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 Der Altar des Nichts

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Xeinalem
Die Hasardeurin des Schicksals
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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   23.05.17 23:36

Es mochte trivial erscheinen, aber die Karten logen nie. Sie bestimmten das, das sein würde zwar nicht, aber sie beeinflussten ein paar Komponenten, die sich als entscheidend für das Geschehen von Ereignissen auswirken konnten, mit denen so keiner mehr rechnete. Ein anderes Wort dafür, war wohl Wunder. Zwar handelte es sich bei dem Arsenal von Karten wohl eher um ein sehr gesteuertes Wunder, welches aus einer überschaubaren Gesamtheit von Wundern ausgewählt wurde, aber dennoch es musste nützlich sein, sonst hätte das Schicksal es nicht erwählt.
Die Karte, die zum Himmel flog und sich dort verkeilte, um dann wie ein Leuchtturm über den Kampf zu wachen, war der Turm. Standhaft und überaus verlässlich - ein  gutes Omen, wenn man so wollte, aber auch ein schlimmes, wenn man Aspekte ausblendete, die relevant waren.
Zum einen war da Enumas Wahnsinn, welcher sich nicht einschätzen und auch nicht berechnen ließ. selbst das Schicksal hatte ein Problem damit so etwas in die Gleichung aufzunehmen, denn eines stand fest: Wahnsinn war die konzentrierte Willkür, was bedeutete, wenn man eine Szene wieder und wieder unter den gleichen Voraussetzungen beging, man dennoch mit anderen Attacken oder Angriffen oder weiß der Geier was rechnen konnte. Die Optionen waren vielfältig und kaum zu lenken. Das erschwerte es Xeinalem, einen anständigen Plan zu entwerfen, denn Sterben war hier Roulette auf Russisch und konnte bedeuten, dass die lange Unterhaltung eingangs gar nicht existierte, sondern Enuma gleich zum Angriff überging und alle vernichtete. Das würde gegen die Ausgangspunkte der Hasardeurin spielen, denn sie brauchte vor allem genügend Zeit, um zu handeln.
Was sie an Handlungen nun vollbringen konnte, war Support, nicht mehr und nicht weniger. Es erschien fast schon logisch, dass der Chef diesen Kampf führen musste und auch, dass sie sich im Hintergrund aufhalten musste, um den rechten Zeitpunkt zu erwischen, um zur Not das Rad zurückzudrehen. Denn wenn sie starb, war alles verloren, vor allem der Reset.
Also schaltete sie auf Geistermodus und schnippte durch die Zeit, immer hinaus aus dem Attackenwirbel, immer da stehend, wo es sicher war, manchmal direkt neben dem Kontrahenten,um im nächsten Moment wieder zu verschwinden, manchmal direkt auf der Brüstung mit dem Abgrund genau unter der Sohle, manchmal knapp entkommen vom Schutt. Es war ein Versteckspiel, bei dem sie alle Trümpfe hatte, aber auch die gebundendsten Hände der Welt. Es nützte nicht lange etwas, sondern eben nur solange, wie die Zeit ihr nicht eine Möglichkeit gewährte, einzuschreiten.
Und als sie den Wink der großen Uhr dann schließlich erhielt, schien alles sich schon zu einem Ende hinzubewegen, das wahrlich von Vorteil war. Sie sah ihren Chef die Oberhand spielen und zocken nach allen Regeln der Kunst mit einem All In, was sein Leben anging und es schien aufzugehen, zumindest im ersten Moment, denn im zweiten verkehrte sich der Triumph arg und das Schwert stach zu.
"AHCXSAS!", rief sie entsetzt aus und sah ihn im nächsten Moment über den Rand fliegen. "Turm!", pfefferte dann ihr Befehl hinterdrein, bei dem sie eine Hand ausstreckte und aus der einen Karte, die nach wie vor am Himmel klebte, mischten sich viele Turmkarten ab, die sich fein säuberlich nach unten stapelten und den tiefen Fall des Meisters nicht so tief werden ließen, wie man es wohl angenommen hätte. Er kaum genau auf dem Haufen Karten auf und Xeinalem war von einem Moment zum andern bei ihm. Sie drehte ihn vorsichtig auf den Rücken und versuchte festzustellen, ob er noch am Leben war. Wie stellte man sowas eigentlich fest? Sie hatte keine Ahnung von diesem Kram und das schlimmste war wohl, dass ihr das nun auch nichts abnahm.
Aus ihrer Tasche wühlte sie eine Mega-Potion - ob das Zeug hier noch helfen konnte? Die Packungsbeilage hatte sie nie gelesen, aber man musste mit dem arbeiten, was da war. Also goss sie ihm die Flüssigkeit mit dem bitteren Beigeschmack in den Rachen.
"Komm schon, Chefchen, wach auf! Reiß dich zusammen!", flehte sie fast.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   27.05.17 11:33

Das Blut, welches von der strahlenden Klinge sickerte und mit der Lache, zu der das Schwert des Niemands wurde, eins wurde begeisterte den Lichtbringer. Es war, als sähe er vor sich, was sich in seinem inneren abspielte. Finsternis die sich mit purem Leben vereint. Adrenalin, dass durch die Adern eines gottesgleichen Kriegers zuckte. Er hielt sich die Kehle, so als würde er ein Lachen unterdrücken wollen. Und genau das war auch seine Intention, doch die Düsternis in seinem Inneren kroch erregt auf seine Fratze und lies es frei. Er lachte und kicherte, als er registrierte, dass er gerade mit einem einzigen Schwertstoß den Herrscher der Niemande niederstreckte.
Es ging alles so schnell. Sein Körper reagierte dort, wo sein Verstand aussetzte. Sein Herz schlug schneller, wo sein Geist träge hinterher trabte. Es war die Trance, die ihm absolutes Vergnügen brachte. Die Gefühle, welche er aus der Dunkelheit in seinem Herzen filterte und die Kraft, die sein Licht auf diese triste Welt warf waren berauschend. 
Alsdann er sich in seinem Gelächter fing und sich eine Träne aus dem Augenwinkel wischte drehte er sich zu dem großen Mond um, in welchem nun ein gigantisches Loch prankte. "So viele köstliche Herzen. Eine Verschwendung von Leben. So eine Verschwendung von...Macht..." Seine Augen weiteten sich, als sein Grinsen immer breiter wurde und er sich schon sah, wie er genüsslich all diese Herzen verschlingen...Nein! Was!?
Er riss den Blick von dem Mond und sah sich verwirrt um. Was zur Hölle dachte er da? Sein Herz raste wie wild und die Augen zuckten hin und her, als würde er nach einer Lösung für seine Frage scharf nachdenken müssen. "Ha...Haha..." dann begriff er: Natürlich fand er diese Dinger, welche sich dort oben kristallisiert hatten köstlich. Er war doch ein Herzloser...oder etwa nicht? Es war doch nur natürlich, dass er fressen wollte, was ihm Kraft verlieh. So wie Menschen Fleisch von Tieren aßen, um bei Kraft zu bleiben. Es war...halt. Nein.
Für einen Moment blieb er regungslos stehen und seine Augen sanken ein bisschen in sich ein. Das Lächeln wich einem besorgten Blick und einem Zweifeln, dass nicht von dieser Welt war. "Enuma...mein Name ist doch Enuma...oder nicht?" Suchend blickte er auf das doppelte Schwert, das sich überkreutzte, auf die Hälfte, die sein Eigen war. Sein Ziel brannte noch fest in seinem Herzen. Er erinnerte sich an die Liebe und an die Gefühle für welche er kämpfte. Für die Mission, die er hier vollführen musste. Er kämpfte doch für eine strahlende Zukunft. Dafür, dass niemand mehr von seinen Freunden leiden musste unter dem Joch der...der...Herzen ?
Das letzte Wort hallte fragend in seinem Kopf nach, als vergesse er um was es hier wirklich ging. Doch Nein. Der Name seiner Liebe, der Name ´seines Selbst. Diese Namen würde er nie vergessen und genau dafür kämpfte er.
Er musste die Welten verbinden, damit sie frei sein konnten. Er würde Alles dafür tun seinen Geliebten zu befreien und eine neue Welt zu erschaffen, wo sie glücklich sein konnten. Es musste passieren, selbst wenn er alle Herzen des Multiversums dafür opfern oder verschlingen musste!
Er schüttelte seine Zweifel ab und schwang das gigantische Schwert wieder in Richtung des Himmels. "Welt aller Welten! Herz aller Herzen! Kingdom Hearts! Kehre zurück und befreie, was du einst in Ketten gelegt hast!" 
Wieder glühte das Schwert, der Schlüssel welcher den Frieden oder das Chaos bringen sollte. Die Schlüssellöcher seufzten laut auf, als quäle sie ein tiefer, stechender Schmerz. Es waren knarzende Schreie und schrille Laute. Schlösser die aufschnappten und Rost, der von metallenen Riegeln gekratzt wurde. Die Weltenkorridore schienen zu zerbrechen. Und mit jedem Schlüsselloch, welches zerbrach schwächer zu werden.
Beben hallten durch die Himmel und mit ihnen erschienen Silhouetten, Bilder und Illusionen. Eine Aurora von Orten, von Welten, die in diesem Moment dabei waren sich selbst zu verlieren. Man sah durchsichtige Meere, Berge, Wälder, Ebenen und Sümpfe. Schlösser, Hexenhäuser, moderne Metropolen und kleine Dörfer. Man sah die Menschen, Monster und Geister aus verschiedensten Welten, wie sie ahnungslos ihren täglichen Geschäften nachgingen. Unwissend, dass ihre Welt dergestalt in eine viel größere verwandelt werden sollte.
Mehr und mehr Schleier bahnten sich den Weg in diese Welt und wie die Aurora Borealis überströmten diese Bilder schon bald den ganzen Himmel. Es war nicht leicht, all diese Grenzen zu durchbrechen, doch nach und nach gaben die Korridore auf. Beugten sich der Macht des Schlüssels und erinnerten sich an das einstige Licht. Die Herzen der Welten begannen wieder Eins zu werden. Erinnerungen und Gefühle vermischten sich. Die Elemente und der Äther schrien unter dieser allmächtigen Glorie.
Nicht mehr lang und das Ziel des jungen Mannes war erreicht. "Bald mein Herz...bald haben wir es geschafft!"
Wieder grinste er lüstern und sah auf die Welten, auf die Herzen. Auf all die Macht und all das Chaos, was sich hier ausbreitete. Und jetzt, da sich alles vereinte und die Bedeutung zwischen Licht und Schatten immer geringer wurde ergötzte er sich an diesem unbeschreibbarem Gefühl. Die Lust strömte durch seinen Körper. Das Verlangen all die Weltenherzen zu kosten. All die Gefühle darin zu schmecken und zu berühren. Wie ein Trieb ließ es ihn schauern und das pochende Ding in seiner Brust schlug Purzelbäume von der Vorfreude, die ihn einholte. Bald schon konnte er sie berühren. Dann wären sie frei. Dann konnte er sie holen. Dann würde er selbst die Unsterblichen auffressen können. Bei dem Gedanken wurde Ahcsas Grinsen noch größer.
Er tat das doch schließlich für die Liebe. Und welche Liebe konnte größer sein, als die, welche in der Finsternis des Herzens aller Herzen schlummerte?

