It's time to tip the scales
 
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 Am See bei Großmutter Weide

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BeaniXs
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BeitragThema: Am See bei Großmutter Weide   03.05.12 20:54

Verborgen im Wald liegt friedlich und still ein spiritueller Ort. Es ist ein See, der von einem geisthaften Nebel umgeben ist. Und an diesem See steht seit Jahren - es sind so viele Jahre, dass ein Menschenleben nicht ausreichen würde, um sie zu erleben - eine alte Weide, in der der Geist einer alten Frau steckt, die mit ihrer Weisheit jedem einen guten Rat erweist, wenn er nur in der Lage ist ihr zuzuhören.

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DeXus
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BeitragThema: Re: Am See bei Großmutter Weide   03.05.12 21:47

Der kleine Junge rannte durch die Wälder und hatte an sich nur ein einziges Ziel, weg vom Dorf und von der Gefahr. Er lief solange, bis er nicht mehr weiter konnte und bis seine Lunge grässlich zu brennen begann. Er blieb kurz stehen und schnappte gierig nach Luft. Sein Kopf drehte sich in alle Richtungen. Es war eindeutig, dass er keine Ahnung mehr hatte, wo er sich befand und das war auch verdammt gut so, denn so war klar, dass das Dorf in weiter Ferne lag und er damit auch Akirax entkommen war.
„Endlich weg von dem Wahnsinn.“, sagte er sich vollkommen erleichtert und setzte sich mit einem viel leichteren Schritt wieder in Bewegung. Er ging noch gute fünf Minuten, in denen er sich fragte, wie es nun mit ihm genau weitergehen sollte, als er plötzlich Stimmen hörte. Und nicht nur das, die Stimmen sprachen nicht direkt miteinander, vielmehr verständigten sie sich musikalisch und da wusste er umgehend, dass er von einem Wahnsinn in den nächsten gestolpert war. Aber zumindest musste er zugeben, dass dieser Wahnsinn zumindest nicht so wahnsinnig klang wie der vorherige. So beschloss er zumi ndest einmal einen Blick zu riskieren, um zu sehen wer da herumsang.
„Ist das hier ein Musical?“, murmelte er genervt und steckte seinen Kopf zwischen einem Busch durch, wo er eine Lichtung erblickte, auf der sich eine Indianerin eben mit einem blonden Ausländer – zumindest auf dieses Land bezogen – verständigte.
„Für dich bin ich nur eine Wilde.
Es ist klar, dass du so denkst, denn du bist sehr viel gereist.
Doch sehe ich nicht ein, wenn so wild ich dir erschein,
wie kommt´s, dass du so vieles gar nicht weißt? Gar nicht weißt.“, sang die Indianerin und der Junge hob ungläubig eine Braue.
„Woher kommt die Musik?“, fragte er sich.
„Du landest hier und gleich gehört dir alles.
Das Land ist für dich frei und nur noch Holz.
Doch jeder Stein und Baum und jedes Wesen hat sein Leben, seine Seele seinen Stolz.
Für dich sind echte Menschen nur die Menschen, die so denken und so aussehen wie du.
Doch folge nur den Spuren eines Fremden, dann verstehst du und du lernst noch was dazu.

