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 Der Altar des Nichts

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AhcXsas
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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   19.07.16 18:16

"Xeinalem?" Die Aussage kam überrascht über die Lippen des Chefs. Er war noch im sinkflug und seine Füße berührten gerade den Boden, da legte seine Nummer Zehn diesen gut einstudierten Auftritt hin. Naja vielleicht erlebte sie diesen Moment auch nur schon zum siebten Mal, weil sie ihn die anderen Male versemmelt hatte. Wer wusste das schon bei einer Manipulateuse der Zeit. Dennoch. Ihre Kraft war auch nicht allübergreifend, soviel wusste AhcXsas an eigenen Beispielen. Setzte er Zeitmagie ein so war es ein massiver Kraftaufwand. Ausserdem war da noch etwas. Er grüßte seine Kollegin mit einer dezenten Verbeugung, da sie ihn ja in dieser Gestalt auch noch nie gesehen hatte. Dann aber machte er auf sie einen Schritt zu und lächelte sie an. "Es tut gut dich zu sehen." Seine Augen wanderten etwas nervös. "Deine Herzlose ist auf meiner Mission umgekommen. Ich weiß, dass ihr euch online näher standet, als ihr es zugegeben hättet." Er streckte die Krallenhand aus und schwarze Schleier wirbelten umher, bis eine schwarze, zerbrochene Uhr und ein Controller in ihr erschien. Er reichte es seiner Freundin und nickte ihr zu. "Ich schätze du solltest das haben."
Er drückte es ihr in die Hände und fasste sich an die Kette an seinem Hals. "Ausserdem sind CraXm und YggXep tot. PiaatricXs immer noch verschwunden und BeaniXs und Xantja sind auch immer noch nicht aufzufinden. Es ist,als wären sie in der Zeit verschluckt worden. Weißt du etwas darüber ? Aber wie auch immer. Deine Hilfe kann ich wirklich gebrauchen."

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   24.07.16 13:25

Sooft sie es auch geprobt haben mochte, die Nachricht von Einalems Tod traf sie dennoch hart. Sie war die Beste gewesen, mehr noch, ihre Beste und nun dam widerholten Male von ihrem Verscheiden zu hören, war keineswegs ein Windspiel, sondern so bitter wie Xantjas spezieller Bittermandelextrakt aus der Kühltheke. Aber diesmal würde die Hasardeurin die Zeit weiterlaufen lassen und das wehmütige Schniefen einfach in den Raum schmeißen, denn wirklich, sie würde es sich wohl nicht verkneifen können, die nächste tausend Male und sich dann jedes Mal denselben Text seitens ihres Vorgesetzten anhören zu müssen, würde entsetzlich langweilig werden.
Und zudem musste sie sich langsam der kommenden Bedrohung stellen, die da lauerte und wie das Armageddon selbst in ihre Welt einfiel.
Xeinalem nahm die Tribute an sich und verstaute sie mit einem tiefen Seufzen in ihrer Manteltasche, die trotz ihrer Kleinheit doch groß genug dafür zu sein schien und dennoch kein bisschen ausgebeult wirkte. Sie hörte sich dann aufmerksam die Liste der weiteren Verblichenen an, die ihr in den letzten Jahren keineswegs unter die Augen gekommen waren. Sie erinnerte noch gut an CraXm und seine Anfälligkeit gegenüber Haushaltsgeräten, die von Xanrja getunt worden waren und dunkel schimmerte in der Zeitlosen Spielerin auch die Erinnerung an den Gestank von YggXep, den sie allerdings lieber vergessen wollte. Ihre Reihen hatten sich minimiert, was zu erwarten gewesen war, aber dennoch hätte sie nie erwartet, dass es ausgerechnet jene getroffen hatte, deren Potenzial so vielversprechend zu Beginn gewirkt hatte. Aber so war der Lauf von Zeit und Natur - keiner konnte es wirklich absehen, warum eine mögliche Sache sich ereignete und eine andere nicht, denn alles war 50/50, das wusste sie.
"Wir können es schaffen, Ahcxsas, ich verschaffe dir die Zeit und du machst den Rest.", schlug sie vor. Ihre Stimme klang am Anfang des Gesagten noch zurückhaltend, geradezu nachsinnend, gewann aber dann immer mehr Selbstvertrauen und das Grinsen eines Berufsspielers verzog ihre Lippen in einer gewohnten Art.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   28.07.16 17:56

"Und genau das macht mir Kopfzerbrechen Xeinalem. Wenn du mir Zeit verschaffst und deine Uhr benutzt, weißt du was passiert. Ich und unser goldenes Herz sind die einzigen, die dieses Ding wiederherstellen können. Also überleg dir ganz genau, wann wir dieses Ass ausspielen." Und ein Ass war diese Uhr tatsächlich. Denn das aufhalten der Zeit war viel mehr ein ziemlich extremes Verlangsamen. Zeit war unaufhaltsam, auch für jene, die sie zu manipulieren wussten. Drehte man sich zurück, fand die Zeit auch immer wieder einen Weg sich zu rächen. Ähnlich wie damals als Xeinalem bei jedem Spiel in Vegas geschummelt hatte und trotzdem festgenommen wurde, auch wenn sie sich permanent versucht hat aus der Affäre zu ziehen. Doch die Uhr... Xeinalems Waffe wohnte eine bemerkenswerte Kraft inne. Sie allein konnte die Zeit tatsächlich aufhalten. Aufhalten, aber zerbrechen. Die Konsequenz für denjenigen der diese Kraft einsetzte war für AhcXsas alles andere als greifbar. Nur die Hände der Hasardeurin zeigten, wie anspruchsvoll diese Macht war.
Instinktiv starrte er kurz auf besagte Körperteile, aber wendete seinen Blick gleich wieder ab. "Einalem half Veritas und CraXm. Ich glaube ihr wurde irgendetwas versprochen, für was es sich gelohnt hat zu kämpfen. Ich glaube es geht vielen unserer Herzlosen so. Norat und Araik sind nicht die einzigen, denen Zweifel kamen. Aber du kennst das. Unsere gemeinsame Existenzgrundlage schweißt zusammen. Gerade wenn es nur wenige sind." er sah zu dem goldenen Mond, der sich in seinen Pupillen spiegelte. "Veritas muss einen Plan haben...einen der es wert ist dafür zu sterben. Vielleicht sogar, dem der Tod per se nichts ausmacht..."

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   02.08.16 21:29

"Ahcxsas, wenn ich sage, ich gebe dir Zeit, dann habe ich es genau bedacht, was mit der Uhr passieren kann. Ich bin mir dessen sogar mehr bewusst also du.", erwiderte sie mit der altbekannten Härte in der stimme. Sie war sich ihrer Sache so sicher, dass sie die ihr nicht einmal aus der Hand legte und einfach festhielt, als würde deren Einsatz jeden Moment kommen.
Ja, er hatte recht. Die Herzlosen mussten einen verdammten Grund haben, dass sie in den Kampf zogen und das war eine Tatsache, die es wohl immer galt in einem Krieg auszustechen, zumindest in der Funktion des Gegners. Was immer es war, es musste entkräftet werden, wenn man einen milden Konflikt haben wollt und wenn das nicht drin war, dann musste der Gegner ausgestochen werden. So gingen die Regeln des Krieges und es war auch der Grund, warum sie noch relativ gefasst dastehen und den Tod anderer mitanhören konnte. Es war eine zeitnahes Phänomen und es sie floss mit ihm dahin.
"Vielleicht hat Veritas nicht vor zu sterben.", wandte sie ein, "Vielleicht gehört es zu seinem Plan zu überleben und alle andern dafür bluten zu lassen by the way, Chefchen, wo ist das grüne Monster eigentlich? Ich dachte, die Bosse treten immer gegen die Bosse an."

