It's time to tip the scales
 
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 Der Altar des Nichts

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Xeinalem
Die Hasardeurin des Schicksals
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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   23.05.17 23:36

Es mochte trivial erscheinen, aber die Karten logen nie. Sie bestimmten das, das sein würde zwar nicht, aber sie beeinflussten ein paar Komponenten, die sich als entscheidend für das Geschehen von Ereignissen auswirken konnten, mit denen so keiner mehr rechnete. Ein anderes Wort dafür, war wohl Wunder. Zwar handelte es sich bei dem Arsenal von Karten wohl eher um ein sehr gesteuertes Wunder, welches aus einer überschaubaren Gesamtheit von Wundern ausgewählt wurde, aber dennoch es musste nützlich sein, sonst hätte das Schicksal es nicht erwählt.
Die Karte, die zum Himmel flog und sich dort verkeilte, um dann wie ein Leuchtturm über den Kampf zu wachen, war der Turm. Standhaft und überaus verlässlich - ein  gutes Omen, wenn man so wollte, aber auch ein schlimmes, wenn man Aspekte ausblendete, die relevant waren.
Zum einen war da Enumas Wahnsinn, welcher sich nicht einschätzen und auch nicht berechnen ließ. selbst das Schicksal hatte ein Problem damit so etwas in die Gleichung aufzunehmen, denn eines stand fest: Wahnsinn war die konzentrierte Willkür, was bedeutete, wenn man eine Szene wieder und wieder unter den gleichen Voraussetzungen beging, man dennoch mit anderen Attacken oder Angriffen oder weiß der Geier was rechnen konnte. Die Optionen waren vielfältig und kaum zu lenken. Das erschwerte es Xeinalem, einen anständigen Plan zu entwerfen, denn Sterben war hier Roulette auf Russisch und konnte bedeuten, dass die lange Unterhaltung eingangs gar nicht existierte, sondern Enuma gleich zum Angriff überging und alle vernichtete. Das würde gegen die Ausgangspunkte der Hasardeurin spielen, denn sie brauchte vor allem genügend Zeit, um zu handeln.
Was sie an Handlungen nun vollbringen konnte, war Support, nicht mehr und nicht weniger. Es erschien fast schon logisch, dass der Chef diesen Kampf führen musste und auch, dass sie sich im Hintergrund aufhalten musste, um den rechten Zeitpunkt zu erwischen, um zur Not das Rad zurückzudrehen. Denn wenn sie starb, war alles verloren, vor allem der Reset.
Also schaltete sie auf Geistermodus und schnippte durch die Zeit, immer hinaus aus dem Attackenwirbel, immer da stehend, wo es sicher war, manchmal direkt neben dem Kontrahenten,um im nächsten Moment wieder zu verschwinden, manchmal direkt auf der Brüstung mit dem Abgrund genau unter der Sohle, manchmal knapp entkommen vom Schutt. Es war ein Versteckspiel, bei dem sie alle Trümpfe hatte, aber auch die gebundendsten Hände der Welt. Es nützte nicht lange etwas, sondern eben nur solange, wie die Zeit ihr nicht eine Möglichkeit gewährte, einzuschreiten.
Und als sie den Wink der großen Uhr dann schließlich erhielt, schien alles sich schon zu einem Ende hinzubewegen, das wahrlich von Vorteil war. Sie sah ihren Chef die Oberhand spielen und zocken nach allen Regeln der Kunst mit einem All In, was sein Leben anging und es schien aufzugehen, zumindest im ersten Moment, denn im zweiten verkehrte sich der Triumph arg und das Schwert stach zu.
"AHCXSAS!", rief sie entsetzt aus und sah ihn im nächsten Moment über den Rand fliegen. "Turm!", pfefferte dann ihr Befehl hinterdrein, bei dem sie eine Hand ausstreckte und aus der einen Karte, die nach wie vor am Himmel klebte, mischten sich viele Turmkarten ab, die sich fein säuberlich nach unten stapelten und den tiefen Fall des Meisters nicht so tief werden ließen, wie man es wohl angenommen hätte. Er kaum genau auf dem Haufen Karten auf und Xeinalem war von einem Moment zum andern bei ihm. Sie drehte ihn vorsichtig auf den Rücken und versuchte festzustellen, ob er noch am Leben war. Wie stellte man sowas eigentlich fest? Sie hatte keine Ahnung von diesem Kram und das schlimmste war wohl, dass ihr das nun auch nichts abnahm.
Aus ihrer Tasche wühlte sie eine Mega-Potion - ob das Zeug hier noch helfen konnte? Die Packungsbeilage hatte sie nie gelesen, aber man musste mit dem arbeiten, was da war. Also goss sie ihm die Flüssigkeit mit dem bitteren Beigeschmack in den Rachen.
"Komm schon, Chefchen, wach auf! Reiß dich zusammen!", flehte sie fast.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   27.05.17 11:33

Das Blut, welches von der strahlenden Klinge sickerte und mit der Lache, zu der das Schwert des Niemands wurde, eins wurde begeisterte den Lichtbringer. Es war, als sähe er vor sich, was sich in seinem inneren abspielte. Finsternis die sich mit purem Leben vereint. Adrenalin, dass durch die Adern eines gottesgleichen Kriegers zuckte. Er hielt sich die Kehle, so als würde er ein Lachen unterdrücken wollen. Und genau das war auch seine Intention, doch die Düsternis in seinem Inneren kroch erregt auf seine Fratze und lies es frei. Er lachte und kicherte, als er registrierte, dass er gerade mit einem einzigen Schwertstoß den Herrscher der Niemande niederstreckte.
Es ging alles so schnell. Sein Körper reagierte dort, wo sein Verstand aussetzte. Sein Herz schlug schneller, wo sein Geist träge hinterher trabte. Es war die Trance, die ihm absolutes Vergnügen brachte. Die Gefühle, welche er aus der Dunkelheit in seinem Herzen filterte und die Kraft, die sein Licht auf diese triste Welt warf waren berauschend. 
Alsdann er sich in seinem Gelächter fing und sich eine Träne aus dem Augenwinkel wischte drehte er sich zu dem großen Mond um, in welchem nun ein gigantisches Loch prankte. "So viele köstliche Herzen. Eine Verschwendung von Leben. So eine Verschwendung von...Macht..." Seine Augen weiteten sich, als sein Grinsen immer breiter wurde und er sich schon sah, wie er genüsslich all diese Herzen verschlingen...Nein! Was!?
Er riss den Blick von dem Mond und sah sich verwirrt um. Was zur Hölle dachte er da? Sein Herz raste wie wild und die Augen zuckten hin und her, als würde er nach einer Lösung für seine Frage scharf nachdenken müssen. "Ha...Haha..." dann begriff er: Natürlich fand er diese Dinger, welche sich dort oben kristallisiert hatten köstlich. Er war doch ein Herzloser...oder etwa nicht? Es war doch nur natürlich, dass er fressen wollte, was ihm Kraft verlieh. So wie Menschen Fleisch von Tieren aßen, um bei Kraft zu bleiben. Es war...halt. Nein.
Für einen Moment blieb er regungslos stehen und seine Augen sanken ein bisschen in sich ein. Das Lächeln wich einem besorgten Blick und einem Zweifeln, dass nicht von dieser Welt war. "Enuma...mein Name ist doch Enuma...oder nicht?" Suchend blickte er auf das doppelte Schwert, das sich überkreutzte, auf die Hälfte, die sein Eigen war. Sein Ziel brannte noch fest in seinem Herzen. Er erinnerte sich an die Liebe und an die Gefühle für welche er kämpfte. Für die Mission, die er hier vollführen musste. Er kämpfte doch für eine strahlende Zukunft. Dafür, dass niemand mehr von seinen Freunden leiden musste unter dem Joch der...der...Herzen ?
Das letzte Wort hallte fragend in seinem Kopf nach, als vergesse er um was es hier wirklich ging. Doch Nein. Der Name seiner Liebe, der Name ´seines Selbst. Diese Namen würde er nie vergessen und genau dafür kämpfte er.
Er musste die Welten verbinden, damit sie frei sein konnten. Er würde Alles dafür tun seinen Geliebten zu befreien und eine neue Welt zu erschaffen, wo sie glücklich sein konnten. Es musste passieren, selbst wenn er alle Herzen des Multiversums dafür opfern oder verschlingen musste!
Er schüttelte seine Zweifel ab und schwang das gigantische Schwert wieder in Richtung des Himmels. "Welt aller Welten! Herz aller Herzen! Kingdom Hearts! Kehre zurück und befreie, was du einst in Ketten gelegt hast!" 
Wieder glühte das Schwert, der Schlüssel welcher den Frieden oder das Chaos bringen sollte. Die Schlüssellöcher seufzten laut auf, als quäle sie ein tiefer, stechender Schmerz. Es waren knarzende Schreie und schrille Laute. Schlösser die aufschnappten und Rost, der von metallenen Riegeln gekratzt wurde. Die Weltenkorridore schienen zu zerbrechen. Und mit jedem Schlüsselloch, welches zerbrach schwächer zu werden.
Beben hallten durch die Himmel und mit ihnen erschienen Silhouetten, Bilder und Illusionen. Eine Aurora von Orten, von Welten, die in diesem Moment dabei waren sich selbst zu verlieren. Man sah durchsichtige Meere, Berge, Wälder, Ebenen und Sümpfe. Schlösser, Hexenhäuser, moderne Metropolen und kleine Dörfer. Man sah die Menschen, Monster und Geister aus verschiedensten Welten, wie sie ahnungslos ihren täglichen Geschäften nachgingen. Unwissend, dass ihre Welt dergestalt in eine viel größere verwandelt werden sollte.
Mehr und mehr Schleier bahnten sich den Weg in diese Welt und wie die Aurora Borealis überströmten diese Bilder schon bald den ganzen Himmel. Es war nicht leicht, all diese Grenzen zu durchbrechen, doch nach und nach gaben die Korridore auf. Beugten sich der Macht des Schlüssels und erinnerten sich an das einstige Licht. Die Herzen der Welten begannen wieder Eins zu werden. Erinnerungen und Gefühle vermischten sich. Die Elemente und der Äther schrien unter dieser allmächtigen Glorie.
Nicht mehr lang und das Ziel des jungen Mannes war erreicht. "Bald mein Herz...bald haben wir es geschafft!"
Wieder grinste er lüstern und sah auf die Welten, auf die Herzen. Auf all die Macht und all das Chaos, was sich hier ausbreitete. Und jetzt, da sich alles vereinte und die Bedeutung zwischen Licht und Schatten immer geringer wurde ergötzte er sich an diesem unbeschreibbarem Gefühl. Die Lust strömte durch seinen Körper. Das Verlangen all die Weltenherzen zu kosten. All die Gefühle darin zu schmecken und zu berühren. Wie ein Trieb ließ es ihn schauern und das pochende Ding in seiner Brust schlug Purzelbäume von der Vorfreude, die ihn einholte. Bald schon konnte er sie berühren. Dann wären sie frei. Dann konnte er sie holen. Dann würde er selbst die Unsterblichen auffressen können. Bei dem Gedanken wurde Ahcsas Grinsen noch größer.
Er tat das doch schließlich für die Liebe. Und welche Liebe konnte größer sein, als die, welche in der Finsternis des Herzens aller Herzen schlummerte?

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AhcXsas
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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   27.05.17 15:43

Dank Xeinalems Einsatz stürzte der Herr der Niemande nicht ganz so tief, wie man erwartet hätte, was allerdings nichts an seiner klaffenden Wunde änderte. Ein Durchstoß mit der X-Klinge. Sie durchbohrte Brust und Herz und raubte ihm Atem und Verstand. Selbst den Sturz erlebte er unter einem Gedämpften Ton. Seine Augen zuckten hin und her doch er spürte den Rest seines Körpers kaum noch. Kannte man das kribbeln, welches sich einstellte, wenn einem mal ein Bein einschlief, dann konnte man erahnen, wie es für AhcXsas war. Seine Muskeln weigerten sich aufzugeben. Sein Hirn suchte verzweifelt nach einer Lösung. Nach einem Warum und einem Was-kann-ich-tun. Doch es war vergebens. 
Selbst der Heiltrank seiner Kameradin, deren Worte er nur verzerrt wahr nahm, floss einfach nur seinen Körper hinab ohne noch etwas tun zu können. Das Blut strahlte noch nach, von der Klinge, die ihn hinrichtete, floss aber stetig und unnachgiebig aus der Brust heraus. Er verlor schon öfters einen Kampf. Verlor Gliedmaßen in Illusionen, verlor Finger im Training, die mit Heilzaubern wiederhergestellt werden konnten. Wie oft verbrannte er sich an seiner eigenen Magie? Am Feuer, am Eis oder an der Elektrizität.
Nun...so war das wohl mit dem Sterben. Man begann sich zu erinnern. An Alles und jeden. Und die Zeit schien stehen zu bleiben, da das einzige, was noch funktionierte das Gehirn war, welches voller Panik versuchte noch etwas zu erreichen. Und so versuchte es auch das Hirn des vermeintlich Überlegenen. Niemande waren per se übernatürliche Wesen, die es eigentlich gar nicht geben sollte. Wäre es eine normale Waffe gewesen. Ein Schwert, eine Metallstange oder ein Pfeil hätte man die Wunde durchaus noch mit einer geeigneten Maßnahme behandeln können. Doch das Keyblade war wie der Speer des Cu Chulain, wo es Wunden Schlug vermochte keine Heilung zu wirken. Nicht bei einem Niemand.
Alles wurde allmählich schwarz um ihn herum und die Geräusche verzerrten sich. Wurden leiser und er schien ab zu driften. "Ist das dein Ernst ?" schnauzte ihn die eiskalte Prinzessin an, welche gerade mit einer Klinge aus Eis eine Frau niedergestochen hatte. AhcXsas grinste jedoch nur verschmitzt und tippte auf einem Gerät herum, welches ihm Daten zu der Person anzeigte. "Jep...die Frau heißt zwar Skadi, aber sie ist es nicht. Laut unseren Daten, war es definitiv keine Keybladerin." Der kalte Glanz seufzte und schnappte das Gerät aus seinen Händen. "Was bist du eigentlich für ein Anführer, wenn du nicht mal Schuldige und Unschuldige unterscheiden kannst?" sie drückte unbeholfen auf dem Ding rum. Es war offensichtlich, dass sie solche Sachen in ihrer Welt nicht kannte. Doch wieder grinste der schneeblonde, jugendliche Meister nur und erwiderte: "Entschuldigung Prinzessin, aber ich bin kein Wissenschaftler. Hast du dir die Technik im Schloss mal angeschaut?"
"Klar hab ich das!" schrie BeaniXs voller Begeisterung und drückte dem Niemand einen Edelstein in die Hand. AhcXsas schaute verwirrt auf. "Den hast du gemacht?" wunderte sich der Chef. "Naja. Ich hab ja Kontrolle üder Steine. Und da lag es doch nahe, dass ich auch Edelsteine herstellen kann. Oder nicht?" Er hob eine Augenbraue und lachte harmonisch. "Offenbar ist es das." Es gab wohl sehr viel, was der Niemand noch nicht über die Kräfte seiner wenigen Mitglieder wusste. Es gab jeden tag eine neue "Überraschung!"
Und schon stürzte sich das bezopfte Mädel auf den Rücken ihres neuen Freundes, riss ihn fast um und knuddelte ihn. "Whoa Mädel reiß dich zusammen, wir sind doch noch gar nicht da." entgegnete er dem Fliegengewicht mit einem amüsierten Lächeln. "Wann!?" fragte sie voller Verwunderung. "Naja jetzt im Moment." "Jetzt im Moment sind wir noch nicht da ?" fragte sie im selben Tonfall. Er schmunzelte und antwortete "Ja. Wir wollen doch zum Schloss." "Wann?" Er hob eine Augenbraue. "Na Jetzt?" "Jetzt was ?" "Wollen wir zum Schloss." "Wo ist das Schloss?" war die nächste Frage. "In der Welt, die Niemals war." 
"Wo?" durchbrach eine süffisante, schrille Stimme die Gemächer des Niemands. "Wo zum Donnerwetter ist meine Kettensäge hingekommen!?" AhcXsas wurde von seiner Couch geschubst und von einer hysterischen Frau angeschrien, die offenbar Gartenarbeiten zu erledigen hatte. "PiaatricX...beruhig dich doch mal. Hast du im Labor schon nachgefragt. Vielleicht hat Xantja..." "Xantja! dieses billige Flittchen, ich wusste es doch!" Ein Lichtblitz später stand die Blondine wieder da und zeterte erneut rum. "Sie hat sie nicht, ich hab überall gesucht." Entnervt rollte der Meister mit den Augen. "Was willst du eigentlich damit ?"
"Ich wollte herausfinden, aus was ein Herz besteht..." AhcXsas blinzelte. "Du meinst die Aufzeichnungen der alten Regenten ist korrekt ?" der violett-blonde Niemand nickte sanft und überflog die Bücher vor ihm. "Wenn die Geschichten mit den leeren Herzen, den Puppen und den Schlüsseln richtig ist, haben wir hier einen Anhaltspunkt." Der Meister verschränkte die Arme und dachte scharf nach. "Wir kennen uns von früher, nicht wahr?" in CraXms Augen flammte es kurz verräterisch auf. "Wie kommst du darauf?" Ernst blickte er den neuen Niemand in seinen Reihen an und gab keck zu: "Wir kommen aus der selben Welt, es liegt nahe."
"Das ist mir egal, ich sagte ich habe ein Herz und damit Pasta!" brüllte das zerzauste Mädchen den beiden entgegen, tobte wie ein Berserker und trampelte auf dem Staub herum, welcher sich auf dem Kampfplatz gelegt hatte. Immer wieder schmetterte sie ihr großes Claymore auf die Überreste ihrer Feinde und beharrte darauf, dass sie immer noch ein Herz habe. AhcXsas wich etwas zurück und gab seinem Mitstreiter einen besorgten Blick. "Wollen wir die wirklich mitnehmen, sie scheint so...verwirrt und brutal zu sein." Doch da zuckten ihre Ohren und sie schob ihre Brille zurück auf die Nase. Das Mädel war zwar Blind wie ein Maulwurf, aber ihre Kraft war gigantisch. "Muss ich es euch auch noch beweisen! Na schön ich komme mit. Keine Widerrede."
Entsetzt stimmte der Meister zu. "Du wärst eine hervorragende Mitstreiterin. Bist du dir sicher?" Das schwarzhaarige Mädchen legte den Schlüssel nieder und lächelte müde. Sie wurde von einem stämmigen Mann begleitet, der gerade seine Lanzen verschwinden ließ. Er wirkte stark, wie ein Wächter. Sie dagegen etwas labil, aber mit einem Blick wie aus Stahl. Beide waren Niemande, doch war sie etwas spezielles. Sie war wie der Meister selbst, in Besitz eines der Schlüsselschwerter. Doch beider Antwort war Nein. "Ich bin keine Kriegerin. Doch ich bin dir Dankbar, dass du uns gezeigt hast, wie man andere Welten erreicht." "Ich denke wir kommen zurecht. Sollte es einen Notfall geben, was diese Herzlosen angeht, bleiben wir in Kontakt."
Das Gespräch war schnell vorbei, was an den Talenten der beiden lag. Sie schoss ihren Pfeil ohne große Worte, was ihn zusammen zucken ließ. "Gott Kleiner reiß dich zusammen." nörgelte SuXi keck, doch ihrem Partner gefiel dieses ganze töten und umbringen gar nicht, selbst wenn seine Feinde zahlreich waren. "Können wir das nicht irgendwie anders regeln ?" AhcXsas schüttelte den Kopf. "Wenn du nicht kämpfst TreXep, wirst du nur unnötig sterben. Du hast eine zweite Chance bekommen, verschwende die nicht. Unsere Gegner sind gnadenlos, also reiß dich zusammen und benutz deine Kräfte!"
Die Szenen fluktierten im Gedächtnis und brannten sich ein aller letztes Mal in den Verstand und in den Geist des Niemands. Seine gesamte Vergangenheit breitete sich vor ihm aus. Zeigte den Mut und die Verzweiflung, die er seinen Freunden, seinen Mitgliedern und Untergebenen gab. Zuckend wurden Gedanken von Gedanken überrannt. Mission an Mission ging in der Finsternis auf. Erstrahlte und verblasste dann. Der letzte Satz hallte wieder und wieder nach. Unsere Feinde sind gnadenlos. Benutz deine Kräfte. Aber was konnte er nun noch tun? Alles versank in Schwärze und es war wirklich nur noch ein goldener Faden, der ihn am Leben hielt. Nichts. Seine Kraft war das Nichts. Eine unendliche Leere voller Möglichkeiten. Ein Chaos aus Leere und Stille. Nichts war nunja...Nichts. Doch was gab es dort? gab es da nicht die Niemande? Sie sollten ja eigentlich gar nicht existieren. Sie waren Nichts. Doch wenn etwas nicht existiert, was ist es dann? Allein die Tatsache, dass man sich etwas, was nicht existiert in gewisser weise doch vorstellen konnte, machte es doch irgendwie dennoch existent...oder nicht?
Sein Geist tauchte hinab. Schon wieder driftete er in seinem Herz umher, fiel tiefer und tiefer. Stürzte an den Mosaiken des Ortes, des Erwachens vorbei. hinab in die schwärzeste Schwärze seines Herzens. Tiefer. Noch Tiefer. Hinab in die Unendlichkeit. Ins Vergessen. Ins Nichts. Er fühlte seine Seele vibrieren. Spürte seinen Verstand schwinden und fühlte, wie sein Körper sich von Außen auflöste und somit auch ins Nichts zurück kehrte. Xeinalem war ihm sicher böse. Denn nicht einmal die Zeit vermochte diese Wunden zu heilen und das, obwohl man ihr so viel Macht zusprach. Diese Vorstellung. Die Hasardeurin des Schicksals fühlt sich vom Schicksal betrogen. Das war doch die Perfekte Schlagzeile. Sie konnte nichts tun, ausser zu sehen, wie der junge Meister sich auflöste. Wie er zu Nichts wurde.
So langsam musste auch das Hirn von AhcXsas akzeptieren, dass es vorbei war. Doch er wäre nicht AhcXsas, wenn er so schnell die Flinte ins Korn werfen würde.
In seiner inneren Schwärze landete er. Sank auf die Füße, dann auf die Knie. Müde öffnete er die Augen und sah das Nichts. Ein gigantischer leerer Ort. AhcXsas war körperlos, doch fühlte noch alles. Beine, Arme und Kopf. Sogar Augen und Nase, als seien sie da. Unsere Feinde sind gnadenlos...Benutz deine Kräfte...So viel, was ich noch nicht weiß...so viel, was ich noch nicht verstehe...Meine Kräfte...
"Ich kann dir nicht versprechen, diese Welt zu retten, wenn meine Kräfte Amok laufen." Ich habe bereits mehr als eine Welt zerstört. Welten können wieder aufgebaut werden. Aber diejenigen, welche ihr inne wohnen. Diejenigen, welche noch immer am Leben sind und ihre zweite Chance genutzt haben. Die gilt es zu beschützen. "Also kannst du wegen ihnen nicht aufgeben und bist hier her gekommen?" Hier ist aber Nichts. Nur Leere und Finsternis. Wie könnte ich sie retten ohne eine Waffe in der Hand oder einem Zauberspruch im Ärmel? "Also ist es Macht die du anstrebst?" Macht? Enuma ist mächtig und dem Wahnsinn verfallen. Die Herzlosen sind mächtig und dem Wahnsinn verfallen. "Mmmmh...eine verzwickte Situation. Du bist ohne Macht nicht stark genug, aber fürchtest dich vor ihren Konsequenzen. Und das, obwohl du es bis hierher geschafft hast." Hier ? Ich bin gestorben. Zumindest ist es gleich vorbei. "Sag mir, was ist in deinem Leben das wichtigste ?" Mit meiner eigenen Kraft, anderen Kraft und Hoffnung zu geben, schätze ich. "Gut. Was möchtest du in deinem Leben tun?" Eine Zukunft schaffen, in der jeder glücklich sein kann. In der Ich glücklich sein kann. "Haha...in Ordnung. Und wovor fürchtest du dich?" Vor der Schwäche selbst und dem Vergessen. Ich weigere mich einfach aufzugeben!
Dieser kleine Monolog kam dem Niemand seltsam vor. Doch wieder begegnete ihm die Stimme, dieses mal mit einem kehligen Grollen: "Genau das wollte ich hören!" Dann durchbohrten glühende rote Augen das Nichts um AhcXsas herum. Sie waren monströs und verfolgten den Niemand mit feuriger Einsicht. düstere Schlitze, wie von einer Echse waren die Pupillen und eine Kraft war zu spüren, die auf keiner Skala messbar war. "Du hast dich bis ins Nichts geagt. Bist durch das Vergessen gefallen und hier gelandet. Du willst wissen, welche deine Kräfte sind? Genau das hier! Das Nichts!" Riesige Klauen bohrten sich Rechts und links neben AhcXsas in den schwarzen Boden und ein heißer Atem begegnete ihm brummend. "Wir die von Göttern und Menschen gleicherseits verleugnet wurden, haben deine Stimme gehört! Dein Herz soll mein Fleisch werden! Dein Körper, mein Herz! Willst du leben AhcXsas aus dem Reich des Lichts!? ANTWORTE!!!" 
Ein schwerer Flügelschlag war zu hören und katapultierte die Szene wieder zurück in die Realität. AhcXsas auflösender Körper reagierte und hob noch ein letztes Mal den Arm in Richtung des durchbohrten Herzens im Himmel, welches ironischerweise, genau seinen Zustand wiederspiegelte. Seine Zähne knirschten und es wirkte, als würden sie spitzer werden. Doch alles in allem, reichte es nicht. AhcXsas löste sich in den Armen seiner Freundin in düstere Schwaden auf, die in den Himmel zogen. Die Nummer Eins der Organisation starb.