Kannst du hören wie der Wolf heult unterm Silbermond?
Und weißt du auch warum der Luchs so grinst?
Kannst du singen wie die Stimmen in den Bergen?
Kannst du malen wie das Farbenspiel des Winds?
Kannst du malen wie das Farbenspiel des Winds?“
„Also das kommt mir nun wirklich sehr abgefahren vor.“, meinte der Junge und zog seinen Kopf zurück. Er hatte eigentlich fest vorgehabt, sich zu verdrücken und besonders weit weg von den ganzen Verrückten zu kommen. Er wäre an sich auch gern gemütlich weiter gelaufen, aber dann bemerkte er, dass die Indianerin und ihr ausländischer Freund hinter ihm herkamen, aus Zufall sicherlich, aber sie kamen ziemlich dicht zu ihm, sodass er sich gezwungen erneut zu rennen. Die Indianerin und der Blonde waren hinter ihm und wollten nicht verschwinden und mit ihnen verfolgten ihn auch Gesang und Musik.
„Komm renn mit mir im Schattenlicht der Wälder,
probier die süßen Beeren dieser Welt!
Komm wälze dich in ihrer reichen Vielfalt
und du merkst, dass im Leben dir nichts fehlt.
Der Regen und der Fluss sind meine Brüder,
der Reiher und der Otter mein Geleit
und jeder dreht sich mit und ist verbunden
mit dem Sonnenrad dem Ring der Ewigkeit.“, ging das Lied und die Musik weiter.
„Ehrlich, das ist nicht mehr komisch, verzieht euch doch endlich.“, betete der Junge, der langsam wirklich keine Puste mehr hatte und wohin er sich auch wand, sie kamen ihm nach. Bis er zu einem Fluss kam, den seltsamer Nebel umgab und das Lied sich scheinbar seinem Höhepunkt zuwandte, dort verbarg er sich hinter dem größten und schein ältesten Baum, den er finden konnte und japste unkontrollierbar.
„Wie weit wachsen Bäume hinauf?
Doch wenn du sie fällst, kriegst du es nie heraus.

Und vergessen sind die Wölfe und der Silbermond
und dass wir alle ebenbürtig sind!
Wir müssen singen wie die Stimmen in den Bergen,
müssen malen wie das Farbenspiel des Winds!
Fremde Erde ist nur fremd, wenn der Fremde sie nicht kennt,
drum gehört sie nur dem Farbenspiel des Winds.“
Mit dem Ende des Lied flogen bunte Blütenblätter durch die Luft und tauchten die Atmosphäre in eine magische Romantik, die selbst den kleinen Jungen zu Tränen rührte – was eigentlich auch an einer allergischen Reaktion hervorgerufen durch die Blütenblätter gelegen haben könnte. Jedenfalls schniefte er und fand den Schluss des Liedes wirklich sehr mitreißend, jedoch verfolgte er den weiteren Verlauf des Gesprächs nicht mehr, denn er musste sich dringend die Nase schnäuzen. Da er aber kein Taschentuch bei sich hatte, musste sein Hemd herhalten. Er sträubte sich etwas dagegen, aber es konnte ja keiner sehen. Also nahm er einen Zipfel und setzte ihn an und wollte.
„Das wirst du doch nicht wirklich tun, oder?“, fragte eine Stimme.
Der Junge hielt inne und sah sich um, sah niemanden, hielt es für eine Einbildung und wollte erneut.
„Na, na, na!“, sagte die Stimme erneut.
Gegen alle Vernunft drehte er den Kopf soweit nach hinten, wie es ging und wo er eigentlich nur Baumrinde erwartete, doch wurde er von einem Gesicht IM Baum angestarrt, das ihn auf irgendeine Art anlächelte.
„Na, mein Kleiner.“, sagte es und er hörte es ganz deutlich.
Da weiteten sich erneut seine Augen und er stieß einen so lauten Schrei aus, dass die Vögel der Umgebung aus den Blattwerken flohen, wie nach einem Bombenanschlag.
„MIR LANGT’S JEEEEEEEEEEEEEEETZT! ICH BIN DOCH NICHT EUER BEPPOOOOOO!“
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AkiraX
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BeitragThema: Re: Am See bei Großmutter Weide   04.05.12 13:06

"Genau ! Er ist doch nicht dein Beppo du gruselige alte Baumgeistfrau !" Ein rascheln sauste durch die Weide und AkiraX Kopf stand genau über dem des Jungen nur irgendwie verkehrtherum, obschon ihre Zöpfe trotzdessen nach unten baumelten, oder in ihrem fall...nach ?oben?. ihre Augen rollten DeXus entgegen und ein unweigerliches grinsen folgte. "Warum bist du denn abgehauen ich hab doch versprochen dich nach Hause zu bringen" sie verschränkte die Arme und seufzte. Die arme alte Frau im baum sah zwischen den beiden hin und her und bemerkte jetzt erst das das Mädchen an einem Ast stand. Sie hang nicht mit angewinkelten Beinen daran wie man es hätte vermuten sollen, nein, sie stand ganz einfach an dem Ast und hing irgendwie nach unten aber auch nicht. Sie rümpfte die Nase, wenn ein Bum denn eine Nase haben konnte und wirkte darüber sehr verwundert. "Kleines wie machst du das ?" AkiraX wand den Blick der Alten zu und sah genauso verdutzt aus wie sie. "Wie mach ich was ?" Sie lächelte. "Achso du meinst die Zöpfe, na dafür brauchst du erstmal Haare oder wir nehmen diese komischen Ranken die hier rumhängen...zumindest wenn man die als deine Haare betrachten kann Großmütterchen." Die Weide war sichtlich verwirrt als auch erheitert über das Kommentar der kleinen Niemandin.

