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 Der Altar des Nichts

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Xeinalem
Die Hasardeurin des Schicksals
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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   23.05.17 23:36

Es mochte trivial erscheinen, aber die Karten logen nie. Sie bestimmten das, das sein würde zwar nicht, aber sie beeinflussten ein paar Komponenten, die sich als entscheidend für das Geschehen von Ereignissen auswirken konnten, mit denen so keiner mehr rechnete. Ein anderes Wort dafür, war wohl Wunder. Zwar handelte es sich bei dem Arsenal von Karten wohl eher um ein sehr gesteuertes Wunder, welches aus einer überschaubaren Gesamtheit von Wundern ausgewählt wurde, aber dennoch es musste nützlich sein, sonst hätte das Schicksal es nicht erwählt.
Die Karte, die zum Himmel flog und sich dort verkeilte, um dann wie ein Leuchtturm über den Kampf zu wachen, war der Turm. Standhaft und überaus verlässlich - ein  gutes Omen, wenn man so wollte, aber auch ein schlimmes, wenn man Aspekte ausblendete, die relevant waren.
Zum einen war da Enumas Wahnsinn, welcher sich nicht einschätzen und auch nicht berechnen ließ. selbst das Schicksal hatte ein Problem damit so etwas in die Gleichung aufzunehmen, denn eines stand fest: Wahnsinn war die konzentrierte Willkür, was bedeutete, wenn man eine Szene wieder und wieder unter den gleichen Voraussetzungen beging, man dennoch mit anderen Attacken oder Angriffen oder weiß der Geier was rechnen konnte. Die Optionen waren vielfältig und kaum zu lenken. Das erschwerte es Xeinalem, einen anständigen Plan zu entwerfen, denn Sterben war hier Roulette auf Russisch und konnte bedeuten, dass die lange Unterhaltung eingangs gar nicht existierte, sondern Enuma gleich zum Angriff überging und alle vernichtete. Das würde gegen die Ausgangspunkte der Hasardeurin spielen, denn sie brauchte vor allem genügend Zeit, um zu handeln.
Was sie an Handlungen nun vollbringen konnte, war Support, nicht mehr und nicht weniger. Es erschien fast schon logisch, dass der Chef diesen Kampf führen musste und auch, dass sie sich im Hintergrund aufhalten musste, um den rechten Zeitpunkt zu erwischen, um zur Not das Rad zurückzudrehen. Denn wenn sie starb, war alles verloren, vor allem der Reset.
Also schaltete sie auf Geistermodus und schnippte durch die Zeit, immer hinaus aus dem Attackenwirbel, immer da stehend, wo es sicher war, manchmal direkt neben dem Kontrahenten,um im nächsten Moment wieder zu verschwinden, manchmal direkt auf der Brüstung mit dem Abgrund genau unter der Sohle, manchmal knapp entkommen vom Schutt. Es war ein Versteckspiel, bei dem sie alle Trümpfe hatte, aber auch die gebundendsten Hände der Welt. Es nützte nicht lange etwas, sondern eben nur solange, wie die Zeit ihr nicht eine Möglichkeit gewährte, einzuschreiten.
Und als sie den Wink der großen Uhr dann schließlich erhielt, schien alles sich schon zu einem Ende hinzubewegen, das wahrlich von Vorteil war. Sie sah ihren Chef die Oberhand spielen und zocken nach allen Regeln der Kunst mit einem All In, was sein Leben anging und es schien aufzugehen, zumindest im ersten Moment, denn im zweiten verkehrte sich der Triumph arg und das Schwert stach zu.
"AHCXSAS!", rief sie entsetzt aus und sah ihn im nächsten Moment über den Rand fliegen. "Turm!", pfefferte dann ihr Befehl hinterdrein, bei dem sie eine Hand ausstreckte und aus der einen Karte, die nach wie vor am Himmel klebte, mischten sich viele Turmkarten ab, die sich fein säuberlich nach unten stapelten und den tiefen Fall des Meisters nicht so tief werden ließen, wie man es wohl angenommen hätte. Er kaum genau auf dem Haufen Karten auf und Xeinalem war von einem Moment zum andern bei ihm. Sie drehte ihn vorsichtig auf den Rücken und versuchte festzustellen, ob er noch am Leben war. Wie stellte man sowas eigentlich fest? Sie hatte keine Ahnung von diesem Kram und das schlimmste war wohl, dass ihr das nun auch nichts abnahm.
Aus ihrer Tasche wühlte sie eine Mega-Potion - ob das Zeug hier noch helfen konnte? Die Packungsbeilage hatte sie nie gelesen, aber man musste mit dem arbeiten, was da war. Also goss sie ihm die Flüssigkeit mit dem bitteren Beigeschmack in den Rachen.
"Komm schon, Chefchen, wach auf! Reiß dich zusammen!", flehte sie fast.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   27.05.17 11:33

Das Blut, welches von der strahlenden Klinge sickerte und mit der Lache, zu der das Schwert des Niemands wurde, eins wurde begeisterte den Lichtbringer. Es war, als sähe er vor sich, was sich in seinem inneren abspielte. Finsternis die sich mit purem Leben vereint. Adrenalin, dass durch die Adern eines gottesgleichen Kriegers zuckte. Er hielt sich die Kehle, so als würde er ein Lachen unterdrücken wollen. Und genau das war auch seine Intention, doch die Düsternis in seinem Inneren kroch erregt auf seine Fratze und lies es frei. Er lachte und kicherte, als er registrierte, dass er gerade mit einem einzigen Schwertstoß den Herrscher der Niemande niederstreckte.