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   02.10.16 0:09

Der Wind welcher AhcXsas die Haare aus dem Gesicht wehte roch nach Rauch und Verzweiflung. Seine Kollegin hatte Recht, dass konnte er ihr nicht abschlagen. Sollte ein Opfer nötig sein, um alle anderen Niemande zu retten, so musste es gebracht werden, auch wenn es um ihn selbst oder die Hasardeurin ging. Als Regenten war es ihre Pflicht die zu schützen, die sich nicht wehren konnten...und doch musste er auch das anderen überlassen. "Die Bosse treten auch gegeneinander an. Norat stellt Veritas am Wolkenkratzer der Erinnerungen. Sie sagte dieser Kampf wäre unabwendbar. Und solange ich hier bin wird der Wall nicht fallen und Veritas selbst hier auch nicht eindringen können. Im Gegensatz zu den anderen Obscuridad, die schon da sind. Die Katzen der Herzlosen und unsere stärkeren Niemande evakuieren die Bevölkerung so gut es geht ins Innere des Walls." Er sah auf die Stadt herab und verschränkte die Arme vor der Brust. "Mich stört ein Gedanke, werte Kollegin. Du und Einalem seid machtvoll genug um auf meinem Level zu kämpfen, selbst wenn es nur durch die Kraft der Zeit ist." Er sah der kleinen Niemandin direkt in die Augen. "Doch haben die Obscuridad diese Kraft nicht mehr und stellen sich trotzdem diesem Krieg. Mehr noch...sie sind weniger als wir und definitiv im Nachteil. Selbst wenn Ahcsas vereinzelt Faktoren der Realität verändern kann, so wie ich im wahrsten Sinne des Wortes Dinge aus dem Nichts erschaffe...Ich verstehe nicht, was sie dazu treibt. Was sie in dem Irrsinn marschieren lässt in irgendeiner Weise gewinnen zu können. Geschweige denn, was ein Multiversum bringen soll, dass in Finsternis getaucht ist." Er knurrte nachdenklich und schüttelte den Kopf.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   03.10.16 11:47

"Schwanzvergleich und zwanghafter Negativismus.", sagte Xeinalem staubtrocken. Ja, eine Spielerin, die sogar die lapidaren Games mit einer Story dünner als Hautschuppen gespielt hatte, wusste um die kuriosen Beweggründe der Gegner, die einfach mal so mir nichts, dir nichts die Welt zerstören wollten, aufgrund eines Jugendtraumas, wegen dem sie sich an der gesamten Menschheit rächen mussten. Tja, wer's braucht.
Aber dann fiel Xeinalem noch ein anderer Aspekt ein, der vielleicht tragend sein konnte.
"Was bringt den Herzlosen an sich denn die Dunkelheit? Sie sind doch im übertragenen Sinne selbst ein Teil davon. Werden sie vielleicht durch Licht geschwächt? Keine Ahnung, es scheint zumindest nicht so. Aber verstärkt sie die Dunkelheit? Man kann es nicht genau sagen. Dumm, dass wir das nicht herausfinden konnten, es wäre interessant gewesen.", meinte sie achselzuckend und fügte nach einer Weile hinzu, "Möglicherweise fühlen sie sich in der Dunkelheit an sich wohler, zugehöriger."
Sie konnte nur mutmaßen und das Chaos ansehen, dass der Krieg mit sich brauchte. Man musste schon zugeben, dass der herüberschallende Lärm schier ohrenbetäubend war und keinerlei Erkennen preisgab, wer das Geschrei veranstaltete oder was gerade kaputtging. Sie konnte sich nicht mal daran erinnern, wann hier so viel Zerstörung an der Tagesordnung gestanden hatte, mal davon abgesehen, wie viel Arbeit es gekostet hatte, alles in den vormals aktuellen Zustand zu bringen.
Xeinalem schien gedankenversunken mit ihrer Uhr herumzuspielen, gab Ahcxsas jedoch das, was sie versprochen hatte, Zeit und das reguliert. Nie zu viel, nie zu wenig. Sie drehte nur Momente in seiner Energielaufbahn zurück, damit er nicht schlappmachte. Es versprach immer noch ein langes Gefecht zu werden.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   03.10.16 16:51

"Ich glaube nicht, dass es etwas so simples wie 'Wenn Dunkelheit herrscht können wir in Frieden leben' ist oder ein reiner Akt des Trotzes. Betrachtet man Norats Fall, dann hätten die Herzlosen sich auch alle hier niederlassen und in Frieden leben können. Und selbst wenn ihr Anführer ein Irrer mit einem Kriegskomplex ist, führt niemand einen Krieg um des Krieges Willen. Schon gar nicht, wenn er im Nachteil ist. Und Veritas ist nicht dumm..." Fragen über Fragen.Aber AhcXsas hörte ja nie wirklich auf sich Fragen zu stellen, was einige seiner Missionen schon deutlichst bewiesen haben. Er grummelte nachdenklich. "Irgendwas stimmt ganz und gar nicht an diesem Angriff."
Er sah gen Himmel, wo immer wieder kleinere und größere Embleme versuchten dagegen zu fliegen, zu preschen und ihn zu zerstören, aber gnadenlos daran scheiterten und von der Rückstoßkraft regelrecht zerfetzt wurden. Xeinalems Zeit half AhcXsas sehr die Konzentration beizubehalten, die nötig war um dieses enorme Konstrukt am Leben zu erhalten. Doch auch sie konnte nicht ewig durchhalten. Die Zeit manipulieren kostete extrem viel Kraft. Immer wieder versuchte es der Meister der Niemande selbst, doch vermochte es nie sie auch nur eine Sekunde zurück zu drehen, ohne dabei fast im Totenbett zu landen. Sicher gab es Apparate und Mechaniken, die es mit Hilfe der Hasardeurin und der Schneekönigin schafften. Doch auch diese boten ihre zahlreichen Risiken. Die Einzige, welche die Zeit wirklich zu betrügen schaffte, war die Spielerin selbst und das auch nur bedingt erfolgreich.
AhcXsas sah sie schmunzelnd an. "Xeinalem...passiert dieser Krieg zum ersten Mal ?" fragte er eher auf verspielte Weise, dennoch steckte ein beunruhigendes Interesse in dem Tonfall des Meisters.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   24.10.16 19:18

Wie konnte man diese Schlacht wohl erklären? Wie konnte man eine Erklärung für alles finden, das sich ereignete, ohne auf die abstrusen Abgründe einer Menschnatur zurückzuverweisen, die alles andere als logisch in ihrer Gesamtheit war? Es gab Dinge, die man zu einem bestimmten Zweck tat, aber wieder auf Dinge, die man um ihrer selbst willen einleitete, einfach nur, weil es anschickte, dass sie geschehen mussten. Was wäre, wenn der Zweck eines Wesens darin bestünde, geboren zu werden, sich von einer Klippe zu stürzen und zu sterben? Würde es dann noch die Frage nach dem, warum geben? Es erschien so simpel und doch philosophisch Komplex, dass es wohl um das Denken eines Normaldenkenden hinausging und nur jeden vorbehalten war, die das große Ganze erkennen konnten, die nicht nur diesen Abschnitt des Krieges sahen, sondern auch das Davor und das Danach.
Xeinalem wusste darum und das war der einzige Antriebm den sie zu ihren Handlungen brauchte. Alles ging weiter, alles ging voran und wenn es nicht mehr weiterging, drehte man einfach die Zeiger zurück und eliminierte die Störfaktoren.
Sie grinste über Ahcxsas' Frage, die sie nicht das erste Mal hörte, ungeachtet der ganzen Male, wie sie bereits diese Szene miterlebt hatte. Es war typisch, dass er das Offensichtliche noch einmal laut in den Raum aussprach, wie geringfügig wichtig es auch erscheinen mochte.
Eben drehte sie wieder die Uhr zurück.
"Ach, Ahcxsas, du weißt es doch längst. Die Zeit ist ein Rad und irgendwann wiederholt sich einfach alles, manchmal sogar mit denselben Darstellern.", meinte sie fast belustigt, und zugleich melancholisch gefärbt, durch die Gewissheit, dass nicht viel fehlte, dass es wieder fehlschlug. Sie mustse konzentriert bleiben nd rief sich immer wieder die Fehler ins Gedächtnis, die sie zuvor gemacht hatte.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   24.12.16 12:35