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BeitragThema: Re: Am See bei Großmutter Weide   04.05.12 14:06

Der Junge stieß sogleich einen Schrei aus:
"Du schon wieder!"
Hätte er zurückweichen können, hätte er es getan, aber leider war der Baum hinter ihm und bremste seinen Spurt.
"Ich habe keine Lust mehr mit dir rumzugongeln von einer Misäre in die nächste und ... und hör auf mit der Weide zu reden!", fügte er noch hinzu und kauerte sich sogleich zusammen, " Ich muss irgendwas falsches gegessen haben. Pilze bestimmt und jetzt habe ich Hallunzinationen von Musicaleinlagen, sprechenden Bäumen, Indianern und von einer Irren, die mich nicht in Ruhe lässt."
Der arme Junge wollte verzweifeln und sah an sich eine kleine Chance für sich selbst und seine seelische Gesundheit. Er spähte hinüber zu dem See, der so ruhig dalag und geradezu einlud, damit einen ungewollten Traum zu beenden. Wachte man denn nicht immer auf, wenn man im Traum stabrß Und wenn nicht das, dann wechselte es wenigstens in einen anderen Traum.
"Entschuldigt mich bitte, ich werde jetzt meinen Kopf solange im See erfrischen, bis ich ertrunken bin."
Gesagt, getan. Er ging zum See und tauchte mit dem Kopf ein und verdammt das Wasser war unglaublich kalt! Er hatte die Augen geschlossen und Wasser umspielte sein Gesicht, machte es kalt. Langsam ließ er die Luft durch Mund und Nase entweichen und gab sich hin in ein Gefühl der Leichtigkeit und war sich ganz sicher, dass der Moment gleich kommen würde, gleich würde es soweit sein, gleich war er tot und woanders, gleich, gleich,gleich, gleich ....
"Was zum...`?", er öffnete die Augen und bemerkte, dass da kein Wasser um seinem Kopf war. Es machte um seinen Kopf einen weiten Bogen. Fassungslos hob er den Kopf, das Wasser nahm seinen normalen Lauf wieder auf.
"WASGEHTHIERVERDAMMTNOCHMALVORSICH???????!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!"
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BeitragThema: Re: Am See bei Großmutter Weide   04.05.12 14:43

Die Sternenschützin hopste vom Baum, machte einen leichten Salto und landete sicher vor dem Gesicht der Weide. "Entschuldigung GRoßmütterchen ich glaub mein Freund hat Probleme." Sie verbeugte sich leicht und hetzte dann dem Jungen hinterher den sie mit Eifer helfen wollte. Sie hockte sich neben ihn und tappste ihm auf die Schulter. Ihr Blick traf seinen in einer wahrlich erwachsenen Art und Weise. Emotionslos und doch bestimmend erhob sie eine etwas tiefere Stimme als vorher. "Du bist scheinbar einer von uns, ein Niemand. Xantja hat vorhin angerufen und gemeint das sie einen hier in der Nähe entdeckt hätte. Sie wollte eigentlich AhcXsas schicken aber der ist gerade in einer anderen Welt beschäftigt." AkiraX Blick wirkte kühl und leicht leblos. Sie drückte sich aber mit einer sehr gekonnten ernsten Stimme aus das ihre Worte einfach wahr sein mussten. Ohne eine Antwort zu erwarten erklärte sie ihm wie Niemande entstehen, über die Herzlosen und das es andere Welten gab, ziemlich viel für einen kurzen Moment aber es war nötig um diesem Jungen die Situation so gut es ging zu erklären. Nch dem langen Tutorial wechselte ihr Ausdruck wieder zu ihrer unbesorgten Art und weise. "Kannst du dich denn an garnichts erinnern ? Nich mal an deinen Namen ?"