Es ging alles so schnell. Sein Körper reagierte dort, wo sein Verstand aussetzte. Sein Herz schlug schneller, wo sein Geist träge hinterher trabte. Es war die Trance, die ihm absolutes Vergnügen brachte. Die Gefühle, welche er aus der Dunkelheit in seinem Herzen filterte und die Kraft, die sein Licht auf diese triste Welt warf waren berauschend. 
Alsdann er sich in seinem Gelächter fing und sich eine Träne aus dem Augenwinkel wischte drehte er sich zu dem großen Mond um, in welchem nun ein gigantisches Loch prankte. "So viele köstliche Herzen. Eine Verschwendung von Leben. So eine Verschwendung von...Macht..." Seine Augen weiteten sich, als sein Grinsen immer breiter wurde und er sich schon sah, wie er genüsslich all diese Herzen verschlingen...Nein! Was!?
Er riss den Blick von dem Mond und sah sich verwirrt um. Was zur Hölle dachte er da? Sein Herz raste wie wild und die Augen zuckten hin und her, als würde er nach einer Lösung für seine Frage scharf nachdenken müssen. "Ha...Haha..." dann begriff er: Natürlich fand er diese Dinger, welche sich dort oben kristallisiert hatten köstlich. Er war doch ein Herzloser...oder etwa nicht? Es war doch nur natürlich, dass er fressen wollte, was ihm Kraft verlieh. So wie Menschen Fleisch von Tieren aßen, um bei Kraft zu bleiben. Es war...halt. Nein.
Für einen Moment blieb er regungslos stehen und seine Augen sanken ein bisschen in sich ein. Das Lächeln wich einem besorgten Blick und einem Zweifeln, dass nicht von dieser Welt war. "Enuma...mein Name ist doch Enuma...oder nicht?" Suchend blickte er auf das doppelte Schwert, das sich überkreutzte, auf die Hälfte, die sein Eigen war. Sein Ziel brannte noch fest in seinem Herzen. Er erinnerte sich an die Liebe und an die Gefühle für welche er kämpfte. Für die Mission, die er hier vollführen musste. Er kämpfte doch für eine strahlende Zukunft. Dafür, dass niemand mehr von seinen Freunden leiden musste unter dem Joch der...der...Herzen ?
Das letzte Wort hallte fragend in seinem Kopf nach, als vergesse er um was es hier wirklich ging. Doch Nein. Der Name seiner Liebe, der Name ´seines Selbst. Diese Namen würde er nie vergessen und genau dafür kämpfte er.
Er musste die Welten verbinden, damit sie frei sein konnten. Er würde Alles dafür tun seinen Geliebten zu befreien und eine neue Welt zu erschaffen, wo sie glücklich sein konnten. Es musste passieren, selbst wenn er alle Herzen des Multiversums dafür opfern oder verschlingen musste!
Er schüttelte seine Zweifel ab und schwang das gigantische Schwert wieder in Richtung des Himmels. "Welt aller Welten! Herz aller Herzen! Kingdom Hearts! Kehre zurück und befreie, was du einst in Ketten gelegt hast!" 
Wieder glühte das Schwert, der Schlüssel welcher den Frieden oder das Chaos bringen sollte. Die Schlüssellöcher seufzten laut auf, als quäle sie ein tiefer, stechender Schmerz. Es waren knarzende Schreie und schrille Laute. Schlösser die aufschnappten und Rost, der von metallenen Riegeln gekratzt wurde. Die Weltenkorridore schienen zu zerbrechen. Und mit jedem Schlüsselloch, welches zerbrach schwächer zu werden.
Beben hallten durch die Himmel und mit ihnen erschienen Silhouetten, Bilder und Illusionen. Eine Aurora von Orten, von Welten, die in diesem Moment dabei waren sich selbst zu verlieren. Man sah durchsichtige Meere, Berge, Wälder, Ebenen und Sümpfe. Schlösser, Hexenhäuser, moderne Metropolen und kleine Dörfer. Man sah die Menschen, Monster und Geister aus verschiedensten Welten, wie sie ahnungslos ihren täglichen Geschäften nachgingen. Unwissend, dass ihre Welt dergestalt in eine viel größere verwandelt werden sollte.
Mehr und mehr Schleier bahnten sich den Weg in diese Welt und wie die Aurora Borealis überströmten diese Bilder schon bald den ganzen Himmel. Es war nicht leicht, all diese Grenzen zu durchbrechen, doch nach und nach gaben die Korridore auf. Beugten sich der Macht des Schlüssels und erinnerten sich an das einstige Licht. Die Herzen der Welten begannen wieder Eins zu werden. Erinnerungen und Gefühle vermischten sich. Die Elemente und der Äther schrien unter dieser allmächtigen Glorie.
Nicht mehr lang und das Ziel des jungen Mannes war erreicht. "Bald mein Herz...bald haben wir es geschafft!"
