wahrscheinlich fragte sie sich, wie sie die ganze Sache hätte verhindern können.
„Wahrscheinlich wird sich bald herausstellen, ob Niemande wie ich auch sterben können.“, meinte sie und vervollständigte einen Datensatz.
„Wie kannst du so etwas nur sagen. Ich brauche dich. Was mache ich denn, wenn du nicht mehr da bist?“, fragte Be vorwurfsvoll.
„Ja, was wird dann mit dir? Ich werde darüber nachdenken, Be. Ich vergesse dich nicht.“ …
… „Die Lösung ist eine Nachfolgerin. Keine perfekte Kopie. Nur eine Nachfolgerin. Sie braucht so viele Blockaden, wie nur irgend möglich. Spritz ihr Fröhlichkeit. Und … Was habe ich vergessen?“
„Nichts.“, erwiderte Be und ging zu den Tanks, „Willst du einen neuen Klon machen oder einen vorhandenen nehmen? Ich meine, wir haben noch ein paar im Anfangsstadium.“
„Wir machen neue –ähm—drei Stück und mach sie gleich; einer wird sicherlich was werden. Und die übrigen legst du bitte auf Eis. Ich brauche eine Klonpause insgesamt.“
„Wie du willst.“, sagte er, als sie nach oben ging. …
Zwei der drei Klone starben ab. Mit Fröhlichkeit haben wir selten gearbeitet. Es ging immer schief, wegen der übermäßigen Endorphinausschüttung wuchsen einige Teile des Gehirns nicht schnell genug und das Ergebnis war nicht imstande zu leben. Ich behielt mir deswegen vor, einige andere Emotionen hinzuzufügen, in geringer Dosierung versteht sich, um einen Ausgleich zu schaffen. Der Klon entwickelte sich. …
… Manchmal war es erstaunlich, wie unterschiedlich die Dinge sein konnten, die schon gefühlte tausendmal machte. Wieder wurde der neue Klon aus dem Tank geholt, ihm der Schlauch aus dem Hals gezogen, Tests vollzogen. Es war an sich wie immer. Der Klon war nicht perfekt wie 142. Er hatte einen Strich am rechten Auge, war sonst aber unversehrt. Jedoch stärker benommen als alle vorherigen. Spätestens wenn sie auf dem kalten Tisch lagen, stellte sich bei ihnen die Realisierung ihrer Lage ein, aber dieser Klon blickte noch immer ins Leere und machte keine Bewegung, ohne gezogen oder geschoben zu werden, mal abgesehen von blinzeln und atmen.
Als er ihr Blut abnahm, stockte kurz die Atmung, setzte aber zwei Sekunden später wieder ein. Be war überrascht, es war das erste Mal, dass er nicht befürchtete getreten zu werden. …
… „Immer noch keine Reaktion. Sie ist vollkommen weg. Leerer Blick, kein Antrieb und sie sabbert aus dem Mundwinkel. Wir könnten es mit Elektroschocks probieren, wenn du willst.“, schlug Be vor.
Die Meisterin stand bei dem Mädchen, das sie in eine aufrechte Sitzposition gebracht hatte.
„Nein, das wird nicht nötig sein. Du hast eine neue Mischung gemacht, vielleicht wirkt sich die ein wenig überlastend aufs das Gehirn aus im ersten Moment.“
„Erster Moment? Sie ist schon seit einer Stunde draußen und hat kaum Reaktionen gezeigt.“, erwiderte Be. Plötzlich erklang von oben ein Klopfen. Es kam von der Haustür; schon zum wiederholten Male in dieser Woche. Sie wussten beide, dass es die Dorfbewohner waren und dass man sie abspeisen musste, ehe sie einfach so ins Haus kamen und Dinge fanden, die sich nichts angingen.
„Ich sehe nach. Passt du hier auf?“, fragte die Meisterin. Be warf einen Blick auf den neuen Klon und schluckte unsicher. „Ich verstehe, dass du noch immer an diese Sache denkst, aber nicht jeder Klon ist gleich.“
„Bitte, schaff sie nach oben. Ich bekomme noch immer eine Gänsehaut, wenn ich dran denke.“
Sie nickte und führte das benommene Mädchen mit sich nach oben. Sie ließ sie wie eine Puppe führen, geradezu somnambul. …

… wake me … miss you … hit that high … yo-yo … hit that high …
… Der Raum war dunkel … mir war nicht kalt … ein Handtuch lag auf meinen Schultern … Großmutter verstellte etwas an der Lampe … War es eine Lampe? Nein, eine Kamera.

… „Es ist nicht so, dass ich Be misstraue, aber er soll nicht alles sehen. Ich will eine neue Taktik versuchen, meine süße Nummer – nein, keine Nummer … BeaniXs.“, sie schaute hinüber auf das benommene Mädchen, dem ein Rinnsal Speichel vom Kinn tropfte. …
… Sie riegelte das Haus ab und schuf tote Kamerawinkel, die sich durch bestimmte Verhaltensweisen steuern ließen. Das Zimmer, in dem sie das Mädchen unterzubringen gedachte, war durch ein leeres Bild von jeglicher Beobachtung geschützt. Vorher hatte sie nie Verwendung dafür gehabt, nun war es anders. Die Meisterin war im Begriff ein neues Experiment zu versuchen. Ein ziemlich unsinniger Versuch, aber er schien ihr plausibel.
Sie wusste genau wie Be, dass ihre Klone ebenso Niemande waren wie sie selbst einer war und nur von den injizierten Gefühlen zehrten. Dabei stellte sich ihr jedoch die Frage, ob das wirklich zwangsweise heißen musste, dass sich ein Niemand wie ein Niemand benehmen musste, wenn er denn gar nicht wusste, dass er einer war. Was würde geschehen, wenn man den Niemand im Glauben ließe, dass er Gefühle hätte, sie ihm zwangsweise anerzog und nicht eine Minute daran rüttelte, dass er sich von normalen Menschen unterschied.
Dafür war allerdings notwendig, dass das Labor eine Tabuzone für den Klon wurde und auch Be, denn er war ein Beweisstück, das sich nicht einfach erklären ließ. Und von Zufällen zu sprechen, ohne dabei eine merkwürdige familiäre Verbindung zusammenzulügen, war zu riskant.
„Tut mir leid, Be.“, murmelte sie, als sie mitten in den Vorbereitungen steckte. …
… Drei Tage waren mittlerweile vergangen und der neue Klon, bei dem sie sich stark bemühte, von BeaniXs zu sprechen, hatte bisher keine Reaktionen gezeigt. Verloren in einem Vakuum an Gedanken saß das Mädchen noch immer benommen da und rührte sich nicht, wenn sie nicht dazu angehalten wurde. Sie würde Stunden an einem Fleck sitzen bleiben, ganze Tage in einer Position verbringen, ohne mit der Wimper zu zucken.
Das Mitglied B saß manchmal stundenlang vor dem Mädchen, starrte es an, redete mit ihr, aber es brachte nichts. Sie blieb stumm und fern einer eigenständigen Regung. Die Frau brachte sie schließlich nach draußen und wanderte mit ihr umher. Das Mädchen war barfuß und ihre Füße bekamen schnell grüne Flecken vom Gras. Sie wanderten durch eine Wiese für über eine Stunde. Nichts.
Sie verließen den Rasen und kehrten alsbald auf den Gehweg ein. Um die Steine, die dort lagen, machte sich die Meisterin keine Gedanken, denn wenn das Mädchen bis dahin keine Reaktion gezeigt hatte, warum sollte sie etwas gegen spitze Steine sagen? Das tat sie auch nicht und sie gingen unverzagt weiter. Mitten auf dem Gehweg fehlte ein Pflasterstein aus unerfindlichen Gründen. Der Meisterin war das egal, aber als das Mädchen mit den nackten Füßen auf die kühle Erde trat, blieb sie plötzlich stehen, ließ die Hand, die sie führte los und hockte sich auf den Boden, wo sie ihre Finger in die Erde grub. Sie nahm die Erde in die Hand, quetschte sie in der Handfläche, zerrieb sie, kostete sie, roch daran – die Meisterin war erstaunt und beobachtete. …
… Erde – weiche, schmutzige Erde. Das erste, woran ich mich erinnere. Ich habe mit ihr gespielt und sie ließ mich mit sich spielen, sie ließ sich von mir alles sagen und machte meinen Launen nicht schlapp. Erde ist wunderbar. Beständig und immer unter den Füßen. …
… Steine sind noch fester. Mit denen habe ich auch gern gespielt.
Oftmals habe ich Erde und Steine eimerweise in mein Zimmer geschafft und damit die Häuser nachgebaut, die ich vom Fenster aus sehen konnte. Am Abend musste ich meine Kunstwerke aber immer wieder abbauen – ich riss sie nieder, indem ich mich hineinfallen ließ; auch wenn ich dann aussah wie ein Ferkel habe ich es nie anders gemacht. …

…"Was macht das Modell von neulich? Lebt es noch?", fragte Be neugierig, während er durch ein Mikroskop Blutproben betrachtete, als Ersatz für den vor einigen Tagen ausgefallenen Fernsehabend, da sich ein Versuchsobjekt ganz plötzlich, ganz erstaunlich gut entwickelt hatte.
"Nun es ... es ist leider gestorben.", war die geseufzte Antwort.
"schade, sie sah gut aus. Ein bisschen arg benommen, als sie aus der Lösung kam, aber sonst schien sie doch gut zu sein."
"Ja, kam recht plötzlich. Vermutlich ein Schock.", sie schob ihm einen Keks zu, "Hier. Sonst magerst du mir noch ab."
Er nahm ihn lächelnd an und biss genüsslich hinein. Waren das Schokoladenstücken? Eigenartig, sonst waren nur Rosinen drin ...