Hoch Oben auf dem Altar des Nichts brodelte indes die Aurora der Welten und verband eine mit der Nächsten, nur um sie im Innersten zu verschmelzen und vermeintlichen Frieden zu stiften. Das gebrochene Herz im Himmel aber schlug ganz plötzlich dennoch. Düster und unsichtbar schlich sich etwas zwischen die Realitäten. Was gerade noch Krach gemacht hat, erlag nun einer obstinaten Stille. Es war, als schleiche etwas umher. Eine Präsenz, die beobachtete, die bedrohte. Es war, als ob die Furcht selbst ganz plötzlich in die Welt geschlichen wäre. Und als würde sich die Schlange um den Baum im Paradiese wickeln, schnürte sich diese Präsenz immer enger.
Ein kehliges Grollen knurrte durch die Luft, dann gruben sich gigantische, unsichtbare Klauen in Türme und Wände des Schlosses. Die Aurora aus Weltenillusionen wich gigantischen Schwingen, die keiner sehen konnte. Über Trainingsplätze und Gärten schlang sich ein gigantischer Schweif, welcher nichts zerstörte, dessen erstickende Aura, aber alles berührte.
Der Kopf dieser Geisterbestie schob sich am Altar vorbei und neigte sich hinab zu dem Halbgott, der dort das Schwert führte, welches alles zu zerstören drohte. Offenbar konnte nicht mal der Lucifer selbst die leere Existenz wahr nehmen, welche sich hier offenbarte. Dann aber ließ ein monströses Brüllen die gesamte Welt erschüttern, beben und zittern. Und mit dieser, alle anderen Welten. Es war wie ein Weckruf aus den düstersten Zeiten. Ein Schrei, der die Zeit und den Raum durchquerte und etwas ins Leben rief, das einst vergessen wurde, das nicht einmal mehr existierte. 
Und nur für den Bruchteil einer einzigen Sekunde, konnte man den titanischen, pechschwarzen Drachen und seine Glutroten Augen sehen, die mit finalem Urteil auf den Hybriden aus Herzlosem und Keyblader hinab starrten. Dann komprimierte sich diese gewaltige Existenz in nur einem Atemzug und füllte das zerbrochene Herz vollkommen aus. Was danach geschah, konnte man als direktes Wunder bezeichnen.
Das Kingdom Hearts der Organisation pulsierte und übte einen enormen Druck auf seine Umgebung aus. All das Gold in dem Mond kristallisierte noch etwas mehr, verlor jegliche Farbe und wurde wie aus Glas, ehe diese unscheinbare Durchsichtigkeit im Inneren von einer Flamme erhellt wurde, die glühte und pulsarartig anwuchs. Merkwürdige Zeigen zerrten sich in diversen Farben auf den Mond. Siegel, Runen, Bannkreise.
Enumas Augen weiteten sich und er konnte für den Moment nicht begreifen, was das sollte. Gehörte das zum Plan? War dies der Moment, in dem die neue Welt geboren wurde? War das dort drin, das Herz, dach dem er sich so sehr verzehrte? Sein Lächeln nahm überhand und er breitete die Arme aus, um die Erfüllung seines Tuns Willkommen zu heißen. Doch das war ein Fehler. 
Eine der Krallen, die sich vorher schon in einen der Türme des Schloss Grub hinterließ einen großen Kratzer in dem Glasherz. Dieses zersprang plötzlich und mit ihm hörte man noch einmal das Brüllen der Bestie. Irgendwas stürzte in Hochgeschwindigkeit aus den Trümmern. Enuma reagierte schützend mit einem Wall Zauber, doch wurde dieser einfach durchbrochen. Das Geschöpf warf ihn um. Packte ihn mit beiden Pranken fest an den Oberarmen und nagelte ihn am Boden fest. Der Engel wusste nicht wie ihm geschah, doch dann biss ihm ein lefzendes Maul in die Kehle, riss ein großes Stück Fleisch heraus und schmetterte den restlichen Körper fest in den weißen Marmor. Das Geschöpf sprang nach hinten weg. Es stürzte taumelnd, grinsend, kichernd. Es schluckte das leuchtend blasse Fleisch herunter und stellte sich dann auf. Noch etwas unbeholfen tastete es seine Hörner ab, die aus dem schneeweißen Haar ragten und fuhr über den Körper, dem es innewohnte. Von der Wirbelsäule abwärts zog sich ein schwarzer Schweif, der freudig hin und her schwang und aus den Schulterblättern sah man schwarze Fortsätze, die wohl einmal Flügel werden wollten.
Düsternis huschte über den nackten Leib und kleidete den Mann in schwarze Gewänder, die eng und edel an lagen. Und erst als man den Nebel aus kristallinen Trümmern verschwinden sah, konnte man die wahre Gestalt dieses Wesens erkennen. Das Gesicht und der Körper waren die des Superiors. Die Augen aber hatten eine andere Farbe. Der rechte Arm wirkte dämonisch, doch die Kleider, die ihn bedeckten schienen von einem edlen Geschmack zu zeugen. Der Dämon atmete tief ein, als könne er selbst noch nicht ganz realisieren, dass er hier war. "Das ist also deine Antwort. Hahaha..." 

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Xeinalem
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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   14.06.17 13:29

Ihr erster Gedanke war: Ach du Scheiße!, der zweite Gedanke war: Weg hier und zwar schleunigst!
Es gab Dinge, die die Zeit nicht verhindern könnte, es gab Dinge, die sie vergessen ließen,  dass sie neu starten konnte,  Weil sie wiederum genau spürte, dass dieses Ereignis immer wieder geschehen würde, auch wenn das vorherige noch so glatt abgelaufen wäre. Kein Entkommen von Wahnsinn und der Zerstörungskraft. Und auch das Kingdom Hearts,  das bis eben noch so herrlich vom Himmel gestrahlt hatte, war zernichtet. Xeinalem zweifelte zwar nicht daran, dass es für jeden Sprung den passenden Kleber gab, aber hier benötigte man eine wirklich große Tube oder einen sehr ergiebigen Prittstift.
Was blieb ihr anderes übrig, als um ihr Leben zu rennen und zu hoffen, dass ihr Überleben vielleicht eine Wende bringen könnte? Immerhin gehörte es zu Ahcxsas' Lieblingssprüchen, dass man das neu geschenkte Leben ehren und nutzen sollte. So hielt sie, unbemerkt von den Kontrahenten, immer wieder mal die Zeit an, um sich aus der Schusslinie oder Enumas Nähe zu bringen, denn der Kerl war ihr nicht mehr geheuer, das war kein Geheimnis. Die Situation schien so aussichtslos, dass sie sogar dem verwandelten Ahcxsas nur mit gemischten Gefühlen zutraute, dass er die Wende bringen konnte. Aber das mochte vielleicht nur an dem geschwundenen Licht liegen, denn jetzt, wo das Kingdom Hearts ziemlich demoliert worden war, war es hier sehr viel dunkler geworden, was den beiden Kämpfern wohl nicht sonderlich auffiel.
Xeinalem verzog sich ein wenig vom Getümmel, wenngleich das wohl im Endeffekt keinen wirklichen Unterschied nach sich zog, so ließ sich doch vielleicht ein kostbarer Moment abgewinnen, der es ihr ermöglichte, einen neuen Versuch zu starten.


Die kleine Reisegruppe betrat den Altar des Nichts. Es war das klassische Bild von Sandalen und weißen Tennissocken, Sonnenbrillen, komischen Maurerkappen, Hawaii-Hemden, und Shorts, die haarige Beine bekleideten. Kaum mehr als zehn Mann und Frauen waren es wohl an der Zahl, die von einer im Regenmantel bekleideten Frau mit einer Plastikrose in der Hand angeführt wurden.
"Und hier sehen Sie den Altar des Nichts. Machen Sie noch schön viele Photos davon, denn in wenigen Augenblicken wird er höchstwahrscheinlich nicht mehr da sein.", sie pausiere und richtete ihre Rose nach oben auf den dunklen, mondlosen Himmel, "Und wenn Sie Ihre Augen nach rechts richten, sehen Sie die Stelle, wo bis vor 30 Sekunden noch das Wahrzeichen dieser Welt, das berühmte Kingdom Hearts den Himmel verschönert hat. Es ist ein Jammer, dass wir nun keine Nachtwanderungen mehr machen können oder romantische Spaziergänge im Mondschein, aber ich hab zu meinem Mann auch schon gesagt, dass es sich nicht lohnt drüber zu heulen, denn neue Herausforderungen sind immerhin das, was das Leben ausmacht."
Eine Flut von Blitzlichtern erfüllte das Kampffeld. Eine Hand erhob sich aus der Menge, welche einem Mittelalten Mann gehörte.
"Und was machen diese unheimlichen transistischen Gestalten da in der Luft?", frug er und schien die Gefahr gar nicht zu bemerken. Er war schließlich nur ein Tourist, ein unglaublich unschuldiger Zuschauer, der mit der ganzen Sache eigentlich gar nichts zu tun hatte.
"Das sind der Herr Ahcxsas und der Herr Enuma in einem epischen Kampf auf Leben und Tod, der über das Schicksal dieser Welt entscheiden wird.", sagte die Frau und Xeinalem, die das freilich alles hörte, war verblüfft, wie gut die Reiseleiter heutzutage über die selbst superaktuellsten Themen informiert waren und sich, wohl durch die schlechte Marktlage, nicht aus der Ruhe bringen ließen.
So schaut die Frau auf eine Uhr an ihrem Handgelenk, die nicht da war und fügte ihrem eben geäußerten Satz, der sehr viel frohe Erwartung in ihrer Schar gestreut hatte, hinzu:
"Leider können wir nicht länger hier zuschauen, da wir sonst den Zeitplan nicht schaffen. Wir werden uns nun einem anderen Teil dieser Welt widmen. Folgen Sie mir unauffällig"
Und so verschwand die Reisegruppe wie eine Szene, die von einem Autoren einfach nur eingefügt wurde, damit sein Post wesentlich länger aussieht und weil sich andere Autoren dieses Forums immer sehr über humoristische Einwände freuen.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   22.06.17 11:04

Der Schreck, wenn einem die Kehle von einem Monster durchgebissen wurde, konnte man sich bis zu dem Moment in dem es geschieht nur schwer vorstellen. Es war so schnell vorbei, wie es passierte. Enuma wurde an den Schultern gepackt, spürte einen dumpfen Riss im Hals und schmetterte zu Boden. Seine Sicht war weder verschwommen, noch neblig aber der Schmerz in seinem Hals war real. Scharlachrot schoss das Blut aus ihm heraus und er spürte, wie er automatisch anfing zu gurgeln und zu raunen. Außerdem spürte er, dass er an dieser Wunde zwar litt, aber nicht starb. Es war so, als würde sein Bewusstsein zurück treten und Platz für etwas grausiges machen. Dies war die Stelle, als er sich fragte, ob er noch menschlich war. Doch das war er nicht. Und die Realität war eine sehr bittere Pille für den Schlüsselschwertkrieger.
Sein Hals pulsierte und langsam wandelte sich das Blut zu strahlend weißem Licht, welches sich um die Wunde legte und diese schnell und sauber heilen ließ. Ahcsas spürte die Wut und Finsternis in ihm aufsteigen und erhob sich. Stützte sich auf das Schwert und starrte dem Neuankömmling harsch entgegen. Er hatte ja schon einiges gesehen. Herzlose. Niemande. Dämonen. Gestaltwandler. Was es nicht alles gab. Doch das Wesen, welches dort vor ihm stand, als wäre er gerade erst aus dem Bett aufgestanden, erkannte er nicht. Es war der Meister der Niemande, keine Frage. Doch trug das Wesen diesen nur wie eine Art Anzug. Innerlich war es viel größer. Viel mächtiger. Er spürte das Ungleichgewicht, welches in dieser Gestalt vor ihm herrschte. Dennoch ließ es ihn erzittern. Die Kraft, welche dort das Kingdom Hearts zerstörte und ihn umwarf, als wäre es nur eine Militärübung war gewaltig.
Ein flinkes Grinsen huschte über sein Gesicht und er begann das Wesen sofort als Rivalen zu betrachten. Es rivalisierte seine eigene Kraft und das weckte den Nervenkitzel in dem Mutant aus Licht und Schatten. Doch war es im Prinzip auch Einerlei. Die Welten würden wieder eine Welt werden, ob er nun Zeit schinden könnte oder nicht. Alles würde in den Äther zurückkehren und neu erschaffen werden. Eine Welt - Alle Welten. 
Der Lichtbringer schwang das Schwert und der Staub lichtete sich. Er dehnte seine Muskeln, fasste sich erneut an den hals, um zu prüfen ob alles noch intakt war. Knurrend testete er, ob seine Glottis noch vibrieren konnte und dann fragte er mit etwas tieferer und flammender Stimme: "Was zum Teufel bist du!?" Enuma selbst wollte gar nicht so erregt klingen. Doch in ihm keimte eine Wut, ein Hauch Angst auf, dass er seine Mission nicht schaffen würde. Und allem voran, dass er nicht das Herz der neuen Welt kosten könnte. Ahcsas schüttelte den Kopf und sah durch die Augen des Lichtbringers den Halbdrachen. Ungeduldig setzte er nach: "Antworte mir!"