Schlitternd und metallen rutschte etwas über den Boden des Altars. Es schimmerte golden, schwarz und weiß, jedoch ausgegraut und mit stetigem Zerfall und Rost an den Ecken und Kanten. Es schepperte, überschlug sich und rutschte dann weiter bis vor die Füße des Niemandspaares. Es war ein Schlüsselschwert. Um nicht zu sagen, sein Schlüsselschwert. AhcXsas Schlüsselschwert. Es war wertlos. Leer. Gebrochen. Es hatte keinen einzigen Funken mehr in sich. Lediglich die metallene Hülle, welche zurückblieb lag dort wie ein herunter gestürztes Damoklesschwert. Auf dem steinernen Rand des Altas sah man dann, wer es dort hin geworfen hatte und man sollte nicht schlecht staunen, dass ausgerechnet ER jetzt in Erscheinung trat. Er schob sich die schneeblonden, silbrigen Haare aus dem Gesicht und sah einmal zu Xeinalem, dann zu AhcXsas und lächelte ihnen unschuldig zu. "Sieh nur was ich auf der Müllhalde gefunden habe, kleiner Niemand. Wirklich erbärmlich von dir seine Macht so zu verschwenden." Die Stimme klang genau so wie die des Herren des Nichts. Sie hatte exakt die selbe Frequenz, jedoch deutlich rauchiger. So als hätte dieser Typ dort, wesentlich mehr durchgemacht, als alle anderen hier. Im Gegenzug zu seinem Pendant hatte er auch ein Goldenes und ein Rotes Auge, was durch eine seltsame Zeichnung untermalt war.
Doch wie er so da saß, wollte man schon fast meinen, dass er eher friedlich eingestellt war, statt hier mit einer krassen Attacke, alles vernichten zu wollen. "Xeinalem...nett dich schon wieder zu sehen." äußerte er, als wüsste er, wie oft sie diese Szene schon erlebt haben muss. Aber zu verdenken wäre es ihm nicht, hatte er nicht auch eine Manipulateurin der Zeit auf seiner Seite. Er lächelte ihr charmant entgegen, kümmerte sich aber kaum um ihre Anwesenheit. Er fürchtete sich nicht vor der Zeit, nicht vor Xeinalems Macht oder was sie damit alles anstellen konnte. Er war ruhig. Gelassen. Entspannt sogar. Nicht einmal AhcXsas in seinem dritten Limit zu sehen, ließ ihn irgendwie schaudern oder erstaunen. Es war auf eine Art ziemlich beunruhigend, welche Ruhe er ausstrahlte welches...nunja, eigentlich strahlte er nicht mal das aus. Es war als sei er gar nicht wirklich da. Man sah ihn. Man wusste, das er da war. Hören konnte man ihn auch, aber es wirkte so Unwirklich. "Du beschützt also all die kleinen Niemande da unten vor den großen bösen Herzlosen huh ? Wie nobel von dir. Sehr elegant wie...beHERZT du doch vorgehst." Er lachte kurz freundlich und sah dann in die Stadt hinab. Seine Hand streckte sich gen Wohnviertel und er spreizte alle Finger ab, ehe er sie zu einer Faust ballte und ein Großteil der Häuser dort einfach so verschwanden. Kein lauter Knall. Keine sprühenden Explosionen. Die Gebäube, samt Einwohner waren einfach nur...weg.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   25.12.16 15:11

Für einen Moment sah man den Wall um das Schloss fluktuieren, als der Herr der Niemande das Schlüsselschwert sah, dass dort unerwarteter weise auf dem Boden entlang schlitterte. Doch Schwäche konnte er sich im Angesicht des Feindes nicht leisten. Die Muskeln in seinem Körper spannten sich an und sein Blick fixierte sich auf sein schlaksiges Ebenbild. Er hatte sich seit dem letzten Mal stark verändert und das nicht im positiven Sinne. Dort wo AhcXsas jetzt trainiert war und Narben hatte, schien bei ihm nichts dergleichen vorhanden zu sein. Seine Statur war unauffällig schlank. Ausser das Auge, welches rot glimmend, wie eine Krone sein Gesicht zierte. Dies war bei weitem, das einzige, was auffällig an ihm schien. Doch generell schien es schwer zu sein ihn ins Auge zu fassen. Seine Aura war, als sei sie nicht existent. Sah man ihn an, war es als würde man ihn kaum wahrnehmen. So etwas hatte er noch nicht erlebt. Selbst Hexen oder anthropomorphe Personifizierungen, wie der Tod, in einigen Welten schienen diese Fähigkeit nicht einfach so zu benutzen.
Er musste blinzeln, sein Kopf strengte sich so an, Ahcsas wahr zu nehmen, dass er sich sicher war, bald eine Aspirin zu benötigen. Doch es klappte und er sah ihn dort locker flockig sitzen. Anders als seine Erscheinung waren seine Worte, die klar und deutlich an seinen Gehörgang drangen. Aber was sollte er erwidern ? Natürlich ging er schützend und beherzt vor und versuchte die Lebewesen seiner Welt zu schützen. Und ganz klar hatte er über die Jahre auch ein neues Herz entwickelt, welches die Leere in seinem Inneren mit einem Willen füllte. Und dann löschte eine simple Handbewegung des Herzlosen einen ganzen Wohnkomplex aus. Der Überlegene schien in diesem Moment nicht ganz so überlegen zu sein und schluckte heftig, als er diese Macht sah, welche sich durch seinen Wall bohrte, als wäre es nur Reispapier. Wie stark war dieses Monster nur ? Aber vielleicht war das alles auch nur Show... Denn konzentrierte man sich als Niemand richtig und legte seine Kräfte frei, konnte man ebenso leicht eine ganze Welt zerstören. Dennoch war es beunruhigend. Er sah nicht einmal, wie der Angriff durch den riesigen Schild drang oder spürte einen Anflug von Mana, mit dem er diese Zerstörungskraft hätte herauf beschwören können.
Es war unklug sofort anzugreifen, auch wenn das klar und deutlich eine immense Provokation war. Doch Gebäude konnte man wieder aufbauen. Was die Einwohner anging... nunja... das Ass schwebte eben noch über ihnen. Er warf Xeinalem einen kurzen Blick zu, damit auch sie nicht auf die Idee kam dieses Ungeheuer unter einen etwaigen Stopp Zauber zu setzen. Selbst mit ihrer Hilfe würde der Kampf wahrscheinlich mehr Kollateralschaden anrichten, als Leben zu retten. Insbesondere wenn noch so viele Niemande im Schloss waren. Er holte Luft und fragte dann klar und deutlich: "Was willst du ?"

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   25.12.16 20:56

Bei allem, was man erwarten könnte, gehörte wohl nicht dazu, dass man hinterrücks mit einem Herzlosen rechnete, wenn man grad dabei war, die ganze Stadt nebst Einwohner zu beschützen. Aber Xeinalem war dieses Szenario fast schön gewöhnt, wenn man bedachte, dass sie die Auswüchse der Zeit kannte und damit verbunden ihre Überraschung, also eine abrupte Drehung auf der Stellung zu dem Neuankömmling mit einem kurzen Aufschrei, der nicht mehr war als ein Luftzug, den sie mit einer ungeheuren Geschwindigkeit einsog. Mehr konnte man nicht erwarten, ohne dass es lustlos überspielt wirkte.
Sie hatte Ahcsas eigentlich früher hier erwartet, aber das spielte keine große Rolle, denn das Ergebnis war dasselbe: das Verschwinden eines ganzen Wohnkomplexes. Die ganze Mühe zuvor war somit zunichte gemacht und die Zeitmanipulateuse war sich nicht einig, ob sie nun auch damit aufhören sollte, die Zeit ihres Ahcxsas immer wieder schübchenweise zurückzudrehen. Aber sie machte lieber damit weiter, sicher war sicher, denn es sah nicht so aus, als habe Ahcxsas seine Handlung auch beendet.
"Wenn das nicht das Dublikat unseres Chefchens ist, der es bei seiner Clique nicht zum Anführer gebracht hat.", sagte sie ungerührt und war stolz darauf, dass ihr bisher immer ein neuer Spruch eingefallen war. Das hier war der bisher beste und darauf würde dem Klugscheißer gewiss nicht so schnell etwas einfallen, es sei denn, er hatte genauso oft Dating-Games geübt wie sie und an sich war das absolut unmöglich.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   27.12.16 14:18