… Beanixs war das glücklichste Mädchen der Welt. Sie hatte eine Familie, die nur aus ihr Großmutter bestand und Großmutter war überhaupt die liebste Person, die sie kannte. …
… Großmutter und BeaniXs backten viele Kuchen und Plätzchen. Ein Teil davon verschwand immer. Großmutter meinte dann, dass ein kleiner Helfer seinen Anteil bekommen habe. ….
… „Ich habe dir einen Steingarten gemacht! Den gieße ich schon seit zwei Wochen, aber die Kiesel wollen nicht blühen, bestimmt stehen ihnen die Hinkelsteine im Licht.“
Nicht dass sich Großmutter einen solchen Garten jemals gewünscht hätte – sie konnte ihre Freude nicht mal in Gesichtszüge ausdrücken. …
… Wann war Mitglied B eigentlich zur Großmutter ernannt worden? Sie entsann sich nicht, sich jemals dem Mädchen so vorgestellt zu haben! …
… „Hallo, Großmutter! Ich liebe dich!“
„Ich dich auch, Beanixs.“, erwiderte die Frau und konnte kaum fassen, dass sie tatsächlich glaubte, was sie sagte. Es stimmte wahrlich, dass sich oft Gesagtes nach einiger Zeit in Wahrscheinliches gar in Wahrhaftes verwandelte. …
… Das Dorf lag zwischen Wüste und Meer. Von einem zum andern war es jeweils ein Katzensprung. Die Menschen waren gebräunt und ihre Haut erschien lederngegerbt vom Salz der Luft. Dennoch war es hitzig warm. Das Rauschen der Wellen im Gemisch mit dem brennenden Sand. Frauen trugen Saris und Männer hatten freie Oberkörper. Gold und Silber schien an jedem zu hängen - Reichtum war gar nichts .... Großmutter meinte das ...
…"Großmutter BeaniXs, was ist das für ein hässliches, schwarzes Kleid in deinem Schrank?", fragte das pinkhaarige Mädchen seine Großmutter, die ihm wie aus dem Gesicht geschnitten erschien. Die alte Frau knallt die Schranktür vor ihrer Nase zu und meinte mit erhobenem Zeigefinger:
"Dass du mir niemals, niemals wieder daran gehst!" …
… "Und das schlimmste auf der Welt ist das Wasser! Man kann ihm einfach nicht trauen! Und dieses Atlantis ist der schlimmste Ort von allem. Weißt du, was es im Wasser gibt? Fische, die sind nur für Sushi gut und alles andere kann man vergessen! Die sind nicht mal gute Wachtiere.", erklärte die alte Frau mit den erblichenen rosa Haaren dem kleinen Mädchen, das zu dieser Ausführung nur verblüfft nicken konnte. …
…"Großmutter BeaniXs, kannst du eigentlich sterben?"
"Ich kann alles, aber ich zeig es dir jetzt nicht. Vielleicht ein andermal." …
…Das kleine Mädchen warf wütend Steine ins Meer und versuchte es mit Beleidigungen und den Aufschlägen der Brocken zu schelten. Ihre Großmutter stand lachend und befürwortend daneben. …
… Wake me up ... don't leave me hanging ...
… „Bitte nimm mich mit! Nur einmal! Einmal! Bitte, bitte, bitte!“, bettelte das Mädchen.
„Wie oft denn noch? Nein! Ich lasse dich nicht unter solche Leute und dabei bleibst, du wirst Be immer ähnlicher.“, sagte sie gereizt und verließ das Haus. War war Be? …
… Wenn sie Karten spielten gab es eine Besonderheit. Ihre Blätter waren immer gleich. Was immer sie spielten. Beim Pokern kam es daher nie zu einem Sieg. Sie verwendeten zwar stets zwei Spiele gleichzeitig, aber dennoch war die Wahrscheinlichkeit gering, dass beide immer die gleichen Kartenwerte hatten. …
… Großmutter …
… die bösen Dorfbewohner …
… den halben Tag war Großmutter meistens nicht da. Sie war im Keller. Das Mädchen hatte keinen Anreiz sich auch nur einmal dort hinunter zu schleichen. Ganz anders als beim Zimmer ihrer Großmutter. Der Keller war ein verborgenes Refugium, geheimnisvoll, aber unattraktiv. Was wollte sie auch da unten? …
… Großmutter war im Keller und es regnete draußen. Das Mädchen wollte nicht hinaus; sie hatte sich erst vor einigen Tagen von einer Erkältung erholt, die ihren Ursprung im Hinausgehen im Regen hatte. Sie hockte vorm Kamin, der aus war – kalter Stein, der auf Verwendung wartete. Das Mädchen hatte einen spitzen Stein in der Hand und ritzte ihren Namen, bei dem Großmutter sie nannte in einen der Steine. Verkrüppelt waren die Buchstaben. …
BEANIXS ]

… „Du kochst seit einiger Zeit unheimlich viel.“, bemerkte Be, als er sich vor einem Teller mit faustgroßen – ausgehend von seiner Faust – Maultaschen wiederfand und an sich nicht sicher war, ob er das alles essen konnte.
„Ist mir nicht aufgefallen.“, entgegnete die Meisterin schulterzuckend, „Vielleicht isst du nur weniger. Oder du wirst krank. Fühlst du dich gut?“
„Mir geht’s bestens, danke der Nachfrage.“, meinte Be und versuchte die erste von sechs Maultaschen ein wenig zu zerkleinern. …

… „Großmutter? Ist es normal, wenn die Steine machen, was ich will.“, fragte das Mädchen beim Gute-Nacht-Sagen. Es lag im Bett und schaute zu ihrer Großmutter.
„Sei froh, dass überhaupt jemand auf dich hört.“
„Ich habe heute mit Steinen einen Menschen gebaut und mit ihm die Dorfkinder erschreckt. Eines ist sogar gestolpert und hat sich einen Arm gebrochen.“
„Das ist schön, Liebling. Gute Nacht.“ …
… Sie hatte es nicht immer leicht. Obschon sie die meiste Zeit fröhlich war, registrierte sie selbst, dass sie anders war als die anderen Kinder. Manchmal kamen sie an, was sie sich nur wagten, wenn Beanixs barfüßig durch den Sand des Strands spazierte. Oftmals wurde sie mit Muscheln, altem Fisch, Steinen und Dreckklumpen beworfen.
Wurde sie getroffen, zuckte sie zwar ein wenig vor Schreck, aber sie sah die Angst der anderen, als sie trotz blauer Flecken, Prellungen und der ein oder anderen Platzwunde nicht weinte. Sie schaute nur verständnislos, ballte die Fäuste und … die anderen liefen immer davon, man musste nichts sagen … Großmutter hatte wirklich recht … immerzu …
… Ein Händler streifte ihren Weg, als Beanixs mit tranceartigem Blick mitten auf dem Weg herumstand und sich seltsame Fragen durch den Kopf gehen ließ. Der Händler hielt an und wartete. Normalerweise reagierten Kinder schneller, wenn sie ihn kommen sahen, aber dieses Mädchen bewegte sich nicht vom Fleck, nicht einmal nach drei Minuten.
„Willst du hier noch länger rumstehen? Ich habe heute noch was anderes zu tun!“, herrschte er sie an. Sie reagierte nicht. Der Mann trat auf sie zu und fasste ihr derb an den Arm.
„Oh!“, rief da das Mädchen, „Ich bin BeaniXs!“
„Was?“, der Mann zuckte erschrocken zurück.
„Ja, ich hatte für einen Augenblick das Gefühl, das ich jemand anderes bin und nicht Beanixs. Aber eben gerade ist mir wieder eingefallen, dass ich Beanixs sein muss! Ich beweise es dir!“, sagte sie, aber ohne dass sie eine Aufforderung zur Beweiserbringung bekommen hatte. So musste der Händler zusehen, wie das Mädchen zu einem Stein ging, der größer war als sie selbst, mit der Faust dagegen schlug und einzelne Stücke sich lösten, auf dass nur noch ein Teil übrigblieb, der wie ein peinlich genaues Abbild eines laufenden Rosses aussah – nein, es war wirklich das Abbild eines Rosses! Der Händler suchte das Weite, dieses Mädchen war ihm einfach zu unheimlich. …

… 142 redete viel mit Fremden. Meistens mit Händlern oder Reisenden. In der Kneipe, in der sie momentan aushalfen, traf man auf die interessantesten Leute. 37 arbeitete aber die meiste Zeit in der Küche. Sie zerteilte dort Suppenknochen mit bloßen Händen, trug Briketts rein, fegte und vertrieb sich den Abend damit, kräftigen Männern beim Armdrücken das Gelenk zu brechen, um etwas Kleingeld extra zu bekommen.
Die Verwendung von Geld zu erkennen, hatten sie von einem Händler beigebracht bekommen. Für 37 waren die Münzen immer noch pures Blech und weniger von Wert als etwas im Magen, aber wenn so die Regeln lauteten, spielte sie solange mit, bis sich etwas anderes anbahnte. …




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BeitragThema: Re: Urang Lia   04.08.12 16:53