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   22.06.17 13:22

Gemütlich sah sich der wiedererweckte AhcXsas um und sah das Chaos was hier auf dem Plan stand. Die Stadt wurde von düsteren wesen überrannt. Die Welten verzerrten sich im Himmel. Die Touristengruppe war vollkommen verwirrt. Und die Wände sondern grünen Schleim ab...warte...das nicht. Zumindest war es ein heiden Tohouxwabouhoux. Er verschränkte die Arme und überlegte. Sein Gesicht wirkte dabei sehr entspannt und stressfrei, ganz im Gegensatz zu der aktuellen Situation. Dann, wie im Affekt, fand sein Blick zu Xeinalem. Er ging über den Schutt hinweg, schnurstracks auf das Mädel zu. Er sah sie durch die Metallblauen Augen an und blinzelte. "Schätzchen, verzeih mein rüdes Auftreten. Aber du siehst aus, wie jemand, der weiß, wie spät es ist." Er zeigte auf die überdimensionale Taschenuhr, welche Xeinalem, als ihren Limit Indikator benutzte. "Weißt du, ich war ne ziemlich lange Weile nicht mehr...äääh...sagen wir existent. Und ich frage mich wann ich im Moment bin." Er gestikulierte und lächelte die Hasardeurin charmant an.
Es war ungewohnt in diesem Körper zu stecken, doch war er irgendwie vertraut. Als hätte er nie einen anderen gehabt, obwohl er sich durchaus bewusst war, dass er einmal viel größere Ausmaße hatte. Es war erfrischend jetzt mal etwas kleiner zu sein. Dann keiferte sein Kontrahent neu los und der Schneeblonde drehte sich mit gelangweiltem Blick um. "Na hör mal, jemanden ins Wort zu fallen ist extrem unhöflich! Was hat dir deine Mutter eigentlich beigebracht?" 
AhcXsas entschuldigte sich bei Xeinalem und dehnte sich etwas. "Sorry Süße, ich glaube wir müssen erstmal was, gegen diese Bedrohung hier unternehmen. Ich hab ja schon ultra komplizierte Schwerter gesehen, aber wer sich dieses Ding ausgedacht hat, wusste wohl nicht, wann Schluss ist." 
Er schwang die Hand zur Seite und darin erschien die Doppelklinge des Herren des Nichts. Die Laserschneiden aber waren schwarz mit goldenem Schimmer und die Kraft die es emminnierte, übertrumpfte alles bisher dagewesene, was AhcXsas je hervor gebracht hatte. "Na da wollen wir doch mal sehen, was der Kleine so drauf hat. Süße, ich hoffe du kannst mir etwas den Rücken decken. Der Kampf wird ziemlich dreckig!" Derjenige, welcher AhcXsas Körper beschlagnahmte, grinste in einer Arroganz, die man wahrscheinlich nur von gewissen Eisköniginnen kannte. Seine Hand zuckte nach vorn und augenblicklich zuckten weiße Blitze über seinen Arm, die sich in der Hand verdichteten und sich mit einem lauten Donnerknall in Richtung des Lichtbringers entluden. Der Einschlag war so gewaltig, dass es den halben Altar mit riss und den Marmor noch eine Weile unter Strom setzte.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   24.07.17 21:33

Das war wie in einem krüden Horrofilm mit Vampiren, der Macht der Dunkelheit, einer halbblöden Reisegruppe und Xeinalem starring as Hermione Granger. Und das schlimmste war, dass ihr Zeitumkehrer einen feuchten Popel im Moment wert war und das nicht nur aus Spaß, sondern ganz im Ernst. Sie blickte gebannt, wie die Ausgeburt der Unsterblichkeit sich das Blut aussaugen ließ, zumindest sah es aus ihrer sicherer Perspektive so aus und sie wollte sich nicht damit brüsten, besonders tapfer zu sein. Denn für die Hasardeurin des Schicksals war der eigenen Haut noch wichtiger als das der anderen.
Sie machte sich langsam wirklich Sorgen, was diesen Bringer des Lichts anging. er heilte eindeutig zu schnell und das trotz dieser brachialen Vorgehensweise, die Ahcxsas bei ihm an den Tag legte. Was veranlasste ihn eigentlich dazu, seinen Gegner zu beißen? Er war immerhin keine menstruierende Frau beim Sommerschlussverkauf und Enuma war gewiss kein Paar neue Schuhe von Christian Lou Boutin.
Mit einem gewaltigen Satz sprang die Kartenspielerin schließlich zurück, als der Beißer sie nach einiger Zeit ansprach, Bei Beißern musste man stets auf der Hut sein und ihnen bloß keine Möglichkeit geben, die Zähne zu wetzen.
"Was?", entfloh es ihr dann ungläubig bei der Frage. Hatte der Kerl gesoffen? Er konnte doch wohl eine Uhr mit herkömmlichem Ziffernblatt lesen? Na ja, bei den heutigen Generationen konnte man das nun wirklich nicht mit Sicherheit sagen.
"Es ... sind 10 Minuten vergangen?", stammelte sie hervor und konnte sich kaum vorstellen, dass der Tod einen so unempfindlich der Zeit gegenüber machte. Oder dachte er, er hätte 20 Jahre verpasst? "Komm mir bloß nicht zu Nahe, Dracul-Ahcxsas! Oder ich schicke dich in die Ungeheuer High, bevor du noch mal beißen kannst!", warnte sie vor. Und dann krachte es auch schon im Marmor und Xeinalem schrie unwillkürlich auf, denn dieses Geräusch würde der Bausicherheit sicherlich nicht zusagen. Und ihr Arzt würde ihr auch vom Risiko und der Nebenwirkung abraten, noch länger hier zu bleiben. Wo ging es doch gleich zum Ausgang?

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   31.07.17 12:18

Seine Frage blieb verhöhnt und langsam aber sicher riss dem herzlosen Keyblader der Geduldsfaden. Was war dieses Monster nur, dass da in AhcXsas Körper hauste. Doch für Gedanken - merkte er - war es nicht die richtige Zeit. Denn so züggellos dieses Viech redete, so schnell und kraftvoll griff es auch an. Er hatte kaum Gelegenheit zur Verteidigung. Riss das Schwert vor sich, um dem gröbsten Schaden entgegen zu wirken, doch auch das half nichts. Schockiert spürte er, wie die Blitze seine Flügel durchschlugen und seinen Körper unter Strom setzten. Er spürte sein Blut kochen und sein Fleisch verbrennen. Es war ein tiefer, kreischender Schmerz, der ihm da widerfuhr. Doch etwas in ihm zerrte an den entstehenden Wunden. Es war, als rieb jemand kurzerhand Salbe darauf, damit es besser wird. 
Sein Blut spritzte leuchtend Weiß aus den Einschlagstellen der Blitze. Seine verbrannte haut wand und drehte sich golden, als würde sie aus flüssigen Insekten bestehen und als er begriff, dass er so schnell heilte, dass es unmenschlich war, musste er lachen. Er lachte den Staub weg. Grinste über beide Wangen. Er spürte die Schmerzen in seiner Brust und in seinem verstand noch nach hallen, doch realisierte, dass er mit dieser Regeneration, nahezu unsterblich zu sein schien. "So hast du dich also immer gefühlt..." flüsterte er mit gebrochener Stimme, als seine Hand an seine Brust griff und dort die letzte Stelle betastete an der das Gold, seinen Körper wiederherstellte.
Der Boden unter seinen Füßen war zersprengt und elektrisiert von der Kraft des mysteriösen Blitz-Zaubers, doch störte ihn das nicht weiter. Er schwebte zurück auf den Teil, des Altars, der heil war und streckte kurzerhand die Flügel aus. Sein Körper sank etwas zusammen und er putzte sich Trümmer und Staub von den Gewändern und aus den neuen Federn. Erschöpft atmete er und dachte nach. Ein innerer Sinn verriet ihm um die Manazusammensetzung des Angriffs, doch da war etwas seltsames drin. Etwas ominöses und Eigenes, was er noch nie zuvor erlebt hatte. "Ich verstehe..." Er erinnerte sich. 
Erinnerte sich an das, was ihm sein Geliebter einmal erzählt hatte. An Wesen, welche einst verbannt wurden. Kreaturen, die einst alles fast zugrunde gerichtet hätten. Boshafte Wesen, die nichts als Zerstörung kannten. Und wie die Geschichte der einen, der Urwelt, gehören sie in eine längst vergessene Vergangenheit. Was dort mit schwang in dieser Attacke war älter als Mana, so alt, dass es schon fast keine Magie mehr war. Es schauderte ihm vor dem Gedanken. Wieso und woher kam plötzlich ein solches Wesen? Warum nistete es sich in den Körper des Niemandes ein ? Seine Augen weiteten sich und er sah sich um, sah auf sein Schwert und dann zurück zu seinen Gegnern. "Du hast also die Gelegenheit genutzt, um deinem Gefängnis zu entkommen." Er knurrte leise. "Ich kenne euch nicht. Ich kenne nur Geschichten...doch verrate mir. Welcher von ihnen bist du ?"

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   31.07.17 15:00

Lachend zuckte der junge Mann mit den Schultern. Das Mädel hatte wirklich Sinn für Humor. Und offensichtlich war sie ein wenig hinterher, was die Geschehnisse anging, doch das konnte man ihr nicht verübeln. Er selbst wusste nicht mehr wie viel Zeit vergangen war. Wie viele Äonen, Jahrtausende vergangen waren. Aber vielleicht hatte sie recht. Vielleicht waren es auch nur ziemlich lange zehn Minuten. Was war die Ewigkeit schon gegen das Vergessen ? Oder zehn Minuten in den Augen der Zeit selbst. Ob Jahre oder Sekunden, Zeit machte alles gleich. 
Aber er schmunzelte. "Ich bin doch kein Vampir, ich bin ein Dra..." Doch da sah er wie der Feind aus dem Staub hernieder glitt und sich erschöpft auf den Rand des Altars nieder lies. Den Regenerationsprozess, sah er unter den aufgewirbelten Trümmern und dem Staub kaum, er ahnte aber, dass mit dieser Kraft nicht leicht Kirschen essen war. Und erneut unterbrach er die beiden, was der junge Mann dieses Mal aber nicht so schlimm fand. Immerhin schuldete er jedem Anwesenden hier eine Erklärung. So richtete er sich auf. Er Atmete einmal tief ein um Brustkorb und Schultern zu betonen und lächelte verschmitzt mit dem Gesicht seines Wirts.
"Wie scharfsinnig von dir." merkte er an. "Tatsächlich habe ich die Gelegenheit genutzt, die du erschaffen hast. Alle Tore standen sperrangelweit offen. Alle Gefängnisse, Dimensionen oder Weltenrisse. Tun sie immer noch... Doch ohne einen Willen, ein Herz und dem Wunsch zu Leben, hätte ich es nicht geschafft. Und hier kam dieser Niemand, dieser junge Mann ins Spiel." Er zeigte mit der Krallenhand auf seinen Brustkorb. "Niemande sind in erster Linie übrig gebliebener Wille. Ein Körper mit Erinnerungen, ohne Herz. Und indem dieser hier sein Herz hat vom Nichts verschlingen lassen, konnte ich ihn zurückholen." Er grinste. "Sein Wille hat mich gerufen. Sein Herz hat mich beschworen."
Er hielt kurz inne. Die Auswüchse auf seinem Rücken bewegten sich und knackten ungesund. Mit einem fleischigen Knacken wuchsen sie. Weiter hinaus, bildeten schwarze Knochen, die sich erstreckten und Flügel bildeten. Erst glichen sie denen einer Fledermaus, ganz mit schwarzer, blutiger haut überspannt. Doch mit einem Ruck und einem gigantischen Puls wurden sie überdeckt von reinen, weißen Federn, welche alle aus kleinen Drachenschuppen zu bestehen schienen. Sie schillernden im Licht in diversen farben, behielten aber immer noch ihr reines Weiß. Sein Schweif peitschte auf den Boden und seine Krallen spannten sich an Händen und Füßen an. Die Augen begannen stahlblau zu leuchten und ein wilder, leidenschaftlicher Ausdruck zierte sein Gesicht.
"Ich kehrte zurück aus dem Vergessen! Zurück aus dem Nichts! Ich war und bin ein Esper!" Seine Stimme wurde lauter und durchdrang die Luft des ganzen Altars. "Ich bin der Abenddrache! Das schwarze Chaos! Mein Name ist..." Und zwischen den Schulterblättern des Niemandes gleißte ein solarblaues Siegal auf, welches dort wie ein Heiligenschein die Insignie des Drachengottes trug. "BAHAMUT !!!"
Er spannte die Flügel noch etwas weiter auf, sodass es einen Ruck gab und er kurz ein paar Zentimeter in die Luft stieg. Sogleich wurde die Nacht in dieser Welt von einem hellen Strahlen vertrieben. Ein blauer Stern, der wie eine Sonne, weit entfernt, diese Welt in ein neues Licht tauchte. "Xeinalem!" rief er bestimmend. "Beschleunige bitte meine persönliche Zeit. Wenn er wirklich eine solche exorbitante Regenaration hat, feuer ich lieber gleich mit den großen Kanonen..." Das Sigil an seinem Rücken begann zu rotieren und Energie floss von überall auf AhcXsas zu, dessen Aura einen leuchtenden, blauen Schimmer annahm.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   02.08.17 18:13

Xeinalem war sich nicht sicher, welches Übel nun schon wieder auf der Schwelle stand. Aber sie hatte genügend Wortquizze für sich entscheiden können, um zu wissen, dass Dra auch in "Dracula", "Drama", "Drachme", "Draht" und "Dransania" vorkommt. Ein Pflock durch's Herz würde AhcXsas also mit ziemlicher Sicherheit helfen können. Dummerweise hatte sie keinen dabei und was so lustig an ihrer Zeitangabe war, wusste sie außerdem nicht. Galt das nun wieder als "typisch Mann"? Sie konnte es partout nicht sagen und das war etwas beunruhigend.
Sie entfernte sich ein Bissen, als Monster Eins und Zwei ein für die unergründliche Zwiegespräch führten und war nahe daran, zu flüchten, als ihre sonst doch eher tauben Ohren auf ein interessantes Wort stießen.
"Drache?!", entfuhr es ihr fassungslos und sie verharrte auf der Stelle. Das möchte doch ein übler Scherz sein! Vor allem nannte sich dieses mystisch-mysteriöse Geschöpf nach einer Drachengestalt, die seit mindestens 5 Jahren für tot galt (Bei langlebigen Geschöpfen ist die Zeit für die Todeserklärung wahnsinnig hoch angesetzt, weswegen Drachenehefrauen oftmals eher selber versterben, als dass sie zu Witwen erklärt werden.)
"Was ist mit dem echten AhcXsas?! ", fuhr sie den an, der sich für Bahamut hielt, wobei ihr schnurzpiepe war, was eigentlich eine Esper sein solle, wahrscheinlich eine besonders gemeine Wespe ohne Hut oder so. Sie ignorierte seine Anfrage nachdrücklich mit gekreuzten Armen.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   03.08.17 10:24

Ahcsas...Enumas Herz pochte vor Überraschung. In dem jungen Leben des Kriegers tauchten bislang nur wenig Dinge auf, die ihn wirklich sprachlos machten. Und auch die Energie, welche wie ein lauer Sommerwind aufzog, der blaue Stern, der den Himmel erhellte und die Silhouetten der Welten ebenso in ein ganz anderes Licht tauchten oder aber die Tatsache, dass sein Magen sich immer noch nach einem frischen Herz sehnte, brachte ihn nicht so sehr aus der Fassung, als diese Legende, welche sich hier ankündigte. "Bahamut..." flüsterte er zu sich selbst. Sein Gesicht wirkte blass und geschockt. Doch dauerte es nicht lange, dass der Wahnsinn oder gar der Herzlose in ihm, ein recht süffisantes Grinsen auf sein Gesicht zeichnete. 
"Ihr wurdet doch allesamt ausgelöscht. Wie kann es sein, dass du wiedergekehrt bist?" Er taumelte leicht zurück und legte den Kopf in den Nacken, hoch in den Himmel starrend. "Habt ihr mich etwa angelogen!?" Brüllte er plötzlich den Sternen entgegen. Doch sein Haupt neigte sich wieder zur Seite und seine Augen glitten in Richtung des Pseudo-Niemands "Ich kann das nicht zulassen. Wenn du hier bist...dann war seine Arbeit völlig umsonst. Wenn ihr wiederkehrt, auch nur verändert wiederkehrt, würde es alles zerstören, wofür wir gelebt haben." Er kicherte halb verrückt. Mittlerweile schien er den verstand nicht mehr so recht kontrollieren zu können, welcher sich aus Licht und Finsternis zusammengeschmiedet hatte. "Oder aber dein Herz ist der Schlüssel. Ich frage mich...wie das Herz einer Esper schmeckt..." 
Seine Augen weiteten sich, jetzt, da er den Gedanken ausgesprochen hatte. Er war verblüfft über sich selber, doch im selben Moment fühlte es sich nicht falsch an, so zu denken. Und ja...sollte er Bahamut oder AhcXsas Herz verschlingen, würde seine Kraft vielleicht reichen das Vorhaben sofort zu beenden. Vielleicht würde es ja sogar diese vermaledeiten Kreaturen davon abhalten zurück aus dem Nichts zu kommen. Selbst wenn sie ihn angelogen hätten, seine vermeintlichen Freunde und Gefährten, selbst dann wäre es noch das Richtige zu tun. Diese Kreaturen waren die personifizierte Zerstörung. Sollten sie sich in der neuen Welt ansiedeln...NEIN das durfte, würde, konnte nicht passieren. Dafür würde er sorgen. Hier und jetzt!
Er stützte sich auf das Schwert und in ihm brodelte eine Kraft auf, eine Wut und eine Begeisterung, die er nie zuvor gekannt hatte. Weder als Herzloser, noch als Mensch. Kehlig dröhnte es aus seinem Hals und ein immenser Schmerz durchfuhr seinen Kopf. Ein weißes Rauschen sammelte sich energetisch um die X-Klinge, welche er alsdann in den Himmel hob. Und als er es in einem schnellen Hieb senkte, vibrierte die Luft bis hin zu den Niemanden und tausende kleine, schwarze und weiße Explosionen streuten sich wie eine Nagelbombenexplosion in Richtung der Nichtigen und der Esper. Sie mussten vernichtet werden, ehe er die neue Welt erschaffen konnte. Sie mussten vernichtet werden!