Der Herzlose lachte dumpf und unbekümmert auf den Kommentar der Hasardeurin und lehnte sich zurück, als könnte ihm hier keine Fliege etwas zu Leide tun. "Nunja Nummer Zehn, da haben wir etwas gemeinsam. Halbphenomenal fast kosmische Kräfte, aber keinen Bock darauf den Laden zu schmeißen. Zudem muss ich sagen, das Veritas die ganze Sache doch recht gut gemacht hat, streichen wir die kleineren Verluste aus seinem Zeugnis." Er schmunzelte, als AhcXsas seine Frage stellte und legte eine Hand in den Nacken, begann sich etwas zu massieren und lächelte. "Bevor ich darauf antworte, eine kleine Gegenfrage: Was wollte Norat wohl hier ? Ich ging davon aus, dass jeder Herzlose hier begrüßt wird, ganz egal, was seine Intentionen waren. Und ganz ehrlich, im Prinzip will ich nur diejenigen retten, welche dieser Idiot ins Verderben gestürzt hat." Seine Augen fixierten Xeinalem. "Eins interessiert mich allerdings schon. Du und Einalem ihr hattet beide die Kraft durch die Zeit zu wandeln, zu sehen und alle zu warnen, vielleicht sogar etwas zu tun, damit es nicht hierauf hinaus läuft. Ich will nicht wissen warum, ihr nichts getan habt. Aber...wie fühlt es sich wohl an, eine der mächtigsten Fähigkeiten zu haben und doch soooo nutzlos zu sein ? Viele von uns hätten überleben können, glaub mir, ich kenne einige Alternativen." Woher war nur unklar. Vielleicht hatte ihm seine eigene Hasardeurin einen Einblick verschafft, vielleicht konnte er aber die Elemente noch stärker ausnutzen, wie sein Gegenstück. Das allerdings sollte offen bleiben.
Das wirklich bedrohlichste an dem Gegenstück zum Meister des Nichts war wohl, dass er ganz offensichtlich völlig die Ruhe weg hatte. Ausserdem musste er sich keinerlei Gedanken um Zerstörung oder Vaporisierung etwaiger Gebäude machen. Er wusste wo seine Freunde waren, gegen wen sie kämpften. Die würde er schon nicht treffen...vielleicht.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   08.01.17 22:05

AhcXsas kam nicht umher diesen Herzlosen sofort zu unterbrechen. "Du solltest den Mund nicht so voll nehmen. Hätte ich dich willkommen heißen sollen, wäre es vielleicht schlau gewesen nicht gleich die halbe Stadt ins Jenseits zu befördern. Oder sehe ich das falsch ?" er erwartete aber keine Antwort auf diese Frage und ballte die Fäuste. Ein Glimmen von Wut konnte man in dem Herr des Nichts erkennen, doch ebenso war er erfüllt von Determination. Seine Füße trugen ihn zu seinem Herzlosen hin sodass er über die Mauer blicken konnte. Das ehemalige Schwert ignorierte sein ehemalige Träger aber absichtlich gekonnt. Er streckte die schwarz beschichtete Hand aus und zeigte auf die Stelle, wo gerade noch die Häuser verschwunden waren. Man sah wie sich aus schwarzer und weißer Materie neue Häuser aufbauten und die Landschaft, im wahrsten Sinne des Wortes, aus dem Nichts heraus gestaltet wurde. "Die Einwohner wurden evakuiert und deine ehemalige Kollegin war es zu verdanken, dass die meisten unter anderem in die nah gelegenen Welten fliehen konnten."
Der Meister überlegte sich, ob er einen Angriff aus nächster Nähe wagen sollte. Doch schlug sich den Gedanken direkt wieder aus dem Kopf. Sie waren im Prinzip ein und die selbe Person. Beide wussten im Ansatz, wie der andere tickt. Selbst - und das musste man hervorheben - wenn sie mit ihrem ehemaligen, wahren Ich kaum mehr etwas gemein hatten. "Da du dir sicher Bewusst bist, dass es hier zum Finale kommt, frage ich dich noch einmal: Was willst du ?" und er fragte dies ebenso gelassen, wie es sein Pendant getan hätte. Er spürte die Anspannung. Es würde gleich unmittelbar zu einer Handlung mit weitreichenden Konsequenzen kommen.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   17.01.17 22:36

Wissen bedeutete Macht und selbst wenn man Dinge wusste, die nie eingetreten waren, so stellte es an sich doch einen Aspekt dar, der beängstigend anmutete. Xeinalem befürchtete oft, dass Leute mehr über die Fäden der Zeit wissen konnten, als ihnen zustünde. Deswegen schauderte sie leicht, als diese Worte von Ahcsas' Lippen troffen und das immerhin nicht das erste Mal.
"Man kann den Verlauf einiger Dinge nicht beeinflussen, hat Einalem das etwa nicht erwähnt? Manche Dinge müssen geschehen, um die Zeit im Einklang mit dem Kharma zu halten.", erwiderte sie, nicht gerade gelassen, denn hier versuchte doch glatt ein Noob in ihren Themenbereich hereinzureden, obzwar er nur mangelhaft darin bewandert war.Sie wollte eigentlich nicht mehr sagen. Es war schon genug geredet worden und dieser Kerl würde so und so nicht sein blödes Maul halten, in einigen Versionen laberte er sogar über eine halbe Stunde, bis etwas passierte und das war schon eine Geduldsprobe. "Und von wegen du kennst Alternativen! Keine Ahnung hast du! ICH BIN NICHT NUTZLOS, DU WEIßHAARIGER VOLLSPAST!" Bei dem letzten Satz wandte sie sich an den Orga-Ahcxsas, "NIchts für ungut", fügte sie hinzu.
Sie wusste, dass sie nicht, nutzlos war, aber dies zu beweisen, bedurfte einer großen Kraftaufwendung udn wenn sie weiter machen würde, wie bisher, dann wäre das nicht machbar. Sie gefror fast auf der Stelle, als Ahcxsas diese untrügliche Wut versprühte, die nicht zu unterschätzen war. Die Vergangenheit oder zumindest andere Gegenwarten hatten bewiesen, dass die Auswirkungen dessen trivial waren. Sie konnte sie nicht vorhersagen und deswegen musste sie einen Schritt unternehmen, der ihr behilflich war, das Unvermeidliche notfalls zu rebooten.
"Slow motion!", sagte sie und die Zeit verflog plötzlich viel langsamer und leichter zu überschauen.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   23.01.17 23:51

"Ich bin nicht unbedingt aus freien Stücken hier." Er ignorierte Xeinalems Ansturm von Wut und ließ sich immer noch nicht aus der Ruhe bringen. Selbst die Wiederherstellungsaktion seines Niemandes rang ihm nur ein laues Lächeln ab. "Euer Labor steht unter Feuer. Der Erholungsort ist ein Schlachtfeld aus Eis und Finsternis. Das Innere des Schlossen zerspahnt von Winden und Schrott. Und in eurer kostbaren Stadt ertönt das Heulen zweier extravaganter Herzloser." Er neigte den Kopf zu seinem schneeblonden Double. "Letzteres gab mir übrigens einen kleinen Startschuss für etwas...Bedauerliches." Er erhob sich von seinem Platz und trottete mit beiden Händen in der Tasche an Xeinalem vorbei. Er begab sich in die Mitte des Altars und grinste den gelben Mond über sich verschmitzt an. Das Schwert aus Aumburg beobachtete ihn dergestalt mit leblosen Augen. Unweit von ihm entfernt. "Helden aus dem Reich der Dunkelheit! Wesen aus Schatten! Wir, die wir von Göttern und Menschen ins Dunkel gebannt worden, sollen uns noch einmal erheben! Wandelt unter euren Brüdern und Schwestern ein letztes Mal! Und zerreißt das Licht, dass euch so blendet..." Kraftvoll betonte er alles außerordentlich und die Worte flogen regelrecht in jeden Winkel dieser Welt.
Von dem unscheinbaren Obscuridad ging ein schleichender Puls aus, ein Ton welcher jeden anderen um die Niemande herum auslöschte und und einzig und allein Stille übrig ließ. Dann nach einer Weile konnte man einen Ton vernehmen. Ein Rauschen und dann ein hohes A. Der Herzlose wurde kurz in die Luft gehoben. Seine Augen leuchteten golden auf und ein weiterer, stärkerer Puls herrschte, wie ein Kuss wahrer Liebe über den gesamten Platz. Er erreichte jeden hier. Und sogleich sie ihn zu hören vermochten. In ihren Ohren, in ihren Köpfen oder in ihren Knochen, wussten sie: Es war Zeit für den finalen Akt. Es war Zeit als Herzloser zu kämpfen und das Licht endgültig zu verschlingen!
Ahcsas Füße erreichten wieder den Boden und als er sich umdrehte sah man seine Gestalt schon in düstere Farben gehüllt. Seine Augen waren stechend gelb geworden und in seinem Mund nahmen spitze, monströse Zähne platz. Er verwandelte sich in das Monster zurück, dass er schon einst war. Der riesenhafte Drache, welcher einst ganz Aumburg in Schutt und Asche verwandelte. Wenn das passierte. Was würde wohl in den anderen Krisengebieten ab jetzt passieren ?