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AhcXsas
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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   27.05.17 15:43

Dank Xeinalems Einsatz stürzte der Herr der Niemande nicht ganz so tief, wie man erwartet hätte, was allerdings nichts an seiner klaffenden Wunde änderte. Ein Durchstoß mit der X-Klinge. Sie durchbohrte Brust und Herz und raubte ihm Atem und Verstand. Selbst den Sturz erlebte er unter einem Gedämpften Ton. Seine Augen zuckten hin und her doch er spürte den Rest seines Körpers kaum noch. Kannte man das kribbeln, welches sich einstellte, wenn einem mal ein Bein einschlief, dann konnte man erahnen, wie es für AhcXsas war. Seine Muskeln weigerten sich aufzugeben. Sein Hirn suchte verzweifelt nach einer Lösung. Nach einem Warum und einem Was-kann-ich-tun. Doch es war vergebens. 
Selbst der Heiltrank seiner Kameradin, deren Worte er nur verzerrt wahr nahm, floss einfach nur seinen Körper hinab ohne noch etwas tun zu können. Das Blut strahlte noch nach, von der Klinge, die ihn hinrichtete, floss aber stetig und unnachgiebig aus der Brust heraus. Er verlor schon öfters einen Kampf. Verlor Gliedmaßen in Illusionen, verlor Finger im Training, die mit Heilzaubern wiederhergestellt werden konnten. Wie oft verbrannte er sich an seiner eigenen Magie? Am Feuer, am Eis oder an der Elektrizität.
Nun...so war das wohl mit dem Sterben. Man begann sich zu erinnern. An Alles und jeden. Und die Zeit schien stehen zu bleiben, da das einzige, was noch funktionierte das Gehirn war, welches voller Panik versuchte noch etwas zu erreichen. Und so versuchte es auch das Hirn des vermeintlich Überlegenen. Niemande waren per se übernatürliche Wesen, die es eigentlich gar nicht geben sollte. Wäre es eine normale Waffe gewesen. Ein Schwert, eine Metallstange oder ein Pfeil hätte man die Wunde durchaus noch mit einer geeigneten Maßnahme behandeln können. Doch das Keyblade war wie der Speer des Cu Chulain, wo es Wunden Schlug vermochte keine Heilung zu wirken. Nicht bei einem Niemand.
Alles wurde allmählich schwarz um ihn herum und die Geräusche verzerrten sich. Wurden leiser und er schien ab zu driften. "Ist das dein Ernst ?" schnauzte ihn die eiskalte Prinzessin an, welche gerade mit einer Klinge aus Eis eine Frau niedergestochen hatte. AhcXsas grinste jedoch nur verschmitzt und tippte auf einem Gerät herum, welches ihm Daten zu der Person anzeigte. "Jep...die Frau heißt zwar Skadi, aber sie ist es nicht. Laut unseren Daten, war es definitiv keine Keybladerin." Der kalte Glanz seufzte und schnappte das Gerät aus seinen Händen. "Was bist du eigentlich für ein Anführer, wenn du nicht mal Schuldige und Unschuldige unterscheiden kannst?" sie drückte unbeholfen auf dem Ding rum. Es war offensichtlich, dass sie solche Sachen in ihrer Welt nicht kannte. Doch wieder grinste der schneeblonde, jugendliche Meister nur und erwiderte: "Entschuldigung Prinzessin, aber ich bin kein Wissenschaftler. Hast du dir die Technik im Schloss mal angeschaut?"
"Klar hab ich das!" schrie BeaniXs voller Begeisterung und drückte dem Niemand einen Edelstein in die Hand. AhcXsas schaute verwirrt auf. "Den hast du gemacht?" wunderte sich der Chef. "Naja. Ich hab ja Kontrolle üder Steine. Und da lag es doch nahe, dass ich auch Edelsteine herstellen kann. Oder nicht?" Er hob eine Augenbraue und lachte harmonisch. "Offenbar ist es das." Es gab wohl sehr viel, was der Niemand noch nicht über die Kräfte seiner wenigen Mitglieder wusste. Es gab jeden tag eine neue "Überraschung!"
Und schon stürzte sich das bezopfte Mädel auf den Rücken ihres neuen Freundes, riss ihn fast um und knuddelte ihn. "Whoa Mädel reiß dich zusammen, wir sind doch noch gar nicht da." entgegnete er dem Fliegengewicht mit einem amüsierten Lächeln. "Wann!?" fragte sie voller Verwunderung. "Naja jetzt im Moment." "Jetzt im Moment sind wir noch nicht da ?" fragte sie im selben Tonfall. Er schmunzelte und antwortete "Ja. Wir wollen doch zum Schloss." "Wann?" Er hob eine Augenbraue. "Na Jetzt?" "Jetzt was ?" "Wollen wir zum Schloss." "Wo ist das Schloss?" war die nächste Frage. "In der Welt, die Niemals war." 
"Wo?" durchbrach eine süffisante, schrille Stimme die Gemächer des Niemands. "Wo zum Donnerwetter ist meine Kettensäge hingekommen!?" AhcXsas wurde von seiner Couch geschubst und von einer hysterischen Frau angeschrien, die offenbar Gartenarbeiten zu erledigen hatte. "PiaatricX...beruhig dich doch mal. Hast du im Labor schon nachgefragt. Vielleicht hat Xantja..." "Xantja! dieses billige Flittchen, ich wusste es doch!" Ein Lichtblitz später stand die Blondine wieder da und zeterte erneut rum. "Sie hat sie nicht, ich hab überall gesucht." Entnervt rollte der Meister mit den Augen. "Was willst du eigentlich damit ?"
"Ich wollte herausfinden, aus was ein Herz besteht..." AhcXsas blinzelte. "Du meinst die Aufzeichnungen der alten Regenten ist korrekt ?" der violett-blonde Niemand nickte sanft und überflog die Bücher vor ihm. "Wenn die Geschichten mit den leeren Herzen, den Puppen und den Schlüsseln richtig ist, haben wir hier einen Anhaltspunkt." Der Meister verschränkte die Arme und dachte scharf nach. "Wir kennen uns von früher, nicht wahr?" in CraXms Augen flammte es kurz verräterisch auf. "Wie kommst du darauf?" Ernst blickte er den neuen Niemand in seinen Reihen an und gab keck zu: "Wir kommen aus der selben Welt, es liegt nahe."
"Das ist mir egal, ich sagte ich habe ein Herz und damit Pasta!" brüllte das zerzauste Mädchen den beiden entgegen, tobte wie ein Berserker und trampelte auf dem Staub herum, welcher sich auf dem Kampfplatz gelegt hatte. Immer wieder schmetterte sie ihr großes Claymore auf die Überreste ihrer Feinde und beharrte darauf, dass sie immer noch ein Herz habe. AhcXsas wich etwas zurück und gab seinem Mitstreiter einen besorgten Blick. "Wollen wir die wirklich mitnehmen, sie scheint so...verwirrt und brutal zu sein." Doch da zuckten ihre Ohren und sie schob ihre Brille zurück auf die Nase. Das Mädel war zwar Blind wie ein Maulwurf, aber ihre Kraft war gigantisch. "Muss ich es euch auch noch beweisen! Na schön ich komme mit. Keine Widerrede."
Entsetzt stimmte der Meister zu. "Du wärst eine hervorragende Mitstreiterin. Bist du dir sicher?" Das schwarzhaarige Mädchen legte den Schlüssel nieder und lächelte müde. Sie wurde von einem stämmigen Mann begleitet, der gerade seine Lanzen verschwinden ließ. Er wirkte stark, wie ein Wächter. Sie dagegen etwas labil, aber mit einem Blick wie aus Stahl. Beide waren Niemande, doch war sie etwas spezielles. Sie war wie der Meister selbst, in Besitz eines der Schlüsselschwerter. Doch beider Antwort war Nein. "Ich bin keine Kriegerin. Doch ich bin dir Dankbar, dass du uns gezeigt hast, wie man andere Welten erreicht." "Ich denke wir kommen zurecht. Sollte es einen Notfall geben, was diese Herzlosen angeht, bleiben wir in Kontakt."
Das Gespräch war schnell vorbei, was an den Talenten der beiden lag. Sie schoss ihren Pfeil ohne große Worte, was ihn zusammen zucken ließ. "Gott Kleiner reiß dich zusammen." nörgelte SuXi keck, doch ihrem Partner gefiel dieses ganze töten und umbringen gar nicht, selbst wenn seine Feinde zahlreich waren. "Können wir das nicht irgendwie anders regeln ?" AhcXsas schüttelte den Kopf. "Wenn du nicht kämpfst TreXep, wirst du nur unnötig sterben. Du hast eine zweite Chance bekommen, verschwende die nicht. Unsere Gegner sind gnadenlos, also reiß dich zusammen und benutz deine Kräfte!"
Die Szenen fluktierten im Gedächtnis und brannten sich ein aller letztes Mal in den Verstand und in den Geist des Niemands. Seine gesamte Vergangenheit breitete sich vor ihm aus. Zeigte den Mut und die Verzweiflung, die er seinen Freunden, seinen Mitgliedern und Untergebenen gab. Zuckend wurden Gedanken von Gedanken überrannt. Mission an Mission ging in der Finsternis auf. Erstrahlte und verblasste dann. Der letzte Satz hallte wieder und wieder nach. Unsere Feinde sind gnadenlos. Benutz deine Kräfte. Aber was konnte er nun noch tun? Alles versank in Schwärze und es war wirklich nur noch ein goldener Faden, der ihn am Leben hielt. Nichts. Seine Kraft war das Nichts. Eine unendliche Leere voller Möglichkeiten. Ein Chaos aus Leere und Stille. Nichts war nunja...Nichts. Doch was gab es dort? gab es da nicht die Niemande? Sie sollten ja eigentlich gar nicht existieren. Sie waren Nichts. Doch wenn etwas nicht existiert, was ist es dann? Allein die Tatsache, dass man sich etwas, was nicht existiert in gewisser weise doch vorstellen konnte, machte es doch irgendwie dennoch existent...oder nicht?
Sein Geist tauchte hinab. Schon wieder driftete er in seinem Herz umher, fiel tiefer und tiefer. Stürzte an den Mosaiken des Ortes, des Erwachens vorbei. hinab in die schwärzeste Schwärze seines Herzens. Tiefer. Noch Tiefer. Hinab in die Unendlichkeit. Ins Vergessen. Ins Nichts. Er fühlte seine Seele vibrieren. Spürte seinen Verstand schwinden und fühlte, wie sein Körper sich von Außen auflöste und somit auch ins Nichts zurück kehrte. Xeinalem war ihm sicher böse. Denn nicht einmal die Zeit vermochte diese Wunden zu heilen und das, obwohl man ihr so viel Macht zusprach. Diese Vorstellung. Die Hasardeurin des Schicksals fühlt sich vom Schicksal betrogen. Das war doch die Perfekte Schlagzeile. Sie konnte nichts tun, ausser zu sehen, wie der junge Meister sich auflöste. Wie er zu Nichts wurde.
So langsam musste auch das Hirn von AhcXsas akzeptieren, dass es vorbei war. Doch er wäre nicht AhcXsas, wenn er so schnell die Flinte ins Korn werfen würde.
In seiner inneren Schwärze landete er. Sank auf die Füße, dann auf die Knie. Müde öffnete er die Augen und sah das Nichts. Ein gigantischer leerer Ort. AhcXsas war körperlos, doch fühlte noch alles. Beine, Arme und Kopf. Sogar Augen und Nase, als seien sie da. Unsere Feinde sind gnadenlos...Benutz deine Kräfte...So viel, was ich noch nicht weiß...so viel, was ich noch nicht verstehe...Meine Kräfte...
"Ich kann dir nicht versprechen, diese Welt zu retten, wenn meine Kräfte Amok laufen." Ich habe bereits mehr als eine Welt zerstört. Welten können wieder aufgebaut werden. Aber diejenigen, welche ihr inne wohnen. Diejenigen, welche noch immer am Leben sind und ihre zweite Chance genutzt haben. Die gilt es zu beschützen. "Also kannst du wegen ihnen nicht aufgeben und bist hier her gekommen?" Hier ist aber Nichts. Nur Leere und Finsternis. Wie könnte ich sie retten ohne eine Waffe in der Hand oder einem Zauberspruch im Ärmel? "Also ist es Macht die du anstrebst?" Macht? Enuma ist mächtig und dem Wahnsinn verfallen. Die Herzlosen sind mächtig und dem Wahnsinn verfallen. "Mmmmh...eine verzwickte Situation. Du bist ohne Macht nicht stark genug, aber fürchtest dich vor ihren Konsequenzen. Und das, obwohl du es bis hierher geschafft hast." Hier ? Ich bin gestorben. Zumindest ist es gleich vorbei. "Sag mir, was ist in deinem Leben das wichtigste ?" Mit meiner eigenen Kraft, anderen Kraft und Hoffnung zu geben, schätze ich. "Gut. Was möchtest du in deinem Leben tun?" Eine Zukunft schaffen, in der jeder glücklich sein kann. In der Ich glücklich sein kann. "Haha...in Ordnung. Und wovor fürchtest du dich?" Vor der Schwäche selbst und dem Vergessen. Ich weigere mich einfach aufzugeben!
Dieser kleine Monolog kam dem Niemand seltsam vor. Doch wieder begegnete ihm die Stimme, dieses mal mit einem kehligen Grollen: "Genau das wollte ich hören!" Dann durchbohrten glühende rote Augen das Nichts um AhcXsas herum. Sie waren monströs und verfolgten den Niemand mit feuriger Einsicht. düstere Schlitze, wie von einer Echse waren die Pupillen und eine Kraft war zu spüren, die auf keiner Skala messbar war. "Du hast dich bis ins Nichts geagt. Bist durch das Vergessen gefallen und hier gelandet. Du willst wissen, welche deine Kräfte sind? Genau das hier! Das Nichts!" Riesige Klauen bohrten sich Rechts und links neben AhcXsas in den schwarzen Boden und ein heißer Atem begegnete ihm brummend. "Wir die von Göttern und Menschen gleicherseits verleugnet wurden, haben deine Stimme gehört! Dein Herz soll mein Fleisch werden! Dein Körper, mein Herz! Willst du leben AhcXsas aus dem Reich des Lichts!? ANTWORTE!!!" 
Ein schwerer Flügelschlag war zu hören und katapultierte die Szene wieder zurück in die Realität. AhcXsas auflösender Körper reagierte und hob noch ein letztes Mal den Arm in Richtung des durchbohrten Herzens im Himmel, welches ironischerweise, genau seinen Zustand wiederspiegelte. Seine Zähne knirschten und es wirkte, als würden sie spitzer werden. Doch alles in allem, reichte es nicht. AhcXsas löste sich in den Armen seiner Freundin in düstere Schwaden auf, die in den Himmel zogen. Die Nummer Eins der Organisation starb.