Wieder grinste er lüstern und sah auf die Welten, auf die Herzen. Auf all die Macht und all das Chaos, was sich hier ausbreitete. Und jetzt, da sich alles vereinte und die Bedeutung zwischen Licht und Schatten immer geringer wurde ergötzte er sich an diesem unbeschreibbarem Gefühl. Die Lust strömte durch seinen Körper. Das Verlangen all die Weltenherzen zu kosten. All die Gefühle darin zu schmecken und zu berühren. Wie ein Trieb ließ es ihn schauern und das pochende Ding in seiner Brust schlug Purzelbäume von der Vorfreude, die ihn einholte. Bald schon konnte er sie berühren. Dann wären sie frei. Dann konnte er sie holen. Dann würde er selbst die Unsterblichen auffressen können. Bei dem Gedanken wurde Ahcsas Grinsen noch größer.
Er tat das doch schließlich für die Liebe. Und welche Liebe konnte größer sein, als die, welche in der Finsternis des Herzens aller Herzen schlummerte?

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AhcXsas
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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   27.05.17 15:43

Dank Xeinalems Einsatz stürzte der Herr der Niemande nicht ganz so tief, wie man erwartet hätte, was allerdings nichts an seiner klaffenden Wunde änderte. Ein Durchstoß mit der X-Klinge. Sie durchbohrte Brust und Herz und raubte ihm Atem und Verstand. Selbst den Sturz erlebte er unter einem Gedämpften Ton. Seine Augen zuckten hin und her doch er spürte den Rest seines Körpers kaum noch. Kannte man das kribbeln, welches sich einstellte, wenn einem mal ein Bein einschlief, dann konnte man erahnen, wie es für AhcXsas war. Seine Muskeln weigerten sich aufzugeben. Sein Hirn suchte verzweifelt nach einer Lösung. Nach einem Warum und einem Was-kann-ich-tun. Doch es war vergebens. 
Selbst der Heiltrank seiner Kameradin, deren Worte er nur verzerrt wahr nahm, floss einfach nur seinen Körper hinab ohne noch etwas tun zu können. Das Blut strahlte noch nach, von der Klinge, die ihn hinrichtete, floss aber stetig und unnachgiebig aus der Brust heraus. Er verlor schon öfters einen Kampf. Verlor Gliedmaßen in Illusionen, verlor Finger im Training, die mit Heilzaubern wiederhergestellt werden konnten. Wie oft verbrannte er sich an seiner eigenen Magie? Am Feuer, am Eis oder an der Elektrizität.
Nun...so war das wohl mit dem Sterben. Man begann sich zu erinnern. An Alles und jeden. Und die Zeit schien stehen zu bleiben, da das einzige, was noch funktionierte das Gehirn war, welches voller Panik versuchte noch etwas zu erreichen. Und so versuchte es auch das Hirn des vermeintlich Überlegenen. Niemande waren per se übernatürliche Wesen, die es eigentlich gar nicht geben sollte. Wäre es eine normale Waffe gewesen. Ein Schwert, eine Metallstange oder ein Pfeil hätte man die Wunde durchaus noch mit einer geeigneten Maßnahme behandeln können. Doch das Keyblade war wie der Speer des Cu Chulain, wo es Wunden Schlug vermochte keine Heilung zu wirken. Nicht bei einem Niemand.
Alles wurde allmählich schwarz um ihn herum und die Geräusche verzerrten sich. Wurden leiser und er schien ab zu driften. "Ist das dein Ernst ?" schnauzte ihn die eiskalte Prinzessin an, welche gerade mit einer Klinge aus Eis eine Frau niedergestochen hatte. AhcXsas grinste jedoch nur verschmitzt und tippte auf einem Gerät herum, welches ihm Daten zu der Person anzeigte. "Jep...die Frau heißt zwar Skadi, aber sie ist es nicht. Laut unseren Daten, war es definitiv keine Keybladerin." Der kalte Glanz seufzte und schnappte das Gerät aus seinen Händen. "Was bist du eigentlich für ein Anführer, wenn du nicht mal Schuldige und Unschuldige unterscheiden kannst?" sie drückte unbeholfen auf dem Ding rum. Es war offensichtlich, dass sie solche Sachen in ihrer Welt nicht kannte. Doch wieder grinste der schneeblonde, jugendliche Meister nur und erwiderte: "Entschuldigung Prinzessin, aber ich bin kein Wissenschaftler. Hast du dir die Technik im Schloss mal angeschaut?"
"Klar hab ich das!" schrie BeaniXs voller Begeisterung und drückte dem Niemand einen Edelstein in die Hand. AhcXsas schaute verwirrt auf. "Den hast du gemacht?" wunderte sich der Chef. "Naja. Ich hab ja Kontrolle üder Steine. Und da lag es doch nahe, dass ich auch Edelsteine herstellen kann. Oder nicht?" Er hob eine Augenbraue und lachte harmonisch. "Offenbar ist es das." Es gab wohl sehr viel, was der Niemand noch nicht über die Kräfte seiner wenigen Mitglieder wusste. Es gab jeden tag eine neue "Überraschung!"
Und schon stürzte sich das bezopfte Mädel auf den Rücken ihres neuen Freundes, riss ihn fast um und knuddelte ihn. "Whoa Mädel reiß dich zusammen, wir sind doch noch gar nicht da." entgegnete er dem Fliegengewicht mit einem amüsierten Lächeln. "Wann!?" fragte sie voller Verwunderung. "Naja jetzt im Moment." "Jetzt im Moment sind wir noch nicht da ?" fragte sie im selben Tonfall. Er schmunzelte und antwortete "Ja. Wir wollen doch zum Schloss." "Wann?" Er hob eine Augenbraue. "Na Jetzt?" "Jetzt was ?" "Wollen wir zum Schloss." "Wo ist das Schloss?" war die nächste Frage. "In der Welt, die Niemals war." 