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BeitragThema: Re: Am See bei Großmutter Weide   04.05.12 14:53

Er hatte ihr zugehört, ihr und all ihren seltsamen Geschichten, die sich anhörten wie aus einem japanischen Fanatsyrollenspiel mit den Elementen eines berühmten europäischen Trickfilmproduzenten. Nein wirklich, es klang nicht besonders glaubwürdig. Aber wie er es wohl schon immer getan haben musste, besonders bei Lehrern, hörte er trotzdem zu, wenngleich er keinem einzigen Wort Glauben schenken konnte.
"Also, erst beleidigst du mich, indem du sagst, dass ich Niemand bin und dann fragst du mich auch noch, ob ich mich an etwas erinnere.", fasste er zusammen und eine kleine Ader an seiner Stirn pumpte ungeduldig.
"Damit du es weißt, ich bin jemand, ich weiß zwar nicht mehr, wer. Aber ich bin definitiv jemand! Und ja, ich kann mich an ziemlich viel erinnern, zum Beispiel an den Ärger, den ich habe, seitdem ich dich kenne!"
Zugegeben er wetterte ganz schön, aber im Vergleich zu seinem Schrei von vorhin war er noch sehr beherrscht.
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BeitragThema: Re: Am See bei Großmutter Weide   05.05.12 20:35

AkiraX erhebte sich und stützte wieder entnervt die Hände in die Hüften, seufzte und sah den verwiirten Jungen diesmal schauerlich ernst an. "Wasser weicht dir aus, du hörst Musik an stellen wo sie garnicht existieren dürfte, du kannst nichts fühlen, du erinnerst dich höchstens. Du bist in einer Welt die du nicht kennst aus Gründen die du nicht verstehst. Und lediglich eine kleine Niemandsdame kommt um dich heldenhaft zu retten und du glaubst mir immer noch nicht." Sie zeterte ein wenig zurück und kramte in ihrer Tasche umher, warf ihm ein Stück Papier ins Gesicht und stampfte trotzig mit dem Fuß auf. "Wenn du nicht zu feige bist rauszufinden wer du bist dann kann ich dir helfen." Sie zerrte seine hand zu sich hin und sah ihn an wie ein eingeschnapptes Shojo-Girl aus einem Anime. Die großen blauen Augen zusammengekniffen und die wangen leicht aufgepustet. Das Messer zückend welches sie für das Schwein benutzte grinste sie leicht schuldvoll. "Sorry..." Sie piekste in einen seiner Finger damit er blutete und presste seine Hand dann auf das Papier, das scheinbar eine Art Dokument für einen Vertragsschluss zu sein schien, die kleine Gravitationskünstlerin es aber für unnötig hielt zu behalten.
Unverstellbar zerrte das Papier die rote Flüssigkeit auf und mit langsamem dezenten unterton erschienen Buchstaben auf dem weiß des Vertrages.
"D....E.....U....S...." die Buchstaben stoppten mit dem Fluss des Blutes.

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BeitragThema: Re: Am See bei Großmutter Weide   05.05.12 20:46

"Ähm, das mit der Musik habe ich mir definitiv nicht eingebildet. Die haben gesungen und mich dabei verfolgt.", stellte er klar und war sich sicher, dass sie ihm nicht zuhörte, weil sie unverdrossen weiter redete, also verschwieg er sich wieder, bis zu dem Moment, wo sie ihm das Messer in den Finger rammte.
"AUTSCH! Hast du'n Vogel?!!!!", schrie er auf und sah zu, wie das Blut auf das Papier tropfte und aus unerklärlichen, vollkommen unphysikalischen Gründen zu Buchstaben verstellten, "Was zum Teufel geht hier vor sich?"
Der Junge flog mit den Augen wieder und wieder die vier Buchstaben ab. D.E.U.S. Das klang bekannt, sogar außerordentlich vertraut. Er konnte sich nur nicht wirklich mit einer Personifikation des Wortes abfinden. Wenn er es las, als ein WOrt, "Deus", so klang es nicht nach einem Namen, sondern etwas Abstraktes, das keine Form annehmen wollte.
"Was hast du gemacht?", fragte er und sah in ihre blauen Augen, ungeachtet des seltsamen Blicks, den sie aussandten.
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BeitragThema: Re: Am See bei Großmutter Weide   05.05.12 21:06