Hoch Oben auf dem Altar des Nichts brodelte indes die Aurora der Welten und verband eine mit der Nächsten, nur um sie im Innersten zu verschmelzen und vermeintlichen Frieden zu stiften. Das gebrochene Herz im Himmel aber schlug ganz plötzlich dennoch. Düster und unsichtbar schlich sich etwas zwischen die Realitäten. Was gerade noch Krach gemacht hat, erlag nun einer obstinaten Stille. Es war, als schleiche etwas umher. Eine Präsenz, die beobachtete, die bedrohte. Es war, als ob die Furcht selbst ganz plötzlich in die Welt geschlichen wäre. Und als würde sich die Schlange um den Baum im Paradiese wickeln, schnürte sich diese Präsenz immer enger.
Ein kehliges Grollen knurrte durch die Luft, dann gruben sich gigantische, unsichtbare Klauen in Türme und Wände des Schlosses. Die Aurora aus Weltenillusionen wich gigantischen Schwingen, die keiner sehen konnte. Über Trainingsplätze und Gärten schlang sich ein gigantischer Schweif, welcher nichts zerstörte, dessen erstickende Aura, aber alles berührte.
Der Kopf dieser Geisterbestie schob sich am Altar vorbei und neigte sich hinab zu dem Halbgott, der dort das Schwert führte, welches alles zu zerstören drohte. Offenbar konnte nicht mal der Lucifer selbst die leere Existenz wahr nehmen, welche sich hier offenbarte. Dann aber ließ ein monströses Brüllen die gesamte Welt erschüttern, beben und zittern. Und mit dieser, alle anderen Welten. Es war wie ein Weckruf aus den düstersten Zeiten. Ein Schrei, der die Zeit und den Raum durchquerte und etwas ins Leben rief, das einst vergessen wurde, das nicht einmal mehr existierte. 
Und nur für den Bruchteil einer einzigen Sekunde, konnte man den titanischen, pechschwarzen Drachen und seine Glutroten Augen sehen, die mit finalem Urteil auf den Hybriden aus Herzlosem und Keyblader hinab starrten. Dann komprimierte sich diese gewaltige Existenz in nur einem Atemzug und füllte das zerbrochene Herz vollkommen aus. Was danach geschah, konnte man als direktes Wunder bezeichnen.
Das Kingdom Hearts der Organisation pulsierte und übte einen enormen Druck auf seine Umgebung aus. All das Gold in dem Mond kristallisierte noch etwas mehr, verlor jegliche Farbe und wurde wie aus Glas, ehe diese unscheinbare Durchsichtigkeit im Inneren von einer Flamme erhellt wurde, die glühte und pulsarartig anwuchs. Merkwürdige Zeigen zerrten sich in diversen Farben auf den Mond. Siegel, Runen, Bannkreise.
Enumas Augen weiteten sich und er konnte für den Moment nicht begreifen, was das sollte. Gehörte das zum Plan? War dies der Moment, in dem die neue Welt geboren wurde? War das dort drin, das Herz, dach dem er sich so sehr verzehrte? Sein Lächeln nahm überhand und er breitete die Arme aus, um die Erfüllung seines Tuns Willkommen zu heißen. Doch das war ein Fehler. 
Eine der Krallen, die sich vorher schon in einen der Türme des Schloss Grub hinterließ einen großen Kratzer in dem Glasherz. Dieses zersprang plötzlich und mit ihm hörte man noch einmal das Brüllen der Bestie. Irgendwas stürzte in Hochgeschwindigkeit aus den Trümmern. Enuma reagierte schützend mit einem Wall Zauber, doch wurde dieser einfach durchbrochen. Das Geschöpf warf ihn um. Packte ihn mit beiden Pranken fest an den Oberarmen und nagelte ihn am Boden fest. Der Engel wusste nicht wie ihm geschah, doch dann biss ihm ein lefzendes Maul in die Kehle, riss ein großes Stück Fleisch heraus und schmetterte den restlichen Körper fest in den weißen Marmor. Das Geschöpf sprang nach hinten weg. Es stürzte taumelnd, grinsend, kichernd. Es schluckte das leuchtend blasse Fleisch herunter und stellte sich dann auf. Noch etwas unbeholfen tastete es seine Hörner ab, die aus dem schneeweißen Haar ragten und fuhr über den Körper, dem es innewohnte. Von der Wirbelsäule abwärts zog sich ein schwarzer Schweif, der freudig hin und her schwang und aus den Schulterblättern sah man schwarze Fortsätze, die wohl einmal Flügel werden wollten.
Düsternis huschte über den nackten Leib und kleidete den Mann in schwarze Gewänder, die eng und edel an lagen. Und erst als man den Nebel aus kristallinen Trümmern verschwinden sah, konnte man die wahre Gestalt dieses Wesens erkennen. Das Gesicht und der Körper waren die des Superiors. Die Augen aber hatten eine andere Farbe. Der rechte Arm wirkte dämonisch, doch die Kleider, die ihn bedeckten schienen von einem edlen Geschmack zu zeugen. Der Dämon atmete tief ein, als könne er selbst noch nicht ganz realisieren, dass er hier war. "Das ist also deine Antwort. Hahaha..." 

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Xeinalem
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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   14.06.17 13:29

Ihr erster Gedanke war: Ach du Scheiße!, der zweite Gedanke war: Weg hier und zwar schleunigst!
Es gab Dinge, die die Zeit nicht verhindern könnte, es gab Dinge, die sie vergessen ließen,  dass sie neu starten konnte,  Weil sie wiederum genau spürte, dass dieses Ereignis immer wieder geschehen würde, auch wenn das vorherige noch so glatt abgelaufen wäre. Kein Entkommen von Wahnsinn und der Zerstörungskraft. Und auch das Kingdom Hearts,  das bis eben noch so herrlich vom Himmel gestrahlt hatte, war zernichtet. Xeinalem zweifelte zwar nicht daran, dass es für jeden Sprung den passenden Kleber gab, aber hier benötigte man eine wirklich große Tube oder einen sehr ergiebigen Prittstift.
Was blieb ihr anderes übrig, als um ihr Leben zu rennen und zu hoffen, dass ihr Überleben vielleicht eine Wende bringen könnte? Immerhin gehörte es zu Ahcxsas' Lieblingssprüchen, dass man das neu geschenkte Leben ehren und nutzen sollte. So hielt sie, unbemerkt von den Kontrahenten, immer wieder mal die Zeit an, um sich aus der Schusslinie oder Enumas Nähe zu bringen, denn der Kerl war ihr nicht mehr geheuer, das war kein Geheimnis. Die Situation schien so aussichtslos, dass sie sogar dem verwandelten Ahcxsas nur mit gemischten Gefühlen zutraute, dass er die Wende bringen konnte. Aber das mochte vielleicht nur an dem geschwundenen Licht liegen, denn jetzt, wo das Kingdom Hearts ziemlich demoliert worden war, war es hier sehr viel dunkler geworden, was den beiden Kämpfern wohl nicht sonderlich auffiel.
Xeinalem verzog sich ein wenig vom Getümmel, wenngleich das wohl im Endeffekt keinen wirklichen Unterschied nach sich zog, so ließ sich doch vielleicht ein kostbarer Moment abgewinnen, der es ihr ermöglichte, einen neuen Versuch zu starten.


Die kleine Reisegruppe betrat den Altar des Nichts. Es war das klassische Bild von Sandalen und weißen Tennissocken, Sonnenbrillen, komischen Maurerkappen, Hawaii-Hemden, und Shorts, die haarige Beine bekleideten. Kaum mehr als zehn Mann und Frauen waren es wohl an der Zahl, die von einer im Regenmantel bekleideten Frau mit einer Plastikrose in der Hand angeführt wurden.
"Und hier sehen Sie den Altar des Nichts. Machen Sie noch schön viele Photos davon, denn in wenigen Augenblicken wird er höchstwahrscheinlich nicht mehr da sein.", sie pausiere und richtete ihre Rose nach oben auf den dunklen, mondlosen Himmel, "Und wenn Sie Ihre Augen nach rechts richten, sehen Sie die Stelle, wo bis vor 30 Sekunden noch das Wahrzeichen dieser Welt, das berühmte Kingdom Hearts den Himmel verschönert hat. Es ist ein Jammer, dass wir nun keine Nachtwanderungen mehr machen können oder romantische Spaziergänge im Mondschein, aber ich hab zu meinem Mann auch schon gesagt, dass es sich nicht lohnt drüber zu heulen, denn neue Herausforderungen sind immerhin das, was das Leben ausmacht."
Eine Flut von Blitzlichtern erfüllte das Kampffeld. Eine Hand erhob sich aus der Menge, welche einem Mittelalten Mann gehörte.
"Und was machen diese unheimlichen transistischen Gestalten da in der Luft?", frug er und schien die Gefahr gar nicht zu bemerken. Er war schließlich nur ein Tourist, ein unglaublich unschuldiger Zuschauer, der mit der ganzen Sache eigentlich gar nichts zu tun hatte.
"Das sind der Herr Ahcxsas und der Herr Enuma in einem epischen Kampf auf Leben und Tod, der über das Schicksal dieser Welt entscheiden wird.", sagte die Frau und Xeinalem, die das freilich alles hörte, war verblüfft, wie gut die Reiseleiter heutzutage über die selbst superaktuellsten Themen informiert waren und sich, wohl durch die schlechte Marktlage, nicht aus der Ruhe bringen ließen.
So schaut die Frau auf eine Uhr an ihrem Handgelenk, die nicht da war und fügte ihrem eben geäußerten Satz, der sehr viel frohe Erwartung in ihrer Schar gestreut hatte, hinzu:
"Leider können wir nicht länger hier zuschauen, da wir sonst den Zeitplan nicht schaffen. Wir werden uns nun einem anderen Teil dieser Welt widmen. Folgen Sie mir unauffällig"
Und so verschwand die Reisegruppe wie eine Szene, die von einem Autoren einfach nur eingefügt wurde, damit sein Post wesentlich länger aussieht und weil sich andere Autoren dieses Forums immer sehr über humoristische Einwände freuen.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   22.06.17 11:04