"Wo?" durchbrach eine süffisante, schrille Stimme die Gemächer des Niemands. "Wo zum Donnerwetter ist meine Kettensäge hingekommen!?" AhcXsas wurde von seiner Couch geschubst und von einer hysterischen Frau angeschrien, die offenbar Gartenarbeiten zu erledigen hatte. "PiaatricX...beruhig dich doch mal. Hast du im Labor schon nachgefragt. Vielleicht hat Xantja..." "Xantja! dieses billige Flittchen, ich wusste es doch!" Ein Lichtblitz später stand die Blondine wieder da und zeterte erneut rum. "Sie hat sie nicht, ich hab überall gesucht." Entnervt rollte der Meister mit den Augen. "Was willst du eigentlich damit ?"
"Ich wollte herausfinden, aus was ein Herz besteht..." AhcXsas blinzelte. "Du meinst die Aufzeichnungen der alten Regenten ist korrekt ?" der violett-blonde Niemand nickte sanft und überflog die Bücher vor ihm. "Wenn die Geschichten mit den leeren Herzen, den Puppen und den Schlüsseln richtig ist, haben wir hier einen Anhaltspunkt." Der Meister verschränkte die Arme und dachte scharf nach. "Wir kennen uns von früher, nicht wahr?" in CraXms Augen flammte es kurz verräterisch auf. "Wie kommst du darauf?" Ernst blickte er den neuen Niemand in seinen Reihen an und gab keck zu: "Wir kommen aus der selben Welt, es liegt nahe."
"Das ist mir egal, ich sagte ich habe ein Herz und damit Pasta!" brüllte das zerzauste Mädchen den beiden entgegen, tobte wie ein Berserker und trampelte auf dem Staub herum, welcher sich auf dem Kampfplatz gelegt hatte. Immer wieder schmetterte sie ihr großes Claymore auf die Überreste ihrer Feinde und beharrte darauf, dass sie immer noch ein Herz habe. AhcXsas wich etwas zurück und gab seinem Mitstreiter einen besorgten Blick. "Wollen wir die wirklich mitnehmen, sie scheint so...verwirrt und brutal zu sein." Doch da zuckten ihre Ohren und sie schob ihre Brille zurück auf die Nase. Das Mädel war zwar Blind wie ein Maulwurf, aber ihre Kraft war gigantisch. "Muss ich es euch auch noch beweisen! Na schön ich komme mit. Keine Widerrede."
Entsetzt stimmte der Meister zu. "Du wärst eine hervorragende Mitstreiterin. Bist du dir sicher?" Das schwarzhaarige Mädchen legte den Schlüssel nieder und lächelte müde. Sie wurde von einem stämmigen Mann begleitet, der gerade seine Lanzen verschwinden ließ. Er wirkte stark, wie ein Wächter. Sie dagegen etwas labil, aber mit einem Blick wie aus Stahl. Beide waren Niemande, doch war sie etwas spezielles. Sie war wie der Meister selbst, in Besitz eines der Schlüsselschwerter. Doch beider Antwort war Nein. "Ich bin keine Kriegerin. Doch ich bin dir Dankbar, dass du uns gezeigt hast, wie man andere Welten erreicht." "Ich denke wir kommen zurecht. Sollte es einen Notfall geben, was diese Herzlosen angeht, bleiben wir in Kontakt."
Das Gespräch war schnell vorbei, was an den Talenten der beiden lag. Sie schoss ihren Pfeil ohne große Worte, was ihn zusammen zucken ließ. "Gott Kleiner reiß dich zusammen." nörgelte SuXi keck, doch ihrem Partner gefiel dieses ganze töten und umbringen gar nicht, selbst wenn seine Feinde zahlreich waren. "Können wir das nicht irgendwie anders regeln ?" AhcXsas schüttelte den Kopf. "Wenn du nicht kämpfst TreXep, wirst du nur unnötig sterben. Du hast eine zweite Chance bekommen, verschwende die nicht. Unsere Gegner sind gnadenlos, also reiß dich zusammen und benutz deine Kräfte!"
Die Szenen fluktierten im Gedächtnis und brannten sich ein aller letztes Mal in den Verstand und in den Geist des Niemands. Seine gesamte Vergangenheit breitete sich vor ihm aus. Zeigte den Mut und die Verzweiflung, die er seinen Freunden, seinen Mitgliedern und Untergebenen gab. Zuckend wurden Gedanken von Gedanken überrannt. Mission an Mission ging in der Finsternis auf. Erstrahlte und verblasste dann. Der letzte Satz hallte wieder und wieder nach. Unsere Feinde sind gnadenlos. Benutz deine Kräfte. Aber was konnte er nun noch tun? Alles versank in Schwärze und es war wirklich nur noch ein goldener Faden, der ihn am Leben hielt. Nichts. Seine Kraft war das Nichts. Eine unendliche Leere voller Möglichkeiten. Ein Chaos aus Leere und Stille. Nichts war nunja...Nichts. Doch was gab es dort? gab es da nicht die Niemande? Sie sollten ja eigentlich gar nicht existieren. Sie waren Nichts. Doch wenn etwas nicht existiert, was ist es dann? Allein die Tatsache, dass man sich etwas, was nicht existiert in gewisser weise doch vorstellen konnte, machte es doch irgendwie dennoch existent...oder nicht?