Sie entwich dem Blick es Jungen, hielt das Papier hoch und sah es sich unbeholfen an. sie überflog die Buchstaben immer und immerwieder. "Das ist alles ? Deus [Däus]...was für ein bescheuerter Name..." Sie verengte die Augen und machte ein paar Schritte weg von ihm. "Das Papier beweißt das du einer von uns bist. Wärst du ein normaler Mensch hätte es nicht reagiert." sie verschränkte die Arme. "Aber das sowas komisches dein Name sein würde hätt ich nich gedacht. Deus....Deus....Deus....Deus... ?" so wie die Kleine den namen aussprach klang es aber auch wirklich ulkig.
Sie drehte sich zu ihm und schien zu überlegen. "Wo setz ich denn da das X ein...?" Sie steckte das Messer weg und schien auch sonst völlig in ihrer eigenen Welt entschwnden zu sein. Doch nach einer weile sprang sie auf, klatschte in die Hände und und drehte sich erneut freudestrahlend zu dem Jungen. "Ich habs !" Sie räusperte sich. "Als das Blut den Vertrag unterzeichnet hat tratst du unserer Organisation bei und als eine Vertreterin dieser erteile ich dir nun deinen neuen Namen." Sie schien sehr förmlich zu sprechen, als sei dies eine Art Ritual. Ihre handfläche drehte sich auf den Jungen. Die Buchstaben zogen sich wie billige Abziehsticker von dem Papier welches daraufhin in eine Art Schatten zersprang und verschwand. Drehend zogen die Lettern ihre Bahnen um den Jungen herum, immer schneller und schneller. Aki hob die hand und schien sie gegen eine unsichtbare mauer zu klatschen. Ein X blitze auf und die Buchtaben entzündeten sich selbst in goldenen farben vor dem Jungen. Nun war aus dem bisher scheinbar Deus genannten Menschen, DeXus der Niemand geworden.
"DeXus" Sie lächelte ihn an, als sei alles was sie gemacht hatte das normalste der Welt.

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BeitragThema: Re: Am See bei Großmutter Weide   05.05.12 21:15

Vertrag?!
"Vertrag?!! Das ist ein leeres Papier und kein Vertrag?!!", wandte er entschieden ein und hatte dabei gar keine Zeit, sich über den Umstand des wiedereerlangten Namens zu freuen, den er gar nicht bescheuert fand. Und dann kam der ganze Hokuspokus mit den Buchstaben. Der arme Junge sah zu, wie sein Name in aller Seelenruhe vor ihm schwebte und von AkiraX ein X verpast bekam, an einer Stelle, die wohl jeder Esel gefunden hätte.
"Wozu der neue Name, du Meisterin einer Suppenschüssel?", hakte er nach. Es erschien ihm wirklich nicht logisch, ihm zuerst seinen alten Namen wiederzugeben und diesen dann von denselben mit einem X in der Mitte ablösen zu lassen. Wozu wohl dieser Aufwand? Und warum tat AkiraX das überhaupt? Sie hätte ihn auch einfach in Ruhe lassen können. aber scheinbar gehörte sie zu den Leuten, die für gar nichts einen triftigen Grund brauchten und die einfach nur lästig waren und nicht damit aufhören wollten, oh ja, er war jetzt schon vollkommen genervt! Und er erwartete ein paar gute Anworten.
"Habe ich mich jetzt wirklich einer ominösen Vereinigung angeschlossen, ohne es zu wissen und zu wollen? Sicherlich hätte ich das Papier genauer studieren sollen ... Aber eigentlich hat sie mich gelinkt!", murmelte er überlaut zu sich selbst.
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BeitragThema: Re: Am See bei Großmutter Weide   10.05.12 19:52