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   03.08.17 11:31

"So gerne ich dir das beantworten würde, aber für einiges habe auch ich noch keine Erklärung." Entgegnete der Drachenkönig der Hasardeurin. "AhcXsas lebt noch, keine Angst, aber er musste ein Opfer bringen, damit er zurück kommen konnte. Ich hab nur geholfen. Also leih mir deine Kraft und lebe, oder flieh, wie ein feiges Huhn. Ich für meinen Teil werde den Wunsch dieses Niemands respektieren und diese Welt verteidigen!" seine Stimme trug keinen einzigen Hauch eines Zittern oder eines Zweifels in sich. Er klang bestimmend, wie der Regent, welcher er einst war. Doch dies war kein Zeitpunkt, für Erklärungen. Er kannte die Nummer Zehn nur aus den Gedanken und Erinnerungen des Körpers, welchen er im Moment beseelte. Sie wollte Antworten gerne sofort haben und reagierte etwas zickig, wenn dies nicht geschah. Lag vermutlich am zu kontrollierenden Element. Doch auch, wenn sie die Zeit anhalten, verlangsamen oder beschleunigen konnte. Dies war schlichtweg nicht die Zeit für derartige Gespräche.
Und als hätte er es bereits geahnt, verlor der Hybride dort langsam mehr und mehr den verstand. Er hatte zwar Recht mit dem Gedanken, dass es Wesen wie ihn gar nicht mehr geben sollte, aber Bahamut war der lebende Gegenbeweis. Er war sich auch überaus bewusst, dass er im Moment nur den Körper eines anderen besetzte, doch die Regeln für Wiedergeburten oder Rückkehraktionen aus den Tiefen des Nichts standen wohl nirgendwo verfasst. Wahrscheinlich nicht mal im großen Buch der Gummibären. Und da steht sonst wirklich Alles drin. Sogar ein Rezept für den besten Weihnachtsstollen, des Multiversum. 
Dann war es auch schon so weit und er erwähnte SIE. Zumindest war sich der Esper sicher, dass er seine zuckersüßen alten Feinde meinte. Wer sonst hätte dem Schlüsseldienst von solch uralten Wesen erzählen sollen, als diese vermaledeite Brut. Wenn dem so war, brachen sie ihre eigenen Regeln. Ein Umstand, der ihm noch weniger gefiel, als ein Irrer, der die Leben aller Welten in seinen Händen hielt. Und jetzt, wo ihm der Gedanke kam...Warum waren sie nicht hier, um etwas gegen eine derartige Bedrohung zu unternehmen? Doch er schreckte auf, als der Bombenhagel los ging. 
"Verdammt!" brüllte er und setzte sofort an, dem Mädel mit der großen Taschenuhr entgegen zu stürzen. Er packte sie und schloss die Flügel um Beide. Wieder durchströmte ihm ein Ruck Energie und eine bunt schillernde Facetten-Kugel schloss sich um die Protagonisten. Doch damit nicht genug, schien sich die Kraft des Nichts damit zu vermischen und die Facetten begannen sich mitoseartig zu vervielfachen und bildeten damit einen Wall, welcher wohl mehreren Wasserstoffexplosionen stand gehalten hätte. Selbst für den Drachen, war dies eine echte Neuheit. Dennoch waren die Angriffe aus Licht und Schatten so immens stark, dass sie hin und her geschleudert wurden und mit einer letzten gewaltigen Explosion in die Luft befördert wurden, wo die Barriere dann zersprang, als sie aus der Gefahr heraus waren. Bahamut hielt das Mädel in den den Armen und schwebte dann, weiter an Ort und stelle. Immer mehr und mehr des Äthers und der Energie floss in ihm und halb sichtbar bildete sich hinter dem ersten Sigil nahe seines Rückens ein Zweites.
Er sah auf die Zerstörung herab, welche der Angriff des Feindes verursacht hatte. Der Gesamte Altar wurde ausradiert. Die Türme stürzten zusammen und kein Stein stand mehr auf dem anderen. Ein wirklich erschreckender Anblick. Der Gesichtsausdruck des Niemands war fern von Friedlich, als er sich das Chaos ansah. "Zeit ist eine seltsame Sache nicht wahr?" sprach er ruhig zu der Frau in seinen Armen. "Ich kannte einmal jemanden wie dich. Wenn du Zeit manipulieren kannst, musst du wissen, dass es Fixpunkte gibt, die man selbst überwinden muss, ehe es weiter geht. Ich frage gar nicht erst, wie oft du diesen Moment durchlebt haben musst. Aber wenn du mir ein bisschen von deiner Zeit schenken kannst, dann verspreche ich dir dieses falsche Ende zu verhindern." Er klang nicht danach, dass er sie überzeugen wollen würde, es klang eher danach, dass er etwas zitierte, was er schon einmal jemandem gesagt hatte. Es war auch keine Bitte oder ein Befehl. Aber selbst sie sollte merken, dass das hier die größte Chance war, die Geschichte neu aufflackern zu lassen, welche seit geraumer Zeit existierte. Im Gegenzug wusste er nicht, in wie weit Zeit eine Rolle in den Tiefen des Nichts spielt. Ob sie dort gar nicht wirkte oder allumfassend war. Dementsprechend, konnte er auch mit nicht mit Bestimmtheit sagen, ob Xeinalem jemals diese Situation erlebt hatte. Bahamut kam aus dem Nichts und sollte man dem Wort vertrauen ist im Nichts eben...Nichts. Also war es vielleicht sogar nur ein Appell an ihre Neugier. 
Dann gewann das Siegel auf seinem Rücken an Farbe und ein Ruck Energie huschte über seine Flügel.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   20.08.17 19:37

Die normale Antwort auf eine Anfrage dieser Art war zweifelsfrei: NEIN. Ein völlig Fremder und sie sollte ihm helfen, gegen einen gemeinsamen Feind zu gewinnen. Auf der einen Seite klang das zwar nicht schlecht, aber woher wusste sie, dass es dem richtigen Ahcxsas wirklich gut erging und dieser Kerl sich nicht einfach nur seinen Körper unter den Nagel gerissen hatte? Es gab an sich keine Garantie und wenn sie es recht bedachte, war zu fliehen die bessere Entscheidung als zu bleiben und sich ermorden zu lassen.
Sie wollte sich wirklich verpissen, allerdings genoss sie dann auch schon die innige Umarmung mit diesem Superdrachen und war erstmal ziemlich sprachlos. Denn an sich erschütterte es ihre Theorie, dass dieser Kerl böse war. War er vielleicht so böse, dass er zudem noch durchtrieben genug war, sie zu retten, sich von ihr verbessern zu lassen, um dann alles zu vernichten? Aber sie hatte da wenig Auswahl, was ihre Kampfgefährten anging, denn mit Crazy Enuma wollte sie nicht so gern kooperieren. Aber der Drache war unheimlich. wenn doch nur Ahcxsas ihr einen Wink geben würde oder ein Zeichen oder wenn nicht alles so drängend gen Hölle abdriften würde! Das täte ihr die Entscheidung nun wirklich leichter machen, so aber war sie genötigt und dieser Doofkopp sie auch noch anmeckerte, half doch nun wirklich keinem.
Sie blickte sich um und sah die große Zerstörung, die wirklich nicht gerade schön war, bedachte man außerdem, dass sich die Putzen solche Mühe damit gegeben hatten, den Altar zu Bohnern und das nur eine Stunde vor der unholden Schlacht.
Sie wusste, dass sie etwas tun musste und überhörte dabei die gutgemeinte Rede ihres Retters. Es gab an sich nur eine Option, die sie hatte und die Alternative war schlichtweg: Xeinalem, stürz dich in den Tod; so machte man es in Games auch immer, wenn man partout nicht weiterkam. Aber das hier war ihr dann einfach zu unsicher. Sie musste erst wissen, wie dieser Zeitstrang sich entwickelte. Sie musste es einfach mal riskieren.
Ihre Hand begann zu glühen und ohne um Pardon zu bitten, schob sie eine leuchtende Energiekugel in den prachtvollen Brustkorb des Drago-Xsas und beschleunige seine Zeit um das 5fache.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   30.08.17 10:01

Aus dem Staub heraus glühten die Augen der Bestie, als könnten sie alles sehen. Der Schmerz, welcher ihn durchflutete ließ kurz nach, stieg dann aber alsbald wieder an, als sich mehr und mehr wabernde Energie um die Klinge formte. Er spürte wie er begann seine Gedanken zu verlieren. Wo hier noch eine Frage im Raum schwebte, war dort nur noch ein Sturm aus Wut und Chaos. Da wo unschuldige Neugier saß, herrschte nun durchtriebene Begeisterung. Die Kraft und die Macht und die Herrlichkeit wuchs in ihm an und brodelte schmerzhaft in seinen Venen. Er imaginierte nie, dass so große Macht mit so großer Qual einher ging. Und dennoch...jeder Schmerz wurde gleichzeitig von einer heilenden Woge hinweg geschwemmt. Es war ein unbeschreibliches Gefühl, dass da in ihm kochte.
Sein Blick glitt nach oben, wo die Niemande sich mit einer ihm vollkommen unbekannten magischen Struktur schützten. Er grinste wild, als er dies sah und es für vergnüglich befand. Es machte ihm Spaß etwas Neues zu sehen. Er freute sich auf das Risiko. Und darauf, ihre gequälten Gesichter zu sehen, sobald er ihnen das Schwert durch die Brust rammte. So langsam realisierte er nicht mehr den Unterschied zwischen ihm und dem Herzlosen, zwischen ihm und dem Keyblader. Ihre Wesen verschmolzen immer mehr und sie wurden etwas komplett Neues. Je mehr Schmerz und Macht in ihm aufstieg. Desto mehr verwischte die Grenze. Licht und Schatten wurden eins. Ein großes, graues Ungetüm, dass Wurzeln in seinem Herzen schlug und es drohte zu verschlingen. Aber sei es drum. Diese Rolle war ohnehin zu Schade für diesen Möchtegern Schlüsselträger, Xovriel. Sie stand ihm viel besser. 
Er machte einen Schritt nach vorn und der Staub wehte in einer Druckwelle davon. Zusätzlich begann der Boden unter seinen Füßen nachzugeben und das Gestein schmolz in einem etwa ein Meter Radius um ihn herum zu einer Lavaartigen, zähen Flüssigkeit. Die Schiere Macht, welche sein Körper ausstrahlte schien zu viel für den Boden und die Trümmer zu sein. Und als befände man sich in diesem surrealistischen Bild mit den schmelzenden Uhren, gerieten immer mehr Ecken und Trümmer in einen solchen Zustand. Hinzu kam, dass die Welten immer mehr zusammen drifteten und gefährlich nah zu kommen schienen. Solange dies geschah. Solange sich alles vereinte, konnte er beruhigt sein. Doch diese Niemande waren ihm ein Dorn im Auge. Wer wusste schon, ob nicht existente Wesen in der neuen Welt nicht immer noch da waren. Das Nichts ist immerhin unberechenbar. Er musste sie ausradieren. Alle!!!
Ein glucksendes Gelächter drang aus seiner Kehle in einer Stimmart, die weder dem herzlosen Ahcsas, noch Enuma glich. In der Tat war es jetzt etwas ganz Anderes. Jemand ganz anderes. "Hört endlich auf euch zu wehren und sterbt!!!" schrie er aus voller Kehle und mit einem zur Fratze verzerrten Gesichtsausdruck. Er schwang das Schwert erneut in ihre Richtung und tausende kleine, schwarze und weiße Lichter erstrahlten wie Sterne um die Niemande herum. Sie glitzerten kurz auf und explodierten dann in einem Sturm aus Licht und Finsternis, welcher alles aufzehren und verschlingen würde, was er berührte. Enuma selbst zischte in die Himmel hinauf, als er sich mit seinen großen Flügeln abstieß. Sein Ziel war der Weltenkarzer, der dort allmählich entstand. Von dort aus, könnte er diese Welt vor der Vereinigung noch auslöschen. Seine Miene war gehüllt in tiefsten Wahnsinn.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   30.08.17 10:28

Die Augen des Drachen leuchteten auf, als er den Segen der Zeit in Empfang nahm. Wie ein Getriebe rotierten die Manakreisläufe in seinen Adern, als er die Energie der Hasardeurin nicht in seinen Körper, als viel mehr in die Kreisläufe aller Magie lenkte, die in ihm herauf beschworen wurde. Es war plötzlich so leicht mehr und mehr Energie zu sammeln in binnen kürzester Zeit. Er wusste allerdings auch, dass der Preis dafür hoch sein würde. Zeit verlangte immer nach Genugtuung. Das war ein bisschen wie mit dem Karma, nur weitaus geregelter. Er nickte der Frau in seinen Armen zu und lächelte charmant, als er einen Satz äußerte, den sie zuvor auch schon einmal von AhcXsas gehört haben sollte. "Du hast echt Talent. Kein Wunder, dass du in Vegas rausgeflogen bist." 
Bahamut teilte den Körper und das Herz mit AhcXsas und auch seine Erinnerungen konnte er fluktieren sehen. Immer nur für einen Moment, als wären es nichts als Videoaufnahmen, die wie ein Erinnerungssplitter kurz durch seine Gedanken huschten. Er realisierte es selber kaum. Konnte nicht wissen, ob er es war oder die Erinnerung des Meisters, welche da über ihn kam. Doch wusste er, dass das Mädel ein Ass in Zeitmanipulation war. Nur, dass sie aus Vegas rausgeflogen war, überraschte ihn selbst. Wobei es sich so dahergesagt anfühlte. Als wäre es das simpelste der Welt ihr das zu sagen. 
Doch wieder hatten sie keine Zeit für lange Gespräche, wobei er ihr gern alles erklärt hätte. Das Licht und die Finsternis übergoss sie beide, wie ein Ölteppich, der entflammt wurde. Auf jede Explosion folgte eine neue und wie in den Lichtern des Nichts, schossen die Salven auf die Niemande zu und drohten sie zu verschlingen und zu zerreißen. Er sah die Welle aus todbringenden Lichtern auf sie zu kommen und sein Körper reagierte wie im Affekt von Selbst. Er hielt mit einer Hand den Köper von Xeinalem fest und seine andere Krallenhand schwang schnurstracks eines der Laserschwerter unter sie, wodurch ein weißer Riss entstand, in den er sich und die Manipulateuse hinein stürzte. Für einen Moment befanden sie sich im freien Fall und um sie herum war alles gänzlich weiß. Vor ihm der Riss, wo die berstenden Attacken immer noch zu sehen waren. Doch dort wo sie sich gerade befanden hörte man Nichts, von dem Krach, welches sie verursachten. Man Spürte kaum etwas, als wären einem die Glieder eingeschlafen. Sah man sich um, würde man nur reines Weiß betrachten, als befände man sich auf einer komplett leeren Leimwand. Er wollte etwas sagen, doch kein Ton kam aus seinem Hals.
Er fühlte nicht mehr wie er stürzte, aber er merkte auch, dass in diesem Reich auch sein innerstes zu keinem Gefühl mehr fähig war. Es war, als hätte dieser Riss, durch den sie gefallen waren, seine Seele von seinem Körper getrennt. Und dann realisierte er es. Sie befanden sich für den Moment im Nichts. Das hier war der düstere Ort, an welchem er bis dato gehaust hatte. Doch war er nun erfüllt von einem klaren Weiß und nicht von tiefschwarzer Düsternis. 
Wieder reagierte sein Körper und schnitt einen weiteren Riss in die Ralität. Die beiden stürzten hindurch und befanden sich nun oberhalb des Altars, nahe der Aurora der Welten. Bahamut schnappte nach Luft, als er merkte, wie schnell die Energien wieder in ihn hinein strömten. "Was zur..." wunderte er sich selbst und betrachtete seine Hand. Xeinalem musste es auch gesehen haben, sie war mit ihm an diesem Ort, wenn auch nur für einen Moment. Sie befanden sich in absoluter Leere. War das etwa AhcXsas? Konnte es sein, dass er trotz seines Schlafen über die beiden wachte. Und wenn ja, woher konnte er plötzlich Risse ins Nichts schneiden? 
Bahamut hörte die zischenden und knisternden Explosionen der Sterne unter ihnen und sah das Chaos was diese verursachten. Das war knapp. Nervös grinsend sah er Xeinalem an und schien einen Kommentar zu erwarten. Dann aber blitzten seine Flügel auf und hüllten sich langsam aber sicher, in das selbe Blau, welches der weit entfernte Stern ausstrahlte. Wieder gewann das Siegel an Farbe und leichte ätherische Blitze zuckten daraus hervor.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   30.08.17 22:44

Aus Vegas geflogen... Sie erinnerte sich gut an diesen Satz, als hätte sie ihn mehr als reichlich gehört. Mehr, als er in dieser Zeitebene wohl geäußert worden war.Er klang so vertraut, dass er eigentlich nur von einem Paar Lippen hätte geäußert werden können. Ahcxsas, dachte sie, es konnte gar kein anderer sein. Aber dennoch, wenn sie sich dem Mann-Drachen zuwandte, der sie festhielt, realisierte sie, dass es ein anderer war, der eine fremde Zeile benutzte und sich wohl nicht mal bewusst war, wie tief sich diese Worte in ihre Seele gefressen hatten.
Und während sie noch darüber nachdachte, ob Ahcxsas indirekt zu ihr sprach und sie ebenso indirekt zu motivieren versuchte, fielen sie und der Bahamut in den Riss des Nichts und das Weiße umfing sie wie Schirm und nichts gab hier, das noch irgendwie von Bedeutung war, nicht einmal das nichts. Es war der seltsame Moment, in dem das Gehirn und alles andere von einem nicht-vorhandenen Kribbeln erfüllt war, das so aufdringlich anmutete, dass nichts weiter Platz in Inneren mehr hatte. Man drehte sicherlich durch, wenn man zu lange in dieser sphäre herumtrieb. Hatte Ahcxsas das jemals getan? Oder konnte man hier, vielleicht, ertrinken? Er hatte so viel Ähnlichkeit mit einem Ozean, dessen Grund so weit in der Unendlichkeit lag, dass seine Existenz zweifelsfrei angezweifelt werden musste. So seltsam war es.
Wieder heraus zu kommen, allerdings auch. Alles wirkte lauter und voller und praller und enormer als im schnöden Minimalismus des Nichts, in das man sich augenblicklich aufgrund von Reizüberflutung zurückwünschte. Aber das ging nicht. Keiner von ihnen besaß ein Magisches Messer, das in andere Welten schneiden konnte und sie hatten jetzt wohl noch mit einer andern Baustelle zu hadern.
"Meinst du das Nichts war titanweiß oder eher büroweiß?", fragte sie und warf ihrem Kontrahenten einen Blick zu, der sich sicherlich prächtig in dieser weißen, weißen Welt machen würde, als Blickfang, der keinem schadete.
"Wo sind deine Pläne, Dragoran? Wir brauchen jetzt mindestens EINE GUTEN!", fuhr sie ihn sehr auffordernd an.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   01.09.17 10:06