… „Hast du es herausgefunden?“
„Ja. Sie geht jeden Abend gegen sechs zu den Klippen, starrt ins Meer – ich hörte, sie spuckt auch hinein – und geht dann wieder heim.“
„Und sie ist allein? Bist du ganz sicher?“
„Ja, absolut. Niemand will mit ihr verkehren.“
„Ausgezeichnet.“ …
… „Ich brauche deinen Anteil.“, sagte 142, als beide in ihrem gemeinsamen Zimmer waren nach einem harten Arbeitstag.
„Wozu denn?“
„Ich muss weg.“
„Wohin?“
„Gib schon her! Ich dachte, du vertraust mir.“, meinte sie und drückte ein wenig auf ihre Tränendrüse, wie so oft wenn sie 37 ihren Willen aufzwingen wollte.
„Na gut, na gut, na gut. Aber heule nicht, ich bekomme davon noch Magengeschwüre.“, sagte sie und gab ihr ihr ganzes, bisher verdientes Geld. …
… Nacht und Dunkelheit … So wirst du sterben … keiner weiß um mich … keiner wird mich sehen …

…“Be, mein Liebling, was hälst du davon, wenn wir aufhören würden?“, sagte sie plötzlich.
Be schaute verwundert von seinem Mikroskope auf:
„Aufhören? Mit was denn? Willst du mich verlassen?!“
Sie lächelte belustigt.
„Nein, das meinte ich nicht. Ich meine, die ganzen Experimente, das Klonen. Irgendwie bin ich es leid.“
„Aber was … sollen wir denn dann machen?“, fragte Be, dessen Existenz in diesen Experimenten lag und überhaupt seine ganze Beschäftigung.
„Wir können einfach so leben. Oder von hier weggehen.“
„Aber das hieße ja …“
„Ja, du müsstest aus dem Keller raus.“, sie erhob sich und streckte die Glieder, „Na ja, wenn ich wieder da bin, erlaube ich dir mit nach oben zu kommen. Aber zuerst mache ich noch meinen Spaziergang. Bis später.“ …

… „Freut mich, dass es dir scheinbar gut ergangen ist, 142.“, meinte die arg gealterte Frau, als sie sie ansah, „Du groß geworden.“
„Und du alt. Spielt das eine Rolle?“
„Ich denke nicht.“, entgegnete Mitglied B, „Was möchtest du denn? Frieden schließen vielleicht? Das würde sehr für deine Entwicklung sprechen.“
„Irgendwie will ich das tatsächlich, aber nicht ganz so wie du es meinst.“
„Das ist schade, 142. Immerhin bist du mein perfektes Abbild. Es ist wahrlich ein Jammer.“ …
… Ich hatte einen Kampf erwartet, der nicht viel Zeit in Anspruch nehmen würde … Wer rechnet einer so alten Krücke auch noch eine derartige Kraft an? Sie wehrte sich. Aber dennoch machte sich bemerkbar, dass, wenn zwei Wesen genau identisch waren, im Grunde nur eines zählte – die Jugend und deren frische Kraft. …
… Als mein Arm durch ihren Bauch hindurch ragte, fühlte ich zum ersten Mal eine wahre Befriedigung.

… Mitglied B hustete Blut, hielt sich aber noch mit aller Gewalt auf den Beinen.
„Sagst du mir wenigstens noch … warum das Ganze?“
Sie richtete ihren Mund nahe an das alte Ohr und flüsterte:
„Weil ich dir nie genug bedeutet habe, dass ich in deinen Augen eines Namens wert gewesen wäre.“
Die alte Frau schloss die Augen, lächelte schwach und nickte, als sich ihr Körper langsam auflöste …

… Wo kann sie nur sein?, dachte Be. Die Meisterin pflegte nie so spät zurück zu kommen. …
… Sie machte sich aus Prinzip eine wichtige Fähigkeit zu nutzen, das Beherrschen von Sand. Sie schüttete ein wenig davon auf und formte grob einen Körper damit zu recht. Lange hielt sie sich damit nicht auf. Es musste nur ungefähr sein. Mit einer kleinen Geste wurde aus dem Sand dann eine Ebenbild der Alten, die dummerweise keine Leiche hinterlassen hatte. Sie brauchte allerdings eine, um den Plan aufgehen zu lassen …
… „Ich habe vollstes Vertrauen zu deiner Vorgehensweise. Sorg einfach nur dafür, dass das Haus durchsucht wird und es aus dem Besitz desjenigen gerissen wird, der sich noch dort drin befindet. Es gibt kein Testament, das weiß ich und damit hat der letzte Bewohner auch kein Verbleibsrecht. Schmeiß ihn raus und nimm das Haus in den Bankbesitz und quatsch irgendetwas von Schulden, dann dürfte es keine rechtlichen Diskussionen mehr geben. Niemand kannte die Frau richtig und keiner weiß, mit wem sie heimlich verkehrt haben könnte, zudem würde auch niemand zugeben mit ihr verkehrt zu haben. Die Sache ist narrensicher.“
„Noch zwei Dinge. Wo ist die Bezahlung? Und wo ist die Leiche?“
Sie knallte ihm den Reichtum von 37 auf den Tisch:
„Hier ist dein Gold. Und die Leiche ist draußen. Verbrenn sie so bald als möglich. …

… "Das Meer ist böse! Es ist ganz böse! Und ihr alle auch! Ihr habt Großmutter hineingestoßen! Ihr habt sie umgebracht! IHR SEID MÖRDER!!", rief das Mädchen tränenüberströmt den Dorfbewohnern zu, die den Körper der alten Frau mit unter einem rotem, wildbestickten Tuch verbargen und im Begriff waren, es jeden Moment in Brand zu stecken. Sie blickten sie fragend an, als sprächen sie nicht die gleiche Sprache. Doch das Mädchen blieb unbeirrt und wusste ganz genau, dass sie sie hörten und verstanden.
"MÖRDER! Ihr schmierigen Feiglinge!", rief sie ihnen erneut zu, dann ging der Mann mit der Fackel wortlos und ihrer unbeachtend zu dem Leichnam hin und steckte ihn in Brand. Das Mädchen schrie sich die Seele aus dem Leib vor Schmerz und Trauer, verlor es doch hier die einzige Person, die sie auf der Welt hatte. Hatte sie Eltern?...

… Be starrte entsetzt auf den Überwachungsbildschirm.
„Was sind das für Leute? Wo ist die Meisterin? – Okay, keine Panik. Ruhig verhalten und warten, vielleicht gehen die von allein wieder.“…

… "Die Schulden für das Haus müssen bezahlt werden. Also muss dein Erbe dafür verwendet werden."
"Das könnt ihr doch nicht einfach so machen. Das Haus und alles hat uns gehört."
"Für Diskussionen ist es nun zu spät. Such dir etwas, was du brauchen kannst, der Rest wird eingelöst."
"Was seid ihr nur für Menschen?", das Mädchen bedachte der Leute eines verächtlichen Blicks und hatte an sich nur zwei Dinge, die sie interessierten und die sie retten wollte. Das eine war der Walkman ihrer Großmutter, wo ihr schleierhaft war, was für eine Kassette in ihm lauerte, das andere war ein Tagebuch, von dem sie sich ziemlich sicher war, dass es alles erklären würde. Sie nahm sich zuerst den Walkman und als sie das Buch greifen wollte, kam ein Mann ihr zuvor. Dieser blätterte darin und sah ein, dass er die kleine Schrift nicht entziffern konnte, wonach er es als "Ofenfutter" bezeichnete und in den Feuertod des Kamins schickte. …

… 142 spuckte ihren Gin auf den Tisch.
„Ihr Enkelin? Willst du mich verscheißern?“
„Von einem Zwerg mit großen Händen haben wir nichts gesehen.“, beharrte der Mann.
„Das darf doch nicht wahr sein …!! Warum habt ihr die Bude nicht angezündet?!“
„Weil ich sie in den Besitz der Bank überschrieben habe, wie du es sagtest und nun verfügt die darüber und nicht mehr wir.“
„Ihr könntet es doch trotzdem anzünden!“
„Mach es doch selber.“, sagte der Mann und verließ die Schenke.
„Be ist also immer noch da … das macht die Sache komplizierter.“, murmelte sie und trank den Rest, der ihrem Glas noch verblieben war. …

… Sie hasste es in der billigen Hafenkneipe herumzulungern. Sie hatte allerdings keine andere Wahl, um an Geld zu kommen, sodass sie jeden betrunkenen Matrosen zu einer Partie Black Jack herausforderte. …
… Die Karten lagen verdeckt vor ihr und obwohl sie sie noch nicht gesehen hatte und keine Ahnung hatte, welche Karte da lagen, spürte sie ziemlich genau, dass die 21 noch fern war, sodass sie noch zweimal eine Neue verlangte.
"Ich glaube, du bescheißt", meinte ihr stinkender Gegenüber, der nur zwölf Punkte hatte und vor dem nächsten Ziehen kalte Füße bekam. Das Mädchen deckte mit einem nicht überraschten Gesichtsausdruck auf, welche genau 20 Punkte beinhalteten. Das knallte der Mann seine Faust auf den Tisch und zog mit der anderen seine Pistole, die er dem Mädchen direkt vor die Nase hielt. Ihre Augen schielten auf den Lauf, dann auf den Mann.
"Ich bin ein Sonntagskind im Leben eines Freitagskinds und wenn du mich wegen einer Kartenrunde erschießt, wäre das echt nicht besonders nett.", meinte sie und zitterte dabei, da sie fast schon ahnte, dass er abdrücken würde. Sie konnte den Geruch des Todes am Schießpulver erkennen. …
… Sie war geflohen und hatte im Zuge dieses Versteckspiels auf einem Schiff versteckt. ALs es in See stach schlief sie noch, um dann geschockt und orientierungslos aufzuwachen. Der erste Maat forderte, dass sie über Bord geworfen wurde, aber das Geld in ihren Taschen reichte gerade noch aus, um ihn von diesem Vorhaben abzuhalten und sie im nächsten Hafen ihrer Wege gehen zu lassen. …
… Atlantis …
… Menschen, Häuser, endloser Horizont, klobig-klotzige Technologie, Fischgestank, Dreck ... Als Fremde im fremden Land .... hausen da, wo sie die vergammelten Fische entsorgen ... Fischfraß, der schlimmer stinkt als sonstwas ... jeden Tag eine neue Kotzorgie ... ich will wieder an Land ... dieser Ort ist die Hölle! …

…Ihre Kleidung ist verdreckt und sie verkriecht sich an den stinkendsten Orten, um nicht von einem Sicherheitsbeamten erwischt zu werden, der ihr Fragen stellt, die sich ohnehin nicht verstehen kann. Es riecht nach Salz, Fisch und Exkrementen. Ihre Haare sind seit Monaten nicht mehr gewaschen wurden und sehen vor lauter Fett dunkler aus, als sie eigentlich sind. ... Ein Bettler hat sie um ihr Brot betrogen und ist in einer Gasse entschwunden. Sie konnte ihn nicht mehr finden - der sechste Tag ohne Essen….