Der Schreck, wenn einem die Kehle von einem Monster durchgebissen wurde, konnte man sich bis zu dem Moment in dem es geschieht nur schwer vorstellen. Es war so schnell vorbei, wie es passierte. Enuma wurde an den Schultern gepackt, spürte einen dumpfen Riss im Hals und schmetterte zu Boden. Seine Sicht war weder verschwommen, noch neblig aber der Schmerz in seinem Hals war real. Scharlachrot schoss das Blut aus ihm heraus und er spürte, wie er automatisch anfing zu gurgeln und zu raunen. Außerdem spürte er, dass er an dieser Wunde zwar litt, aber nicht starb. Es war so, als würde sein Bewusstsein zurück treten und Platz für etwas grausiges machen. Dies war die Stelle, als er sich fragte, ob er noch menschlich war. Doch das war er nicht. Und die Realität war eine sehr bittere Pille für den Schlüsselschwertkrieger.
Sein Hals pulsierte und langsam wandelte sich das Blut zu strahlend weißem Licht, welches sich um die Wunde legte und diese schnell und sauber heilen ließ. Ahcsas spürte die Wut und Finsternis in ihm aufsteigen und erhob sich. Stützte sich auf das Schwert und starrte dem Neuankömmling harsch entgegen. Er hatte ja schon einiges gesehen. Herzlose. Niemande. Dämonen. Gestaltwandler. Was es nicht alles gab. Doch das Wesen, welches dort vor ihm stand, als wäre er gerade erst aus dem Bett aufgestanden, erkannte er nicht. Es war der Meister der Niemande, keine Frage. Doch trug das Wesen diesen nur wie eine Art Anzug. Innerlich war es viel größer. Viel mächtiger. Er spürte das Ungleichgewicht, welches in dieser Gestalt vor ihm herrschte. Dennoch ließ es ihn erzittern. Die Kraft, welche dort das Kingdom Hearts zerstörte und ihn umwarf, als wäre es nur eine Militärübung war gewaltig.
Ein flinkes Grinsen huschte über sein Gesicht und er begann das Wesen sofort als Rivalen zu betrachten. Es rivalisierte seine eigene Kraft und das weckte den Nervenkitzel in dem Mutant aus Licht und Schatten. Doch war es im Prinzip auch Einerlei. Die Welten würden wieder eine Welt werden, ob er nun Zeit schinden könnte oder nicht. Alles würde in den Äther zurückkehren und neu erschaffen werden. Eine Welt - Alle Welten. 
Der Lichtbringer schwang das Schwert und der Staub lichtete sich. Er dehnte seine Muskeln, fasste sich erneut an den hals, um zu prüfen ob alles noch intakt war. Knurrend testete er, ob seine Glottis noch vibrieren konnte und dann fragte er mit etwas tieferer und flammender Stimme: "Was zum Teufel bist du!?" Enuma selbst wollte gar nicht so erregt klingen. Doch in ihm keimte eine Wut, ein Hauch Angst auf, dass er seine Mission nicht schaffen würde. Und allem voran, dass er nicht das Herz der neuen Welt kosten könnte. Ahcsas schüttelte den Kopf und sah durch die Augen des Lichtbringers den Halbdrachen. Ungeduldig setzte er nach: "Antworte mir!"

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   22.06.17 13:22

Gemütlich sah sich der wiedererweckte AhcXsas um und sah das Chaos was hier auf dem Plan stand. Die Stadt wurde von düsteren wesen überrannt. Die Welten verzerrten sich im Himmel. Die Touristengruppe war vollkommen verwirrt. Und die Wände sondern grünen Schleim ab...warte...das nicht. Zumindest war es ein heiden Tohouxwabouhoux. Er verschränkte die Arme und überlegte. Sein Gesicht wirkte dabei sehr entspannt und stressfrei, ganz im Gegensatz zu der aktuellen Situation. Dann, wie im Affekt, fand sein Blick zu Xeinalem. Er ging über den Schutt hinweg, schnurstracks auf das Mädel zu. Er sah sie durch die Metallblauen Augen an und blinzelte. "Schätzchen, verzeih mein rüdes Auftreten. Aber du siehst aus, wie jemand, der weiß, wie spät es ist." Er zeigte auf die überdimensionale Taschenuhr, welche Xeinalem, als ihren Limit Indikator benutzte. "Weißt du, ich war ne ziemlich lange Weile nicht mehr...äääh...sagen wir existent. Und ich frage mich wann ich im Moment bin." Er gestikulierte und lächelte die Hasardeurin charmant an.
Es war ungewohnt in diesem Körper zu stecken, doch war er irgendwie vertraut. Als hätte er nie einen anderen gehabt, obwohl er sich durchaus bewusst war, dass er einmal viel größere Ausmaße hatte. Es war erfrischend jetzt mal etwas kleiner zu sein. Dann keiferte sein Kontrahent neu los und der Schneeblonde drehte sich mit gelangweiltem Blick um. "Na hör mal, jemanden ins Wort zu fallen ist extrem unhöflich! Was hat dir deine Mutter eigentlich beigebracht?" 
AhcXsas entschuldigte sich bei Xeinalem und dehnte sich etwas. "Sorry Süße, ich glaube wir müssen erstmal was, gegen diese Bedrohung hier unternehmen. Ich hab ja schon ultra komplizierte Schwerter gesehen, aber wer sich dieses Ding ausgedacht hat, wusste wohl nicht, wann Schluss ist." 
Er schwang die Hand zur Seite und darin erschien die Doppelklinge des Herren des Nichts. Die Laserschneiden aber waren schwarz mit goldenem Schimmer und die Kraft die es emminnierte, übertrumpfte alles bisher dagewesene, was AhcXsas je hervor gebracht hatte. "Na da wollen wir doch mal sehen, was der Kleine so drauf hat. Süße, ich hoffe du kannst mir etwas den Rücken decken. Der Kampf wird ziemlich dreckig!" Derjenige, welcher AhcXsas Körper beschlagnahmte, grinste in einer Arroganz, die man wahrscheinlich nur von gewissen Eisköniginnen kannte. Seine Hand zuckte nach vorn und augenblicklich zuckten weiße Blitze über seinen Arm, die sich in der Hand verdichteten und sich mit einem lauten Donnerknall in Richtung des Lichtbringers entluden. Der Einschlag war so gewaltig, dass es den halben Altar mit riss und den Marmor noch eine Weile unter Strom setzte.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   24.07.17 21:33

Das war wie in einem krüden Horrofilm mit Vampiren, der Macht der Dunkelheit, einer halbblöden Reisegruppe und Xeinalem starring as Hermione Granger. Und das schlimmste war, dass ihr Zeitumkehrer einen feuchten Popel im Moment wert war und das nicht nur aus Spaß, sondern ganz im Ernst. Sie blickte gebannt, wie die Ausgeburt der Unsterblichkeit sich das Blut aussaugen ließ, zumindest sah es aus ihrer sicherer Perspektive so aus und sie wollte sich nicht damit brüsten, besonders tapfer zu sein. Denn für die Hasardeurin des Schicksals war der eigenen Haut noch wichtiger als das der anderen.
Sie machte sich langsam wirklich Sorgen, was diesen Bringer des Lichts anging. er heilte eindeutig zu schnell und das trotz dieser brachialen Vorgehensweise, die Ahcxsas bei ihm an den Tag legte. Was veranlasste ihn eigentlich dazu, seinen Gegner zu beißen? Er war immerhin keine menstruierende Frau beim Sommerschlussverkauf und Enuma war gewiss kein Paar neue Schuhe von Christian Lou Boutin.
Mit einem gewaltigen Satz sprang die Kartenspielerin schließlich zurück, als der Beißer sie nach einiger Zeit ansprach, Bei Beißern musste man stets auf der Hut sein und ihnen bloß keine Möglichkeit geben, die Zähne zu wetzen.
"Was?", entfloh es ihr dann ungläubig bei der Frage. Hatte der Kerl gesoffen? Er konnte doch wohl eine Uhr mit herkömmlichem Ziffernblatt lesen? Na ja, bei den heutigen Generationen konnte man das nun wirklich nicht mit Sicherheit sagen.
"Es ... sind 10 Minuten vergangen?", stammelte sie hervor und konnte sich kaum vorstellen, dass der Tod einen so unempfindlich der Zeit gegenüber machte. Oder dachte er, er hätte 20 Jahre verpasst? "Komm mir bloß nicht zu Nahe, Dracul-Ahcxsas! Oder ich schicke dich in die Ungeheuer High, bevor du noch mal beißen kannst!", warnte sie vor. Und dann krachte es auch schon im Marmor und Xeinalem schrie unwillkürlich auf, denn dieses Geräusch würde der Bausicherheit sicherlich nicht zusagen. Und ihr Arzt würde ihr auch vom Risiko und der Nebenwirkung abraten, noch länger hier zu bleiben. Wo ging es doch gleich zum Ausgang?

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   31.07.17 12:18

Seine Frage blieb verhöhnt und langsam aber sicher riss dem herzlosen Keyblader der Geduldsfaden. Was war dieses Monster nur, dass da in AhcXsas Körper hauste. Doch für Gedanken - merkte er - war es nicht die richtige Zeit. Denn so züggellos dieses Viech redete, so schnell und kraftvoll griff es auch an. Er hatte kaum Gelegenheit zur Verteidigung. Riss das Schwert vor sich, um dem gröbsten Schaden entgegen zu wirken, doch auch das half nichts. Schockiert spürte er, wie die Blitze seine Flügel durchschlugen und seinen Körper unter Strom setzten. Er spürte sein Blut kochen und sein Fleisch verbrennen. Es war ein tiefer, kreischender Schmerz, der ihm da widerfuhr. Doch etwas in ihm zerrte an den entstehenden Wunden. Es war, als rieb jemand kurzerhand Salbe darauf, damit es besser wird. 
Sein Blut spritzte leuchtend Weiß aus den Einschlagstellen der Blitze. Seine verbrannte haut wand und drehte sich golden, als würde sie aus flüssigen Insekten bestehen und als er begriff, dass er so schnell heilte, dass es unmenschlich war, musste er lachen. Er lachte den Staub weg. Grinste über beide Wangen. Er spürte die Schmerzen in seiner Brust und in seinem verstand noch nach hallen, doch realisierte, dass er mit dieser Regeneration, nahezu unsterblich zu sein schien. "So hast du dich also immer gefühlt..." flüsterte er mit gebrochener Stimme, als seine Hand an seine Brust griff und dort die letzte Stelle betastete an der das Gold, seinen Körper wiederherstellte.
Der Boden unter seinen Füßen war zersprengt und elektrisiert von der Kraft des mysteriösen Blitz-Zaubers, doch störte ihn das nicht weiter. Er schwebte zurück auf den Teil, des Altars, der heil war und streckte kurzerhand die Flügel aus. Sein Körper sank etwas zusammen und er putzte sich Trümmer und Staub von den Gewändern und aus den neuen Federn. Erschöpft atmete er und dachte nach. Ein innerer Sinn verriet ihm um die Manazusammensetzung des Angriffs, doch da war etwas seltsames drin. Etwas ominöses und Eigenes, was er noch nie zuvor erlebt hatte. "Ich verstehe..." Er erinnerte sich. 
Erinnerte sich an das, was ihm sein Geliebter einmal erzählt hatte. An Wesen, welche einst verbannt wurden. Kreaturen, die einst alles fast zugrunde gerichtet hätten. Boshafte Wesen, die nichts als Zerstörung kannten. Und wie die Geschichte der einen, der Urwelt, gehören sie in eine längst vergessene Vergangenheit. Was dort mit schwang in dieser Attacke war älter als Mana, so alt, dass es schon fast keine Magie mehr war. Es schauderte ihm vor dem Gedanken. Wieso und woher kam plötzlich ein solches Wesen? Warum nistete es sich in den Körper des Niemandes ein ? Seine Augen weiteten sich und er sah sich um, sah auf sein Schwert und dann zurück zu seinen Gegnern. "Du hast also die Gelegenheit genutzt, um deinem Gefängnis zu entkommen." Er knurrte leise. "Ich kenne euch nicht. Ich kenne nur Geschichten...doch verrate mir. Welcher von ihnen bist du ?"