"Nur noch ein bisschen! Bald schon wird alles eins und ihr werden frei sein!" Hallendes, durchtriebenes Gelächter zerriss den lapisfarbenen Himmel und die Aurora an Welten begann sich langsam aber sicher zu verdichten. Als die ersten Welten, welche nur Schemenhaft zu sehen waren kollidierten, gab es einen Ohrenbetäubenden Knall, als würde man ein gigantisches Tor zerschmettern. Dort wo sie aufeinander trafen sprang der Himmel auf und reinster, kristallisierter Äther hagelte auf die Welt hernieder. Wie Meteoriten schlugen die Kristalle überall ein und zehrten an den Energien der Welt. Schickten sie zu dem Weltenkarzer um noch mehr Welten miteinander zu verbinden.
Enuma stoppte in der Luft, als er kurz vor der Straße aus Himmelslichtern war. Er streckte den Arm aus und schien in eine Welt zu blicken, an die er sich erinnerte. "Nicht mehr lange. Haha...nein...dann seid ihr frei und ich kann..." Dann gab es einen Ruck in seinem Herzen und er zuckte für einen Moment fassungslos zusammen. Beinahe wäre ihm das Schwert aus der Hand gerutscht, doch diese schloss sich reflexartig. "Ahhh..." drang düster durch seine Kehle. Und dann spürte er, wie die Finsternis in ihm anschwoll und wie eine Sturzflut über ihn herein brach. Die Farben in seinen Augen drehten und wandelten sich, nahmen weder das Blau des Schlüsselträgers, noch das Rot des Herzlosen an. Sie mischten sich zu einem satten violett-purpur.
Er spannte die Flügel so weit wie er konnte. Er atmete durch und fing sich wieder. Plötzlich fühlte er sich großartig. Er, welcher hier über der Welt schwebte, mit der Intention, diese ein für alle Mal zu vernichten. Er, der der Erschaffer einer neuen Welt war. Der Auserwählte der X-Klinge. Er, dessen Name aus seinen eigenen Gedanken verschwunden war. Sein Herz pochte. Seine Muskeln spannten sich an. Sein Blick glitt über das Chaos unter sich auf die Niemande, die immer noch lebten. Er wusste noch, dass sie seine Feinde waren. Er wusste das Ziel seiner Mission. Doch er wusste nicht mehr warum das alles geschah. Er wusste nicht mehr, wer oder was er einst gewesen war oder sein würde. Doch er spürte das Chaos in seiner Brust. Er spürte das Leben in seinen Adern und den Äther in der Luft. 
Zum ersten Mal sah er durch diese Augen, spürte dieses Leben, fühlte diesen neuen Herzschlag. Es war, als sei er gerade geboren wurden. Doch wer war er? Sein Geist sagte ihm, dass es keine Rolle mehr spielte. Sein Herz aber seufzte, lechzte nach diesem Wissen. Doch der Wahnisnn, Hass und die Gier nach Herzen, von dem er gelenkt wurde übernahm die Kontrolle. Dennoch fühlte er sich gut. Kein Konflikt mehr in seinem Inneren. Alles wurde eins. Licht und Dunkelheit. Herzloser und Mensch. Was dort nun schwebte war eine gänzlich andere Person. Eine wahre Fusion an allem, was da war und vielleicht noch gewesen sein würde.
Er hob das Schwert über sich und in der Spitze brannte eine graue Flamme auf, die sich binnen von Millisekunden verdichtete und zu einem Pulsar an katastrophaler Energie wurde. Und wie eine Kanone richtete er die Klinge auf die Welt. "Mastema!" flüsterte er. Sein Kopf fiel in seinen Nacken und sein Blick verzerrte sich zu einem süffisanten Lächeln. Fluxkondesatorartig blitze die Klinge auf und die graue Flamme schmetterte fast ohne Zeitverlust in einen Wald aus Gebäuden. Als sie einschlug zerstob alles Material, welches in der Explosion war zu kleinen Lichtern, die sich in Finsternis auflösten. Geräuschlos.
Der Schuss war nur ein Test, doch er reichte aus, um einen gewaltigen Teil der Welt zu vernichten. Global betrachtet musste es aussehen, als hätte jemand gigantisches einfach mal in den Globus gebissen. Der Bringer des Chaos lachte dumpf. Die Macht von Licht und Finsternis vereint würde also der Untergang der Niemande sein. Das war also das Schicksal jener die weder vom Licht, noch von der Finsternis akzeptiert wurden.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   01.09.17 10:47

"Ich finde Titan eher bräunlich golden und ich weiß nicht was ein Büro ist, also tippe ich eher auf zweiteres." äußerte er stumpf auf die Aussage. Sich über die Farbe des Nichts zu streiten wäre auch genau so fehl am Platz, als die Farbe der Ewigkeit zu untersuchen. Jeder wusste immerhin, dass es Blau war. Das war so unumstößlich wie eine zweihundert Kilo schwere Frau beim Ausverkauf am Black Friday. Wobei der Drache auch nicht ganz wusste, woher er diesen vergleich jetzt zog. 
Er tippte dem Mädel auf die Schulter und sie erlangte die Fähigkeit neben ihm zu schweben. Sacht ließ er sie los und wollte eben etwas äußern, da spürte er die Energie, welche an den Niemanden vorbei zuckte. Seine Augen sahen die eminente Katastrophe, die dort einschlug. Alle Gebäude, Pflanzen, Tiere und Dinge, welche im Radius der sich ausdehnenden Flamme waren wurden einfach aufgelöst. Kein Ton, kein Schrei, kein Wehklagen. Alles wurde wie ausgelöscht, in einer Seelenruhe, die nicht begreifbar war. Und als der Drache dies sah, ballten sich seine Fäuste. Sein Herz flammte auf und er spürte den Zorn, welcher von diesem Körper ausging. Er bebte vor Wut und Kummer, über die ausradierte Landschaft und die Leben, die dies gekostet hatte. Und das nur, weil die beiden zu unvorsichtig und Baff von der Reise ins Nichts waren. Er zischte selbstkritisch zur Seite. 
"Okay Nummer Zehn. Das darf nicht nochmal passieren. Wenn er richtig gezielt hätte wäre diese Welt jetzt ziemlich am Arsch. Ich überlasse dir die Verteidigung. Sollte so ein Ding nochmal seinen weg hier her finden tu dein allerbestes um es in der Zeit einzufrieren. Aber pass auf, das ist keine gewöhnliche Magie. Ich weiß nicht wie lange selbst du diese Energien zurückhalten kannst." Er schwebte vor sie und spreizte die Flügel etwas, sodass sie endlich freie Sicht auf das Siegel hatte, das dort an seinem Rücken kreiste und immer mehr Energie absorbierte. Langsam aber sicher nahm es ein Unendlichkeiten-blaues Leuchten an. Der Äther tanzte über die Schuppenfedern des Drachen und hüllte langsam aber sicher den gesamten Körper in eine Aura, die zwar sichtbar, aber nicht spürbar war. Sah man Bahamut-AhcXsas würde man wissen, dass dort etwas von weitreichender Tragweite vorbereitet wurde. Doch war es so, als würde er die Energien in sich selbst verschwinden lassen. Doch war diese Macht keineswegs weg. Hätte Enuma auch nur einen Funken dieser kolossalen Kraft gespürt hätte er sicher nicht daneben geschossen.
Der Drache war zwar gerade erst erwacht, doch erinnerte sich gut an die alten Kräfte, die ihm zur Verfügung standen. In seinem eigenen Körper wäre es ihm zwar leichter gefallen die alte Magie zu kontrollieren, doch musste dieser hier eben erstmal ausreichen. "Ich versuch ihn abzulenken. Und nicht mehr lange, da wird sich zeigen zu was AhcXsas und Ich im Stande sind...dafür hast du gesorgt." Er grinste ihr zu, blickte aber schnell zu dem Engel zurück, welcher dort unheilvoll seine Urteilssprüche vorbereitete. Er breitete die Arme aus. Flammen züngelten über seine Hände, dann preschte er auf den Engel zu "Ignika!" brüllte er und warf zwei zirkonrote Feuerbälle, die in einer Kurve auf den Gegner stürzten und vor ihm in gigantischen Flammenwalzen explodierten. Er wusste aber, dass dieser Angriff niemals genug sein würde und sah schon, das Grinsen des Jungen vor sich, welcher aus den Flammen heraus unweigerlich kontern würde. Er zischte selbst durch das Feuer, welches seine Schuppen hellrosa aufleuchten lies und sah ihn vor sich, mit diesem wahnsinnigen Lächeln im Gesicht, dass seine Wut nur noch mehr anstachelte. Er spürte die Muskeln seines Gegenübers zucken und ließ die Kralle nach unten schnellen. "Ventuka!" brüllte er, wobei das grollen eines ausgewachsenen Drachen mit in der Stimme vibrierte.
Die Flammen züngelten auf und drehten sich mit irrsinnigster Geschwindigkeit um sich selbst, wo sie sich zu einem versengenden Wirbelsturm, aus Feuer und Wind verdichteten. Der Wind war so stark, dass die Luft darin alles zu zerreißen begann, was sie berührte. Bahamut selbst katapultierte sich durch den Sturm nach oben, von wo er schon den nächsten Angriff ansetzte.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   19.09.17 22:11

Sich jetzt über die Farbgebung von irgendwelchen Abstrakten Erscheinungen des Universums den Kopf zu zerbrechen, war wohl nicht gerade angemessen in diesem Moment, besonders wenn gerade ein ganzer Stadtbezirk in der Stille des Irgendwas verschwand und die Gewissheit im Raum stand, dass bald sie und auch der Rest der Organisation dieses Schicksal teilen würden.
Dass die Hasardeurin des Schicksals nun schwebte und der Innigkeit der Umarmung des Dra-hcxsas somit entkam, tat der Sache kaum eine Verbesserung an, denn betrachtete man es genauer, machte es sie zu einer weiteren Zielscheibe, in Enumas krankem Schusswettbewerb, den er mit sich selbst austrug, denn wirklich schien er nicht zu verzeichnen, dass da noch Gegner waren, die ihn belauerten und gedachten, ihn aufzuhalten.
"Das kann ich. Aber es hängt tatsächlich von der Stärke des Angriffs ab, inwiedern, ich ihn bremsen kann. Es könnte auch passieren, dass mein Zauber absorbiert wird.", meinte sie und war sich da wirklich nicht so sicher, ob aller Zauber da noch etwas brachte, wenn man nicht mal das Einhorn retten  konnte, dass in einem der Gebäude gelebt hatte, die verschwunden waren.
Es war spannend, aber auch beängstigend und hätte sie Angst empfinden können, so wäre das wohl ein sehr intensiver Moment gewesen, bei welchem ihr Uterus gebebt hätte vor blanker Erregung.
"Hast du da einen Tumor auf dem Rücken oder freust du dich nur ihn zu sehen?", sagte sie und befürchtete alles mögliche und noch mehr.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   02.10.17 10:17

Es war heiß. Das Feuer was um ihn herum loderte und seine Federn verbrannte war heiß, wie die Sonne. Das Licht, dass vor seinen Augen flackerte schillerte in allen Rot-Tönen. Purpur bis Scharlach. Orange bis Blutfarben. Noch nie nahm er einen Angriff, ein Feuer so sehr wahr, wie eben in jener Sekunde. Es war ein faszinierendes Gefühl, das auf der Haut kribbelte und schier zeitlupenartig ablief. Er grinste beglückt über seine neue Faszination und verlor sich schon fast in den Flammen, bis er das Antlitz des Drachen sah, der die furiosen Flammen in einen Strudel aus Höllenfeuer verwandelte. Und zusammen mit dem monströsen Winden riss das Feuer ihm Haare und Fleisch von den Knochen und Federn trieben in dem Chaos, wie ein Wirrwarr aus schwarzen Partikeln. 
Doch sein Körper entschied nicht unter zu gehen. Seine Haut entschied sich schnellstmöglich zu regenerieren und gegen diese abnorme Hitze eine Resistenz aufzubauen. Die Federn, welche wie Kerzen brannten setzten sich wieder an die Orte, an denen sie gebraucht wurden. Dampfend und schier endlos wiederholte sich der Prozess solange, wie Enuma in dem Inferno stand. Es pochte in ihm und bereitete ihm schier endloses Vergnügen sich selbst so unzerstörbar und von Macht erfüllt zu sehen. Doch mit dieser Faszination, kam auch eine schnelle Langeweile einher, die ihm zuflüsterte, dass dieser ganze Prozess doch ohnehin sinnlos sei und er den Drachen doch so schnell wie möglich umbringen sollte. 
Nicht lange verweilte der Gedanke in dem Chaos-besessenen Kopf des Unheilbringers, da zuckten die Flügel und das Höllenfeuer und der Wind wurden weg gedrückt und explodierten in alle Richtungen, sodass es aussehen musste, als stürzten kleine Meteore vom Himmel hernieder. "Alte Zauber..." murmelte er. "Das ist deine Ka-Rang Magie? Lächerlich..." wisperte er knackte dabei mit den Fingern und wirkte dabei in Gedanken verloren. "Du musst noch viel lernen Pjotr...Auch...auch wenn dir das Feuer gut steht..." Er sah auf und blickte AhcXsas an, doch auch ein wenig durch ihn hindurch. Es war, als sähe er jemand anderes in ihm. Jemanden den er einst trainiert hatte. Doch der Drache dort war nicht sein alter Schüler. Es war ein Niemand. Es war AhcXsas. 
Er zuckte zusammen, als würde er aus einem Traum aufwachen. Hatte er nicht eben noch mit seinem Schüler trainiert? War sie nicht die, die immer gesungen hatte? Eni...Eni...Nein. Moment Mal. Er brachte jetzt etwas durcheinander. Eninaj war kein Niemand. Pjotr auch nicht. Aber beide waren Feuer und Flamme. Er hatte beide gekannt und trainiert und jetzt musste er sie vernichten? Er hielt sich den Kopf. Nein der Gedanke war falsch. Alles war falsch! War das hier alles überhaupt echt? Für eine Sekunde erschreckte er vor sich selbst. Dann aber verschwand auch dieser Schreck wieder und wich der Ausdruckslosigkeit des Wahnsinns. 
In seinen Händen entstanden zwei, dann drei, dann vier weitere dieser verheerenden Kugeln und er begann damit zu Jonglieren. "Die Niemande müssen fallen. Das Nichts muss ausgelöscht werden. Die Unsterblichen müssen befreit werden." Er murmelte diese drei Sätze nun unaufhörlich vor sich hin und erst als er den nächsten Angriff bemerkte, zischten drei der Kugeln in Richtung der Stadt und die letzte schoss geradewegs aus den Drachen zu, um ihn zu zerfetzen.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   23.10.17 14:17

Die Situation spitzte sich zu und AhcXsas wich sofort zurück, als er die Bedrohung spürte, die sich dort anbahnte. Es war nicht nur eine der vernichtenden Kugeln, es waren Vier Stück. Hinzu kam, dass die Klinge des Schlüsselträgers geradewegs auf ihn zu schnellte mitsamt seines verheerenden Angriffs. Der Halbdrache stürzte im Angriff mit dem Gesicht voraus auf den Feind und als der fatale Treffer kurz bevor stand beugte er den Rücken nach hinten, sodass die Klinge ihn knapp verfehlte. An der Kugel änderte das nichts, welche kurz nach dem Stahl in seine Richtung schmetterte. Für eine Millisekunde, rechnete er damit in Fetzen gerissen zu werden und mit ihm der gesamte Himmel, doch unbewusst riss seine Hand sich nach vorn und schloss sich um die Kugel, als würde er sie wie einen Tennisball festhalten wollen. Die Energie darin brodelte und zischte wie ein Rudel wild gewordener Schlangen. Als seine Haut sie berührte durchfuhr ihn sogleich ein Schmerz jenseits dieser Welt. Doch für einen kurzen Moment schien die Zeit plötzlich still zu stehen und er hörte einen Ton, ein Wort, ein Flüstern. Es war ein Klagen, das so deutlich, wenn auch irreal war, dass man es für den Moment gar nicht glauben konnte. Und der Drache war sich nicht bewusst, was das war, doch der Junge, welchen er gerade beseelte kannte dieses Wispern ganz genau.
Das Gesicht des Niemands glitt an dem des Keybladers vorbei und die gierige Maske des Wahnsinns sah ihm sogleich nach. Er riss die Kugel mit sich, um welche sich immer und immer wieder der nächste Wall zauber sponn, der allerdings ein paar Minisekunden später wieder zerrissen wurde. Doch das war nicht schlimm, denn durch diese taube Erzählung, durch das Wort, was ihm vermittelt wurde, könnte er im nächsten Moment das Blatt wenden.
Die größte Macht, die sein feind besaß war die unbekannte Kraft, welche aus Licht und Schatten verschmolz. Aber das allein war nicht der Schlüssel zu dieser Monstrosität. Denn dieser war und blieb in der Tat, ein Schlüssel.
Als der Drache also an dem Feid entlang zog, nutzte er den Schwung und packte seinen Gegner am Knöchel, um ihn mit sich zu reißen. Er drehte sich mit ihm und schwang ihn um sich herum, nur um ihn dann, wenn auch nur für einen Moment, weg zu schleudern. Es war Zeit den Gegner zu schwächen und diesbezüglich musste das nächste Risiko sitzen. Er musste ein Wunder erzwingen, so viel stand fest, aber das wäre nicht das erste Mal, dass der Drache so etwas von seinem Leben gefordert hat. Er grinste nervös, dann warf er die Kugel in Richtung Enumas und als dieser sich fing und erneut auf ihn zu preschen wollte, verebbten die Wall Zauber und die massive Explosion aus Licht und Schatten ging auf. Er stürzte selbst hinein, sodass sich beide in der gewaltigen Energiemasse befanden. Sicher war auch, dass Enuma dadurch nichts passieren würde, davon ging er aus. Ihm allerdings riss es halb die Haut vom Leib, als er durch die Energie flog. Der Schmerz trieb ihn an. Und als er dann in dem düsteren Licht die Klinge des Lichtbringers auf sich zu stürzen sah, welche nach dem letzten finalen Schlag schrie, konnte er die Stimme laut und deutlich selbst vernehmen. Er streckte die Hand danach aus und AhcXsas Herz loderte auf. Das Brüllen des Drachen zerriss regelrecht das Schlachtfeld.
Die Explosion der Kugel fluktierte und hielt an, es glühte in allen Farben und drohte zu kollabieren,  und wie ein Spiegelbild eines Spiegelbildes eines Spiegelbildes zu zerbrechen. Immer und immer wieder. Licht und Dunkelheit gerieten ins Wanken und wurden regelrecht auseinander gerissen. Düstere Energie schoss wie in Kanonenkugeln in die nahliegenden Gebäude und hinterließen Schwarze kristallartige Explosionen. Ebenso tat dies das Licht. Alles zersplitterte und die massive Kraft brach auseinder in einem ohrenbetäubenden Splittern.
Enuma wurde aus dem Licht katapultiert und fing sich in der Luft wieder an. Er keuchte und ächzte und an seinem Kopf und an seinen Schultern rann Blut entlang. Er schrie und zeterte und fluchte wie ein Seemann, doch am Endergebniss änderte dies nichts.
Als die Energie sich verzog regnete der Rest auf den Drachen herab, der mit geschlossenen Augen den Kopf hob. An vielen Stellen seiner Haut konnte man Brandwunden sehen und Schlitzer der kristallinen Energie, welche zerrissen worden war. Einer der Flügel schien gebrochen zu sein, doch das Siegel auf dem Rücken erstrahlte in einer Helligkeit, in einem unendlichen Blau, wie es vorher nicht zu sehen war. Die Finger seiner linken hand waren verdreht und schmerzten schrecklich. Blut rann seinen Rücken hinab und an seiner Brust war ebenfalls ein tiefer Einschnitt zu sehen.
Der Schlagabtausch ging schnell und war Brutal. Aber das Risiko lohnte sich.
Keuchend lachte der Drache erst leise. Dann als er die Augen öffnete und ein sattes, goldenes Orange die Pupillen umspielte schrie er dem Schlüsselschwertkrieger entgegen. "Du verdammter Idiot!" In seiner zitternden Hand hob er etwas an, es klimperte metallisch und streckte sich dem Lichtbringer entgegen. Es war ein Schwert, welches überzogen war von schwarzen, weißen und goldenen Verzierungen. Die Spitze zeigte genau auf die Brust des Engels dort oben. "Du von allen Menschen hier solltest es doch wissen!" Er grinste unter Schmerzen "Das Schlüsselschwert schließt sich immer dem stärksten Herzen an. Und  AhcXsas Herz war für diesen kleinen Moment des Überlebens viel stärker, als du es mit deinen beiden Herzen je sein könntest!"
Das Schwert in den Händen des Drachen zitterte mit ihm, doch an seiner Erscheinung änderte es nichts. Dies war das Schwert von Aumburg. Dasjenige, welches Ahcsas in die Verbindung brachte und nun aus dem X-Blade heraus gerissen wurde. Doch auch wenn es das war, so gehörte es ihm nicht und so löste es sich wieder wabernd in kleine Partikel auf, die ins Herz ihres Besitzers zurück kehrten.
Bahamuts Pupillen verzogen sich bedrohlich zu Schlitzen, als er wild knurrte: "Schach!"