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   15.02.17 19:24

Und dann plötzlich, ehe sich der Herzlose von den Fesseln des Menschseins befreien konnte, durchstieß ihn eine Klinge puren Lichtes. An der Spitze das Herz aufgespießt, das übervoll mit der brodelsten Dunkelheit war. Satt, heiß und immer noch pochend.
Dunkelheit, so klein sie auch sei, bringt jedes Herz zum überfließen. Es mag noch so stark sein, ein einziger düsterer Gedanke reicht aus ein Leuterfeuer zu entzünden. Eine Brunst, die das Herz mit sich reißt, schleichend und hinterhältig. Hass, Wut, Kummer, Enttäuschung, Neid... Mögen die Gründe auch zahlreich sein, das Ergebnis war doch immer das selbe. Korrumpiert von der Düsternis sucht sich der lichtene Teil einen Ausweg. Eine Flucht in der Hoffnung auf endgültigen Frieden. Dennoch... in seltenen Fällen ist das Licht so stark, dass das Herz rein von Dunkelheit ist. Sieben Prinzessinnen sind bekannt, deren Geist rein von Finsternis ist, welche frei von dem Griff der Dunkelheit sind. Und so war es auch für den Träger des Schlüsselschwertes, der einst in Radiant Garden lebte.
Enuma lächelte. Selbst in diesem Moment lächelte er noch, obwohl er das Unvermeidbare schon in den Knochen spürte. Er sah die beiden Niemande, welche wohl nicht schlecht staunten, wurden sie doch just von den Fesseln der Unwirklichkeit ihres Gegners gerissen. Sie würden jetzt zwar klar sehen können, die Situation aber undenkbar richtig wahrnehmen. Der blonde Krieger atmete einmal tief ein. Er wollte die letzten Momente genießen, die er mit jedem Schlag seines eigenen Herzens spürte. Er richtete seinen Blick zu der Hasardeurin und lächelte abermals. Aber so war es nun mal mit Herzen reinen Lichtes. Sie waren unsichtbar für die Zeit. Unsichtbar für das Schicksal. Ihr Gesichtsausdruck musste wirklich amüsant sein.
Er spürte wie das heiße, schwarze Blut seine Klinge hinab lief und langsam seine Hand erreichte. Er spürte die zuckenden Bewegungen des Körpers, den er aufrecht hielt. Er hörte die röchelnden Laute eines Wesens, dass nicht gerade mit dem Tod gerechnet hatte. Aber diesen sollte es auch noch lange nicht finden.
Der Hüter des Lichtes drehte das Schwert zur Seite und ein Impuls, schriller, als das menschliche Ohr zu vernehmen gedachte – zumindest bis jetzt – dröhnte los. Ketten schlangen sich um den Obscuridad und schnürten ihn ein. Dann drehten sie sich, leuchteten in allen erdenklichen Farben und mit einem lauten, reißenden, brechenden und schmatzendem Geräusch zogen sie sich zu. Das Gebilde aus Licht und Schatten verzerrte sich, schwappte in das Herz, welches auf der Spitze des Schlüssels thronte und floss förmlich in seinen Urzustand zurück. Als es fertig war, herrschte ein heftiger, angst-einflößender Ruck über den Altar des Nichts.
Der Obscuridad 'Ahcsas' war verschwunden. Und über der Klinge des Lichtbringers schwebte ein tiefschwarzes, Herz. So dunkel, dass man seinen Blick darin zu verlieren glaubte. Eine immens starke, seufzende Schwärze, die alles was sie berührte, zu verschlingen bedrohte.
Und da stand dann Enuma. Verschmitzt grinsend und streckte seine Hand danach aus, als sei es ein ganz normales, kleines Ding, so wie die Niemande es jahrelang für ihr 'Kingdom Hearts' sammelten. Es schwebte über seinen Fingern und der blonde Krieger betrachtete es mit ehrlicher Faszination. So sah also ein Herz aus, was vollkommen aus Dunkelheit bestand.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   21.02.17 22:23

Die Wirrnisse des Zeitstroms konnten wirklich merkwürdige Formen annehmen. Beispielsweise dieser gewaltige Auswuchs von einem Herzlosen, der ihnen just über die Köpfe hinweg wuchs und wohl, wie in den zahlreichen Versionen zuvor bereits erlebt, Ahcxsas und Xeinalem in einem harten Kampf, fernab von Fairness besiegen würde. Sie machte sich schon bereit, das Spiel zu resetten, denn es schien wieder einmal keinen Ausweg zu geben, schon wieder und wieder und wieder und wieder.
Die Zeit drehte sich in ihrem Schädel, während sie bedachte, was sie noch alles wiederholen musste, damit sich der Ausgang veränderte und endlich ein Wink zu ihren Gunsten erfolgte, den man ausbauen und vielleicht sogar nutzen konnte. Es musste einen Weg geben alle zu retten.
Die Deppen im Treppenhaus, die Kinder im Keller, die Ochsen im Onsen - alle hatten sie es verdient weiter zu leben. Aber es war schwierig einen Weg zu finden, wenn sich dieser noch nicht gezeigt hatte, nicht mal im Ansatz. Sie hatte die Hand schon an der riesigen Flava Flav-Uhr an ihrer Hüfte, welche ein pures Artefakt ihrer Vorstellung war, nur damit sie ihre Kräfte besser beherrschen konnte. Auch dieser Strom war ein Reinfall, sie wollte zum nächsten reisen.
Doch halt! Durch die Langsamkeit der Ereignisse erblickte sie erst nach dieser für sie gefühlten Ewigkeit, dass sich doch noch etwas tat. Hätte der DRache nicht schon längst komplett transformiert sein müssen? Sie schaute verwundert auf und erblickte zeitgleich die Klinge. Ihre Hand glitt von der Uhr weg und sie ließ die Zeit wieder normal ablaufen und sah zu, wie das Schlüsselschwert das Herz des Herzlosen - was für ein dämliches Wortspiel! - ans Tageslicht beförderte.
Auf Xeinalems Gesicht zeigte sich jener seltene Ausdruck, wenn sie etwas noch nie zuvor gesehen hatte. Ein Unikat-Moment war soeben geboren worden und sie war dessen Zeuge zum allerersten Mal. Die Alternative war neu, dieser Charakter war neu.
Mit offenem Mund blickte sie Enuma an.
"Willkommen.", murmelte sie, weil sie nicht wusste, was sie sagen sollte, so wie bei den meisten ersten Malen, die sie erlebte und wiedererlebte, wovon aber keiner etwas wusste.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   27.02.17 10:00