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   31.07.17 15:00

Lachend zuckte der junge Mann mit den Schultern. Das Mädel hatte wirklich Sinn für Humor. Und offensichtlich war sie ein wenig hinterher, was die Geschehnisse anging, doch das konnte man ihr nicht verübeln. Er selbst wusste nicht mehr wie viel Zeit vergangen war. Wie viele Äonen, Jahrtausende vergangen waren. Aber vielleicht hatte sie recht. Vielleicht waren es auch nur ziemlich lange zehn Minuten. Was war die Ewigkeit schon gegen das Vergessen ? Oder zehn Minuten in den Augen der Zeit selbst. Ob Jahre oder Sekunden, Zeit machte alles gleich. 
Aber er schmunzelte. "Ich bin doch kein Vampir, ich bin ein Dra..." Doch da sah er wie der Feind aus dem Staub hernieder glitt und sich erschöpft auf den Rand des Altars nieder lies. Den Regenerationsprozess, sah er unter den aufgewirbelten Trümmern und dem Staub kaum, er ahnte aber, dass mit dieser Kraft nicht leicht Kirschen essen war. Und erneut unterbrach er die beiden, was der junge Mann dieses Mal aber nicht so schlimm fand. Immerhin schuldete er jedem Anwesenden hier eine Erklärung. So richtete er sich auf. Er Atmete einmal tief ein um Brustkorb und Schultern zu betonen und lächelte verschmitzt mit dem Gesicht seines Wirts.
"Wie scharfsinnig von dir." merkte er an. "Tatsächlich habe ich die Gelegenheit genutzt, die du erschaffen hast. Alle Tore standen sperrangelweit offen. Alle Gefängnisse, Dimensionen oder Weltenrisse. Tun sie immer noch... Doch ohne einen Willen, ein Herz und dem Wunsch zu Leben, hätte ich es nicht geschafft. Und hier kam dieser Niemand, dieser junge Mann ins Spiel." Er zeigte mit der Krallenhand auf seinen Brustkorb. "Niemande sind in erster Linie übrig gebliebener Wille. Ein Körper mit Erinnerungen, ohne Herz. Und indem dieser hier sein Herz hat vom Nichts verschlingen lassen, konnte ich ihn zurückholen." Er grinste. "Sein Wille hat mich gerufen. Sein Herz hat mich beschworen."
Er hielt kurz inne. Die Auswüchse auf seinem Rücken bewegten sich und knackten ungesund. Mit einem fleischigen Knacken wuchsen sie. Weiter hinaus, bildeten schwarze Knochen, die sich erstreckten und Flügel bildeten. Erst glichen sie denen einer Fledermaus, ganz mit schwarzer, blutiger haut überspannt. Doch mit einem Ruck und einem gigantischen Puls wurden sie überdeckt von reinen, weißen Federn, welche alle aus kleinen Drachenschuppen zu bestehen schienen. Sie schillernden im Licht in diversen farben, behielten aber immer noch ihr reines Weiß. Sein Schweif peitschte auf den Boden und seine Krallen spannten sich an Händen und Füßen an. Die Augen begannen stahlblau zu leuchten und ein wilder, leidenschaftlicher Ausdruck zierte sein Gesicht.
"Ich kehrte zurück aus dem Vergessen! Zurück aus dem Nichts! Ich war und bin ein Esper!" Seine Stimme wurde lauter und durchdrang die Luft des ganzen Altars. "Ich bin der Abenddrache! Das schwarze Chaos! Mein Name ist..." Und zwischen den Schulterblättern des Niemandes gleißte ein solarblaues Siegal auf, welches dort wie ein Heiligenschein die Insignie des Drachengottes trug. "BAHAMUT !!!"
Er spannte die Flügel noch etwas weiter auf, sodass es einen Ruck gab und er kurz ein paar Zentimeter in die Luft stieg. Sogleich wurde die Nacht in dieser Welt von einem hellen Strahlen vertrieben. Ein blauer Stern, der wie eine Sonne, weit entfernt, diese Welt in ein neues Licht tauchte. "Xeinalem!" rief er bestimmend. "Beschleunige bitte meine persönliche Zeit. Wenn er wirklich eine solche exorbitante Regenaration hat, feuer ich lieber gleich mit den großen Kanonen..." Das Sigil an seinem Rücken begann zu rotieren und Energie floss von überall auf AhcXsas zu, dessen Aura einen leuchtenden, blauen Schimmer annahm.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   02.08.17 18:13

Xeinalem war sich nicht sicher, welches Übel nun schon wieder auf der Schwelle stand. Aber sie hatte genügend Wortquizze für sich entscheiden können, um zu wissen, dass Dra auch in "Dracula", "Drama", "Drachme", "Draht" und "Dransania" vorkommt. Ein Pflock durch's Herz würde AhcXsas also mit ziemlicher Sicherheit helfen können. Dummerweise hatte sie keinen dabei und was so lustig an ihrer Zeitangabe war, wusste sie außerdem nicht. Galt das nun wieder als "typisch Mann"? Sie konnte es partout nicht sagen und das war etwas beunruhigend.
Sie entfernte sich ein Bissen, als Monster Eins und Zwei ein für die unergründliche Zwiegespräch führten und war nahe daran, zu flüchten, als ihre sonst doch eher tauben Ohren auf ein interessantes Wort stießen.
"Drache?!", entfuhr es ihr fassungslos und sie verharrte auf der Stelle. Das möchte doch ein übler Scherz sein! Vor allem nannte sich dieses mystisch-mysteriöse Geschöpf nach einer Drachengestalt, die seit mindestens 5 Jahren für tot galt (Bei langlebigen Geschöpfen ist die Zeit für die Todeserklärung wahnsinnig hoch angesetzt, weswegen Drachenehefrauen oftmals eher selber versterben, als dass sie zu Witwen erklärt werden.)
"Was ist mit dem echten AhcXsas?! ", fuhr sie den an, der sich für Bahamut hielt, wobei ihr schnurzpiepe war, was eigentlich eine Esper sein solle, wahrscheinlich eine besonders gemeine Wespe ohne Hut oder so. Sie ignorierte seine Anfrage nachdrücklich mit gekreuzten Armen.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   03.08.17 10:24

Ahcsas...Enumas Herz pochte vor Überraschung. In dem jungen Leben des Kriegers tauchten bislang nur wenig Dinge auf, die ihn wirklich sprachlos machten. Und auch die Energie, welche wie ein lauer Sommerwind aufzog, der blaue Stern, der den Himmel erhellte und die Silhouetten der Welten ebenso in ein ganz anderes Licht tauchten oder aber die Tatsache, dass sein Magen sich immer noch nach einem frischen Herz sehnte, brachte ihn nicht so sehr aus der Fassung, als diese Legende, welche sich hier ankündigte. "Bahamut..." flüsterte er zu sich selbst. Sein Gesicht wirkte blass und geschockt. Doch dauerte es nicht lange, dass der Wahnsinn oder gar der Herzlose in ihm, ein recht süffisantes Grinsen auf sein Gesicht zeichnete. 
"Ihr wurdet doch allesamt ausgelöscht. Wie kann es sein, dass du wiedergekehrt bist?" Er taumelte leicht zurück und legte den Kopf in den Nacken, hoch in den Himmel starrend. "Habt ihr mich etwa angelogen!?" Brüllte er plötzlich den Sternen entgegen. Doch sein Haupt neigte sich wieder zur Seite und seine Augen glitten in Richtung des Pseudo-Niemands "Ich kann das nicht zulassen. Wenn du hier bist...dann war seine Arbeit völlig umsonst. Wenn ihr wiederkehrt, auch nur verändert wiederkehrt, würde es alles zerstören, wofür wir gelebt haben." Er kicherte halb verrückt. Mittlerweile schien er den verstand nicht mehr so recht kontrollieren zu können, welcher sich aus Licht und Finsternis zusammengeschmiedet hatte. "Oder aber dein Herz ist der Schlüssel. Ich frage mich...wie das Herz einer Esper schmeckt..." 
Seine Augen weiteten sich, jetzt, da er den Gedanken ausgesprochen hatte. Er war verblüfft über sich selber, doch im selben Moment fühlte es sich nicht falsch an, so zu denken. Und ja...sollte er Bahamut oder AhcXsas Herz verschlingen, würde seine Kraft vielleicht reichen das Vorhaben sofort zu beenden. Vielleicht würde es ja sogar diese vermaledeiten Kreaturen davon abhalten zurück aus dem Nichts zu kommen. Selbst wenn sie ihn angelogen hätten, seine vermeintlichen Freunde und Gefährten, selbst dann wäre es noch das Richtige zu tun. Diese Kreaturen waren die personifizierte Zerstörung. Sollten sie sich in der neuen Welt ansiedeln...NEIN das durfte, würde, konnte nicht passieren. Dafür würde er sorgen. Hier und jetzt!
Er stützte sich auf das Schwert und in ihm brodelte eine Kraft auf, eine Wut und eine Begeisterung, die er nie zuvor gekannt hatte. Weder als Herzloser, noch als Mensch. Kehlig dröhnte es aus seinem Hals und ein immenser Schmerz durchfuhr seinen Kopf. Ein weißes Rauschen sammelte sich energetisch um die X-Klinge, welche er alsdann in den Himmel hob. Und als er es in einem schnellen Hieb senkte, vibrierte die Luft bis hin zu den Niemanden und tausende kleine, schwarze und weiße Explosionen streuten sich wie eine Nagelbombenexplosion in Richtung der Nichtigen und der Esper. Sie mussten vernichtet werden, ehe er die neue Welt erschaffen konnte. Sie mussten vernichtet werden!

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   03.08.17 11:31

"So gerne ich dir das beantworten würde, aber für einiges habe auch ich noch keine Erklärung." Entgegnete der Drachenkönig der Hasardeurin. "AhcXsas lebt noch, keine Angst, aber er musste ein Opfer bringen, damit er zurück kommen konnte. Ich hab nur geholfen. Also leih mir deine Kraft und lebe, oder flieh, wie ein feiges Huhn. Ich für meinen Teil werde den Wunsch dieses Niemands respektieren und diese Welt verteidigen!" seine Stimme trug keinen einzigen Hauch eines Zittern oder eines Zweifels in sich. Er klang bestimmend, wie der Regent, welcher er einst war. Doch dies war kein Zeitpunkt, für Erklärungen. Er kannte die Nummer Zehn nur aus den Gedanken und Erinnerungen des Körpers, welchen er im Moment beseelte. Sie wollte Antworten gerne sofort haben und reagierte etwas zickig, wenn dies nicht geschah. Lag vermutlich am zu kontrollierenden Element. Doch auch, wenn sie die Zeit anhalten, verlangsamen oder beschleunigen konnte. Dies war schlichtweg nicht die Zeit für derartige Gespräche.
Und als hätte er es bereits geahnt, verlor der Hybride dort langsam mehr und mehr den verstand. Er hatte zwar Recht mit dem Gedanken, dass es Wesen wie ihn gar nicht mehr geben sollte, aber Bahamut war der lebende Gegenbeweis. Er war sich auch überaus bewusst, dass er im Moment nur den Körper eines anderen besetzte, doch die Regeln für Wiedergeburten oder Rückkehraktionen aus den Tiefen des Nichts standen wohl nirgendwo verfasst. Wahrscheinlich nicht mal im großen Buch der Gummibären. Und da steht sonst wirklich Alles drin. Sogar ein Rezept für den besten Weihnachtsstollen, des Multiversum. 
Dann war es auch schon so weit und er erwähnte SIE. Zumindest war sich der Esper sicher, dass er seine zuckersüßen alten Feinde meinte. Wer sonst hätte dem Schlüsseldienst von solch uralten Wesen erzählen sollen, als diese vermaledeite Brut. Wenn dem so war, brachen sie ihre eigenen Regeln. Ein Umstand, der ihm noch weniger gefiel, als ein Irrer, der die Leben aller Welten in seinen Händen hielt. Und jetzt, wo ihm der Gedanke kam...Warum waren sie nicht hier, um etwas gegen eine derartige Bedrohung zu unternehmen? Doch er schreckte auf, als der Bombenhagel los ging. 
"Verdammt!" brüllte er und setzte sofort an, dem Mädel mit der großen Taschenuhr entgegen zu stürzen. Er packte sie und schloss die Flügel um Beide. Wieder durchströmte ihm ein Ruck Energie und eine bunt schillernde Facetten-Kugel schloss sich um die Protagonisten. Doch damit nicht genug, schien sich die Kraft des Nichts damit zu vermischen und die Facetten begannen sich mitoseartig zu vervielfachen und bildeten damit einen Wall, welcher wohl mehreren Wasserstoffexplosionen stand gehalten hätte. Selbst für den Drachen, war dies eine echte Neuheit. Dennoch waren die Angriffe aus Licht und Schatten so immens stark, dass sie hin und her geschleudert wurden und mit einer letzten gewaltigen Explosion in die Luft befördert wurden, wo die Barriere dann zersprang, als sie aus der Gefahr heraus waren. Bahamut hielt das Mädel in den den Armen und schwebte dann, weiter an Ort und stelle. Immer mehr und mehr des Äthers und der Energie floss in ihm und halb sichtbar bildete sich hinter dem ersten Sigil nahe seines Rückens ein Zweites.
Er sah auf die Zerstörung herab, welche der Angriff des Feindes verursacht hatte. Der Gesamte Altar wurde ausradiert. Die Türme stürzten zusammen und kein Stein stand mehr auf dem anderen. Ein wirklich erschreckender Anblick. Der Gesichtsausdruck des Niemands war fern von Friedlich, als er sich das Chaos ansah. "Zeit ist eine seltsame Sache nicht wahr?" sprach er ruhig zu der Frau in seinen Armen. "Ich kannte einmal jemanden wie dich. Wenn du Zeit manipulieren kannst, musst du wissen, dass es Fixpunkte gibt, die man selbst überwinden muss, ehe es weiter geht. Ich frage gar nicht erst, wie oft du diesen Moment durchlebt haben musst. Aber wenn du mir ein bisschen von deiner Zeit schenken kannst, dann verspreche ich dir dieses falsche Ende zu verhindern." Er klang nicht danach, dass er sie überzeugen wollen würde, es klang eher danach, dass er etwas zitierte, was er schon einmal jemandem gesagt hatte. Es war auch keine Bitte oder ein Befehl. Aber selbst sie sollte merken, dass das hier die größte Chance war, die Geschichte neu aufflackern zu lassen, welche seit geraumer Zeit existierte. Im Gegenzug wusste er nicht, in wie weit Zeit eine Rolle in den Tiefen des Nichts spielt. Ob sie dort gar nicht wirkte oder allumfassend war. Dementsprechend, konnte er auch mit nicht mit Bestimmtheit sagen, ob Xeinalem jemals diese Situation erlebt hatte. Bahamut kam aus dem Nichts und sollte man dem Wort vertrauen ist im Nichts eben...Nichts. Also war es vielleicht sogar nur ein Appell an ihre Neugier. 
Dann gewann das Siegel auf seinem Rücken an Farbe und ein Ruck Energie huschte über seine Flügel.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   20.08.17 19:37