Sein Geist tauchte hinab. Schon wieder driftete er in seinem Herz umher, fiel tiefer und tiefer. Stürzte an den Mosaiken des Ortes, des Erwachens vorbei. hinab in die schwärzeste Schwärze seines Herzens. Tiefer. Noch Tiefer. Hinab in die Unendlichkeit. Ins Vergessen. Ins Nichts. Er fühlte seine Seele vibrieren. Spürte seinen Verstand schwinden und fühlte, wie sein Körper sich von Außen auflöste und somit auch ins Nichts zurück kehrte. Xeinalem war ihm sicher böse. Denn nicht einmal die Zeit vermochte diese Wunden zu heilen und das, obwohl man ihr so viel Macht zusprach. Diese Vorstellung. Die Hasardeurin des Schicksals fühlt sich vom Schicksal betrogen. Das war doch die Perfekte Schlagzeile. Sie konnte nichts tun, ausser zu sehen, wie der junge Meister sich auflöste. Wie er zu Nichts wurde.
So langsam musste auch das Hirn von AhcXsas akzeptieren, dass es vorbei war. Doch er wäre nicht AhcXsas, wenn er so schnell die Flinte ins Korn werfen würde.
In seiner inneren Schwärze landete er. Sank auf die Füße, dann auf die Knie. Müde öffnete er die Augen und sah das Nichts. Ein gigantischer leerer Ort. AhcXsas war körperlos, doch fühlte noch alles. Beine, Arme und Kopf. Sogar Augen und Nase, als seien sie da. Unsere Feinde sind gnadenlos...Benutz deine Kräfte...So viel, was ich noch nicht weiß...so viel, was ich noch nicht verstehe...Meine Kräfte...
"Ich kann dir nicht versprechen, diese Welt zu retten, wenn meine Kräfte Amok laufen." Ich habe bereits mehr als eine Welt zerstört. Welten können wieder aufgebaut werden. Aber diejenigen, welche ihr inne wohnen. Diejenigen, welche noch immer am Leben sind und ihre zweite Chance genutzt haben. Die gilt es zu beschützen. "Also kannst du wegen ihnen nicht aufgeben und bist hier her gekommen?" Hier ist aber Nichts. Nur Leere und Finsternis. Wie könnte ich sie retten ohne eine Waffe in der Hand oder einem Zauberspruch im Ärmel? "Also ist es Macht die du anstrebst?" Macht? Enuma ist mächtig und dem Wahnsinn verfallen. Die Herzlosen sind mächtig und dem Wahnsinn verfallen. "Mmmmh...eine verzwickte Situation. Du bist ohne Macht nicht stark genug, aber fürchtest dich vor ihren Konsequenzen. Und das, obwohl du es bis hierher geschafft hast." Hier ? Ich bin gestorben. Zumindest ist es gleich vorbei. "Sag mir, was ist in deinem Leben das wichtigste ?" Mit meiner eigenen Kraft, anderen Kraft und Hoffnung zu geben, schätze ich. "Gut. Was möchtest du in deinem Leben tun?" Eine Zukunft schaffen, in der jeder glücklich sein kann. In der Ich glücklich sein kann. "Haha...in Ordnung. Und wovor fürchtest du dich?" Vor der Schwäche selbst und dem Vergessen. Ich weigere mich einfach aufzugeben!
Dieser kleine Monolog kam dem Niemand seltsam vor. Doch wieder begegnete ihm die Stimme, dieses mal mit einem kehligen Grollen: "Genau das wollte ich hören!" Dann durchbohrten glühende rote Augen das Nichts um AhcXsas herum. Sie waren monströs und verfolgten den Niemand mit feuriger Einsicht. düstere Schlitze, wie von einer Echse waren die Pupillen und eine Kraft war zu spüren, die auf keiner Skala messbar war. "Du hast dich bis ins Nichts geagt. Bist durch das Vergessen gefallen und hier gelandet. Du willst wissen, welche deine Kräfte sind? Genau das hier! Das Nichts!" Riesige Klauen bohrten sich Rechts und links neben AhcXsas in den schwarzen Boden und ein heißer Atem begegnete ihm brummend. "Wir die von Göttern und Menschen gleicherseits verleugnet wurden, haben deine Stimme gehört! Dein Herz soll mein Fleisch werden! Dein Körper, mein Herz! Willst du leben AhcXsas aus dem Reich des Lichts!? ANTWORTE!!!" 
Ein schwerer Flügelschlag war zu hören und katapultierte die Szene wieder zurück in die Realität. AhcXsas auflösender Körper reagierte und hob noch ein letztes Mal den Arm in Richtung des durchbohrten Herzens im Himmel, welches ironischerweise, genau seinen Zustand wiederspiegelte. Seine Zähne knirschten und es wirkte, als würden sie spitzer werden. Doch alles in allem, reichte es nicht. AhcXsas löste sich in den Armen seiner Freundin in düstere Schwaden auf, die in den Himmel zogen. Die Nummer Eins der Organisation starb.

Hoch Oben auf dem Altar des Nichts brodelte indes die Aurora der Welten und verband eine mit der Nächsten, nur um sie im Innersten zu verschmelzen und vermeintlichen Frieden zu stiften. Das gebrochene Herz im Himmel aber schlug ganz plötzlich dennoch. Düster und unsichtbar schlich sich etwas zwischen die Realitäten. Was gerade noch Krach gemacht hat, erlag nun einer obstinaten Stille. Es war, als schleiche etwas umher. Eine Präsenz, die beobachtete, die bedrohte. Es war, als ob die Furcht selbst ganz plötzlich in die Welt geschlichen wäre. Und als würde sich die Schlange um den Baum im Paradiese wickeln, schnürte sich diese Präsenz immer enger.