… Es hatte einige Wochen gebraucht, aber 142 hatte den Entschluss gefasst, das Haus zu durchsuchen und fand sie nichts, würde es in Rauch aufgehen. Das war einfach und wirkungsvoll. Sie hatte einen Kanister Benzin dabei und genügend Streichhölzer. 37 hatte sie einen Brief geschrieben, dass sie angeblich interessante Leute getroffen hätte, mit denen sie ein wenig die Zeit totschlug. Es war bereits eine Antwort gekommen, aber 142 hatte die dümmlichen Zeilen nicht einmal gelesen und den Brief weggeworfen. Sie hatte wichtigeres vor. Und wenn alles klappte, musste sie sich nicht mehr mit der dummen Nuss abgeben. …
… Sie berührte die Klinke und …

Be drückte einen Knopf, als er einen bekannten ungebetenen Besucher an der Tür sah.
… Schreiend wurde 142 wegkatapultiert. Und das nicht allein, sondern mit einer Bombe, die das Ausmaß einer Hochzeitstafel und einer Zerreißkraft eheblichen Umfangs hatte. Sie schlug in der Nähe von einer Inselstadt ein, sie Bombe flog einige Meter weiter und riss ein Loch einige Gebäude sowie einen Teil der Baufläche ein, sodass Wasser eindringen konnte. Die halbe Insel erfuhr einen gewaltigen Druck und vermengt mit den Flutwellen, die alles niederrissen und zerstörten, war der Untergang der Metropole besiegelt …
Das Wasser schwillt an und die Straßen sind überschwommen ... die Rettungsboote und Schiffe waren so schnell voller Menschen und Maschinen, dass es keinen Sinn hatte, sich noch einzuschleichen zu versuchen.
…Auf einem Gebäude sitzen und zusehen, wie die Straßen zu Wasserstraßen werden, die immer höher steigen. Das langsame Warten auf den Tod …
"Ich springe da nicht rein. Wenn du willst, dass ich ersaufe, musst du mich schon holen - Ich wünschte wirklich, dass ich besser schwimmen könnte oder es zumindest länger durchhielte. Was soll's.", meinte sie zu sich und machte den Walkman an. …
…AHCXSAS …

… Sie hatte fast einen Schlag bekommen, als sie ihre verletzte Freundin auf einem Fischkarren in die Stadt kommen sah. …
… Sie hatte Glück gehabt, dass eines der Rettungsboote sie aufgegabelt hat. Auf ihren Plan wollte sie dennoch nicht verzichten. Es brauchte nur Zeit. Die Zeit würde kommen. Ein paar Jahre warten … Be konnte immerhin nicht ewig leben … Die dumme Nuss musste nun allerdings noch eine Weile herhalten …
Be wartete, lange und geduldig. Käfer wurden ihm allmählich zu Leibspeise. Er vermisste die Meisterin. Aber er wusste, wenn sie wiederkäme, würde es ihm erlaubt sein, nach oben zu gehen. Bis dahin sollte er alles in Schuss halten …

Die Verbindung der drei Klone riss.
In BeaniXs‘ Augen standen dicke Tränen. Das war der heftigste Flashback ihres Lebens und sie konnte kaum gewahr werden, dass fast alle Protaginsten dieser traurigen Geschichte um sie herum waren. Be weinte wie sie. 37 schrie ein letztes Mal auf und löste sich dann in Partikel auf und 142, die ihr gegenüber auf dem Boden hockte schaute ihr entgegen.
„Wegen eines Namens und der anderen Welten? Deswegen bringst du sie um?“, sagte die stille Heldin fassungslos und wimmerte herzzerreißend.
Be wischte sich mit dem Ärmel über die Augen. Vieles hatte er in den Jahren verdrängen können, aber nun war es wieder frisch.
“Geh dabei nicht von dir aus. Unser Leben war mit deinem nicht zu vergleichen.“, war die bittere Erwiderung.
Bea schüttelte den Kopf. Es war nicht zu glauben.
„Du tötest, du quälst, du erpresst – du hast sogar deine Freundin dafür missbraucht …“
“Mir fehlen leider Gottes die Gefühle.“, sagte 142 abfällig.
„Dafür braucht man keine Gefühle, nur ein Gewissen!! Genügend Verstand um die Kettenreaktionen zu sehen!! Wenn du scheinbar der intelligenteste ihre Klone gewesen bist, hättest du das eigentlich wissen müssen, du krankes Stück Dreck!!! Oder geht das nicht in deinen Schädel, dass das, was du getan hast, verdammt nochmal falsch war?!!“, rief Beanixs mit sich überschlagender, schriller, heulende Stimme.

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BeitragThema: Re: Urang Lia   05.08.12 0:07

Das zurückwerfen aus dem Wachtraum an Erinnerungen war wie ein Schlag für den Meister. Ähnlich dem Gefühl als würde man aus einem eiskalten Raum hinaus in die brühende Sommerhitze gehen. Seine Hand schmerzte und seine Augen brannten als hätte er sie mehrere Stunden nicht geschlossen. Vibrierend zitterte das Keyblade in seiner Hand und zischte wie eine hungrige Viper die ihre beute gerade die Zähne ins Herz gerammt hatte. Schwarzer Dunst fiel auf ihn herab, die Dornen verdorrten und mit ihnen der Körper Siebenundreißigs. Seine Iris glühte mit jeder heftigen Vibration des Schwertes auf doch dann legte er vorsichtig die andere Hand auf das Heft dieses vermaledeiten Dings und langsam gab es nach, verhallte und wurde wieder stumm. Seine Lippen schmeckten salzig als hätte er mit diesen Mädchen in Atlantis gestanden, seine Kehle war trocken wie nach einem ewig währendem Marathonlauf und seine Knie zitterten ein wenig als er sich umdrehen wollte.
Diese Fähigkeit seines Schwertes hatte noch nie derarte Konsequenzen nach sich gezogen, aber vielleicht lag es an den Verbindungen dieser vier Personen. Er schüttelte sich die Erschöpfung aus den Augen und fuhr sich über das Gesicht. Was hätte er in dem Moment alles für eine kalte Dusche getan.
Sein Schwert verschwand mit einem heißen aufblitzen, seine Schritte trugen ihn starr zu Be und packten den Jungen unsanft am Arm. Ein kurzes surren folgte und die Dunkelheit der Nacht umfing beide. Als es wieder Tag wurde. Lies der Griff des Schneeblonden wieder ab doch befanden sie sich nun an dem Kampfplatz der beiden Furien. Sein Blick immer noch starr, richtete er sich erst auf Hundertzweiundvierzig und dann auf die schluchzende BeaniXs. Stille folgte. Eine bedrückende Stille die nur von Beas und Be’s Heulen durchbrochen wurden. Seine Augen registrierten die Bewegungen der weißhaarige andere die ihm nicht unähnlich sah. „BeaniXs, Nummer Fünf der Organisation, die stille Heldin…“ Er betonte die Zahl die ihren Platz in der Welt die niemals war darstellte gegenüber der anderen Nummerierten extra scharf. „…Wieso verschwendest du deine zeit mit diesem billigen Abklatsch aus Sand, Modder und Dreck ?“ Er deutete mit seinen Worten auf den Sand der aus den Verletzungen des Feindes rieselte. Seine Wahrnehmung Niemande schon fast zu riechen war in diesem Fall schon fast bemerkenswert. „Nach den letzten Geschehnissen dürftest du wissen das diese hier nur eine Kopie ist die die Macht des Originals schlicht teilweise trägt.“ Er deutete offenbar auf die Verschwörung mit der Sandpuppe hin die die Leiche ihrer Großmutter dargestellt hatte. „ Ich bin sicher der echte Feigling versteckt sich heimlich in einer Ecke, überlässt wie immer ihrer einfältigen Freundin das Kämpfen und schickt uns dieses lächerliche Spielzeug aus Dreck und Strandgut zur Ablenkung. Trotzdessen dürftest du alles hören was ich sage Miss Perfect.“ Er wandelte die Benommenheit der Kontrahenten ausnutzend zu BeaniXs und legte seine Hand mit sanfter Gewalt auf ihre Schulter. „Erde war das erste mit dem du Freundschaft geschlossen hast, willst du dich von billiger Erde besiegen lassen?“ Ein Wind entglitt den Fingerspitzen des Meisters und wärme stieg durch beide auf. Eine Wärme die so grün war wie eine saftige Wiese hoch oben in den Bergen, eine Wiese die das gesamte Kreideland erfüllte in ihrer Pracht und mit ihren Bäumen. BeaniXs Wunden schlossen sich, das Gift verebbte in ihrem Körper und sank aus ihr wie ein exorzierter Geist. AhcXsas flüsterte: „…Vitza…“ Einer der stärksten Heilzauber ging von ihm in BeaniXs Körper über. Es war ein Zauber der ihm enorm viel abverlangte, sein Mana würde für eine Zeit lang wie kleister sein der sich nicht formen lies. Doch dies hier war ihr Kampf. Dies hier musste sie selbst beenden. Sie musste die Erinnerungen nutzen die sie bekam. „Weißt du was der Unterschied zwischen uns und dir ist Kopie Hundertzweiundvierzig? Etwas Entscheidendes was ausschlaggebend für deinen Fall sein wird.“ Er grinste erschöpft, seine Augen zeigten deutlich leichte blaue Striche an den Rändern. „Wir sind nicht allein. Und allem voran, wir vertrauen einander.“ Er ließ Beas Schulter los und hebte sich wackelig. Sein Innerstes schrie BeaniXs zu: Dies hier ist nur Sand, du kannst Sand kontrollieren ! Finde das Original zum Teufel !!“