Wieso um Himmels Willen bekam AhcXsas eigentlich nie eine Antwort, wenn er mal eine klare und eindeutige Frage stellte ? Zum Teufel! Doch das war gerade nicht das schlimmste seiner Probleme. Denn dort ergab sich etwas, was ihn mehr beunruhigte, als alle jemals zum scheitern verurteilten Missionen zusammen. Xeinalem war erstaunt. Und das war das beschissendste Omen, das es jenseits des Diesseits und oberhalb der Unterwelt gab. Es bedeutete, sie befanden sich in einer Zeitlinie, die selbst die Zeit persönlich nicht hat kommen sehen. Die Muskeln des Meisters spannten sich schlagartig an und sein Körper machte sich bereit jeden Moment los zu sprinten, um der Schlange den Kopf abzuschlagen. Sein Geist musste klar und rasiermesserscharf bleiben, wenn sie das hier überleben wollten.
Dort stand er. Enuma der Lichtbringer. Der Anführer der Radiant Keyblader. Und er fasste sich ein Herz. Nicht sein eigenes, aber das des Herzlosen. Irgendiwe auf vielerlei Arten paradox. Die goldenen Augen musterten den weißen Schlüsselträger, huschten hin und her und beobachteten hektisch den Kampfplatz. Das Herz, welches über den Händen dieses Wächters dort schwebte war von einer solchen Schwärze erfüllt, wie er sie noch nie gesehen hatte. Er fürchtete sich darin zu verlieren, wenn er auch nur mehr als eine Sekunde in die Mitte dieses rotierenden Pulsars starrte. Fragen zischten tausendfach durch seine Synapsen. Doch eine blieb permanent haften: War sein Herzloser tatsächlich von einer solch immensen Dunkelheit erfüllt gewesen ? Und wenn ja, so musste derjenige, welcher diesen einst im herze beherbergte doch ebenfalls schon diese abartige Masse an Finsternis in sich tragen...oder nicht ?
AhcXsas Finger zuckten - mehr aus einem Reflex heraus, als wirklich bewusst - und in der rechten Hand erschien surrend eines der schwarz knisternden Laser-Katana. Er war selbst darüber erschrocken, dass es sich manifestierte. Doch offenbar sagte ihm das Ding in seiner Brust mehr, als es sein verstand tat. Eine immense Gefahr lag in der Luft. "Enuma..." flüsterte er. Räusperte sich und sah dem Lucifer tief in die Augen. "Was machst du da!?" doch lange bekam er nur ein schmales Lächeln zurück.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   28.02.17 14:47

Flux bemerkte der Lichtbringer das sanfte Kopfnicken der Hasardeurin und erwiderte es ebenso unauffällig. Seine Augen sprachen von einer simplen Verständnis für ihre Lage und so konnte er diese Einladung in eine neue Ära, nicht ohne einen Gruß an die Herrin der Zeit, annehmen. Das Schwert in seiner Hand vibrierte leicht und das Herz auf der Klinge tat es ihm gleich. Dickflüssig sah man die Finsternis in ihm rotieren, als wäre es ein aufgewühlter, sich windender Morast aus Negativität. Und im Endeffekt war es ja auch nichts anderes.
Ebenso machte er einen kleinen, unscheinbaren Knicks vor dem Herr der Niemande und lächelte ihn an, als er bemerkte welche Anspannung dieser im Körper trug. Als dann auch noch das Schwert dieses Nichtigen aufblitzte zuckte er einen Schritt zurück und wedelte verteidigend mit der unbewaffneten Hand. "Vorsicht, Vorsicht. Ich bin nicht hier, um euch zu schaden oder Friedensstifter zu spielen." Den Umständen entsprechend versteiften sich auch seine Muskeln etwas. Denn Vorsicht war auch hier besser als Nachsicht. Man wusste bei diesen Niemanden nie, wann ihnen der Geduldsfaden riss.
Er sah das Herz an und wieder wurde seine Miene von einem Schleier an Traurigkeit überdeckt. "Erinnert ihr euch noch an eure Kindheit?" Die Frage kam wahrscheinlich so abrupt, dass die Niemande keine direkte Antwort ohne Gegenfrage zuließen, also fuhr er sofort fort. "Als meine Großmutter mir Geschichten vorgelesen hat, hat mein Herz so stark geklopft, dass ich Gänsehaut bekommen habe. Nicht weil die Märchen vielleicht gruselig waren, Nein. Ich wollte schon als Knirps all die Welten sehen, von denen sie berichtete. All die Abenteuer erleben, welche dort dargestellt wurden. Fliegen, mit Piraten segeln, Schätze finden, den bösen Wolf veräppeln." Er kicherte reminiszierend. "Und dann...naja sagen wir es so, ist der Traum tatsächlich wahr geworden. Ich wurde zu einem Schlüsselschwertträger. Besser noch zu einem Meister und habe all die Welten gesehen, die sich da draußen befinden." Das Lächeln trübte sich. "Es war fantastisch...Ich durfte sogar erleben, wie es ist zu lieben...Hehe..." Seine Augen schwenkten nachdenklich an einen Punkt am Firmament. "Doch wisst ihr was ? All diese Märchen und Legenden sind tatsächlich passiert. Und alle hatten ihren Ursprung in einer einzigen Welt. Diese jedoch...quoll irgendwann über vor Finsternis, Verderbnis und Qual. Die Guten haben aufgehört zu gewinnen. Die Großmütter wurden gefressen. Die Helden wurden vergessen." Er sah wieder auf die Niemande zurück. "Das ist länger her, als selbst die Zeit sich erinnern könnte. Und dann. Urplötzlich. Zerbrach diese Welt in viele kleine Teile. Bruchstücke wurden im gesamten Multiversum verteilt. Hier und Dort. Große und Kleine. Und diese Bruchstücke wurden zu neuen, kleineren Welten mit ihren eigenen Märchen und Geschichten." Er senkte die Klinge und ließ das Herz nun über seiner Hand schweben. Starrte es an und glitt nervös von einem auf den anderen Fuß. "Licht und Dunkelheit kamen durcheinander. Das Gleichgewicht wurde zerstört und die Elemente gerieten in pures Chaos. Da beschloss das Nichts, aus dem alles, was geschah, Zwölf Wächter zu schicken, die für Ordnung sorgen sollten. Unsterbliche Krieger, die weder gut noch böse waren. Das Nichts verteilte sie auf verschiedenen Welten, jeder gesegnet nach einem der Grundelemente, dessen, was existieren sollte. Oft wurden sie als Götter unter Göttern bezeichnet, doch glaubt mir, das sind sie ganz und gar nicht." Müde zog er das sinistre Herz näher an sich heran. "Im Grunde sind sie nur Kettenhunde, die an ihre eigene Macht gebunden sind. Ewig darauf verdammt ihrem Schicksal zu erliegen. Sie sehen Freunde sterben, welten vergehen. Sie blicken dem Vergessen immer wieder ins Auge. Der Tod holt sie nicht. Erlöst sie nicht. Und so wurden irgendwann einige von ihnen auch zu den Ungeheuern, welche sie in Schach halten sollten."
Er atmete durch und grinste den beiden plötzlich wieder entgegen. "Wäre es also nicht super, wenn wir alles auf Anfang setzen könnten ? Die Welt wie sie war. Unverdorben und noch voller Phantasie und Träume. Ohne Menschen zu versklaven seine Hüter zu spielen. Wahre Freiheit...das wäre doch..." und da senkte er den Blick, als deutlich zu erkennen war, wie nass seine Augen wurden. Enuma Elish schien im Begriff zu sein etwas verdammt Weitreichendes zu tun. "Dreizehn Dunkelheiten...Sieben Lichter." murmelte er etwas leiser und zog das Herz in seinen Händen noch etwas näher an sich heran. Es berührte fast schon seine eigene Brust. Er spürte den Puls. Das Schlagen. Den Vortex an Gefühlen darin. "Dieses Herz hier berührte mehr als dreizehn Dunkelheiten. Meines mehr als Sieben Lichter. Vielleicht...können wir ja zum Anfang zurück. Zurück zum Kingdom Hearts."

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   28.03.17 21:21

"Keinem ist es erlaubt, die Zeit derartig zu verbiegen!", wandte Xeinalem entschieden ein. Die Hasardeurin des Schicksals mochte dafür bekannt sein, dass sie mit den Fäden von Zeit und Schicksal spielte und waltete, wie es ihr in den Kram passte, doch blieb sie stets in einem Rahmen, der sich noch rechtfertigen ließ. Sie  beeinflusste zumeist nur ihr eigenes Schicksal und ließ das der anderen weitgehend unangetastet, das gehörte immerhin zum guten Ton.
"Enuma, wenn du die Zeit soweit restartest, dann zerstörst du nicht nur Existenzen, du löschst damit Welten aus. Es gibt Dinge, die ihre Berechtigung in der Zeitlinie besitzen und wenn du ihnen die Gelegenheit nimmst, zu geschehen, dann gerät die Zeit auf dem Gefüge und unlogische, nicht vorhersehbare Dinge werden sich in eine Realität mischen, die es nicht geben sollte."
Sie trat festen Schrittes auf den Lichtbringer zu. Das Gesicht so verzogen, als meine sie alles, was sie sagte, sowas von ernst, dass es keine Zweifel mehr nach sich ziehen konnte.
"Das, was du als eine märchenhafte Erinnerung erachtest, sind nichts weiter als sie naiven Hoffnungen eines Kindes, das nur das Puppenspiel sieht, nicht aber den Gott hinter den Maschinen, der das ganze Blendwerk am Laufen hält.", sie verschränkte dann die Arme vor der Brust und betrachtete ihn kritisch, "oder hast du einfach nur den Verstand verloren und suchst etwas, dass deine nächsten Handlungen irgendwie noch rechtfertigt?"