Sie nahm eine erklärende Position ein und lächelte ihm entgegen, schwenkte den Arm, mit dem zeigefinger ausgestreckt, zur Seite und fing an. "Deinen alten namen darfst du nicht vergessen er ist sehr wichtig für dich AkiraX und der neue Name, der mit dem X. Hörst du mir zu ? Das X bedeutet "Chi" [Kii] und ist ein Symbol dafür das du zwischen Licht und Dunkelheit steht. Es ist theoretisch das Bindeglied zwischen beiden. Dich sollte es eigentlich garnicht geben. Dein Herz ist der Dunkelheit anheim gefallen und du bist regelrecht nurnoch eine körperliche Hülle mit deinem Geist darin. Du bist eine Unexistenz." Sie schien eine entnervte Stimme zu imitieren die wohl ihren meister symbolisieren sollte. Und nun geh mir aus dem Weg ich muss den Herzlosen sezieren !"So ähnlich hat das Onkel AhcXsas zumindest ausgedrückt." Ähnlich war sehr gut formuliert. AhcXsas hatte es genau SO ausgedrückt.
Sie hockte sich hin und sah ihn mit ihren großen blauen Glubschern an. "Naja Vertrag ist vielleicht übertrieben da du nicht mitkommen musst. Aber siehs doch positiv. Entweder du wirst hier von Indianern und sprechenden Bäumen gequält oder du kommst mit und unsere illustre Gesellschaft bietet dir ein Zimmer, ein bett, viel Essen und ein neues Leben." Sie grinste sehr selbstüberzeugt und stubste ihn freundschaftlich auf die Schulter.

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BeitragThema: Re: Am See bei Großmutter Weide   11.05.12 11:40

Ein kleines Windchen zog auf, während er Zeit verstreichen ließ, um sich noch einmal alles durch den Kopf gehen zu lassen. Auf der einen Seite schien AkiraXens Angebot die einzig plausible Möglichkeit zu sein, die er hatte, aber auf der anderen Seite gab er sich in die Hände einer ominösen Organisation, deren restliche Mitglieder er nicht kannte und außer AkiraX wusste er nur noch ein paar Namen, die sie zufällig hatte ins Gespräch einplatzen lassen. Im Grunde war es eindeutig, betrachtete man es mit Pfadfinderaugen. Aber da waren eben noch die ausländerfeindlichen, antisemitistischen, naturverbundenen Indianer und ihre flüchtig auftauchenden Geisterfreunde, die sich in Naturobjekten eingenistet hatten, noch dazu schien die Stimmung an sich nicht allzu gut zu sein, da irgendwelche hellhäutigen Ausländer hier aufgetaucht waren, die das Land ausplündern und die Einwohner anscheindend versklaven wollte, oder sowas in der Art. Und da er selbst bereits am Marterpfahl gestanden hatte - DeXus seufzte. War denn alles wirklich so bestimmend?
Wieder wehte ein Lüftchen, das ihn diesmal frösteln ließ und ihm quasi die Entscheidung abnahm.
"Hast gewonnen! Ich nehme an!", meinte er und rieb sie die Oberarme. Wer war schon scharf darauf, die Nacht in einem solch elenden Wald zu verbringen, angreifbar für Indianer, Engländer, Dachse und schlimmer noch Killerameisen!!!?
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BeitragThema: Re: Am See bei Großmutter Weide   11.05.12 20:36