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BeitragThema: Re: Urang Lia   05.08.12 0:42

BeaniXs fühlte sie abgenagt, trotz der Heilung. Ihre Erinnerungen hatte sich mir den Erinnerungen der anderen so stark verknüpft, dass es zu einem Film in ihrem Schädel geworden war, der sich abspielte, wieder und wieder.
"Hör auf mich zu drängen.", sagte sie gedämpft zu AhcXsas und kam auf die Beine. Ihre Finger knackten bedrohlich, Sylphim schob sich dazwischen. Sie wollte eben ausholen und das Plagiat erschlagen, als ein Lachen erklang. Das Sandgebilde fiel in sich zusammen und eine Gestalt, eine Beanixs, näherte sich der Gruppe.
"Ihr seid erstaunlich gut im Raten. Aber was solls? Ihr habt 37 umgebracht. Was solls?", wieder lachte sie auf, "Euer Wissen ist einen feuchten Scheiß wert und die Tatsache, dass ich nicht oft kämpfe, bedeutet nicht, dass ich es nicht kann - ich will nur nicht."
"Ahcxsas, wenn du auf Be nicht zumindest so aufpasst, als wäre er dein Augapfel, solange ich beschäftigt bin, dann kannst du einen neue Nummer Fünf suchen.", sagte die stille Heldin hervortrtetend.
142 applaudierte:
"Freiwillige! Juhuu! Aber du bist ja das buchstäblich Letzte, da sollten wir den Kampf doch etwas interessanter gestalten, nicht wahr? Wie wäre es, wenn wir die Blockaden brächen? Das wäre doch sicherlich sehr lustig."
"Wer ohne klarkommt, ist meistens besser dran."
"Komm schon! Sei kein Spielverderber! Wie offt bekommt man denn so eine Chance, gegen die perfekte BeaniXs antreten zu dürfen?"
"Du hälst dich für perfekt? Ernsthaft Püppi, ", BeaniXs' Haar wurde rot, "Das war lediglich dein Arbeitstitel und das war nicht mal der einfallsreichste. Und nach allem, was ich gesehen habe,", ihr Haar wurde schwarz, "Kann man anstandslos behaupten, dass man im Streben von Unperfektion genau das trifft, was vollkommen ist", ihr Haar wurde weiß, ihre Augen golden, "und falls du es nicht gemerkt hast, ich spreche grad davon, dass ich näher am Original dran bin als du, weil ich mein eigenes Original geworden bin. Du bist nichts weiter als eine Raubkopie."
Die beiden Kontrahentinnen unterschied nur noch der Strich am Auge der stillen Heldin. sie wurde mit einem missbilligenden Blick bedacht.
"Beweis es, sonst glaube ich es dir nicht."
Sie stürmten aufeinander zu und ihre Bewegungen wurden von einer Staubwolke gefressen.

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BeitragThema: Re: Urang Lia   05.08.12 1:08

AhcXsas wankte bei dem lospreschen der beiden Kontrahenten. Es war schon fast eine Beleidigung seinen Intellekt, einen falschen Niemand zu erkennen, anzuzweifeln. Er hob die Hand vor sich und streckte die Finger, kleine rote Blitze zuckten um sie aber verebbten wieder schnell, hinterließen nur ein gewisses prickeln auf der Haut. Er vertraute seine magische Kraft BeaniXs an aber das hieß nicht dass er sich hier nicht einmischen konnte. Unter den müden Augen bildete sich ein wölfisches grinsen welches sich an den kleinen Kerl hinter sich richtete.
„Der Stein den ich dir gegeben habe könnte uns äußerst nützlich werden, ich bin stolz auf dich das du ihn nicht benutzt hast.“ Er deutete mit den Fingern auf den glänzenden Gumistein in den Nebraskapranken des Zwitters und lächelte ihm freundlich entgegen.
Ein wenig beugend flüsterte er zu ihm den Plan den er hatte sodass ihn neugierige Ohren wirklich nicht hören konnten. Hundertzweiundvierzig kämpfte nicht oft, war hinterhältig und betrog. Wer derarte Charakteristika aufwies war kein guter Stratege und flechtet seine Pläne nur oberflächlich. Doch der Meister war da anders. Ihm ging ein Plan durch den Kopf der von seinen zweiten Gedanken überprüft und von den dritten korrigiert wurde.
„Be ich betonte ja bereits das der Stein die Macht hat seinen Anwender zu beschützen und jede Attacke um das doppelte zurückwirft. Das heißt wir müssen dafür sorgen das der mit dem diese schreckliche Person am meisten abrechnen will diesen Stein besitzt und sie ihre machtvollste Attacke benutzt. Nein besser noch…wir können es sogar so leiten das es sie trifft, ganz egal wer von euch diese Attacke ausführt. Vorerst muss BeaniXs alleine klarkommen da meine Magie im Moment etwas eingeschränkt ist aber wir bekommen das schon hin. Zur Not habe ich noch ein Ass im Ärmel.“ AhcXsas hatte meistens das Motto das es immer Zeit für einen allerletzten Moment nach dem letzten Moment gab, in dem man seinen Vorteil aus der Situation ziehen konnte.
Er sah wieder auf und betrachtete die BeaniXse bei ihrem Zweikampf. Hundertzweiundvierzig wird nach Erfolg seines Plans gar nicht mehr wissen wer sie selbst ist. Und im Grunde bestand darin der Plan. Sie quasselte etwas von wegen sie war ihr eigenes Original geworden. Selbstverständlich war sie das, wer derarte Statuen herstellte und mit solch einer nervigen NOnexistenz die Zeit im Schloss doch ein wenig spannender gestaltete musste ein Original sein. Schließlich war BeaniXs keine gregorianische Coverband.
„Ich habe die Tanks im Übrigen nicht zerstört sondern nur weggeschickt.“ Beruhigte der Meister das kleine Zwitterwesen welches den Plan ganz sicher schon verstanden hatte nach AhcXsas gesamten Kommentaren. „Es wird Zeit die Puppen tanzen zu lassen.“ Sagte er mit einem wirklich schon fast teuflischen Grinsen.

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BeitragThema: Re: Urang Lia   05.08.12 1:27

Be schaute skeptisch. Der einzige Grund, dass er den Gummistein noch nicht benutzt hatte, war, dass er keine Gelegenheit dazu gehabt hatte. Und nun waren auch noch die übrigen Klone da?
"Nur falls dein biologisches Grundwissen ein wenig kurzgebunden ist .... Die Klone sind schon auseinander gefallen. Und werden nicht besonders viel mitmachen. Genauso gut könnte man mit nassen Taschentüchern werfen.",, erörterte Be sachlich und war sich nicht ganz sicher, ob Leischenschledderei wirklich ein guter Weg war, um zu kämpfen. Immerhin wohnte Be hier immernoch.
Der schlagabtausch war schnell und präzise, aber auch die Abwehr ließ sich nicht lumpen. Wie zuvor kannten beide die Züge der anderen von sich selbst. Zwei Äxte schlugen aufeinander ein, aber außer sprühende Funken sah man nichts. Sie waren einander ebenbürtig. Beanixs ließ Kometen herniedergehen, 142 schloss sich in stein ein. Beanixs zertrümmerte den Steinhaufen mit voller Härte, während 142 durch den Boden gewandert war und einige Meter vor ihr wieder auftauchte. Die Erde Bebte, die Luft vibrierte. Sie wollten und konnten sich nichts schenken.