Die normale Antwort auf eine Anfrage dieser Art war zweifelsfrei: NEIN. Ein völlig Fremder und sie sollte ihm helfen, gegen einen gemeinsamen Feind zu gewinnen. Auf der einen Seite klang das zwar nicht schlecht, aber woher wusste sie, dass es dem richtigen Ahcxsas wirklich gut erging und dieser Kerl sich nicht einfach nur seinen Körper unter den Nagel gerissen hatte? Es gab an sich keine Garantie und wenn sie es recht bedachte, war zu fliehen die bessere Entscheidung als zu bleiben und sich ermorden zu lassen.
Sie wollte sich wirklich verpissen, allerdings genoss sie dann auch schon die innige Umarmung mit diesem Superdrachen und war erstmal ziemlich sprachlos. Denn an sich erschütterte es ihre Theorie, dass dieser Kerl böse war. War er vielleicht so böse, dass er zudem noch durchtrieben genug war, sie zu retten, sich von ihr verbessern zu lassen, um dann alles zu vernichten? Aber sie hatte da wenig Auswahl, was ihre Kampfgefährten anging, denn mit Crazy Enuma wollte sie nicht so gern kooperieren. Aber der Drache war unheimlich. wenn doch nur Ahcxsas ihr einen Wink geben würde oder ein Zeichen oder wenn nicht alles so drängend gen Hölle abdriften würde! Das täte ihr die Entscheidung nun wirklich leichter machen, so aber war sie genötigt und dieser Doofkopp sie auch noch anmeckerte, half doch nun wirklich keinem.
Sie blickte sich um und sah die große Zerstörung, die wirklich nicht gerade schön war, bedachte man außerdem, dass sich die Putzen solche Mühe damit gegeben hatten, den Altar zu Bohnern und das nur eine Stunde vor der unholden Schlacht.
Sie wusste, dass sie etwas tun musste und überhörte dabei die gutgemeinte Rede ihres Retters. Es gab an sich nur eine Option, die sie hatte und die Alternative war schlichtweg: Xeinalem, stürz dich in den Tod; so machte man es in Games auch immer, wenn man partout nicht weiterkam. Aber das hier war ihr dann einfach zu unsicher. Sie musste erst wissen, wie dieser Zeitstrang sich entwickelte. Sie musste es einfach mal riskieren.
Ihre Hand begann zu glühen und ohne um Pardon zu bitten, schob sie eine leuchtende Energiekugel in den prachtvollen Brustkorb des Drago-Xsas und beschleunige seine Zeit um das 5fache.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   30.08.17 10:01

Aus dem Staub heraus glühten die Augen der Bestie, als könnten sie alles sehen. Der Schmerz, welcher ihn durchflutete ließ kurz nach, stieg dann aber alsbald wieder an, als sich mehr und mehr wabernde Energie um die Klinge formte. Er spürte wie er begann seine Gedanken zu verlieren. Wo hier noch eine Frage im Raum schwebte, war dort nur noch ein Sturm aus Wut und Chaos. Da wo unschuldige Neugier saß, herrschte nun durchtriebene Begeisterung. Die Kraft und die Macht und die Herrlichkeit wuchs in ihm an und brodelte schmerzhaft in seinen Venen. Er imaginierte nie, dass so große Macht mit so großer Qual einher ging. Und dennoch...jeder Schmerz wurde gleichzeitig von einer heilenden Woge hinweg geschwemmt. Es war ein unbeschreibliches Gefühl, dass da in ihm kochte.
Sein Blick glitt nach oben, wo die Niemande sich mit einer ihm vollkommen unbekannten magischen Struktur schützten. Er grinste wild, als er dies sah und es für vergnüglich befand. Es machte ihm Spaß etwas Neues zu sehen. Er freute sich auf das Risiko. Und darauf, ihre gequälten Gesichter zu sehen, sobald er ihnen das Schwert durch die Brust rammte. So langsam realisierte er nicht mehr den Unterschied zwischen ihm und dem Herzlosen, zwischen ihm und dem Keyblader. Ihre Wesen verschmolzen immer mehr und sie wurden etwas komplett Neues. Je mehr Schmerz und Macht in ihm aufstieg. Desto mehr verwischte die Grenze. Licht und Schatten wurden eins. Ein großes, graues Ungetüm, dass Wurzeln in seinem Herzen schlug und es drohte zu verschlingen. Aber sei es drum. Diese Rolle war ohnehin zu Schade für diesen Möchtegern Schlüsselträger, Xovriel. Sie stand ihm viel besser. 
Er machte einen Schritt nach vorn und der Staub wehte in einer Druckwelle davon. Zusätzlich begann der Boden unter seinen Füßen nachzugeben und das Gestein schmolz in einem etwa ein Meter Radius um ihn herum zu einer Lavaartigen, zähen Flüssigkeit. Die Schiere Macht, welche sein Körper ausstrahlte schien zu viel für den Boden und die Trümmer zu sein. Und als befände man sich in diesem surrealistischen Bild mit den schmelzenden Uhren, gerieten immer mehr Ecken und Trümmer in einen solchen Zustand. Hinzu kam, dass die Welten immer mehr zusammen drifteten und gefährlich nah zu kommen schienen. Solange dies geschah. Solange sich alles vereinte, konnte er beruhigt sein. Doch diese Niemande waren ihm ein Dorn im Auge. Wer wusste schon, ob nicht existente Wesen in der neuen Welt nicht immer noch da waren. Das Nichts ist immerhin unberechenbar. Er musste sie ausradieren. Alle!!!
Ein glucksendes Gelächter drang aus seiner Kehle in einer Stimmart, die weder dem herzlosen Ahcsas, noch Enuma glich. In der Tat war es jetzt etwas ganz Anderes. Jemand ganz anderes. "Hört endlich auf euch zu wehren und sterbt!!!" schrie er aus voller Kehle und mit einem zur Fratze verzerrten Gesichtsausdruck. Er schwang das Schwert erneut in ihre Richtung und tausende kleine, schwarze und weiße Lichter erstrahlten wie Sterne um die Niemande herum. Sie glitzerten kurz auf und explodierten dann in einem Sturm aus Licht und Finsternis, welcher alles aufzehren und verschlingen würde, was er berührte. Enuma selbst zischte in die Himmel hinauf, als er sich mit seinen großen Flügeln abstieß. Sein Ziel war der Weltenkarzer, der dort allmählich entstand. Von dort aus, könnte er diese Welt vor der Vereinigung noch auslöschen. Seine Miene war gehüllt in tiefsten Wahnsinn.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   30.08.17 10:28

Die Augen des Drachen leuchteten auf, als er den Segen der Zeit in Empfang nahm. Wie ein Getriebe rotierten die Manakreisläufe in seinen Adern, als er die Energie der Hasardeurin nicht in seinen Körper, als viel mehr in die Kreisläufe aller Magie lenkte, die in ihm herauf beschworen wurde. Es war plötzlich so leicht mehr und mehr Energie zu sammeln in binnen kürzester Zeit. Er wusste allerdings auch, dass der Preis dafür hoch sein würde. Zeit verlangte immer nach Genugtuung. Das war ein bisschen wie mit dem Karma, nur weitaus geregelter. Er nickte der Frau in seinen Armen zu und lächelte charmant, als er einen Satz äußerte, den sie zuvor auch schon einmal von AhcXsas gehört haben sollte. "Du hast echt Talent. Kein Wunder, dass du in Vegas rausgeflogen bist." 
Bahamut teilte den Körper und das Herz mit AhcXsas und auch seine Erinnerungen konnte er fluktieren sehen. Immer nur für einen Moment, als wären es nichts als Videoaufnahmen, die wie ein Erinnerungssplitter kurz durch seine Gedanken huschten. Er realisierte es selber kaum. Konnte nicht wissen, ob er es war oder die Erinnerung des Meisters, welche da über ihn kam. Doch wusste er, dass das Mädel ein Ass in Zeitmanipulation war. Nur, dass sie aus Vegas rausgeflogen war, überraschte ihn selbst. Wobei es sich so dahergesagt anfühlte. Als wäre es das simpelste der Welt ihr das zu sagen. 
Doch wieder hatten sie keine Zeit für lange Gespräche, wobei er ihr gern alles erklärt hätte. Das Licht und die Finsternis übergoss sie beide, wie ein Ölteppich, der entflammt wurde. Auf jede Explosion folgte eine neue und wie in den Lichtern des Nichts, schossen die Salven auf die Niemande zu und drohten sie zu verschlingen und zu zerreißen. Er sah die Welle aus todbringenden Lichtern auf sie zu kommen und sein Körper reagierte wie im Affekt von Selbst. Er hielt mit einer Hand den Köper von Xeinalem fest und seine andere Krallenhand schwang schnurstracks eines der Laserschwerter unter sie, wodurch ein weißer Riss entstand, in den er sich und die Manipulateuse hinein stürzte. Für einen Moment befanden sie sich im freien Fall und um sie herum war alles gänzlich weiß. Vor ihm der Riss, wo die berstenden Attacken immer noch zu sehen waren. Doch dort wo sie sich gerade befanden hörte man Nichts, von dem Krach, welches sie verursachten. Man Spürte kaum etwas, als wären einem die Glieder eingeschlafen. Sah man sich um, würde man nur reines Weiß betrachten, als befände man sich auf einer komplett leeren Leimwand. Er wollte etwas sagen, doch kein Ton kam aus seinem Hals.
Er fühlte nicht mehr wie er stürzte, aber er merkte auch, dass in diesem Reich auch sein innerstes zu keinem Gefühl mehr fähig war. Es war, als hätte dieser Riss, durch den sie gefallen waren, seine Seele von seinem Körper getrennt. Und dann realisierte er es. Sie befanden sich für den Moment im Nichts. Das hier war der düstere Ort, an welchem er bis dato gehaust hatte. Doch war er nun erfüllt von einem klaren Weiß und nicht von tiefschwarzer Düsternis. 
Wieder reagierte sein Körper und schnitt einen weiteren Riss in die Ralität. Die beiden stürzten hindurch und befanden sich nun oberhalb des Altars, nahe der Aurora der Welten. Bahamut schnappte nach Luft, als er merkte, wie schnell die Energien wieder in ihn hinein strömten. "Was zur..." wunderte er sich selbst und betrachtete seine Hand. Xeinalem musste es auch gesehen haben, sie war mit ihm an diesem Ort, wenn auch nur für einen Moment. Sie befanden sich in absoluter Leere. War das etwa AhcXsas? Konnte es sein, dass er trotz seines Schlafen über die beiden wachte. Und wenn ja, woher konnte er plötzlich Risse ins Nichts schneiden? 
Bahamut hörte die zischenden und knisternden Explosionen der Sterne unter ihnen und sah das Chaos was diese verursachten. Das war knapp. Nervös grinsend sah er Xeinalem an und schien einen Kommentar zu erwarten. Dann aber blitzten seine Flügel auf und hüllten sich langsam aber sicher, in das selbe Blau, welches der weit entfernte Stern ausstrahlte. Wieder gewann das Siegel an Farbe und leichte ätherische Blitze zuckten daraus hervor.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   30.08.17 22:44