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   27.10.17 22:01

Zu wissen, dass dies das unvermeidbare Ende, welches noch keiner  kannte, noch nicht einmal sie, war schon ein beängstigender Zustand, wenn man denn dazu in der Lage war, Angst zu empfinden. Xeinalem gestand sich eine gewisse Lebenspanik ein, in der sie tatsächlich fürchtete auf gar nicht coole Weise das Zeitliche zu segnen, welches wohl keine Extrapunkte einbrachte. Ein Jammer.
Während des Schlagabstausches blieb ihr nur eines: Verschwinden!

Das mochte zwar die am wenigsten elegante Methode sein, einen Kampf zu überstehen, aber es war notwendig. Die Zeit würde es ihr danken und da sie an sich sowas wie die Zeit selbst war, war sie sich selbst mehr als dankbar, als sie sich selbst aus der Gleichung rationalisierte, ohne dass Enuma oder der Drangsale Drachen der Dramatischen Dreistigkeit dies bemerkten. Im Grunde hielt die Zeit viele Augenblicke an und Xeinalem atmete durch, als ihre große Uhr den Countdown anstimmte, in welchem dieser Zustand anhielt.
Sie betrachtete nachdenklich die Kontrahenten. Wie sollte sie diese Misere nur ausflösen? Wie konnte sie das Ruder rumreißen, die anderen erretten? Es erschien aussichtslos! Sie allein konnte doch unmöglich etwas bewirken, geschweige denn die Zeit derart manipulieren, dass sie sich zu ihren Gunstren drehte, nicht jetzt, nicht wo so viel Energie freigesetzt war, die nicht nur als, sondern auch maßlos an Macht war, die kaum in den Körpern, die sie verkörperten, platz hatte. Sie allein war zu schwach, zu langsam, zu wenig ....
Ein tiefer Seufzer entfloh ihren Lippen. Das war das Ende, sie wusste es und ließ sie den Blick auf die Ausmaße der bisherigen Zerstörung schweifen, so war nichts mehr auszurichten. Alles war erledigt. Wenn sie nur mehr Zeit hätten ... Aber Zeit war sinnlos, sie zögerte in dem Fall nur hinaus. Wenn sie nur mehr Kraft besäßen ... aber Kraft allein war nie der Schlüssel. Verstand, Gewandtheit, Stolz, Treue, Liebe, Freundschaft, Hass, Vertrauen - alles Bestandteile von tapferen Herzen. Die Herzen der Niemande besaßen allesamt mehr oder weniger diese Eigenschaften und sie sorgten für das Überleben im Zwielicht, jenseits von Licht und Schatten, ein wundervoller Fehler, der zu leben begonnen hatte.
Keiner von ihnen hatte die gleichen Ambitionen, keine Kräfte waren zur gleichen Zeit gleich. Niemand konnte also die Bürde verstehen, die sie auf sich nahm jedes Mal, wenn sie einer Zeitlinie den Rücken kehrte, um sie zu wiederholen, sie konnte so aus ihren eigenen Fehlern lernen und vielleicht, würde ein neuer Anlauf einen besseren Ausgang versprechen.
Xeinamen malte eine Ellipse in die Luft, in der sich das Portal auftat.
Wie oft hatte sie diesen Tag schon erlebt?
Sie wusste es nicht.
Wie oft hatte er so lange gedauert?
Noch nie.
Aber bald würde es einen zweiten ähnlichen Tag geben, zumindest nur für sie. Kein Tag war ganz einmalig, nur sie allein war es, sie, die die Zeit leitete, verleitete, umleitete und auch manchmal verließ.
Sie wollte eben einen Schritt über die von ihr gezogenen Linie machen, als sie sich eine Frage stellte:
Wenn sie nicht allein und einzig wäre, könnte dies dann helfen?
Ihre eigene Zeitlinie fernab aller anderen fortzusetzen, das war leicht, aber wenn sie es schaffte, eine stärkere zu manipulieren, etwa eine mit der Macht, das Multiversum zu vernichten, dafür müsste sie mehr macht haben und alle Eben anhalten, die diese Macht berührte. Wie nur sollte sie das anstellen?
Wenn sie nicht allein wäre, dann... Wenn jemand ihre einmalige Fähigkeit teilen würde...
Eine Idee keimte in ihr auf und bahnte sich den Weg. Mehr als einmal, hatte sie die Zeit zurückgedreht, aber nie war sie auf die Idee gekommen, eine andere Zeit als diese, in der sie sich just befand zu verändern. Was für ein Einfall! Statt das Offensichtliche zu tun, tat sie etwas, das scheinbar vollkommen aus dem Kontext gerissen war! Und dennoch gab es wohl keine Sache, die der Lösung näher kam. Sie schloss das Zeitportal und machte ein Neues; in diesem sah man eine Xeinalem friedlich im Grauen Ort flätzen, versunken in einem der üblichen Videospiele. Xeinalem lankte nach ihrem Arm und zerrte sie, ohne dass einer der anderen im Grauen Ort, man sah Phoxies, Dexus und Akirax im Hintergrund, davon etwas mitbekamen und zog sie zu sich. Mit einer schnellen Bewegung löste sie das Haarband ihrers anderen Ichs und verband ihm damit die Augen zu. Sie wusste nicht, ob ihre angeborene Kurzsichtigkeit durch Manipulation hervorgerufenen Fehler im Zeitverlauf verhindern würde. Die Regel lautete "Begegne dir nie selbst in derselben Zeitebene". Ohne Sehen wäre das wirklich schwierig und da sie selbst wusste, dass man das böse Wort mit P (nicht Penis) nicht bei solchen Dingen aussprechen durfte, da sonst das, was zu viel war, wieder eliminiert wurde, und noch dazu ihre Personenerkennung auf alleiniger Basis des Gehörs mehr als schlecht war, könnte der kleine Trick vielleicht glücken.
„Ich weiß, dass du das alles nicht verstehen wirst, aber ich brauche deine Kraft der Zeit. Du musst mir helfen, Xeinalem.“, sagte sie und ihr Ebenbild schnüffelte.
„Gibt’s hier’n  Grillfest?“, fragt sie, aber Xeinalem die Erste hörte schon gar nicht mehr zu. Sie überlegte, ob es ausreichte. Zweimal sie und dann? Vielleicht ein paar mehr. Viel hilft viel und diese Suppe des irren Keybladers musste so richtog versalzen werden. Sie war das Salz und sie brauchte wohl noch mehr Körner.
Schnell hatte die Manipulateuse ein neues Fenster geöffnet und wieder eine ihrer vergangenen Ichs mit so ziemlich ein und demselben Spruch die Augen verbunden. So ging es weiter. Xeinalem folgte auf Xeinalem und nach der dreizehnten verflog sogar ihre Befürchtung, dass die Zeit den Überschuss wegkürzen würde. Es standen Xeinalems im Badeanzug, im Ballkleid, im Schlafanzug, im Bademantel, verkleidet als Invictus, nackt, betrunken, übernächtigt, in Spieletrance, deprimiert vom Spielen, opiumsüchtig und sogar Großmutter Xeinalem, an die sich keiner erinnern konnte, denn sie war an sich die richtige Xeinalem, die einfach nur vergessen hatte, wo sie die Uhr hingelegt hatte, die ihre körperliche Zeit bestimmte.
„Hört her!“, rief nun diejenige, die das alles angeleiert hatte, „Ich habe euch aus einem wichtigen Grund hier alle versammelt. Das Schicksal der Welt, die niemals war, liegt allein in unseren Händen und nur mit der vereinten Kraft der Zeit können wir alle retten, alle Niemande, alle Welten und vor allem uns selbst!“
Ein bisschen Egoismus schadete nie und vor allem in dem Fall, wenn es darum ging, die eigene Haut zu retten nebst der von allen anderen. Wenn nämlich der erste Punkt erreicht wurde, dann war es gut und wenn zweiteres auch noch erreicht wurde, war es sogar noch besser.
„Und was willst du von uns, du Riesendummkopf?!“, unterbrach Großmutter Xeinalem die ausgefallen aufrührerische Rede mit ihrer Altfrauenstimme, die auch gut zu einem Mann hätte passen können.
„Wir müssen alles abschneiden! Diesen Bereich aus der sich bewegenden Zeit lösen, um alles umliegende zu retten!“, sagte Xeinalem.
„Wieso? Was ist denn hier eigentlich los? Gib mal background, Girl!“, sagte die Xeinalem, die voll im Gamer-Modus war.
„Ahcxsas und ein Keyblader! Wenn sie weiter kämpfen wie bisher, dann vernichten sie alles. Wir müssen eine Sphäre der Stille kreiieren, sie aus dieser Dimension lösen und-„
„Würde das nicht bedeuten, dass sie sich in der Sphäre vernichten können und mit ihr verschwinden, du Riesendösbaddel?!“, sagte die Alte.
„Ja, verdammt! Wir müssen das Wohl Vieler über das Wohl des Einzelnen stellen, sonst verrecken wir alle! Auch ihr, deren Zeit das nicht ist, NOCH nicht!“
„Das klingt voll langweilig.“
„Ist das der Minority Report?“
„Ich brauch dringend Nachos…“
„Wer redet da eigentlich?“
„SCHNAUZE!!“, rief die Xeinalem dieser Zeitlinie, „Wir sind alle hier, wir sind alle Xeinalem, aber unser aller Leben ist gefährdet und zwar aus diesem Punkt in der Zeit! Er lässt sich nicht verhindern, nur lindern und die Linderung wird jetzt stattfinden und hier und zwar sofort!“
„Du würdest also deinen Chef opfern?“
„Ahcxsas, für andere wegwerfen?“
„Und wer übernimmt dann die Organisation?“
„Doch nicht BeaniXs oder Xantja!“
„Oder Tarxon, ahahahaahahaaaa!“
„Das wäre ja noch schöner!“
Es war wie in einem Spiegelkabinett, in dem das eigene Gewissen gegen einen selbst arbeitete und die Zwiesprache mit der Handlung führte. Es war beutelnd, besonders weil sie sich selbst volllaberte und kritisierte. Stellte sie ihre Handlung selbst infrage? Ja! Aber hatten die andern hier schon gesehen, was sie gesehen hatte? Nein! Sie waren noch nicht so weit! Sie hatten das allen nicht erlebt, den Tod gerochen, waren nicht durch Schutt und Zerstörung gewatet, HIER herrschte das Chaos und HIER musste es enden, am besten sofort. Doch das Sofort zog sich in die Länge; ein Kaugummi der Unendlichkeit und der Punkt des Endes verschob sich mit jeder neuen Silbe, die angetragen wurde.
Xeinalem sehnte sich nach dem Ende. Sie hatte sich noch nie sosehr nach einem gesehnt wie jetzt. Es war so entscheidend und sie, die, die ihr noch folgen würden, mussten ihr helfen, noch bevor sie es selbst erfuhren. Es ging nicht anders, sie mussten in Unwissenheit handeln und der blind, in dem Fall waren sie es wirklich, folgen, die sie hergebracht hatte.
„Wir brauchen eine Kapsel. Sie muss beide fernab von Raum und Zeit abzweigen. Und egal, was geschieht, entweder einer der beiden oder alle beide werden sterben, bevor sie sich auflöst. Das ist der einzige Weg.“, sagte Xeinalem so entschlossen, wie sie konnte, „So sichert ihr euch euer Überleben.“
„Und wenn es das P geben wird?“, fragte die Alte.
„Wird es nicht, solange es keiner beim Namen nennt.“, meinte sie, „Und solange ihr einander nicht seht, könnt ihr euch immerhin noch als andere Personen als euch selbst ansehen. Vielleicht ist das nur eine abgefuckte Synchro-Party mit ‚Synchro-Hero 4‘?“, meinte die Xeinalem dieser Zeitlinie und grinste süffisant, genauso wie es Ahcxsas jetzt wohl tun würde.
„Du hast doch nicht etwa vor einen Liiiiiiimitbreak zu verwenden, du Riesendummkopf!?“, krächzte Old Shatter-Lem und vergaß wohl ziemlich erfolgreich, vermutlich ihrem fortgeschrittenem Alter geschuldet war, obzwar die Xeinalem dieser Zeitebene durchaus schon älter war -  warum hatte sie nur eine Zeitlang vergessen, sich zu verjüngen?
„Ich spreche von einem SUPER Limitbreak, einem Break der Zeit! Einem Urbreak! Dem Big Bang!“, sagte Xeinalem der Meute.
„Dafür brauchst du mehr als eine Uhr.“, meinte eine andere und hielt es mit einem kurzen Glucksen wohl für einen Witz, einen schlechten wohlgemerkt. Und so dachte auch der Rest, nur eben die Vorrednerin, die Xeinalem, die sie alle hier versammelt hatte, fand es nicht komisch, noch nicht einmal satirisch. Es war ihr ernst. Sie mussten den großen Knall bewirken.
„Ja, ich habe eine und die anderen habt ihr.“, sagte sie entschlossen.
„Die Zeit wird zerbrechen!“
„Du wirst die Uhren zerstören!“
„Wir sind alle sowas von geliefert!“
„Vielleicht auch nicht!“, rief sie dazwischen, „Es ist die einzige Chance! Wenn wir es nicht schaffen, sterben wir, wenn wir es nicht versuchen, sterben wir auch! Herrgott nochmal, wir sind Gamer! Wir versuchen alles! Das hier ist unser Bonus-Dungeon! Und sollte was passieren, dann lösen wir einfach das P aus und ihr landet wieder in euren Zeitströmen. Seid ihr dabei!!!!!???“
„ähm … okay?“, es klang nicht wie das erwartete Echo auf ihren Kampfaufruf, etwa so wie damals, als Beanixs alle hatte zum Frühjahrsputz animieren wollen, aber der schwunglose Ruf war an sich doch zumindest eine einvernehmliche Zustimmung, auf die keine weitere Diskussion folgte oder besser noch, Xeinalem blendete diese Variable einfach aus und erklärte sie für nichtig.
Der nächste Schritt geschah beinahe synchron. Alle Xeinalems öffnete die großen Uhren, die sich an ihren Mänteln befangen und knackten die Minutenzeiger heraus, welche sie der einen Xeinalem, die sie alle hier versammelt hatte, überreichten. Mit einem Mal wurde Zeit freigesetzt, sie war nicht sichtbar, kaum fühlbar, aber der Geruch von Staub und neuen Autos hing in der Luft wie ein schwerer Dunst. Aber das war Xeinalem in diesem Moment einerlei. Sie spürte ihren harten Herzschlag wie den Sekundenzeiger einer überdimensionalen Uhr ticken, wusste jedoch nicht, ob nur sie es hören konnte oder ob es ein omnipräsentes Geräusch war, wirklich und deutlich. Ihr Körper löste sich von allen Zeiten ab und stand parallel zu jedem Strom, der fähig war zu existieren oder nicht zu existieren. Sie stand fernab von allem und ihre Substanz löste sich mit einem Mal auf und kehrte noch im selben Moment zurück, in einer Form, die halb Nebel, halb Flüssigkeit, die stetig und unstet war; sie war Zeit und nichts anderes. Ein körperloses, farbloses Wesen, dessen Gestalt sich nicht feststellen ließ, so wie sich auch nicht feststellen ließ, in welche Richtung ihre Augen blickten, Zukunft, Gegenwart, Vergangenheit. Sie sah alles, war alles und sie wich dahin, wo das größte Ausmaß an Energie sich manifestieren würde, welches wohl alles vernichten könnte, KÖNNTE.
Sie umkreiste sanft wie der Dunst eines Räucherstäbchens die bewegungslosen Kontrahenten und die Schwade, die sie hinter sich herzog, stand steif in der Luft und bald schon hatte sie einen magischen Kokon um den drachialen Ahcxsas und den eventuell-irren Enuma gesponnen.
„Tiet red Nokok“, sagte die Zeitfee Xeinalem mit einem entsetzlich verspulten Stimme, wonach das Gebilde reiner Zeit scheinbar flüssig wurde und sich in eine massive Kugelverwandelte, die die beiden Kämpfer einschloss und vollkommen von der Außenwelt abkapselte. Aber eigentlich war es sogar mehr als das. Sie schuf eine eigene Zeitebene für den Kampf, die die übrige Welt vollkommen unberührt ließ. Das war wichtig, auf diese Weise war die Zerstörung vorerst beendet und viele Leben in Sicherheit. Nun musste die neue Zeitebene nur noch angestoßen werden, auf dass sie lief. Nicht gerade einfach, eine Zeit in einer bestehenden Zeit zu schaffen, das war wie eine Uhr in einer Uhr, die aber dennoch ihr eigenes Zahnradlabyrinth besaß, aber mit ihrer Allmacht über die Zeit schien alles möglich zu sein. Es gab keine Grenzen, sie war der Puppenspieler, der Chronos befehligte und somit war es leicht, Kraft in den Kokon zu pumpen, ihn mit Zeit anzufüllen, die mit einem weiteren Kraftstoß zu laufen begann und das, obwohl alles andere fernab dieser Hülle nach wie vor stillstand, abgesehen von den vielen Xeinalems mit den verbundenen Augen.
Es war riskant, das wusste sie; barst der Kokon, war es aus. Aber sie setzte alles auf eine Karte, Kopf oder Zahl, genau das bestimmte diesen Kampf. Zeit war alles und alles war die Zeit, die sie kontrollierte. Mochte der Kampf vorangehen, für die Welt war er verschwunden und fand nicht einmal statt. Die Hasardeurin hoffte, dass das Glück sie nicht verließ.