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   01.04.17 20:04

Der Wächter des Lichtes schmunzelte, als er die sorgenschwangeren Worte der Niemandin hörte. Unter normalen Umständen hätte er diese sogar berücksichtigt, aber er konnte es zu diesem Zeitpunkt nicht mehr. Sein Kopf bewegte sich einmal nach links und einmal nach Rechts. Es war ein schwaches Kopfschütteln, aber seine Augen sprachen den Rest. „Es geht nicht um Zeit.“ machte er deutlich. „Es geht darum alles in den richtigen, wahren Zustand zu versetzen. Die Freiheit des Lichtes und der Dunkelheit. Die Freiheit aller Herzen!“ Er wich einen Schritt zurück und lachte nervös. „Wisst ihr...Eigentlich war euer Freund Xovriel dafür vorgesehen. Er war der perfekte Kandidat. Er war eine leere Hülle, den wir wieder mit Licht gefüllt haben. Wir haben ihn aufgepeppelt ihn Resistent gegenüber der Finsternis gemacht. Pjotr hat sein übriges getan sein Herz wieder vollkommen zu machen. Ein wenig Finsternis braucht jeder.“ Er seufzte. „Nicht, dass ich seine Methoden für richtig gehalten habe...aber es war der schnellste Weg.“
Wieder ein Schritt zurück. „Doch dann ging alles schief. Er hat seinen weg zurück zu euch gefunden. Zurück zum Einfluss derer, die nicht hätten existieren sollen. Niemande...“ Er machte einen weiteren nervösen Laut und verzog die Augenbrauen unverständlich. „Ich weiß immer noch nicht ganz, warum ihr da seid. Was euch dazu bringt wiedergeboren zu werden, obwohl ihr kein Herz besitzen dürftet. Obwohl ihr die Leere verkörpert, die sich in die Gedanken der Menschen frisst.“ Er wurde zunehmend nervöser. Das düstere Herz kam näher und näher. Und als ob er unbewusst vor ihm zurück wich, bewegten sich seine Füße Schritt für Schritt weg. „Ihr habt es geschafft euch von den Ketten des Schicksal zu lösen...ich hoffe nur...das ich dieses Wunder auch erzwingen kann.“
Er bemerkte, dass der Herr der Niemande reagieren wollte, doch war es bereits zu spät. Sein Schlüssel leuchtete für einen winzigen Augenblick auf und dann glitt das sinistere Herz in den Leib des Keybladers hinein. Die Momente vergingen für Enuma unter extremer Zeitlupe. Er spürte die Zeit rotieren und fließen, wie sie sich einen weg durch Xeinalems Finger bahnte. Er spürte die Hitze des rot glühenden Schwertes des Überlegenen an seinem Hals, so als könnten sie das Unaufhaltsame abwenden. Doch vergebens.
Um ihn herum bahnte sich Stille. Alles blieb stehen. Er spürte seinen ganzen Körper. Jeden einzelnen Zentimeter. Jeden Muskel. Jede Faser. Jedes Bewusstsein, das er jemals hatte und haben würde. Seine Pupillen verengten sich in dieser zeitlosen Stasis. Rot leuchtete das Katana des Niemandes neben ihm. Der Blick des Organisationsleiters gehüllt in eine erschrockene, besorgte Fratze. Schleichend bahnte sich ein Schmerz in die Glieder des jungen Mannes. Ein Ton der Anschwoll und seine Knochen vibrieren lies.
Er spürte sein Licht toben, kämpfen und wüten. Sein Herz pochte. Schneller und immer schneller. Seine Finger kribbelten. Sein Bauch schmerzte, als ihm die Luft zum atmen abhanden kam und ließ sein Bewusstsein an einem kleinen Faden baumeln. Hätte er schreien können in diesem letzten Moment, In dieser einen Sekunde, wo er alles spürte, was er jemals spüren konnte, jemals spüren würde, er hätte den einen Namen geschrien, nach dem es sein Herz verzehrte.
Doch dann verband sich die Dunkelheit des anderen Herzens mit dem seinen und dieser eine Name verblasste in seinem Kopf. Wie gern hätte er sich an ihn erinnert. An seine Berührungen und seine Lippen. Doch wer war er ? Wer war er selbst eigentlich ?
In dieser zeitlosen Sekunde, verlor sich der Schlüsselschwertkrieger Enuma Elish in den Tiefen der Finsternis. Zwischen dem blendendem Licht und der absoluten Leere. Sein Körper, sein Herz, sein Geist, seine Seele verschmolzen mit dem Anderen. Wurden pervertiert zu einem Schattenlicht. Einem Zwielicht, dass ebenso wie ein Niemand nie hätte geboren werden dürfen.
Ein erbarmungsloser Puls herrschte durch die Luft, als die Momente wieder normal vergingen. Schleuderten den Niemand von sich weg und zerstörten zusätzlich den schützenden Wall, welcher sich um das Schloss gelegt hatte.
Aus dem rauchenden düster glimmendem Lichtkegel, trat eine Kreatur, die ihres gleichen nie gekannt, nie kennen würde. Sie wirkte wie ein düsterer Engel, der den finalen Richtspruch führen würde. Doch seine Rechte Hand war die eines Herzlosen. Seine Flügel waren tiefschwarz und die Federn schimmerten in noch schwärzeren Tönen. Er war kaum bekleidet, außer von der Finsternis und einer strahlenden, königlichen Maske. Überdies sah man weiß-leuchtende Hörner aus dem reinweißen Haar heraus brechen. Umgeben war er von einer schimmernden hellen Aura, welche ihn wirken ließ, als stünde er in unsichtbaren Flammen.
Seine Hände glitten zu der Maske und nahmen sie kurzerhand ab. Das Gesicht war das selbe wie vorher. Doch ein Auge war golden, wie das des Keybladers. Das andere purpur wie das des Herzlosen, unter ihm das rote Zeichen, welches auch Ahcsas zierte.
Er lächelte sanftmütig, doch versprach die unheimliche Stärke, die er ausstrahlte etwas ganz anderes. Die Luft vibrierte förmlich vor der unendlichen Kraft, welche diesem Wesen inne wohnte. Licht und Schatten fanden eine gemeinsame Inkarnation. Und diese war nun geboren.
Sie streckte die Hand aus und in dieser erschien ein...nein zwei Schlüsselschwerter. AhcXsas ehemalige Waffe und die des Lichtbringers gekreuzt. Umrandet von einer Glorie, die am Ende in einer tödlich anmutenden Schwertspitze endete.
Nicht nur, dass Enuma mit dem Herzlosen verschmolzen war. Dadurch, dass er ein reines Herz des Lichtes und ein reines Herz der Finsternis miteinander verband erschuf er eine X-Klinge. Was um Himmels Willen hatte dieser junge Mann da nur angerichtet?