Aus Vegas geflogen... Sie erinnerte sich gut an diesen Satz, als hätte sie ihn mehr als reichlich gehört. Mehr, als er in dieser Zeitebene wohl geäußert worden war.Er klang so vertraut, dass er eigentlich nur von einem Paar Lippen hätte geäußert werden können. Ahcxsas, dachte sie, es konnte gar kein anderer sein. Aber dennoch, wenn sie sich dem Mann-Drachen zuwandte, der sie festhielt, realisierte sie, dass es ein anderer war, der eine fremde Zeile benutzte und sich wohl nicht mal bewusst war, wie tief sich diese Worte in ihre Seele gefressen hatten.
Und während sie noch darüber nachdachte, ob Ahcxsas indirekt zu ihr sprach und sie ebenso indirekt zu motivieren versuchte, fielen sie und der Bahamut in den Riss des Nichts und das Weiße umfing sie wie Schirm und nichts gab hier, das noch irgendwie von Bedeutung war, nicht einmal das nichts. Es war der seltsame Moment, in dem das Gehirn und alles andere von einem nicht-vorhandenen Kribbeln erfüllt war, das so aufdringlich anmutete, dass nichts weiter Platz in Inneren mehr hatte. Man drehte sicherlich durch, wenn man zu lange in dieser sphäre herumtrieb. Hatte Ahcxsas das jemals getan? Oder konnte man hier, vielleicht, ertrinken? Er hatte so viel Ähnlichkeit mit einem Ozean, dessen Grund so weit in der Unendlichkeit lag, dass seine Existenz zweifelsfrei angezweifelt werden musste. So seltsam war es.
Wieder heraus zu kommen, allerdings auch. Alles wirkte lauter und voller und praller und enormer als im schnöden Minimalismus des Nichts, in das man sich augenblicklich aufgrund von Reizüberflutung zurückwünschte. Aber das ging nicht. Keiner von ihnen besaß ein Magisches Messer, das in andere Welten schneiden konnte und sie hatten jetzt wohl noch mit einer andern Baustelle zu hadern.
"Meinst du das Nichts war titanweiß oder eher büroweiß?", fragte sie und warf ihrem Kontrahenten einen Blick zu, der sich sicherlich prächtig in dieser weißen, weißen Welt machen würde, als Blickfang, der keinem schadete.
"Wo sind deine Pläne, Dragoran? Wir brauchen jetzt mindestens EINE GUTEN!", fuhr sie ihn sehr auffordernd an.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   01.09.17 10:06

"Nur noch ein bisschen! Bald schon wird alles eins und ihr werden frei sein!" Hallendes, durchtriebenes Gelächter zerriss den lapisfarbenen Himmel und die Aurora an Welten begann sich langsam aber sicher zu verdichten. Als die ersten Welten, welche nur Schemenhaft zu sehen waren kollidierten, gab es einen Ohrenbetäubenden Knall, als würde man ein gigantisches Tor zerschmettern. Dort wo sie aufeinander trafen sprang der Himmel auf und reinster, kristallisierter Äther hagelte auf die Welt hernieder. Wie Meteoriten schlugen die Kristalle überall ein und zehrten an den Energien der Welt. Schickten sie zu dem Weltenkarzer um noch mehr Welten miteinander zu verbinden.
Enuma stoppte in der Luft, als er kurz vor der Straße aus Himmelslichtern war. Er streckte den Arm aus und schien in eine Welt zu blicken, an die er sich erinnerte. "Nicht mehr lange. Haha...nein...dann seid ihr frei und ich kann..." Dann gab es einen Ruck in seinem Herzen und er zuckte für einen Moment fassungslos zusammen. Beinahe wäre ihm das Schwert aus der Hand gerutscht, doch diese schloss sich reflexartig. "Ahhh..." drang düster durch seine Kehle. Und dann spürte er, wie die Finsternis in ihm anschwoll und wie eine Sturzflut über ihn herein brach. Die Farben in seinen Augen drehten und wandelten sich, nahmen weder das Blau des Schlüsselträgers, noch das Rot des Herzlosen an. Sie mischten sich zu einem satten violett-purpur.
Er spannte die Flügel so weit wie er konnte. Er atmete durch und fing sich wieder. Plötzlich fühlte er sich großartig. Er, welcher hier über der Welt schwebte, mit der Intention, diese ein für alle Mal zu vernichten. Er, der der Erschaffer einer neuen Welt war. Der Auserwählte der X-Klinge. Er, dessen Name aus seinen eigenen Gedanken verschwunden war. Sein Herz pochte. Seine Muskeln spannten sich an. Sein Blick glitt über das Chaos unter sich auf die Niemande, die immer noch lebten. Er wusste noch, dass sie seine Feinde waren. Er wusste das Ziel seiner Mission. Doch er wusste nicht mehr warum das alles geschah. Er wusste nicht mehr, wer oder was er einst gewesen war oder sein würde. Doch er spürte das Chaos in seiner Brust. Er spürte das Leben in seinen Adern und den Äther in der Luft. 
Zum ersten Mal sah er durch diese Augen, spürte dieses Leben, fühlte diesen neuen Herzschlag. Es war, als sei er gerade geboren wurden. Doch wer war er? Sein Geist sagte ihm, dass es keine Rolle mehr spielte. Sein Herz aber seufzte, lechzte nach diesem Wissen. Doch der Wahnisnn, Hass und die Gier nach Herzen, von dem er gelenkt wurde übernahm die Kontrolle. Dennoch fühlte er sich gut. Kein Konflikt mehr in seinem Inneren. Alles wurde eins. Licht und Dunkelheit. Herzloser und Mensch. Was dort nun schwebte war eine gänzlich andere Person. Eine wahre Fusion an allem, was da war und vielleicht noch gewesen sein würde.
Er hob das Schwert über sich und in der Spitze brannte eine graue Flamme auf, die sich binnen von Millisekunden verdichtete und zu einem Pulsar an katastrophaler Energie wurde. Und wie eine Kanone richtete er die Klinge auf die Welt. "Mastema!" flüsterte er. Sein Kopf fiel in seinen Nacken und sein Blick verzerrte sich zu einem süffisanten Lächeln. Fluxkondesatorartig blitze die Klinge auf und die graue Flamme schmetterte fast ohne Zeitverlust in einen Wald aus Gebäuden. Als sie einschlug zerstob alles Material, welches in der Explosion war zu kleinen Lichtern, die sich in Finsternis auflösten. Geräuschlos.
Der Schuss war nur ein Test, doch er reichte aus, um einen gewaltigen Teil der Welt zu vernichten. Global betrachtet musste es aussehen, als hätte jemand gigantisches einfach mal in den Globus gebissen. Der Bringer des Chaos lachte dumpf. Die Macht von Licht und Finsternis vereint würde also der Untergang der Niemande sein. Das war also das Schicksal jener die weder vom Licht, noch von der Finsternis akzeptiert wurden.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   01.09.17 10:47

"Ich finde Titan eher bräunlich golden und ich weiß nicht was ein Büro ist, also tippe ich eher auf zweiteres." äußerte er stumpf auf die Aussage. Sich über die Farbe des Nichts zu streiten wäre auch genau so fehl am Platz, als die Farbe der Ewigkeit zu untersuchen. Jeder wusste immerhin, dass es Blau war. Das war so unumstößlich wie eine zweihundert Kilo schwere Frau beim Ausverkauf am Black Friday. Wobei der Drache auch nicht ganz wusste, woher er diesen vergleich jetzt zog. 
Er tippte dem Mädel auf die Schulter und sie erlangte die Fähigkeit neben ihm zu schweben. Sacht ließ er sie los und wollte eben etwas äußern, da spürte er die Energie, welche an den Niemanden vorbei zuckte. Seine Augen sahen die eminente Katastrophe, die dort einschlug. Alle Gebäude, Pflanzen, Tiere und Dinge, welche im Radius der sich ausdehnenden Flamme waren wurden einfach aufgelöst. Kein Ton, kein Schrei, kein Wehklagen. Alles wurde wie ausgelöscht, in einer Seelenruhe, die nicht begreifbar war. Und als der Drache dies sah, ballten sich seine Fäuste. Sein Herz flammte auf und er spürte den Zorn, welcher von diesem Körper ausging. Er bebte vor Wut und Kummer, über die ausradierte Landschaft und die Leben, die dies gekostet hatte. Und das nur, weil die beiden zu unvorsichtig und Baff von der Reise ins Nichts waren. Er zischte selbstkritisch zur Seite. 
"Okay Nummer Zehn. Das darf nicht nochmal passieren. Wenn er richtig gezielt hätte wäre diese Welt jetzt ziemlich am Arsch. Ich überlasse dir die Verteidigung. Sollte so ein Ding nochmal seinen weg hier her finden tu dein allerbestes um es in der Zeit einzufrieren. Aber pass auf, das ist keine gewöhnliche Magie. Ich weiß nicht wie lange selbst du diese Energien zurückhalten kannst." Er schwebte vor sie und spreizte die Flügel etwas, sodass sie endlich freie Sicht auf das Siegel hatte, das dort an seinem Rücken kreiste und immer mehr Energie absorbierte. Langsam aber sicher nahm es ein Unendlichkeiten-blaues Leuchten an. Der Äther tanzte über die Schuppenfedern des Drachen und hüllte langsam aber sicher den gesamten Körper in eine Aura, die zwar sichtbar, aber nicht spürbar war. Sah man Bahamut-AhcXsas würde man wissen, dass dort etwas von weitreichender Tragweite vorbereitet wurde. Doch war es so, als würde er die Energien in sich selbst verschwinden lassen. Doch war diese Macht keineswegs weg. Hätte Enuma auch nur einen Funken dieser kolossalen Kraft gespürt hätte er sicher nicht daneben geschossen.
Der Drache war zwar gerade erst erwacht, doch erinnerte sich gut an die alten Kräfte, die ihm zur Verfügung standen. In seinem eigenen Körper wäre es ihm zwar leichter gefallen die alte Magie zu kontrollieren, doch musste dieser hier eben erstmal ausreichen. "Ich versuch ihn abzulenken. Und nicht mehr lange, da wird sich zeigen zu was AhcXsas und Ich im Stande sind...dafür hast du gesorgt." Er grinste ihr zu, blickte aber schnell zu dem Engel zurück, welcher dort unheilvoll seine Urteilssprüche vorbereitete. Er breitete die Arme aus. Flammen züngelten über seine Hände, dann preschte er auf den Engel zu "Ignika!" brüllte er und warf zwei zirkonrote Feuerbälle, die in einer Kurve auf den Gegner stürzten und vor ihm in gigantischen Flammenwalzen explodierten. Er wusste aber, dass dieser Angriff niemals genug sein würde und sah schon, das Grinsen des Jungen vor sich, welcher aus den Flammen heraus unweigerlich kontern würde. Er zischte selbst durch das Feuer, welches seine Schuppen hellrosa aufleuchten lies und sah ihn vor sich, mit diesem wahnsinnigen Lächeln im Gesicht, dass seine Wut nur noch mehr anstachelte. Er spürte die Muskeln seines Gegenübers zucken und ließ die Kralle nach unten schnellen. "Ventuka!" brüllte er, wobei das grollen eines ausgewachsenen Drachen mit in der Stimme vibrierte.
Die Flammen züngelten auf und drehten sich mit irrsinnigster Geschwindigkeit um sich selbst, wo sie sich zu einem versengenden Wirbelsturm, aus Feuer und Wind verdichteten. Der Wind war so stark, dass die Luft darin alles zu zerreißen begann, was sie berührte. Bahamut selbst katapultierte sich durch den Sturm nach oben, von wo er schon den nächsten Angriff ansetzte.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   19.09.17 22:11