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AhcXsas
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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   10.11.17 11:41

Es war wie die Stille, die einen übermannt, wenn man doch noch ein Minütchen länger schlafen wollte. Die Zeit, welche man vergas, wenn einen der Schlaf übermannt und man in eine tranceartige Ohnmacht verfällt. Das Gefühl, dass die beiden Kontrahenten ereilte, welches die Harsadeurin herauf beschwor raubte ihnen für einen Moment den Atem.Wie eine Störung im Gefüge des Seins. Ein weißes Rauschen im Programmcode einer Weltaus Daten.
AhcXsas Blick glitt für nur eine Sekunde an die Stelle, wo Xeinalem war und sie verschwand. Die Kugeln, mit der Macht des Chaos, flogen ungehindert auf ihre Ziele zu. Die Geräusche, welche entstanden waren unvorstellbar. Als sie auftrafen brannten sie in einem kalten Licht. Es knisterte und klirrte. Das Gestein der Häuser, das Glas, die Drähte und Leitungen wurden aufgefressen und vernichtet. Explosionen wurden ausgelöst. Fahrzeuge flogen in die Luft, die Schienen der Straßenbahn schrien in einem hellen Ton auf, bis sie verbrannten und aufgelöst wurden. Wasser verdampfte und rauschte zischend ehe es verglühte. Pflanzen hauchten brennend ihre Leben aus und gingen unter. Alles verschmolz mit dem Chaos und zerbrach in trümmernden Geräuschen zu Ruinen und Schutt.
Knistern hielt sich in der Luft und die erstickende Wärme brannte einem immer noch in der Kehle, als das Spektakel vorbei war. Energie waberte durch den Himmel und über das gigantische Welten-Nordlicht. Die Härchen in AhcXsas Nacken stellten sich auf, als er die Hitze des Gefechtes von seiner Stirn wischte. Weiß-Grünes Glühen eminnierte von seinem Körper und ließ die offensichtlichsten Strapazen verschwinden. Auf der anderen Seite starrte der Engel, in dessen Hand immer noch die halbe X-Klinge lag, ungläubig auf die Zerstörung der Welt dort unten. Eine Maske der Stille spiegelte sich auf seinem Gesicht und ein perplexes Grinsen, als er realisierte, wie viele Menschen er soeben getötet haben musste. Niemande, Herzlose, Mogry...alles ausgelöscht und verschlungen vom Chaos. Ein stummes lachen quetschte sich durch seine Kehle, welches anwuchs und sich lächerlich machte über die Torheit des Superiors.
"Sie hat ihn verraten! Eiskalt!" Er feixte. "Sie sind schlimmer noch als Herzlose..." sein Kopf schwankte irre hin und her. "Sie sind Dämonen! Monster!" Er schüttelte und streckte sich jubelnd. "Siehst du das!? Ich hab sie ausradiert! Ich habe gewonnen!" wieder drehte er seinen Nacken ungesund in Richtung des einzigen Überlebenden und lachte lauthals los. "Haha! Siehst du! Niemandem kannst du vertrauen! Dieses kleine Flittchen hat dich einfach hintergangen und ist abgehauen! Sie hat alle sterben lassen! Alle!!!" Er schrie dem Drachen entgegen und freute sich über seinen Sieg, doch das irre Grinsen wurde schnell unterbunden, als er das Gesicht des jungen Mannes sah, welcher dort schwebte. Es glitten Trümmer an ihm vorbei, weiße Steine des Schlosses, schwarze Steine der Welt. Und wie es der Zufall so wollte sogar einer der großen Throne, welcher einiges an Majestizität verloren hatte, aber in AhcXsas Präsenz immer noch erstrahlte wie eh und je.
Er fuhr gerade mit seiner rechten Kralle über eine der Wunden an seiner Brust, welche langsam unter dem Grünen Licht verschwand.
"Xeinalem." antwortete der Drache geduldig und fuhr über weitere Wunden. Und sie hatte ihn nicht verraten. Sie sorgte dafür, dass das Ausmaß dieser Zerstörung keinerlei Bedeutung mehr hatte in diesem Moment. Freilich konnte er nur erraten, was sie hier verursachte, doch das Verschwinden ihrer und aller anderen Präsenzen, sprach für sich. Und egal, was sie da tat, er konnte diese Zeit nicht vergeudet lassen. Er würde ihr später danken, sofern es ein Später überhaupt gab.
"Langsam begreife ich, zu was du geworden bist." Enumas linkes Auge zuckte. "Wärst du mein Herzloses Ich, wüsstest du, was das Mädel drauf hat. Wärst du Enuma Elish, wüsstest du, wie sehr wir Niemande uns vertrauen und unterstützen. Zumindest die, der Organisation." Der Drache lächelte müde, die Heilmagie verbrauchte viel Energie und das Privileg der Regenerationsbeschleunigung, welches die Nummer Zehn verursachte, gab es hier nicht mehr. Künslerisch drehte er den Finger in Richtung des Engels. "Du, mein Freund, bist die Verderbtheit. Das Chaos, dem ich schon einmal vor Äonen begegnet bin. Du hast beide Herzen, das Licht und die Finsternis zerfetzt, zerkaut und ausgespuckt. Und trotzdem gaukelst du diesem Schwert vor, du seist sein Besitzer." Dem Engel verging das Lächeln und Jubeln allmählich. "Ehe ich Theorien aufstelle...Wer bist du?" Die goldenen Augen durchbohrten den Lichtbringer regelrecht. Er wollte gerade pistolengleich antworten, doch der Ton blieb ihm im Hals stecken. Gedanken rasten durch sein Gehirn, doch er konnte noch so lange nachdenken, den gesamten Kosmos seiner Gedankenwelt absuchen, doch er fand die Antwort nicht. Und statt etwas zu sagen, biss er sich auf die Zähne.
"Dacht ich's mir doch. Du bist auch nur ein Opf..." "Halt's Maul!" konterte der Engel auf die Provokation und das Schwert sauste frontal auf AhcXsas zu. Schwarz-Rote Funken glüten auf, als es auf die ätherische Klinge traf, welche sich ihm in den Weg stellte.
Wirre Wut strahlte dem Niemand entgegen, als sich ihre beiden Gesichter gegenüber standen. Doch AhcXsas und auch Bahamut waren in einr Sache gleich. Sie wussten nicht, wann Schluss war. Angestrengt sprach er weiter. "Dieser ganze Scheiß, der hier passiert ist nicht dein Werk! Du wirst nur benutzt, das muss dir doch klar sein!" Die schwarze Karmesinklinge zerrte sich über den Schlüssel, noch mehr Funken stoben und dann zog der Drache das Knie an und trat den Jungen ein paar Meter hinfort.
Sofort schwang das Schwert seitlich, in einem Halbkreis, erneut auf den Drachen zu. Er duckte sich weg, ließ den gegnerischen Angriff an einer zweiten Ätherklingen entlang schleifen und lenkte ihn somit ab. Die Worte schienen genau das zu bewirken, was sie sollten. Enuma verfiel in eine Wut, die ihn nachlässig machte. Er begann direkt nach zu denken, was er denn sei, wer er denn sei und wollte die Fakten nicht wahr haben.
Auf einer Art tat dieser arme Junge ihm leid, der für so einen Irrsinn benutzt wurde. Doch an dem Feindbild änderte das nichts. Bahamut kannte oder vermutete zumindest die Wurzel des Übels zu kennen. In seinen Augen war der Plan verflucht gut aber auch teuflisch genug, dass nur ein wahrer Dämon darauf gekommen wäre. Und die Tragik dahinter war, dass Enuma selbst in dieser neuen Welt nicht wieder vor kommen würde. Er war verloren. Das Herz, was dort entstand war übervoll von Licht und Finsternis doch in einer gewissen Sache gänzlich leer. Ihm fehlte schlichtweg die Seele, das Ego, das Selbst.
"Alles hier passiert nur aus Liebe!" brüllte er dem Superior entgegen und schickte ihm mit einem lauten Donnergrollen einen enormen Blitz entgegen. Gekontert wurde dieser mit einem Wall aus dragonen, schillernden Facetten, die die Energie aufnahmen und beim bersten zurück in alle Richtungen schleuderte.
Liebe? Er zerstört alle Welten, reißt alle Existenzen ins Chaos, um eine neue, DIE Neue Welt zu erschaffen...aus Liebe? Hatte er sich etwa in einen derjenigen verliebt, die Bahamut seinerzeit schon diese Qualen angetan hatten? Der Drache knurrte erzürrt. Langsam machte diese ganze Sache Sinn. Wenn Liebe der Grund war, dann kannte er das Vorhaben ganz genau. Sie wollten alle ihr Gefängnis, ihren Fluch brechen. Ihre Unsterblichkeit in diesem Multiversum ein Ende bereiten. Der Ünberlegene wischte die restlichen Funken mit einer Handbewegung zur Seite und spannte die Muskeln bis zur Vollendiung an, als er die Klinge in seiner rechten hand bereit hielt. "Sie sind es also tatsächlich, die dahinter stecken. Die Immortus." Als er das Wort aussprach schien eine Erinnerung im Kopf des Feindes gerade zu zu explodieren. Er schrie auf und hielt sich den Kopf. Er schrie aus voller Kehle und Tränen rannten über sein Gesicht. "ICH WILL NICHT STERBEN!!! ICH WILL IHN NICHT VERLIEREN!!! ICH..." Doch der König der Drachen hatte keine Gnade für jemanden, der aus dieser reinen Willkür handelte. Die Immortus waren Unsterblich. Sie waren die Diener der Kristalle und müssen den gesamten Kosmos eigentlich schützen. Es sprach für sich, wenn sie nicht hier waren, um diesen Irren aufzuhalten. Sie stimmten dem Plan ergo zu.
Zuckend lösten sich flammen von den Krallenspitzen des Drachen und ein weiteres Knurren konnte man deutlich vernehmen. Die Flammen zuckten zu in vier Richtungen, verdichteten sich da zu schwarzer Masse, die Energie in sich selbst reproduzierte. Er schnippste mit den Fingern und die Impulse preschten in Flukskondensatorgeschwindigkeit auf den weinenden Engel zu. Als sie auftrafen zersprengten sie sich in weiße Explosionen, die enormen flächenschaden verursachen müssten.
Aus der energetischen Wolte aber stürmte der Feind wieder hervor. Seine Klinge im Ansatz sah man die verletzten Flügel, mit denen er diesen Angriff wohl abgewehrt haben musste. Er schrie und stürzte sich auf den Niemand. Hiebe und Schnitte prasselten auf ihn ein, doch er konnte die leichtsinnigen Attacken seines Gegenüber schnell abwehren. Dennoch ließ er für einen Konter keine offenen Pausen. Als er dann seinen letzten Schlag landete und die geballte Wucht AhcXsas ein gutes Stück weg warf, folgte dem Angriff eine gigantische Lichtklinge, die hinter dem Engel zum Vorschein kam und direkt auf die Brust seines Gegners zielte.
Strauchelnd konnte der Meister der Niemande nicht viel mehr tun, als sich auf seine neuen Kräfte zu verlassen. Abwehr war ein zu leichtsinniges Manöver, die Klinge hatte einen so dichten Magiewert, dass sie durch den Wall wie Butter geschnitten hätte. Er nutzte den Schwung, den Enuma ihm verliehen hatte, drehte sich von der Klinge weg und riss das Schwert nach oben. Im Entstehenden weißen Raum verschwand er für einen Moment und stürzte von oben wieder auf heraus. Das Licht indessen zerstörte viele der noch umher schwebenden Trümmer und auch den letzten Thron, welcher noch vorhanden war.
"Merkst du nicht, was du hier anrichtest!? Selbst wenn du sie befreist, du wirst nicht mehr da sein! Sie werden nicht mehr die selben sein!" Ein weiterer Blitz und ein Schrei, waren die Antworten, die AhcXsas bekam. Ersteres konnte er leicht weg schleudern. Doch das andere ließ sein Blut gefrieren. Denn sein, als auch die Erinnerungen des Niemandes kannten die Schmerzen, welche einem die Liebe zufügen konnten. Gerade, wenn man wirklich Alles für sie tun würde. Doch das hier ging über wirklich Alles hinaus.
"Sei endlich still!!!" brach aus dem geflügelten Keyblader hervor, dessen Flügel sich aufspannten und von Finsternis förmlich überstrahlt wurden. Der Himmel zitterte und bebte und kleine, finstere Risse zogen sich durch die Luft. Doch im selben Moment spürte der Drache, dass die Wartezeit ein Ende hatte. Das Siegel auf seinem Rücken barst und der blaue Stern am Himmel erfüllte alles mit einem strahlenden Blau.

0

Bahamuts Flügel streckten sich aus. Licht und Energie knisterte über die Schuppen und die Haut des jungen Mannes. Es war ein hitziges und intensives Gefühl, welches einem schon fast orgasmisches Kribbeln in die Seele zauberte. Schwarze Federn zischten durch die Luft und stürzten sich wie wilde Raubvögel auf den Drachen und verpufften in blauen Wölkchen unmittelbar vor ihm. Ruhig und sicher atmete der Drache und die zeitlose Stille dröhnte ihm durch die Ohren. Als stünde er vor einem gigantischen Meer, dass ihn umspülte und umgarnte, in die Tiefen lockte und eins mit ihm wurde. Seine Augen nahmen den selben royalen Glanz des Sternes an und er betrachtete seine Hände.
Bahamuts Kraft wurde durch die Macht des Niemands ergänzt und selbst der Äonen alte Esper spürte wie unbändig stark diese Koalition war. Es war als schlüge ihr beider Herz unisono im selben Takt. Bis jetzt war AhcXsas nur eine kleine Präsenz im Hinterkopf des Drachenkönigs. Er kannte seine Erinnerungen, seine Gefühle und übernahm seinen Körper. Doch in diesem Moment war es, als hätte der Niemand selbst wieder die Augen aufgeschlagen. Er war da. Er lebte. Und sie beide zusammen befehligten den Körper der vor Energie beinahe barst.
Enuma auf der anderen Seite verlor zunehmend den Verstand. Er stoppte seine Angriffe nicht und schickte immer mehr und mehr Federn los, die seinen Feind zerstückeln sollten. Er begann Blitze zu schleudern, Flammen zu werfen und schrie und tobte, wie ein Berserker. Doch all diese Dinge wirkten nicht. Als wäre vor der Fusion aus Esper und Niemand eine Wand, die diese Angriffe im wahrsten Sinne des Wortes in Nichts auflöste.
"Es tut mir leid für dich. Doch ich kann nicht zulassen, dass du Alles zerstörst wofür so viele Menschen gearbeitet haben. Ich verstehe deine Gefühle...nein...ich verstehe Enumas Gefühle...Doch wir werden diesen Wahnsinn jetzt beenden!"
Der Chaosbesessene schnapte Luft und starrte ihn rasend vor Wut an. Er begriff nichts mehr. Er tat das doch aus einem guten Grund. Alle sollten durch die Wiederherstellung der Urwelt glücklich werden. Niemand müsste mehr leiden. Warum wollte dieser Niemand das so vehement zerstören? Warum konnte er nicht einfach zusehen, wie alles endet? Wie seine Liebe gewann?
Bahamut streckte die Brust heraus und wirbelte in einer einzigen Umdrehung ein paar Zentimeter nach oben. Seine Arme zog er zum Körper. Seine Flügel streckte er weit von sich. Der Mund des Superiors öffnete sich und entblößte weiße, schwarfe Zähne. Vor seinem Schlund wuchs ein kleiner Funken Energie heran in den das gesamte Licht gezerrt wurde. Unaufhörlich wie eine Sturzflutimplosion verschlang dieser kleine Funken das gesamte Blau, welches vom Stern in die hiesigen Himmel ausgesendent wurde. Es dauerte keine zehn Sekunden und der Gegner des Drachen wusste, das sein Ende gekommen war. Selbst seine Energiekugeln nützten ihm nichts mehr. Es war zu spät.
Der nächste Herzschlag des Drachenduos entfesselte die gesamte Kraft der aufgestauten Energie in einem explosiven Strahl aus weißem und blauem Licht, in dem düster-rote Farben tanzten und loderten. Brüllend donnerte die Stimme des Lindwurm über das Schlachtfeld: „X-A-Flaaaaaare!!!“ Dieser Laser löschte alles aus, was er berührte, zerrte die restlichen Trümmer mit und zerstörte sie Augenblicklich, sein Durchmesser nahm immer mehr zu, je weiter er von Bahamut selbst entfernt war und drohte beinahe den gesamten Himmel zu verschlingen. Der Impuls bei Ausführung dieses monströsen Limit-Breaks musste selbst der Hasardeurin Schwierigkeiten bereiten, die beiden in ihrer Zeitblase fest zu halten.
Dann, als diese Allmacht zu versiegen begann verließ auch die Kraft des Drachen den Körper des jungen Meisters, welcher danach hinab stürzte. Unsanft landete er auf einem Stück des Altars, welches noch rege durch die Luft schwebte und wurde durch die Kristalle dort gebremst. Für einen Moment verlor er mit Sicherheit das Bewusstsein, richtete sich aber im Nächsten zitternd wieder auf. Seine Knochen schmerzten. Die Hitze der Energie raubte ihm die Sinne und immer wieder zuckten seine Muskeln unter der Anspannung zusammen. Luft war Mangelware in seiner Kehle und so rang er nach ihr mit jedem hechelnden Atemzug. Seine Augen brannten schrecklich und nahmen die alte Farbe wieder an. Das Gold, welches man von eh und je an ihm kannte. Er schüttelte sich mühsam. Bahamut erkannte, dass dieser Leib so eine Kraft nicht gewohnt war. Als seine Sicht nicht länger getrübt wurde, blickte er zu dem Leuchten hinauf.
Immer noch war der Flare zu sehen, welcher dort oben den Engel ausradieren sollte. Und erst im Nachhinein sah der Niemand, dass dort wo die Energie sich entlang zog unendlich viele Nichts-Risse entstanden, nur um noch mehr Energie aus dem Void frei zu setzen.
Irgendwann verebbte das Licht dann und die Borealis an Welten löste sich langsam aber sicher auf. Nicht damit rechnend, musste sich AhcXsas dann zur Seite werfen, als die halbe X-Klinge vor ihm in dem Gestein landete und zu kleinen Lichtsplittern zerbarstete. Sein Körper begann zu schmerzen und brannte im Inneren schrecklich. Erst jetzt spürte er das Ausmaß der konzentrierten Energie, welche er beherbergt hatte. Er konnte schon fast gar nicht mehr aufstehen, so sehr hat sie ihm zugesetzt.
Doch offensichtlich war es vorbei. Der lange und bittere Kampf um das Schicksal aller Welten. Ächzend setzte er sich auf. Die Haare und der Körper nass vor Schweiß. Es war ein bitterer Sieg für ihn. Doch siegreich war er allemal. Bahamut ist aus dem Nichts zurück gekehrt. AhcXsas hat überlebt. Und die Welten, Herzen, Erinnerungen…Alles…wurde weder zurück gesetzt noch neu erschaffen. Er empfand Mitgefühl für Enumas Beweggründe. Liebe…Freiheit…das konnte er gut nachvollziehen. Doch Liebe zu einen von ihnen. Zu einem Immortus. Das allein war eine Kasteiung über alle Maßen.
Er hob mit bebendem Kiefer den Kopf, um an die Stelle zu sehen, wo er seinen Feind das letzte Mal gesichtet hatte. Was ihn dort erwartete, ließ seine Pupillen allerdings enger werden. Ungläubig sah er dort purpurfarbene Augen, die ihn unaufhörlich anstarrten.
„Drache!“ dröhnte es ihm in einer standfesten, royalen Stimme entgegen. Und sofort knurrte der Esper im Niemandskörper, dem diese Stimme mehr als bekannt war. Denn diese Stimme gehörte dem Mann, welcher ihn einst verbannt hatte. Er schwebte dort oben und eine blutrote, metallene Masse schien sich zurück um seinen Arm zu wickeln, den er immer noch ausgestreckt hatte. Sie drehte sich und wand sich ineinander, als wären es Schlangen, die sich in eine neue Form begaben. Sie verwandelten sich in einen ebenso roten Gauntlet, welcher einer Wyvernklaue nicht unähnlich war. Unter seinem anderen Arm klemmte der Körper, oder was von ihm übrig war, des Lichtbringers. Die Haut war blutig und aufgerissen, Die Kleidung war beinahe komplett verbrannt. Und offenbar wollte dieser den Angriff auch mit seinem Schwertarm blocken, welcher gänzlich weggefressen wurde von der Kraft des Nichts-Flare. Die Flügel waren nur noch dampfende Knochenstummel. Selbst die Augen, welche offen standen, waren leer und besaßen keinen Glanz mehr, seelenlos.
Der Mann, welcher diese massive Energie offenbar irgendwie abgewehrt hatte, war allerdings sehr lebendig. Seine Aura war nicht zu fühlen, doch eine bedrückende Furcht ereilte den Niemand. So als ob das Schicksal selbst raten würde, dass man besser weg läuft, als alles andere zu tun. Es war die Art gottgleiche Präsenz, welche jeden Menschen verstummen lies. Und dennoch wirkte er auf eine andere Art recht schlicht. Seine mittellangen roten Haare ließen ihn ein wenig aussehen, als sei er ein lockerer Surfer Typ, was die stechend roten Augen allerdings wieder wett machten. Sein Gesicht war markant aber jugendlich geblieben, strahlte jedoch die Erfahrung von tausenden von Schlachten aus. Er war muskulös aber schlank, ähnlich wie AhcXsas selbst und er trug Kleidung, die offenbar maßgeschneidert war. Ein schwarzer Mantel, welcher vorn einen Jackenschnitt hatte und hinten eine Schleppe, die mittig geteilt war. Unter dem Oberteil schien er noch etwas zu tragen, da man eine Kapuze hinten heraus hängen sah. Weiter ging es mit dem schwarzen Ledergürtel, der eine etwas lockere, dunkelgraue Jeans oben hielt. Neben dem roten Gauntlet trug er auch passende Halbstiefel, die schlicht und robust in einem amerikanischen, turnschuhgleichen Stil gehalten waren. Und an seiner Hüfte konnte man noch ein Schwert hängen sehen, welches an traditionelle asiatische Klingen erinnerte.
„Kujariel Gaspard.“ Krächzte der junge Meister unter Schmerzen heraus und hielt sich die Brust. Er räusperte sich und schluckte heftig, ehe er seine Stimme wieder fand. „Und da dachte ich schon, ihr hohen Tiere lasst euch gar nicht mehr blicken.“ Die Miene des Immortus änderte sich nicht und der Blick blieb beständig und wild. „Missversteh die Lage nicht…Esper. Es war nicht leicht die richtige Zeit zu finden, um hier her zu gelangen.“ Im wahrsten Sinne des Wortes, dank Xeinalems Zeit-Blase. Bahamut knurrte ihn an. „Du bist also der Lover dieses armen Bängels huh. Sonst hättest du die Überreste von ihm sicherlich nicht gerettet.“ Ein klitzekleines zucken der Augen dieses Mannes verriet ihm, dass er richtig vermutete. Doch dieser ging nicht darauf ein. „Dein Erscheinen hat für Chaos gesorgt in den Welten.“ Der Drache grinste. „Awww hab ich euren tollen Plan ruiniert? Wie schade…“ Kujariel schüttelte den Kopf und würdigte ihn nicht mit einer direkten Antwort. „Es war sein Plan, nicht unserer.“ „Und trotzdem habt ihr nichts unternommen!“ hetzte der Lindwurm dazwischen, doch dieser Mann schien Provokationsresistent zu sein und zeigte mit dem Metallhandschuh auf den Himmel über der Welt.
Erst jetzt bemerkte auch der Superior, dass dort ein gewaltiges weißes Nichts in die sternenbesetzte Nacht geschlagen wurde. „Seine Kraft ähnelt deiner zu sehr. Wir können nicht zulassen, dass ihr die Welten damit bedroht.“ Die Arme verschränkend konterte er: „Aber WIR können zulassen, dass ein liebeskranker Vollidiot die gesamte Historie des gesamten Multiversums über den Haufen wirft und den Reset-Button drückt? Weißt du eigentlich wie lächerlich das klingt?“ Ruhig und gelassen drehte er sich zu dem Schneeblonden zurück. „Anders als deine Kraft, hätte diese Option keine Leben gekostet. Zumindest keine Existenten Leben.“ Die Fäuste ballend stand der Niemand schwankend wieder auf und atmete unter Schmerzen tief ein und aus. „Ihr seid immer noch die gleichen, ignoranten Bastarde wie früher. Oh hey Niemande entstehen aus dem Nichts, also sind sie nichts wert, Oh hey Esper entstanden aus dem Nichts, also sind sie eine Bedrohung, oh hey der Nichts-Kristall macht es uns furchtbar schwer alles zu kontrollieren, lasst ihn uns einfach vernichten. Ihr Arschlöcher macht mich krank! Ist euch für einen Moment vielleicht mal in den Sinn gekommen, dass auch die Nichtigen und Halbexistenten ein Recht haben zu leben?“ doch er kannte die Antwort schon. „Nein. Die Anti-Existenz darf nicht…“ „Ja Schwachkopf, aber ihr habt es bis heute nicht geschafft, sie auszumerzen. Und weißt du was!? Der Riss da oben ist der klare Beweis dafür, dass ihr damals den Fehler gemacht habt! Ihr könnt das Nichts nicht bändigen. Ihr könnt das Chaos nicht verhindern! Zu leben ist Chaos zu sein! Und alles was aus dem Nichts entsteht, wird auch ins Nichts zurück kehren!“
AhcXsas schnappte nach Luft. Seine Brust brannte wie Feuer. Die Schmerzen in seinem Inneren wurden immer größer und er begann sich zu verkrampfen. In seiner Rede bemerkte er nicht einmal, dass er ein paar Zentimeter vom Boden abgehoben war und dass ihn ein kristallenes, milchiges Licht zu umgeben begann. Der Mann oben am Himmel zeigte nun die erste richtige Reaktion und sein Gesicht verzog sich. Der Metallhandschuh sprang auseinander und verwandelte sich in einen rot-glühenden Speer mit zwei Spitzen. „Bahamut Nein!“
„Zu spät Immortus!“ Unter den Füßen des Drachen kristallisierte der Boden. Unzählige Schnörkel und Linien zerrten sich über den Boden, durch die Luft. Sie Bildeten Worte, Namen, Zeichen, Ganze Schriften und Sprachen. Alles bündelte sich und schien in den jungen Mann hinein gezerrt zu werden. Stücke von Ruinen, die von dem Licht berührt wurden gefroren zu durchsichtiger Pracht. Kristall in der Farbe des reinen Nichts. Als würde man durch das reinste Glas der Welt sehen. Durch Diamanten, die selbst keine Farbe besaßen, aber jede andere brachen und spiegelten.
Den Niemand selbst verließ jedes Gefühl. Der Schmerz war unendlich. Der Drachenkönig konnte nur mutmaßen, aber diese Verbindung, die er zu seinem Wirt aufbaute schien einen Funken entfacht zu haben, der schon mehrere Ewigkeiten vergessen gewesen war. „Ich...spüre es...jetzt...eindeutig.“ sprach er mit verzerrter, keuchender, gepeinigter Stimme. Er grinste wild, als sein ganzer Körper in demselben weiß erstrahlte, wie der Riss im Himmel. „Das Nichts erwacht!“