Ein kehliges Grollen knurrte durch die Luft, dann gruben sich gigantische, unsichtbare Klauen in Türme und Wände des Schlosses. Die Aurora aus Weltenillusionen wich gigantischen Schwingen, die keiner sehen konnte. Über Trainingsplätze und Gärten schlang sich ein gigantischer Schweif, welcher nichts zerstörte, dessen erstickende Aura, aber alles berührte.
Der Kopf dieser Geisterbestie schob sich am Altar vorbei und neigte sich hinab zu dem Halbgott, der dort das Schwert führte, welches alles zu zerstören drohte. Offenbar konnte nicht mal der Lucifer selbst die leere Existenz wahr nehmen, welche sich hier offenbarte. Dann aber ließ ein monströses Brüllen die gesamte Welt erschüttern, beben und zittern. Und mit dieser, alle anderen Welten. Es war wie ein Weckruf aus den düstersten Zeiten. Ein Schrei, der die Zeit und den Raum durchquerte und etwas ins Leben rief, das einst vergessen wurde, das nicht einmal mehr existierte. 
Und nur für den Bruchteil einer einzigen Sekunde, konnte man den titanischen, pechschwarzen Drachen und seine Glutroten Augen sehen, die mit finalem Urteil auf den Hybriden aus Herzlosem und Keyblader hinab starrten. Dann komprimierte sich diese gewaltige Existenz in nur einem Atemzug und füllte das zerbrochene Herz vollkommen aus. Was danach geschah, konnte man als direktes Wunder bezeichnen.
Das Kingdom Hearts der Organisation pulsierte und übte einen enormen Druck auf seine Umgebung aus. All das Gold in dem Mond kristallisierte noch etwas mehr, verlor jegliche Farbe und wurde wie aus Glas, ehe diese unscheinbare Durchsichtigkeit im Inneren von einer Flamme erhellt wurde, die glühte und pulsarartig anwuchs. Merkwürdige Zeigen zerrten sich in diversen Farben auf den Mond. Siegel, Runen, Bannkreise.
Enumas Augen weiteten sich und er konnte für den Moment nicht begreifen, was das sollte. Gehörte das zum Plan? War dies der Moment, in dem die neue Welt geboren wurde? War das dort drin, das Herz, dach dem er sich so sehr verzehrte? Sein Lächeln nahm überhand und er breitete die Arme aus, um die Erfüllung seines Tuns Willkommen zu heißen. Doch das war ein Fehler. 
Eine der Krallen, die sich vorher schon in einen der Türme des Schloss Grub hinterließ einen großen Kratzer in dem Glasherz. Dieses zersprang plötzlich und mit ihm hörte man noch einmal das Brüllen der Bestie. Irgendwas stürzte in Hochgeschwindigkeit aus den Trümmern. Enuma reagierte schützend mit einem Wall Zauber, doch wurde dieser einfach durchbrochen. Das Geschöpf warf ihn um. Packte ihn mit beiden Pranken fest an den Oberarmen und nagelte ihn am Boden fest. Der Engel wusste nicht wie ihm geschah, doch dann biss ihm ein lefzendes Maul in die Kehle, riss ein großes Stück Fleisch heraus und schmetterte den restlichen Körper fest in den weißen Marmor. Das Geschöpf sprang nach hinten weg. Es stürzte taumelnd, grinsend, kichernd. Es schluckte das leuchtend blasse Fleisch herunter und stellte sich dann auf. Noch etwas unbeholfen tastete es seine Hörner ab, die aus dem schneeweißen Haar ragten und fuhr über den Körper, dem es innewohnte. Von der Wirbelsäule abwärts zog sich ein schwarzer Schweif, der freudig hin und her schwang und aus den Schulterblättern sah man schwarze Fortsätze, die wohl einmal Flügel werden wollten.
Düsternis huschte über den nackten Leib und kleidete den Mann in schwarze Gewänder, die eng und edel an lagen. Und erst als man den Nebel aus kristallinen Trümmern verschwinden sah, konnte man die wahre Gestalt dieses Wesens erkennen. Das Gesicht und der Körper waren die des Superiors. Die Augen aber hatten eine andere Farbe. Der rechte Arm wirkte dämonisch, doch die Kleider, die ihn bedeckten schienen von einem edlen Geschmack zu zeugen. Der Dämon atmete tief ein, als könne er selbst noch nicht ganz realisieren, dass er hier war. "Das ist also deine Antwort. Hahaha..." 

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Xeinalem
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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   14.06.17 13:29

Ihr erster Gedanke war: Ach du Scheiße!, der zweite Gedanke war: Weg hier und zwar schleunigst!
Es gab Dinge, die die Zeit nicht verhindern könnte, es gab Dinge, die sie vergessen ließen,  dass sie neu starten konnte,  Weil sie wiederum genau spürte, dass dieses Ereignis immer wieder geschehen würde, auch wenn das vorherige noch so glatt abgelaufen wäre. Kein Entkommen von Wahnsinn und der Zerstörungskraft. Und auch das Kingdom Hearts,  das bis eben noch so herrlich vom Himmel gestrahlt hatte, war zernichtet. Xeinalem zweifelte zwar nicht daran, dass es für jeden Sprung den passenden Kleber gab, aber hier benötigte man eine wirklich große Tube oder einen sehr ergiebigen Prittstift.