Sich jetzt über die Farbgebung von irgendwelchen Abstrakten Erscheinungen des Universums den Kopf zu zerbrechen, war wohl nicht gerade angemessen in diesem Moment, besonders wenn gerade ein ganzer Stadtbezirk in der Stille des Irgendwas verschwand und die Gewissheit im Raum stand, dass bald sie und auch der Rest der Organisation dieses Schicksal teilen würden.
Dass die Hasardeurin des Schicksals nun schwebte und der Innigkeit der Umarmung des Dra-hcxsas somit entkam, tat der Sache kaum eine Verbesserung an, denn betrachtete man es genauer, machte es sie zu einer weiteren Zielscheibe, in Enumas krankem Schusswettbewerb, den er mit sich selbst austrug, denn wirklich schien er nicht zu verzeichnen, dass da noch Gegner waren, die ihn belauerten und gedachten, ihn aufzuhalten.
"Das kann ich. Aber es hängt tatsächlich von der Stärke des Angriffs ab, inwiedern, ich ihn bremsen kann. Es könnte auch passieren, dass mein Zauber absorbiert wird.", meinte sie und war sich da wirklich nicht so sicher, ob aller Zauber da noch etwas brachte, wenn man nicht mal das Einhorn retten  konnte, dass in einem der Gebäude gelebt hatte, die verschwunden waren.
Es war spannend, aber auch beängstigend und hätte sie Angst empfinden können, so wäre das wohl ein sehr intensiver Moment gewesen, bei welchem ihr Uterus gebebt hätte vor blanker Erregung.
"Hast du da einen Tumor auf dem Rücken oder freust du dich nur ihn zu sehen?", sagte sie und befürchtete alles mögliche und noch mehr.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   02.10.17 10:17

Es war heiß. Das Feuer was um ihn herum loderte und seine Federn verbrannte war heiß, wie die Sonne. Das Licht, dass vor seinen Augen flackerte schillerte in allen Rot-Tönen. Purpur bis Scharlach. Orange bis Blutfarben. Noch nie nahm er einen Angriff, ein Feuer so sehr wahr, wie eben in jener Sekunde. Es war ein faszinierendes Gefühl, das auf der Haut kribbelte und schier zeitlupenartig ablief. Er grinste beglückt über seine neue Faszination und verlor sich schon fast in den Flammen, bis er das Antlitz des Drachen sah, der die furiosen Flammen in einen Strudel aus Höllenfeuer verwandelte. Und zusammen mit dem monströsen Winden riss das Feuer ihm Haare und Fleisch von den Knochen und Federn trieben in dem Chaos, wie ein Wirrwarr aus schwarzen Partikeln. 
Doch sein Körper entschied nicht unter zu gehen. Seine Haut entschied sich schnellstmöglich zu regenerieren und gegen diese abnorme Hitze eine Resistenz aufzubauen. Die Federn, welche wie Kerzen brannten setzten sich wieder an die Orte, an denen sie gebraucht wurden. Dampfend und schier endlos wiederholte sich der Prozess solange, wie Enuma in dem Inferno stand. Es pochte in ihm und bereitete ihm schier endloses Vergnügen sich selbst so unzerstörbar und von Macht erfüllt zu sehen. Doch mit dieser Faszination, kam auch eine schnelle Langeweile einher, die ihm zuflüsterte, dass dieser ganze Prozess doch ohnehin sinnlos sei und er den Drachen doch so schnell wie möglich umbringen sollte. 
Nicht lange verweilte der Gedanke in dem Chaos-besessenen Kopf des Unheilbringers, da zuckten die Flügel und das Höllenfeuer und der Wind wurden weg gedrückt und explodierten in alle Richtungen, sodass es aussehen musste, als stürzten kleine Meteore vom Himmel hernieder. "Alte Zauber..." murmelte er. "Das ist deine Ka-Rang Magie? Lächerlich..." wisperte er knackte dabei mit den Fingern und wirkte dabei in Gedanken verloren. "Du musst noch viel lernen Pjotr...Auch...auch wenn dir das Feuer gut steht..." Er sah auf und blickte AhcXsas an, doch auch ein wenig durch ihn hindurch. Es war, als sähe er jemand anderes in ihm. Jemanden den er einst trainiert hatte. Doch der Drache dort war nicht sein alter Schüler. Es war ein Niemand. Es war AhcXsas. 
Er zuckte zusammen, als würde er aus einem Traum aufwachen. Hatte er nicht eben noch mit seinem Schüler trainiert? War sie nicht die, die immer gesungen hatte? Eni...Eni...Nein. Moment Mal. Er brachte jetzt etwas durcheinander. Eninaj war kein Niemand. Pjotr auch nicht. Aber beide waren Feuer und Flamme. Er hatte beide gekannt und trainiert und jetzt musste er sie vernichten? Er hielt sich den Kopf. Nein der Gedanke war falsch. Alles war falsch! War das hier alles überhaupt echt? Für eine Sekunde erschreckte er vor sich selbst. Dann aber verschwand auch dieser Schreck wieder und wich der Ausdruckslosigkeit des Wahnsinns. 
In seinen Händen entstanden zwei, dann drei, dann vier weitere dieser verheerenden Kugeln und er begann damit zu Jonglieren. "Die Niemande müssen fallen. Das Nichts muss ausgelöscht werden. Die Unsterblichen müssen befreit werden." Er murmelte diese drei Sätze nun unaufhörlich vor sich hin und erst als er den nächsten Angriff bemerkte, zischten drei der Kugeln in Richtung der Stadt und die letzte schoss geradewegs aus den Drachen zu, um ihn zu zerfetzen.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   Heute um 14:17

Die Situation spitzte sich zu und AhcXsas wich sofort zurück, als er die Bedrohung spürte, die sich dort anbahnte. Es war nicht nur eine der vernichtenden Kugeln, es waren Vier Stück. Hinzu kam, dass die Klinge des Schlüsselträgers geradewegs auf ihn zu schnellte mitsamt seines verheerenden Angriffs. Der Halbdrache stürzte im Angriff mit dem Gesicht voraus auf den Feind und als der fatale Treffer kurz bevor stand beugte er den Rücken nach hinten, sodass die Klinge ihn knapp verfehlte. An der Kugel änderte das nichts, welche kurz nach dem Stahl in seine Richtung schmetterte. Für eine Millisekunde, rechnete er damit in Fetzen gerissen zu werden und mit ihm der gesamte Himmel, doch unbewusst riss seine Hand sich nach vorn und schloss sich um die Kugel, als würde er sie wie einen Tennisball festhalten wollen. Die Energie darin brodelte und zischte wie ein Rudel wild gewordener Schlangen. Als seine Haut sie berührte durchfuhr ihn sogleich ein Schmerz jenseits dieser Welt. Doch für einen kurzen Moment schien die Zeit plötzlich still zu stehen und er hörte einen Ton, ein Wort, ein Flüstern. Es war ein Klagen, das so deutlich, wenn auch irreal war, dass man es für den Moment gar nicht glauben konnte. Und der Drache war sich nicht bewusst, was das war, doch der Junge, welchen er gerade beseelte kannte dieses Wispern ganz genau.
Das Gesicht des Niemands glitt an dem des Keybladers vorbei und die gierige Maske des Wahnsinns sah ihm sogleich nach. Er riss die Kugel mit sich, um welche sich immer und immer wieder der nächste Wall zauber sponn, der allerdings ein paar Minisekunden später wieder zerrissen wurde. Doch das war nicht schlimm, denn durch diese taube Erzählung, durch das Wort, was ihm vermittelt wurde, könnte er im nächsten Moment das Blatt wenden.
Die größte Macht, die sein feind besaß war die unbekannte Kraft, welche aus Licht und Schatten verschmolz. Aber das allein war nicht der Schlüssel zu dieser Monstrosität. Denn dieser war und blieb in der Tat, ein Schlüssel.
Als der Drache also an dem Feid entlang zog, nutzte er den Schwung und packte seinen Gegner am Knöchel, um ihn mit sich zu reißen. Er drehte sich mit ihm und schwang ihn um sich herum, nur um ihn dann, wenn auch nur für einen Moment, weg zu schleudern. Es war Zeit den Gegner zu schwächen und diesbezüglich musste das nächste Risiko sitzen. Er musste ein Wunder erzwingen, so viel stand fest, aber das wäre nicht das erste Mal, dass der Drache so etwas von seinem Leben gefordert hat. Er grinste nervös, dann warf er die Kugel in Richtung Enumas und als dieser sich fing und erneut auf ihn zu preschen wollte, verebbten die Wall Zauber und die massive Explosion aus Licht und Schatten ging auf. Er stürzte selbst hinein, sodass sich beide in der gewaltigen Energiemasse befanden. Sicher war auch, dass Enuma dadurch nichts passieren würde, davon ging er aus. Ihm allerdings riss es halb die Haut vom Leib, als er durch die Energie flog. Der Schmerz trieb ihn an. Und als er dann in dem düsteren Licht die Klinge des Lichtbringers auf sich zu stürzen sah, welche nach dem letzten finalen Schlag schrie, konnte er die Stimme laut und deutlich selbst vernehmen. Er streckte die Hand danach aus und AhcXsas Herz loderte auf. Das Brüllen des Drachen zerriss regelrecht das Schlachtfeld.
Die Explosion der Kugel fluktierte und hielt an, es glühte in allen Farben und drohte zu kollabieren,  und wie ein Spiegelbild eines Spiegelbildes eines Spiegelbildes zu zerbrechen. Immer und immer wieder. Licht und Dunkelheit gerieten ins Wanken und wurden regelrecht auseinander gerissen. Düstere Energie schoss wie in Kanonenkugeln in die nahliegenden Gebäude und hinterließen Schwarze kristallartige Explosionen. Ebenso tat dies das Licht. Alles zersplitterte und die massive Kraft brach auseinder in einem ohrenbetäubenden Splittern.
Enuma wurde aus dem Licht katapultiert und fing sich in der Luft wieder an. Er keuchte und ächzte und an seinem Kopf und an seinen Schultern rann Blut entlang. Er schrie und zeterte und fluchte wie ein Seemann, doch am Endergebniss änderte dies nichts.
Als die Energie sich verzog regnete der Rest auf den Drachen herab, der mit geschlossenen Augen den Kopf hob. An vielen Stellen seiner Haut konnte man Brandwunden sehen und Schlitzer der kristallinen Energie, welche zerrissen worden war. Einer der Flügel schien gebrochen zu sein, doch das Siegel auf dem Rücken erstrahlte in einer Helligkeit, in einem unendlichen Blau, wie es vorher nicht zu sehen war. Die Finger seiner linken hand waren verdreht und schmerzten schrecklich. Blut rann seinen Rücken hinab und an seiner Brust war ebenfalls ein tiefer Einschnitt zu sehen.
Der Schlagabtausch ging schnell und war Brutal. Aber das Risiko lohnte sich.
Keuchend lachte der Drache erst leise. Dann als er die Augen öffnete und ein sattes, goldenes Orange die Pupillen umspielte schrie er dem Schlüsselschwertkrieger entgegen. "Du verdammter Idiot!" In seiner zitternden Hand hob er etwas an, es klimperte metallisch und streckte sich dem Lichtbringer entgegen. Es war ein Schwert, welches überzogen war von schwarzen, weißen und goldenen Verzierungen. Die Spitze zeigte genau auf die Brust des Engels dort oben. "Du von allen Menschen hier solltest es doch wissen!" Er grinste unter Schmerzen "Das Schlüsselschwert schließt sich immer dem stärksten Herzen an. Und  AhcXsas Herz war für diesen kleinen Moment des Überlebens viel stärker, als du es mit deinen beiden Herzen je sein könntest!"
Das Schwert in den Händen des Drachen zitterte mit ihm, doch an seiner Erscheinung änderte es nichts. Dies war das Schwert von Aumburg. Dasjenige, welches Ahcsas in die Verbindung brachte und nun aus dem X-Blade heraus gerissen wurde. Doch auch wenn es das war, so gehörte es ihm nicht und so löste es sich wieder wabernd in kleine Partikel auf, die ins Herz ihres Besitzers zurück kehrten.
Bahamuts Pupillen verzogen sich bedrohlich zu Schlitzen, als er wild knurrte: "Schach!"

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