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BeitragThema: Re: Urang Lia   05.08.12 2:08

"Du hast mir offenbar nicht richtig zugehört. Ich sagte bereits das wir nicht alleine sind. Aber lass mich dich überraschen..." Er stupste den Jungen an und schon befanden sie sich wieder durch die Schattenteleportation im labor unten wo immer doch das große Loch die Sonne hereinlies. Der Meister eilte zu der tastatur während es über ihnen klang als würde der dritte Multiversenkrieg ausbrechen, das geschepper von Schwertern und das donnern von steinen und meteoriten nervten ihn in seinem momentanen Zustand ein wenig. Er tippte wild darauf herum und wies Be daraufhin an einigen Stellen Passwörter einzugeben wenn er selbst nicht an die Daten kam. Es ging in den Statistiken um alle Klone und er machte ihre Charakteristika aus. merkte sich größtenteils den Inhalt und speicherte diesen in seinem ohnehin schon mit ideen überfüllten Kopf. "Gut. Danke. Und jetzt zeig ich dir was ich damit anfangen kann." Er grinste und richtete die hand in die annährend leere Lagerhalle hinter ihnen.
In seinen Händen erschein kurz eine art schwarzer ball den er warf und der weiter hinten aufprallte und wie ein Tropfen auf schwarzes wasser in den Boden sank. "Dämmerlinge..." Er sah Be aus dem Augenwinkel her an. "...unsere Diener. Sie sind sehr wandelbar und können mit den verschiednesten Erinnerungssplittern genährt werden. Sie sind eigenständige Wesen und hatten auch mal ein Herz, es war aber nicht stark genug um eine physische, menschliche form beizubehalten. Was glabst du also was passiert wenn man den Dämmerlingen mehr und mehr erinnerungen gibt ?"
AhcXsas persönliches Doktorenfachgebiet waren das Herz und seine Erinnerungen und er grinste doch tatsächlich als sich ein schwarzes gebilde aus dem Boden zerrte. Erst ein arm, dann ein zweiter, dann der Körper hinterher der langsam farbe annahm. Als der gesamte Körper vor ihnen stand blickten Rubinfarbene Augen sie an hinter einem Vorhang aus pinken Haaren.
AhcXsas trat auf das Wesen zu doch Be konnte man die nervosität durchaus ansehen, war es nämlich keine gewöhnliche nachbildung von BeaniXs, nein, diese hier entsprach Siebenunddreißig. Nichtsdestotrotz war sie gekleidet in ein weißes Kleid und auf ihrem Rücken, kurz nach dem Anfang ihrer Wirbelsäule konnte man das Symbol der Niemande ausmachen was ebenfalls hinter den haaren unerkannt blieb. "Sie sprechen nicht. Hören aber auf Befehle und wünschen sich ebenso wie wir wieder komplette menschen zu werden. Damals war die Dunkelheit weit weniger vertreten als heute deswegen schätze ich haben sie versucht das Herz und die Nonexistenz von Niemanden durch diese Klonexperimente zu erforschen. Ein Misserfolg schätze ich." Ein mitleidiges Lächeln folgte.
Die Zähne des PseudobeaniXsklons waren wie ein reisverschluss geformt und die Bewegungen glichen einem ständigen Taumeln, doch ein sehr elegantes. Es war fast als würde Siebenunddreißig dort vor ihm ein wenig tanzen. "keine sorge sie werden sich nicht verraten. Aber genau das meinte ich mit ich lasse die Puppen tanzen. Be...das hier ist deine und Großmutter BeaniXs Armee." Er schwenkte die Arme zur Seite und vor den beiden tauchten immer mehr von den BeaniXs-Dämmerlingen auf die auf dem Weg der zwischenwelten AhcXsas befehlsinformationen aufnahmen und sich an diesen Ort begaben. Es erschienen alle möglichen Bea Klone, unter ihnen auch Amy, diesmal mit beinen und Armen und der eine männliche Klon dessen Brust aufgesprungen war, alle perfektioniert, alle mit den nötigen Erinnerungen, aber stumm und dennoch gefühllos, leere Puppen die lediglich einen Körper hatten der befehle entgegen nahm.

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BeitragThema: Re: Urang Lia   05.08.12 10:34

Be stieg auf einen Stuhl, als hätte er ein Nagetier zwischen seinen Beinen gesehen. Er atmete schockiert.
"Hatte ganz vergessen, wie viele es gewesen sind. Oh wow ... du bist entweder verrückt oder experimentierfreudig.", Be hatte an sich keine Angst vor den Klonen. Ihre Masse war es, die ihn überwältigte. Sie füllten das Labor aus wie bei einer Massenversammlung und wirklich, man musst befürchten, dass sie nicht alle Platz fanden. Kurz war sein Augenmerk abgelenkt und starrte auf den Penis des einzig männlichen Klons; ahaa, so groß wird das Ding also, dachte er verblüfft, schaute dann aber kurz nach oben, wo die beiden Furien kurz durch das Loch sichtbar waren.
"Glaubst du wirklich, dass sie Hilfe braucht? Kann doch sein, dass sie es allein schaffen will.", wandte er ein und erinnerte sich dabei an seine Meisterin, der er in einigen Lagen auch nicht dazwischenfunken durfte.
BeaniXs und 142 stritt unerbittlich, während sie kämpften. Das schien zwar eine der unsäglichsten Situationen zu sein, um sich zu unterhalten, aber wann hatten sie schon eine Gelegenheit wie diese?
"Hat dir Oma etwa nicht richig beigebracht zuzuschlagen?", höhnte 142.
"Doch, aber ich soll Unterlegenen eine Chance geben."
"War bestimm lustig mit der Alten. Und ohne ständig auf 'nem Seziertisch zu liegen, mit der Befürchtung geschlachtet zu werden!"
"Du hättest ja das Maul aufmachen und es ihr sagen können! Oder ist dir die Idee nicht gekommen? Hätte sie gewusst, dass ihr es nicht wollt, hätte sie es sicherlich eingeschränkt."
Sie schossen aufeinander. Beide in einer Kampfpose, sehr ähnliche Kampfposen.
"Denkst du? Hätte ich das vorher gewusst, dann wäre vieles verhinderbar gewesen, aber jetzt ... ist es zu spät!"
"Ersthaft, entwickel dich mal weiter.", meinte Beanixs, die sich eben vorkam, als redete sie mit einem sturen Kind. 142s Augen leuchteten erfreut.
"Das ist ein famoser Vorschlag!"
"Was?", Beanixs ahnte Böses.
Die andere begann am ganzen Körper zu wabern. Ihre wich ein wenig die Farbe vom Körper und das Gold ihrer Augen erstrahlte hell. Es glättete sich alles an ihrem Körper und glänzte seltsam. Sie sah aus wie ein purer Kristall oder kristallisiertes Glas. Auf jeden Fall brach sich die Sonne unangenehm auf ihr, sodass es Beanixs in den Augen stach.
"Du bist nicht die Einzige, deren Aussehen veränderbar ist, stille Heldin.", wieder erklang das schrille Lachen.

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BeitragThema: Re: Urang Lia   05.08.12 16:07

Die Dämmerlinge die die Klone kopierten hatten in dieser Masse schon etwas sehr hypnotisches, ähnlich einer lavalampe die ständig in Bewegung war. AhcXsas kopf legte sich ein wenig schief und er schien davon auszugehen das man diese Klone nicht in den Kampf schicken sollte.
"Be sie soll garkeine Verstärkung bekommen, ich bezweifle das Dämmerlinge auch nur einen Hieb überleben würden ohne sich in weißes Nichts aufzulösen. Aber das hier ist BeaniXs Kampf. BeaniXs ist BeaniXs. Und diese hier sind an sich auch alle BeaniXs. Sogar du bist BeaniXs." AhcXsas kam sich gerade vor als sei er selber die stille Heldin gewesen so oft wie er dieses Wort gerade wiederholte.
"Sie sollen Hndertzweiundvierzig nur ein wenig ablenken. Bei einer solchen Psyche wie ihrer, wer denkst du ist die Person die sie als Kopie am meisten reizen würde ? Eine die sie blass aussehen lassen würde egal was sie zu ihr sagt, deren Stummheit und flaches grinsen sie nicht ertragen könnte. Ich persönlich habe zwei Lieblingskandidaten dafür."
Etwas in der Masse bewegte sich, wanderte mit weiten unkoordinierten Schritten auf sie zu und stellte sich dann vor die gesamte Ansammlung an Dämmerlingen. Es war eine perfekte Kopie von BeaniXens momentaner Kontrahentin. Hundertzweiundvierzig stand dort, ruhig, schwankend und grinsend wie eh und je. "Soweit ich das verstanden habe ging es diesem Weib nur darum einen eigenen Charakter zu haben, eine eigenständige Person zu sein und nicht wie ein Kaninchen ständig Tollwutspritzen zu bekommen."
Er verschränkte die Arme und sah zu Be "Du kannst natürlich Vorschläge einbringen wie der Plan besser funktionieren könnte." AhcXsas grinste als hätte er eine gewisse Vorahnung.

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BeitragThema: Re: Urang Lia   05.08.12 16:29

Be zuckte noch ein Stück weiter zurück, sodass er zwangsläufig auf dem Kontrollpult saß. Die sah 142 wirklich extrem ähnlich. Wobei allerdings zu vermerken war, dass der kleine Zwitter jeden einzelnen Klon kannte und sie auch ohne weiteres zu unterscheiden wusste. Das machte immerhin den Experten aus, der er zu sein versuchte. Im Grunde konnte er sogar zu jedem Klon eine Krankheitsanekdote erzählen und auch wie sie wann verstorben waren. Aber ihre Nützlichkeit in einer solchen Situation war schon etwas schwierig.
"Wenn das heißen soll, dass du keinen wirklichen Plan hast, bin ich grad sehr ernüchtert worden.", sagte Be, überlegte aber."Und welche ist deine zweite Favoritin?"
Der Zwitter wusste gern über alle Möglichkeiten Bescheid, ehe er zum wesentlichen Plan kam. Das musste man so machen, so hatte man es ihm beigebracht. Er schwankte zudem innerlich, wie wahllos die Reaktion von 142 ausfallen konnte. Immerhin war sie ein Miststück. "Um sie richtig aus dem Trott zu bringen, wäre eine Kompanie von lauter 142s noch eindrucksvoller. Mich würde das vermutlich wahnsinnig machen.
"Golem!", BeaniXs schnippte mit dem Finger und ein Steinkolos erstand aus dem flachen Boden auf. Er bewegte sich lahm, war aber ein feines System, das ziemlich strapazierfähig sein konnte.
"Zerquetschen!", donnerte das Organ des Steinriesens, als seine behäbigen Fäuste auf den Boden schlugen und suchten 142 platt zu machen.
"Gibt es etwas erbärmlicheres als sich helfen zu lassen?", rief 142 und wich den schlägen leichtfüßig aus.
"Warts ab", sagte bea fast leise und verschwand in den erdboden.