Was blieb ihr anderes übrig, als um ihr Leben zu rennen und zu hoffen, dass ihr Überleben vielleicht eine Wende bringen könnte? Immerhin gehörte es zu Ahcxsas' Lieblingssprüchen, dass man das neu geschenkte Leben ehren und nutzen sollte. So hielt sie, unbemerkt von den Kontrahenten, immer wieder mal die Zeit an, um sich aus der Schusslinie oder Enumas Nähe zu bringen, denn der Kerl war ihr nicht mehr geheuer, das war kein Geheimnis. Die Situation schien so aussichtslos, dass sie sogar dem verwandelten Ahcxsas nur mit gemischten Gefühlen zutraute, dass er die Wende bringen konnte. Aber das mochte vielleicht nur an dem geschwundenen Licht liegen, denn jetzt, wo das Kingdom Hearts ziemlich demoliert worden war, war es hier sehr viel dunkler geworden, was den beiden Kämpfern wohl nicht sonderlich auffiel.
Xeinalem verzog sich ein wenig vom Getümmel, wenngleich das wohl im Endeffekt keinen wirklichen Unterschied nach sich zog, so ließ sich doch vielleicht ein kostbarer Moment abgewinnen, der es ihr ermöglichte, einen neuen Versuch zu starten.


Die kleine Reisegruppe betrat den Altar des Nichts. Es war das klassische Bild von Sandalen und weißen Tennissocken, Sonnenbrillen, komischen Maurerkappen, Hawaii-Hemden, und Shorts, die haarige Beine bekleideten. Kaum mehr als zehn Mann und Frauen waren es wohl an der Zahl, die von einer im Regenmantel bekleideten Frau mit einer Plastikrose in der Hand angeführt wurden.
"Und hier sehen Sie den Altar des Nichts. Machen Sie noch schön viele Photos davon, denn in wenigen Augenblicken wird er höchstwahrscheinlich nicht mehr da sein.", sie pausiere und richtete ihre Rose nach oben auf den dunklen, mondlosen Himmel, "Und wenn Sie Ihre Augen nach rechts richten, sehen Sie die Stelle, wo bis vor 30 Sekunden noch das Wahrzeichen dieser Welt, das berühmte Kingdom Hearts den Himmel verschönert hat. Es ist ein Jammer, dass wir nun keine Nachtwanderungen mehr machen können oder romantische Spaziergänge im Mondschein, aber ich hab zu meinem Mann auch schon gesagt, dass es sich nicht lohnt drüber zu heulen, denn neue Herausforderungen sind immerhin das, was das Leben ausmacht."
Eine Flut von Blitzlichtern erfüllte das Kampffeld. Eine Hand erhob sich aus der Menge, welche einem Mittelalten Mann gehörte.
"Und was machen diese unheimlichen transistischen Gestalten da in der Luft?", frug er und schien die Gefahr gar nicht zu bemerken. Er war schließlich nur ein Tourist, ein unglaublich unschuldiger Zuschauer, der mit der ganzen Sache eigentlich gar nichts zu tun hatte.
"Das sind der Herr Ahcxsas und der Herr Enuma in einem epischen Kampf auf Leben und Tod, der über das Schicksal dieser Welt entscheiden wird.", sagte die Frau und Xeinalem, die das freilich alles hörte, war verblüfft, wie gut die Reiseleiter heutzutage über die selbst superaktuellsten Themen informiert waren und sich, wohl durch die schlechte Marktlage, nicht aus der Ruhe bringen ließen.
So schaut die Frau auf eine Uhr an ihrem Handgelenk, die nicht da war und fügte ihrem eben geäußerten Satz, der sehr viel frohe Erwartung in ihrer Schar gestreut hatte, hinzu:
"Leider können wir nicht länger hier zuschauen, da wir sonst den Zeitplan nicht schaffen. Wir werden uns nun einem anderen Teil dieser Welt widmen. Folgen Sie mir unauffällig"
Und so verschwand die Reisegruppe wie eine Szene, die von einem Autoren einfach nur eingefügt wurde, damit sein Post wesentlich länger aussieht und weil sich andere Autoren dieses Forums immer sehr über humoristische Einwände freuen.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   22.06.17 11:04

Der Schreck, wenn einem die Kehle von einem Monster durchgebissen wurde, konnte man sich bis zu dem Moment in dem es geschieht nur schwer vorstellen. Es war so schnell vorbei, wie es passierte. Enuma wurde an den Schultern gepackt, spürte einen dumpfen Riss im Hals und schmetterte zu Boden. Seine Sicht war weder verschwommen, noch neblig aber der Schmerz in seinem Hals war real. Scharlachrot schoss das Blut aus ihm heraus und er spürte, wie er automatisch anfing zu gurgeln und zu raunen. Außerdem spürte er, dass er an dieser Wunde zwar litt, aber nicht starb. Es war so, als würde sein Bewusstsein zurück treten und Platz für etwas grausiges machen. Dies war die Stelle, als er sich fragte, ob er noch menschlich war. Doch das war er nicht. Und die Realität war eine sehr bittere Pille für den Schlüsselschwertkrieger.