Die aufgeweckte Niemandsdame klatschte in die Hände und erfreute sich an einem neuen Spielkameraden. "Dödödödööö Döö Dödödödööööö !" sie schien eine Siegesmelodie zu imitieren die sie wohl aus irgend einem mysteriösen Videospiel zu haben scheint indem es um Selbstfindung, sein eigenes Monster sein und um eine Frau namens Lucretia ging. Wahrscheinlich war es genau deswegen das beste Spiel der Welt für sie.
"OK dann..." Sie sah plötzlich ein schwarzes Stück Stoff ungeschickt etwas weiter weg vom see langzukrauchen. "Hey das ist meine Kutte !" Sie sprang los und hechtete zu dem Stoff. Hob ihn auf und enttarnte einen kleinen Waschbären der das Diebesgut höchstwahrscheinlich in Sicherheit bringen wollte. Schnurstracks zog Aki eine ihrer Waffen und schob sie ihm mit dem Lauf voran gegen die neugierige Nase. "Hast du was zu deiner Verteidigung zu sagen Strauchdieb !?" Quiecksend sah man dem Tier die Nervosität an. es warf regelrecht die Arme nach oben um sich zu stellen. Hätte die Kleine womöglich die Waffe nch entsichert und er das Klack geräusch dessen gehört wär er vermutlich sogleich in Ohnmacht gefallen.

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BeitragThema: Re: Am See bei Großmutter Weide   11.05.12 21:30

"Du ziehst einem Waschbären deine Klamotten an?", fragte der Junge, der alles mitangesehen hatte. Für ihn sah es zumindest so aus, wie er es ausgedrückt hatte. Er konnte schlie´ßlich nicht wissen mit welcher Verschleißfreude AkiraX mit der Organisationsuniform umzugehen gedachte. Er musste zwar zugeben, dass dieses Mädchen, das offenbbar nicht alle Tassen im Schrank hatte, eine gute Verteidigung bieten würde, wenn sie erneut Ärger bekommen sollten und sonst könnte er zumindest noch so tun, als seie er schwerhörig, um ihrem Blödsinn zu entgehen.
"Nimmst du mich nun mit zu dir nach Hause oder nicht?", fragte er, da AkiraX sehr leicht ablenkbar schien und sich wohl oder übel nur schwerlich an einen Ablauf halten konnte.
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BeitragThema: Re: Am See bei Großmutter Weide   11.05.12 22:07

"Na schön lauf weg, aber stehlen ist nicht gut weißt du." Sie grinste dem kleinen Vieh entgegen welches schnell davonrannte verfolgt von einem kleinen hyperschnellfaltterndem Vogel der ihn scheinbar schon die ganze Zeit verfolgt hatte. Sie warf sich den schwarzen Stoff über und krauchte langsam und ungeschickt hinein, bis ihr mit Zöpfen bestickter Kopf aus dem richtigen Loch herauskam und sich der Mantel an ihren Körper entlangschmiegte. "Puh...wenigstens einmal das ich nix verschludert hab." Si ging auf Dexus zu hockte sich hin und schlug die Hände zusammen, streckte sich nach Oben und riss die Arme weit auseinander. Ein schwarzer Korridor tat sich neben den beiden auf und schlung sich selbst in dunklen wabernden Hüllen. "So wir können dann gehen. Du kannst später immernoch mit der komischen Baumtante sprechen oder mit den Indianern singen." Sie lächelte, schlenderte dem sinistren Ding entgegen und verschwand hindurch, sicher das Dexus ihr bestimmt folgen würde.

[-> Welt die Niemals war -> Stadtzentrum]

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BeitragThema: Re: Am See bei Großmutter Weide   11.05.12 22:13

Nein, er versuchte erst gar nicht sich zu wundern, er durfte sich einfach nciht wundern. Da war dieses sinistre Ding mitten in der Landschaft aufgetaucht und er konnte sich einfach nicht mehr darüber wundern, denn alles Wundern wäre pure Zeitverschwendung. Also zuckte er einfach die Achseln zu einer Frage, die nie gestellt worden war und folgte dem verrückten Mädchen mit den Zöpfen, dass nun einen komischen schwarzen Stoffhaufen anhatte, in die Unendlichkeit einer finsteren Passage zu einem Ort, der nicht fröhlicher auszusehen versprach. Na ja, wenigstens kam er von diesen Ökofreaks weg, die sich amerikanische Ureinwohner nannte und ihren dämlichen Geistern aus den Jagdgründen, wobei es eigentlich nicht eindeutig war, dass Großmutter Weide irgendwann einmal in ihrem Leben etwas anderes gejagd hatte als Beeren.

[-> Stadtzentrum]
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