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BeitragThema: Re: Urang Lia   05.08.12 17:03

Auf die Frage welcher Klon wohl der zweite Favorit wäre starrte AhcXsas Be einfach nur eine Weile an ohne etwas zu sagen. Man sah dem Kleinen wirklich an das es ihm Schweißperlen ins Gesicht trieb, was dem meister ein kleines grinsen abverlangte. Nach mindestens einer Minute Stillschweigends und wankender Geräusche im HIntergrund sagte er wie Zufällig: "Na du."
Er schwang den Arm über die Dämmerlinge und alle ploppten plötzlich ein Wenig und ein paar mehr verwandelten sich in Hundertzweiundvierzig. "Das scheint mir garkeine so schlechte Idee zu sein. Wir ködern sie mit sich selbst. Und du als einzige Ausnahme wirst den Stein aktivieren wenn sie versucht dich mit einem Schlag umzubringen. Allerdings muss irgendjemand dafür sorgen das sie diese Attacke auch wirklich einsetzt. Nunja...oder zumindest eine die sie derart beschädigt das wir ihr blos noch den Coup de Grâce gben müssen."
AhcXsas vertraute auf die Überzeugungen des Jungen, behielt sich aber vor ein paar Dämmerlinge ihrer Originalität beizubehalten, dies würde Verwirrung stiften und sie vielleicht noch mehr verwirren. Die Frage war nurnoch wie sie ihren Plan in die tat umsetzen ohne das BeaniXs auch ausrastete und alles Mögliche angriff. Obwohl sie sich wohl eher hypermäßig freuen würde derart viele geschwister zu haben. Sie verlangte ja sogar einmal das Pia und Er ihr den Trick mit den Doppelgaengern zeigten, aber sie war zu langsam für die Technick und stellte lieber wieder Statuen her.
Großmutter BeaniXs wäre womöglich zu Tränen gerührt ihre ganzen Experimente hier zu sehen, lebend und mit allen Gliedmaßen bestückt.

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BeitragThema: Re: Urang Lia   05.08.12 17:25

"W-w-w-was?! Ich?! Aber ich kann doch nicht ... sie ist unheimlich flink und und und wer weiß, ob sie sich auf eine Runde Marco Polo einlässt. Noch dazu hat sie die Pfiffigkeit einer Viper und und und ich hab einen wahnsinnigen Hunger...", sagte Be und sein Magen knurrte laut. seit BeaniXs' Verschwinden hatte er nicht mehr richtig gegessen. Und nun bei dem ganzen Stress ging selbst ihm die Selbstbeherrschung verloren.
Der Golem schlug die Erde weich. Krater wie von dem Einschlag einer Kanonenkugel zierten bald das Landschaftsbild.
"Was soll das bitte bringen?", wollte 142 gelangweilt wissen und gähnte mit aller Hochachtung. Sie war das Ausweichen langsam leid und sprang heftig gegen den Koloss, der bei ihrer Attacke schon zersprang, noch ehe sie ihn berührte. Grazil landete sie wieder auf dem Boden. Ihr Blick glitt über die Landschaft. Beanixs konnte sie nicht sehen, also trat sie mit der Hacke auf den Boden und eine Erdstück sprang nach oben, mit der nun fliegenden stillen Heldin.
"Tschip-Tschip, Vögelchen, die Katze holt dich jetzt!", rief Klon 142 aus und wollte BeaniXs im Flug erwischen, welche kopfüber zu Boden fiel. Wie bei Stellung 69 hatte 142 die Nummer Fünf an den Beinen geschnappt und wollte sie eigentlich ungespritzt in den Boden rammen, als BeaniXs ihr ins Gesicht trat, unter sich eine Podest entstehen ließ und mit einem harten Wurf 142 in den Boden manövrierte, in dem sie stecken blieb.
Der Klon versuchte aus der Erde zu kommen, hing aber fest. Beanixs bewegte sich gemächlich zu ihr und schlug dann cartoonmäßig mit Sylphim auf die Rivalin ein, sie wollte ihr den Kopf spalten.
Aber das funktionierte nicht, ihr Schädel ließ die Axt abprallen und bescherte BeaniXs das furchtbare Zittern der Vibration. 142 lachte laut auf.

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BeitragThema: Re: Urang Lia   05.08.12 18:49

"Alles was du zu tun hast ist im richtigen Moment den Stein zu zerstören um den zauber frei zu lassen. BeaniXs ist die Erbin deiner Meisterin, ergo auch deine Meisterin. Und für wen arbeitet BeaniXs, für mich. Also tu was ich dir sage und du bekommst einen Berg von dem leckersten Essen was ich auftreiben kann. Wir besitzen ein Schloss und die Speisekammer ist Randvoll." In diesen Punkten steckte eine erhebliche Wahrheit und leugnen konnte man diese Aspekte seiner Rede wohl kaum. Er fasste Be auf die Schulter wie er es bei BeaniXs tat um ihm einen Schub Mut zuzusprechen, doch war dies auch der Moment wo die Operation begann. "Hab keine Furcht mehr..." Schatten schlangen sich um beide und das einzige was man bald noch sah waren AhcXsas glühende Falkenaugen. "...Deine Meisterin ist nicht gestorben...sie ist doch genau hier." Man spürte ein grinsen was die Dunkelheit durchbohrte und den Versuch diesem ewig jungen Kind Courage beizubringen.
Es begann. Be tauchte in einem Versteck hinter einem baum wieder auf aus dem er vollen Blick auf das kampfgeschehen hatte. Doch der Schneeblonde stand auf einem Felsen. Wind umspielte sein haar und fuhr durch sein hemd als er die Arme gen Himmel riss und der Himmel die Wolken beiseite schob. Man konnte schon fast das ganze Universum betrachten. Die Luft schimmerte und die Sterne zeigten sich. Doch diese Sterne glühten und wurden immer größer. Sie schossen aus hunderten von dunklen Portalen und schlugen in die landschaft ein. Die Krater die der Golem verursachte waren ebenfalls Landepunkte und schon bald zierte die gesamte Ebene ein Durcheinander an gläsernen Tanks.
Die Vibration in BeaniXs Axt legte sich nieder als diese von einer Siebenunddreißig festgehalten wurde die die Vibration stoppte. Ihre trüben und vorwurfsvollen Augen dann auf Hundertzweiundvierzig richteten und das kalte unpassende Grinsen auflegten welches sie ihr beigebracht hatte.
Die Tanks platzten auf, Glas flog umher und untermalte die Szenerie glitzernd. Lösung und Wasser klatschte zu Boden und mit ihnen jeweils ein zusammensackender Körper. Aus dem schleimigen Aussonderungen erhoben sie sich. Es glich einer Armee aus nassen Zombies. Sie richteten sich auf. Schwankten nach hinten. Alle die selbe Visage, alle das selbe hinterhältige grinsen. Kein Makel am KÖrper, sie waren perfekt. Und allesamt glichen Hundertzweiundvierzig bis auf die letzte Zelle.
AhcXsas staunte. Für eine Puppenspielershow garnicht mal so unbeeindruckend, obschon es wohl mit der passenden Hintergrundmusik besser wäre, aber man konnte ja keine Burlesque Tänzer einbauen oder eine Musical Nummer draus machen, immerhin war die sache zu ernst.

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BeitragThema: Re: Urang Lia   05.08.12 19:15

BeaniXs starrte verwundert auf das Dublikat. Sie wusste im ersten Moment nicht, ob sie sich bedanken oder einen Sicherheitsabstand machen sollte. Sie schaute sich um und sah eine Armee und genügend Glassplitter, um eine Herde lebensmüder Emos zu versorgen.
"Heilige Makaroni ...", sagte sie.
"Was soll das? Was soll das Ganze ... Was geht hier vor sich ....", sagte 142 verwirrte und mit einem Schlag sprang sie aus ihrer Falle. Sie blickte über die Etlichen, die waren wie sie, die wankten, die lebten - oder ähnliches. "Was soll das? Was soll das? Was soll das? Du ... Warum bist du hier? Ich sah dich verschwinden, warum bist du wieder hier?!" Die Stimme von 142 war durch das große Aufgebot ein wenig merklich schrill. Sie kam sich vor wie in einem Traum. Ihre Verwandlung flackerte, ebbte ab, sie war in ihrer Normalform, die sie kaum von BeaniXs vierter Stufe unterscheidbar machte. Sie vergaß BeaniXs, ließ die Augen dafür auf die zig anderen Gesichter gleiten. "WILLST DU MICH VERSPOTTEN!????", kreischte sie.
"Ehrlich gesagt, habe ich damit nichts zu schaffen.", gab BeaniXs zu, die das für seltsamste Kampfunterbrechung bisher hielt. sie kratzte sich am Kopf, es war wie in einem irren Spiegelkabinett, eines der Dinger, in denen sie sich immer verlief.
"Also verwirrt ist sie schon mal. Und die Blockade in ihr ist wieder aktiv.", meinte Be mit Expertenblick, "Was nun?"