Sein Hals pulsierte und langsam wandelte sich das Blut zu strahlend weißem Licht, welches sich um die Wunde legte und diese schnell und sauber heilen ließ. Ahcsas spürte die Wut und Finsternis in ihm aufsteigen und erhob sich. Stützte sich auf das Schwert und starrte dem Neuankömmling harsch entgegen. Er hatte ja schon einiges gesehen. Herzlose. Niemande. Dämonen. Gestaltwandler. Was es nicht alles gab. Doch das Wesen, welches dort vor ihm stand, als wäre er gerade erst aus dem Bett aufgestanden, erkannte er nicht. Es war der Meister der Niemande, keine Frage. Doch trug das Wesen diesen nur wie eine Art Anzug. Innerlich war es viel größer. Viel mächtiger. Er spürte das Ungleichgewicht, welches in dieser Gestalt vor ihm herrschte. Dennoch ließ es ihn erzittern. Die Kraft, welche dort das Kingdom Hearts zerstörte und ihn umwarf, als wäre es nur eine Militärübung war gewaltig.
Ein flinkes Grinsen huschte über sein Gesicht und er begann das Wesen sofort als Rivalen zu betrachten. Es rivalisierte seine eigene Kraft und das weckte den Nervenkitzel in dem Mutant aus Licht und Schatten. Doch war es im Prinzip auch Einerlei. Die Welten würden wieder eine Welt werden, ob er nun Zeit schinden könnte oder nicht. Alles würde in den Äther zurückkehren und neu erschaffen werden. Eine Welt - Alle Welten. 
Der Lichtbringer schwang das Schwert und der Staub lichtete sich. Er dehnte seine Muskeln, fasste sich erneut an den hals, um zu prüfen ob alles noch intakt war. Knurrend testete er, ob seine Glottis noch vibrieren konnte und dann fragte er mit etwas tieferer und flammender Stimme: "Was zum Teufel bist du!?" Enuma selbst wollte gar nicht so erregt klingen. Doch in ihm keimte eine Wut, ein Hauch Angst auf, dass er seine Mission nicht schaffen würde. Und allem voran, dass er nicht das Herz der neuen Welt kosten könnte. Ahcsas schüttelte den Kopf und sah durch die Augen des Lichtbringers den Halbdrachen. Ungeduldig setzte er nach: "Antworte mir!"

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   22.06.17 13:22

Gemütlich sah sich der wiedererweckte AhcXsas um und sah das Chaos was hier auf dem Plan stand. Die Stadt wurde von düsteren wesen überrannt. Die Welten verzerrten sich im Himmel. Die Touristengruppe war vollkommen verwirrt. Und die Wände sondern grünen Schleim ab...warte...das nicht. Zumindest war es ein heiden Tohouxwabouhoux. Er verschränkte die Arme und überlegte. Sein Gesicht wirkte dabei sehr entspannt und stressfrei, ganz im Gegensatz zu der aktuellen Situation. Dann, wie im Affekt, fand sein Blick zu Xeinalem. Er ging über den Schutt hinweg, schnurstracks auf das Mädel zu. Er sah sie durch die Metallblauen Augen an und blinzelte. "Schätzchen, verzeih mein rüdes Auftreten. Aber du siehst aus, wie jemand, der weiß, wie spät es ist." Er zeigte auf die überdimensionale Taschenuhr, welche Xeinalem, als ihren Limit Indikator benutzte. "Weißt du, ich war ne ziemlich lange Weile nicht mehr...äääh...sagen wir existent. Und ich frage mich wann ich im Moment bin." Er gestikulierte und lächelte die Hasardeurin charmant an.
Es war ungewohnt in diesem Körper zu stecken, doch war er irgendwie vertraut. Als hätte er nie einen anderen gehabt, obwohl er sich durchaus bewusst war, dass er einmal viel größere Ausmaße hatte. Es war erfrischend jetzt mal etwas kleiner zu sein. Dann keiferte sein Kontrahent neu los und der Schneeblonde drehte sich mit gelangweiltem Blick um. "Na hör mal, jemanden ins Wort zu fallen ist extrem unhöflich! Was hat dir deine Mutter eigentlich beigebracht?" 
AhcXsas entschuldigte sich bei Xeinalem und dehnte sich etwas. "Sorry Süße, ich glaube wir müssen erstmal was, gegen diese Bedrohung hier unternehmen. Ich hab ja schon ultra komplizierte Schwerter gesehen, aber wer sich dieses Ding ausgedacht hat, wusste wohl nicht, wann Schluss ist." 
Er schwang die Hand zur Seite und darin erschien die Doppelklinge des Herren des Nichts. Die Laserschneiden aber waren schwarz mit goldenem Schimmer und die Kraft die es emminnierte, übertrumpfte alles bisher dagewesene, was AhcXsas je hervor gebracht hatte. "Na da wollen wir doch mal sehen, was der Kleine so drauf hat. Süße, ich hoffe du kannst mir etwas den Rücken decken. Der Kampf wird ziemlich dreckig!" Derjenige, welcher AhcXsas Körper beschlagnahmte, grinste in einer Arroganz, die man wahrscheinlich nur von gewissen Eisköniginnen kannte. Seine Hand zuckte nach vorn und augenblicklich zuckten weiße Blitze über seinen Arm, die sich in der Hand verdichteten und sich mit einem lauten Donnerknall in Richtung des Lichtbringers entluden. Der Einschlag war so gewaltig, dass es den halben Altar mit riss und den Marmor noch eine Weile unter Strom setzte.

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