Die Sphäre der Existenz bekam Risse. Zeit und Raum waren gleichermaßen erschüttert. Wenn Xeinalem jetzt schon am Rande der Erschöpfung war, dann würde ihr an dieser Stelle viel zu viel zugemutet werden. Sie kanalisierte die Zeit nur. Und selbst wenn sie es sagte, sie selbst war nicht die Zeit per se. Und auch jemand mit ihren Talenten konnte das enorme Ausmaß dieser Katastrophe, dieser urgleichen Schöpfungskraft, nicht standhalten. Doch sie musste. Würde sie diese eine Blase in der alles in seiner eigenen Zeit geschah nicht aufrecht erhalten, dann könnte dieser Big-Bang dort alles andere wie ein weißes Schwarzes-Loch verschlingen.
Doch an dem Ort wo das Mädchen und ihre tausend eigenen Geschwister gerade waren trat eine weitere Gestalt hervor. Ruhig und gemütlich lief er durch die Masse an gleichen unterschiedlichen Figuren, deren Augen verbunden waren. Er strich sich durch den Bart und tappste träge auf diejenige zu, welche sich zu der Titanenhaften Gestalt erhoben hatte, um die Zeit selbst auszutricksen. Er sah, dass an allen Uhren die Zeiger fehlten und schmunzelte heiter. In seiner anderen Hand hielt er eine teeschale und trank die grünliche Flüssigkeit darin mit Leidenschaft leer.
Als er dann das Ende des Weges erreicht hatte sah er zu der Xeinalem auf, die die Zeit fest im Griff hatte und lächelte. „Aber meine Liebe, was ist das denn für eine Uhr, die keine Zeiger mehr hat? Er schnippste mit den Fingern und zu jeder Xeinalem kehrte der verlorene Zeiger zurück. Doch der Haupt-Attraktion raubte das weder die Kraft noch das momentane limiteuse Ausmaß ihrer Macht. Viel mehr noch. Der kleine Akt regenerierte ihre Zeit, fügte ihr Zeit hinzu und stärkte sie noch ein aller letztes Mal. Es war, als würde ihr die Zeit selbst auf die Schulter klopfen und sagen „Gut gemacht, aber es ist noch nicht vorbei.“ Was der ältere Herr dem Mädel auch sagte. Und auch er emanierte diese göttliche Aura, welche bei ihm aber recht buddhistisch und friedlich wirkte. Von ihm ging auch keine Bedrohung aus, wie von dem Krieger, der AhcXsas gegenüber stand. „Haha…so etwas habe ich ja seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Dürfte ich wohl deinen Namen erfahren junge Dame?“ wieder strich er sich gelassen durch den Bart und lächelte.

Als das Licht verebbte und die Galaxie sich wieder über den Himmeln ausbreitete, als Zeit und Raum zerbarsten und sich die Uhren wieder richtig drehten, in dem Moment, als Die Welt, die Niemals war, wieder vollständig war und der Mond die Stadt in ein fahles Licht tauchte, wurde die absolute Stille nur von einem einzigen Geräusch gestört. Der Schrei eines Kindes.
Kujariel Gaspard starrte auf einen riesigen diamantfarbenen Kristall in Form eines Herzens, welcher über dem Altar des Nichts schwebte. Und unter diesem Gebilde saß in zerfetzten Kleidern ein Kleinkind, welches bitterlich weinte. Seine kurzen, zausen Haare waren leuchtend weiß, ähnlich frisch gefallenem Schnee. Die verweinten, großen Augen strahlten golden. Schätzungsweise war dieses Kind vielleicht drei Jahre alt. Doch der Unsterbliche wusste, dass es soeben erst geboren wurde. Schwer schluckte er und sah schockiert auf das Kind und den Kristall. „Unmöglich...“ entfuhr es ihm und sein Blick verfinsterte sich zunehmend. Seine Hand zuckte schon, doch etwas hielt ihn zurück ein schutzloses Kind umzubringen. Nicht, dass er es nicht hätte tun können. Aber es war, als blockierte die Welt, der Kristall selbst den Immortus.
„Du hast keine Vorstellung von dem, was du hier angerichtet hast.“ Der Satz klang scharfzüngig und bedrohlich, allerdings wohl nicht nur in eine Richtung gelenkt. Resignation schwang in der Stimme mit, die sich wohl sowohl auf den Niemand, als auch auf den Keyblader unter seinem Arm bezog.
Weinend starrte ihn der Kleine dort unten an und schluchzte mit rotem Gesicht, ohne wirklich zu wissen, warum er eigentlich Tränen vergoss. Doch es war eindeutig. Der Herr der Niemande ist zu einem kleinen Kind geworden. Die Präsenz des Drachen war komplett verschwunden. Allerdings hielt der Kleine etwas in der Hand. Einen Grünen Edelstein in dessen Mitte eine wilde, scharlachrote Flamme tanzte. Die Kleinen Hände umschlossen den Gegenstand nur noch fester, als der rothaarige Mann neben ihm landete und ihn verachtend betrachtete.
„AhcXsas. Du und dein Esper habt hier etwas frei gelassen, was es niemals wieder hätte geben dürfen. Ich gebe zu, dass dieser Verlauf unvorhergesehen war. Wir tragen teils die Schuld und auch die Verantwortung darüber, was in Zukunft passieren muss.“ Er sah auf den Kristall. „Der dreizehnte Kristall ist zurückgekehrt. Vielleicht waren wir damals schon blind, als wir ihn zum ersten Mal zerstörten.“ Der Speer richtete sich auf das riesige Gebilde am Himmel und hätte es am liebsten durchbohrt. „Aber dieses Mal werde ich sicher gehen, dass er nicht zurückkehren kann.“ nach einer Weile drehte er sich um und zog den Speer durch die Luft, wodurch ein schwarzer Riss entstand durch den er Enuma warf. Und bevor er selbst hindurch schritt sah er noch einmal auf das Kind und den Stein. Er wollte offenbar noch etwas sagen, doch seine Purpuraugen verengten sich nur ein Stück und machte ein nachdenkliches Geräusch.

Dann verschwand er und hinterließ die Welt, die Niemals war ihrem Schicksal. Das kleine Kind sah ihm noch schniefend nach und schrie erneut, als es alleine war. Das einzige Geräusch, was die Nacht durchbrach, war der Schrei dieses Kindes. Ein Kind des Nichts.

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Xeinalem
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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   16.11.17 21:11

Das Ausmaß der gegeneinander wirkenden Kräfte war heftiger, als sie es fassen konnte. Es war schwer, alles in einer kleinen Sphäre festzuhalten und in einer eigenen Zeit zu verankern. An sich war es fast unmöglich, aber wirklich nur fast. Wenn man alles Unmögliche eliminierte und wenn alle eigenen Grenzen bis zum Äußersten ausschöpfte, dann musste es dennoch möglich sein.
All ihre Kräfte waren wie Gummis straff gespannt und wollten nicht ablassen. Sie mussten die Kapsel aufrecht erhalten, auch wenn es drohte, sie zu zerreißen. Die ganze Sache war ein Selbstmordkommando. Sie war sich über den Ausgang nicht sicher, aber noch unsicherer war ihr eigenes Überleben bei der Sache. Sah man es rational, brauchte sie so oder so ihre Kräfte im Moment auf, auch dir ihrer Ichs aus den anderen zeitperioden, was noch schlimmer war. Schlimmstenfalls gingen sie alle drauf, ehe noch die erste rechtzeichtig ihre Augenbinde löste, um das Paradoxon aufzulösen, bei der die Zeit sich selber heilte und das, was zu viel war, wieder dahin schickte, wo es fehlte. Geschah dieser Notschalter der Zeit nicht, löschte sie sich selbst aus vielen Zeitebenen, inklusive dieser hier. Es war riskant, es war Selbstmord.
Was hatte sie sich nur dabei gedacht? Eigentlich hätte sie zocken sollen, hätte den Grauen Ort vielleicht verteidigen sollen, wo auch ihr Sitzsack stand und alles andere, das sie für ein gemütliches Leben brauchte. Sie brauchte nur sehr wenig und das wenige beschützte sie im Moment nicht.
Das Geschehen, das sie von aller Welt abschottete beachtete sie nicht. Das einzige Interessante war, dass es sich weiterhin abspielte und noch nicht beendet war, ein Ende konnte bei solch enormen Kräften eben nicht so schnell in Sicht sein. So viel war klar.
Ihr Mund, der Zeit war und auch wiederum nicht, stieß tiefe Stöhngeräusche aus und auch ihre Knochen, wenn sie dich denn für ein winziges Stückchen rührten, klangen wie die Getriebe einer rostigen alten Maschine, die nur noch schwerfällig ihre Arbeit verrichten konnte. Aber das stimmt nicht. Diese Maschine musste langsam arbeiten, weil sich daraus eine hartnäckige Beständigkeit ergab, die kaum von Magie umgänglich war. Und darin lag ihre Stärke.
Wie der Mann auftauchte, dieser mönchartige Geselle mit dem Bart und der Ruhe in Herz und Magen. Richtete sie den Kopf ein kleines Stück nach oben und blickte ihn mit ihren ausdruckslosen Augen an. Wer war das? Er kam ihr bekannt vor. Kannte sie ihn aus der Vergangenheit oder aus der Zukunft? Die Zeit kannte jeden, aber es war manchmal doch schwer alle an die richtige Stelle zu ordnen.
"Xeinalem", sagte sie langsam und ihr Mund öffnete sich nur kurz und schloss sich dann wieder.
Zwischen ihren Fingern spürte sie die heftige Entladung, als hätte HeidiX Klum einen enormen Anfall von Bulimiarexia und kotzte ihr höchstpersönlich zwischen die Finger. Die Hülle hitzte sich an der anmaßenden Magie auf und auch wenn die Attacke vorrüber war, ihre Ausmaße wurden gefressen von der Sphärenhülle und versengten der Zeitmanipulateuse die Handflächen. Sie hielt es auch, einige lange MOmente, währenddessen sich der Sturm unter ihren Händen ergab, doch dann konnte sie es nicht mehr halten und mit einem heftigen Aufschrei riss sie die Hände hoch und löste ihren eigenen Zauber auf, der sie zurückschleuderte und über den Boden rollen ließ. Sie verlor die fast göttliche Gestalt und war einfach nur sie selbst: zerrissen, erschöpft und verdreckt. Alle Glieder von sich gestreckt, lag sie auf dem Boden und rang um Atem, wäre beinahe eingeschlafen, wenn nicht das Geschrei eines kleinen Kinds, sie der nötigen Ruhe beraubte.
Wie zum Teufel kam denn ein Kind hierher? Sie hatte  vorhin doch keins gesehen.
Schwer hob sie den Kopf und blickte dorthin, wo eben noch die Barriere gewesen war. Da war warklich ein Kind mit schneeblondem Haar und einer triefenden Rotznase.
"Was geht denn jetzt ab?", raunte sie heiser.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   17.11.17 12:15

Beanixs eilte über Schutt und Stein und sah in der Weite irgendwas Großes. Aber im Ganzen sah sie vielmehr die wuchtige Zerstörung, die überall herrschte. Sie wich feindlichen Wesen aus, die sie scih nicht einmal richtig anschaute, denn nur eines war wichtig: sie musste zum Alter gelangen, denn dort brannte der Mittelpunkt dieses Krieges.
Wenn man im Krieg überleben wollte, musste man selbst zum Krieg werden und Beanixs hatte ihmmerhin eine Schwertaxt in der Hand und diese war mehr als nur ein bisschen geladen. Sie war im Begriff, jeden niederzumetzeln, der sich ihr in den Weg stellte. NIchts würde sie davon abhalten können, ihr Ziel zu erreichen. Auch wenn der Staub, der ihr in den Augen brannte, auch wenn sie über lauter, lauter Fassenüberreste stolperte, auch wenn der Weg ohne Straßenbahn verflucht lang war. Sie ließ sich nicht unterkriegen.
Als sie ihr Ziel fast erreicht hatte, sah das das Xeina-Monster, das scheinbar seine eigene Welt zwischen den zeitlichen Händen hielt. War das jetzt ihr Feind oder war das nur eine ausgesprochen irritierende Landschaftsdeko? Aber sie war immer noch nicht nahe genug, um das zweifelsfrei zu sagen, von daher benutzte sie diverse Attacken nur, um sich einige Herzlose vom Hals zu halten. Als es ihr schließlich zu bunt wurde, rief sie ihre Armee Klapperhasen zu Hilfe, die ihr als treues Heer folgten und die Gegner verwirrten und in die Luft jagten.
Die stille Heldin war auf der Überholspur und das nicht nur, weil das die einzige Straßenspur war, die man noch begehen konnte. Und sie erreichte ihr Ziel just, als sich die Blase auflöste, Xeinalem zusammenschlappte, ihr selbst die Puste ausging und ein unzweifehaftes Geräusch an ihr Ohr drang.
"Du meine .... GÜTE! Wieso .... ist ... der Weg... so verdammt lang!", keuchte sie und wunderte sich über die Ansammlung tucherblindeter Falschspielerinnen. War das ein seltsames Familientreffen oder wollte Xeinalem, die ganz faul im Kampfeld herumlag, endlich mal mit sich selbst über ihr Problem reden? Diese weitere Fragen, insbesondere die, warum dieser Kerl mit dem dicken Bauch voller Gemütlichkeit hier herumstand, waren mit einem Mal ausgehaucht, als Beanixs das kleine Kind zu Gesicht bekam.
"MEINS!", rief sie aus, "Ich hab es zuerst gesehen!"
Mit der letzten matten Kraft, die ihre Füße aufbringen konnten, hetzte sie zu dem plärrenden Gör und nahm es auf den Arm.
"Ooooooh, na na, Baby, nicht weinen, Beanixs ist ja da und beschützt dich. Nicht weinen, joaaaaaaaaa~", gurrte sie mütterlich. "Du kommst mir irgendwie bekannt vor."

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