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BeitragThema: Re: Urang Lia   05.08.12 19:44

"Das ist doch schonmal fast positiv." Entgegnete AhcXsas dem großhändigen Zwitterwesen. "Jtzt da sie angestachelt ist werde ich ein wenig für das Benzin im Feuer sorgen.
Er erschien vor BeaniXs und der pseudosiebenunddreißg. Er grüßte die Kontrahentin mit einem lockeren Handheben und zeigte dann dramatisch auf sein herangeschlepptes Dämmerlingwesen. "Arme Siebenunddreißig, so kaltherzig verraten zu werden von einer Person der du vertraut hast." die Dämmerlingkopie schaute traurig zu Boden und lies die hand los. "Es muss hart gewesen sein, es muss dir als unfair vorkommen das jene die von Gerechtigkeit sprach sich aufgespielt hat als Richterin nur um egoistisch ihre eigenen Pläne zu verfolgen. Nicht wahr Hundertzweiundviertig ?" Die wackeligen Puppen um sie herum kicherten und schlürften. Sie nickten alle zur selben zeit und starrten AhcXsas an. "Oh und du bist nichteinmal ein Unikat. Wie herzzerreißend." Wieder folgte ein bestätigendes nicken und kichern aus jeder Richtung. "Auf dem Weg in die freiheit bist du der echten BeaniXs immer ähnlicher geworden. Und nun sieh dich an...Ist das hier was du erreichen wolltest ?"
Hunderte von Hundertzweiundvierzige lachten auf und bestätigten alles mit einem nicken und einem jubel der dennoch sprachlos war. Oh wie die echte Nummer dies hier angreifen würde. Sie wurde bestätigt von Dingern die aussahen wie sie und die sie mit Großmutter auf eine Ebene stellten. "Und ich schätze du weißt ganz genau wer diese hier alle erschaffen hat...Wer dafür sorgte das du, gerade du zu hunderten existierst und absolut nichts besonderes bist."
Eine HUndertzweiundvierzg lief an der echten vorbei und nahm genau die selbe haltung ein wie sie, eine zweite folgte, eine dritte. Einige hielten sich verzweifelt die Ohren zu, andere stimmten zu, andere schrien stumm vor Wut. Und alles wurde immerwieder von diesem gruseligen kichern untermalt.
Es war für ein Ego wie das von dieser Person wahrscheinlich unheimlich ärgerlich. AhcXsas Blick bei diesen ganzen worten war dermaßen durchbohrend wie seine gestikulation dramatisch war. Er zog Bea zu sich heran und lächelte mit ihr zusammen. Strich ihr über die Wange das Mal darbietent. "Jeder hatte einen Unterschied, jeder war einmalig. Und du so perfekt das du bedeutungslos geworden bist..." AhcXsas Blick war wirklich der eines seelenmarternden Psychopathen, jedenfalls ganz kurz in diesem Moment.

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BeitragThema: Re: Urang Lia   05.08.12 20:02

"Du lügst. Deine Hampelmännchen sind nicht real.", meinte 142 und sinnte nach Beherrschung. Die Dinger, die sie nachäfften, ekelten sie an. Sie trat von ihnen weg, wollte nicht wie sie dastehen und in der Masse verschwinden. "Das sind nichts weiter als Täuschungen!"
Die Nummer Fünf schaute fragend zu Ahcxsas.
"Was soll das hier werden?", fragte sie leise, da sie nicht ganz in das Spiel eingebunden war, weswegen sie auch ein wenig unschlüssig mit Sylphim in der Hand dastand.
142 war überwältigt. Die Masse erschlug sie. Es war wie beim Sternenhimmel, wo man an einer Stelle des Himmels zuerst glaubt, alle Lichter gesehen zu haben und sich bei genauerem Hinsehen scheinbar noch mehr verbargen. sie sah sich in vielen anderen Gesichtern. Es schlich sich ein Gedanke in ihr ein: 142 war nicht nur ihre Nummer, es war ihre Identifikation, wenn diese ganzen Figuren auch diese Nummer trugen, verschwand sie in einer austauschbaren Masse. Ihr Herz flatterte.

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BeitragThema: Re: Urang Lia   05.08.12 20:35

Ein Lächeln war die Antwort die BeaniXs auf ihre Frage bekam, vorerst.
Auch als sie wegtrat machten einige die selbe bewegung, schwitzten, wurden von den anderen angeekelt und man sah ihnen den verzweifelten versuch an zu glauben das es Täuschungen waren. "Täuschungen ? Mitnichten. sieh dich doch um. Gleichen sie dir nicht bis aufs Haar ? Wolltest du nicht perfekt sein ?" Er lies Bea los und begab sich in die Masse. "Perfektionismus ist sehr gefährlich, es ist statisch, verbleibt in einer Form, diese Form ist immerwieder herstellbar. Du bist nichts. Du bist wie sand den du versuchst zu kontrollieren, ein Korn unter Körnern. Absolut nicht von bedeutung. Wertlos." Er tauchte immer wieder aus der Masse auf und sprach zu ihr bis er wieder bei BeaniXs stand. "Aber BeaniXs hier, ist die Nachfolgerin, sie ist besonders. Siebenunddreißig wäre unter anderen Umständen ein nettes Mädchen mit eigenem Charakter geworden. Be ist immer jung und seine Hände machen ihn zu einem Einzelstück, er genoss das volle Vertrauen seiner meisterin." Er zeigte dramatisch auf die echte Hundertzweiundvierzig dann mit einem Schwung über die Masse. "Ist es vielleicht das was du wolltest !? Warst du nicht immer neidisch auf jeden der anders war ?" Er zuckte mit den Schultern. "Aber wir haben ja jetzt genug ersatz für dich."
Von den ganzen Dämmerlingen hallte es gedanklich wieder. "Ersatz für dich !" "Ersatz für dich !" "Ersatz für dich !" "Ersatz für dich !" "Ersatz für dich !"
Es war wirklich ein blankes Martyrium, alles was sie zu sein versuchte, wurde kopiert. Einige intregierten gegen Freunde, andere lächelten hinterhältig, mehrere schwankten zurück und glaubten ihren Augen nicht. jede erdenkliche Reaktion eines Kindes wurde um sie herum nachgespielt. Und alle wirklich Alle waren sie selbst.

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BeitragThema: Re: Urang Lia   05.08.12 20:48

142 schrie aus voller Kehle. Es riss ihr an den Nerven. Sie glaubte, wahnsinnig zu werden.
"37 und ein nettes Mädchen? Die konnte allein nicht mal ein Brot schmieren, geschweige denn ohne mich überleben! Und was ist Be schon! Nichts! Nicht mal ein Personlapronomen passt auf ihn! Was hat er nicht alles mit seinen Händen verbockt? Wem hat er nicht schon wehtan und wieviele entsorgt!!? Und sie - pah - ist ein Nichts! Ahnungslos ist sie gewesen, ihr ganzes Leben über bis vorhin! Ihr alle begreift nichts GAR NICHTS!"
Eine Welle von Sand riss drei Dämmerlinge, die ihr am nächsten standen davon und vernichtete sie. 142 stutzte.
BeaniXs wartete, sie wusste nicht, wohin das führen sollte. Es war an sich spannend, aber es machte es ihr auch schwer ihre Form beizubehalten, da sie sich entspannte. Auch Be schaute zu und eine spur von Mitleid keimte in ihm auf, trotz des bösen Wesens, das 142 war.

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BeitragThema: Re: Urang Lia   05.08.12 20:57

AhcXsas lies die Sandwehe abziehen und die Dämmerlinge die weggespült wurden wurden ziemlich schnell ersetzt. Imitierten spielerisch ihren schrei, ihr gezeter und wie sie die Sandwelle machte. "Du hast es erfasst ! Alle hatten ein leben, alle waren besonders auf ihre eigene Weise. Alle waren nicht allein ! Be hatte die echte BeaniXs, Siebenunddreißig hatte dich, und BeaniXs hatte mich und die gesamte Organisation." Er setzte die hand an sein Kinn und überlegte angestrengt. "Im Grunde bist du doch nur ein Kind das nach Aufmerksamkeit giert. Und kaum hattest du sie, siehe deine pummelige Freundin, wirfst du sie weg um taff zu wirken." Er grinste und schaute sie eingehend an. "Weißt du wer wirklich an deiner Misere Schuld ist ?" Wieder nickten die vielen Klone unisono und das ichern wurde lauter. "Sieh dich mal um !"

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BeaniXs
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BeitragThema: Re: Urang Lia   05.08.12 21:14

BeaniXs schaute etwas verwundert zu AhcXsas. Solchen Psychoterror kannte sie eigentlich immer nur aus Filmen, die sie am Filmeabend sahen. Ihre Haare wurden wieder schwarz. Es war eine mehr natürliche Reaktion, als eine Unfähigkeit. Das wusste sie sicher, denn momentan musste sie nicht so arg aufpassen.
142s Unterlippe zitterter und sie stöhnte überfordert.
"Ihr wollt mich in den Wahnsinn treiben ...", wimmerte sie. In der Menge suchte sie AhcXsas, "Du hast doch alles gesehen, nicht wahr? Du hast es gesehen, wie sie uns behandelt haben; WIR MUSSTEN UNS WEHREN!!!"

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Urang Lia
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