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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   01.04.17 21:02

Der Angriff des Meisters. Sein letztes Angreifen scheiterte. Er hatte wie im Reflex gehandelt, als der Junge Mann dort die Anzeichen eines psychotischen Teenagers zeigte. Was er dort von sich gab war beunruhigender, als jede Ansprache eines herzlosen, die er jemals hören musste.
Sicher kannte er die alten Überlieferungen. Die Märchen und Manifestationen von hunderten Welten, doch das diese Geschichten, welche nur Geschichten sein sollten tatsächlich wahr waren, hielt er für unwahrscheinlich.
Der Weise Ansem, die Xehanort Berichte, die Bücher und Dokumente der alten Organisation und Enibas Buch hatten tatsächlich Recht. Er dachte immer, es hätte etwas mit den Ursprüngen der Herzlosen zu tun. Das es in diesen Berichten um die Tiefen der Finsternis ging. Doch dass es tatsächlich eine solche gigantische, allumfassende Welt gegeben haben soll, wollte er nicht begreifen. Die meisten Welten hatten einen eigenen Zeitfluss, eine eigene Geschichte, Historie und einen selbstständigen Verlauf genommen, dass es rückblickend unwahrscheinlich war.
Selbst seine Nummer Zehn konnte nicht so weit seitlich durch die Zeit sehen, um empirische Beweise einer solchen Welt zu erlangen. Freilich wusste er um die Geschichte der X-Klinge und der Tür zu Kingdom Hearts. Doch das alles war so fremd, so unbedeutend für ihn, dass er scheinbar den Überblick verloren hatte. AhcXsas war der Meister der Niemande und hatte jedem versucht ein neues Leben zu geben, dass er die wahre Bedrohung schlichtweg übersehen hatte.
Sollte seine Vermutung stimmen, dann musste dieser Wahnsinnige aufgehalten werden, koste es was es wolle.
Doch sein Eifer wurde harsch unterbrochen, als er in Kontakt mit dem Machtimpuls der Kreatur kam. Weggeschleudert knallte er gegen die Brüstung des Altars, riss die Mauer mit sich und konnte sich gerade noch an dem entstandenen Vorsprung festkrallen. Die Kraft seiner Limit-Form schwand aus ihm, als hätte man sie ihm einfach heraus geprügelt.
Als er sich hoch zog stand er da ohne Hemd und wischte sich den Putz aus dem Gesicht. Einige Schrammen sahen nicht gerade günstig aus, aber alles in allem entstand kein großer Schaden. Das Einzige, was ihn störte war die plötzliche Kraftlosigkeit, mit der er konfrontiert wurde. Es war ja schon fast als. Oh Nein...
Er richtete sich an Xeinalem. „Danke für deine Hilfe, aber ich fürchte der Kerl da hat sie soeben annuliert.“ Natürlich...er hob die Manipulation der Zeit, welche Xeinalem aufrecht erhielt einfach auf sodass den Überlegenen nun die volle Anstrengung mit einmal traf. Eine passende Erklärung für den Verlust der limitierten Gestalt und der schützenden Barriere um das Schloss herum. AhcXsas schniefte und stellte sich zu seiner Kollegin. Das hier würde ein verdammt harter Kampf werden.
Wenn es überhaupt einer wurde. Denn als er den wiedergeborenen Lucifer erblickte traute er seinen Augen nicht. Flügel, Maske, unheimliche Aura, das kannte man alles schon von diversen Bossgegnern. Doch das Schwert, dass derjenige heraufbeschwörte versetzte dem Herz des Niemands einen geballten Schlag. Enuma redete nicht nur. Er war im Begriff seine Worte wahr werden zu lassen. Und das auch noch an dem dafür geeignetsten Ort. Die X-Klinge, die aus den Schwertern des Lichtbringers und des Schattendrachen bestand löste Furcht in dem Meister aus.
Ein Schlüsselschwert allein konnte das Ende eines jeden Niemands bedeuten. Es war die perfekte Waffe gegen sie. Dagegen waren sie resistenzlos und schwach, sollte die Klinge ihr Ziel tödlich verwunden. Bislang waren die Hüter des Lichtes nicht gegen die Niemande. Einige davon konnte man sogar fast Verbündete nennen, sodass eine Furcht davor bislang unbegründet erschien. Doch die Herzlosen wollten den Tod der Niemande. Und sein Eigener war ein wichtiger teil dieses neu entstandenen Halbgottes.
Am liebsten hätte er seine alte Freundin weg geschickt, doch er wusste, dass auch er allein nicht gewinnen konnte. Zudem...sein Blick glitt nervös nach oben. „Kingdom Hearts...“ zischte er warnend. „Natürlich...“ Er hatte den Schlüssel und die Niemande hatten das Tor. Er musste nur noch aufsperren und sein Plan würde in die Realität über gehen. Was aber sollte dann aus dieser Welt hier werden ? Was aus seinen Einwohnern ? AhcXsas knurrte.
In seiner linken Hand erschien ein EliXier, dass schnell den weg hinab durch seine Kehle und auf seinen Körper fand. Die Strapazen waren schnell vergessen und Mana und Ausdauer regenerierten sich mit der Zeit. Eigentlich eine Lösung, die nur für extremste Notfälle gedacht war, denn mehr als eine dieser Tränke hielt der Körper wohl nicht stand ohne diverse Nebenwirkungen. Naja...aber was war diese Situation, wenn nicht der größte Notfall jenseits der unendlichen Geschichte ?
„Ich glaube Weglaufen ist nicht mehr drin. Hoffentlich funktionieren deine Kartentricks noch.“ spornte er seine Mitstreiterin an. Er war sich sicher, dass sie wissen würde, was es hier zu beschützen galt. Er durfte unter einen Umständen an das große Herz im Himmel gelangen!
AhcXsas Katanas blitzen auf und er stürzte sich Hals über Kopf und mit wahren Salven an rot Glühenden Schüssen auf den Schlüsselträger.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   16.05.17 19:24

Xeinalem würden diesen Tag in ihrem Tagebuch für schlechte Zeiten und lange psychatrische Aussetzer festhalten, wenn es denn überhaupt Gelegenheit geben würde, sich um so etwas zu kümmern. Sie war sich sicher, dass es schwierig ausfallen würde, denn immerhin stand dort der verdammte Engel mit der Goldmaske (ein sehr berühmtes Bild von Moggle van Kupogh)! Sie war ja bei weitem nicht abergläubisch, aber hierbei sollte man schon an Überlieferungne glauben, die es noch gar nicht gab und die vom Untergang der Welt, die niemals war sprachen, nicht dass sie das erwartete oder es vielleicht schon geschehen wäre, aber möglich war alles, wenn man AhcXsas schon mit voller absicht gegen die Brüstung schubste und dann noch ein Gesicht zog, als sei das alles noch Punkrock und legitim.
Sie machte sich Sorgen. Sie machte sich doch tatsächlich langsam aber sicher Sorgen, dass sie hier einen unüberwindbaren Punkt erreicht hatte. Dieser Cretin konnte gut und gerne behaupten, dass es hier nicht um Zeit ging, aber an sich geht es schlichweg immer und überall um Zeit, denn ohne sie gab es kein Leben und keinen Tod, sondern nur Nichts. Zeit war das Rad, das Beil und jede erdenkliche Komponente, die die Bewegung förderte und sie war der Punkt, den sie und nur sie allein beherrschte.
Konnte sie die Zeit noch für sich gewinnen und sie nutzen? Es war ihr Element und das zu zerstören, ihr die Befähigung über die Zeit zu herrschen zu nehmen, hieße sie, Xeinalem zu vernichten und sie lebte doch noch, oder nicht? Ganz sicher. Die Hände, die in den fingerlosen Handschuhen steckten krümmten sich probeweise, gaben ihr das Bewusstsein ihres Körpers und versicherten ihr: Ja, du bist existent und die Zeit ist auf deiner Seite.
Um es zu probieren, hielt sie das Rad kurz an, wanderte um Ahcxsas, der soeben wieder neben ihr stand, auf dessen andere Seite undgrinste feist, als die Zeit weiter lief. Das wra wohl der am meisten gehasste Trick der Welt, aber er war eine bedeutende Übung. Es gelang und es war ein Vorteil, wenn auch nur ein kleiner.
War der Lichte zu schnell oder sie zu langsam, verpasste sie den entscheidenden Knotenpunkt, dann war es auch mit ihr und wahrscheinlich auch mit ihrem alten Freund und tausende und abertausende würden elendig verrecken.
"Ich bin immer bereit für ein Spiel.", anwortete sie dem Herrn der Niemande und ihre glämzenden Karten erschienen in ihren kleinen Händen, aufgefächert und bereit zu zocken.
Sie wandte sich an ihren Chef und hielt ihm das Blatt entgegen.
"Zieh eine Karte, irgendeine", meinte sie und auch wenn ihre Lippen das Lächeln eines Schalks verkörperten, meinte sie es todernst, wennglich sie  jetzt noch nicht verraten würde, welchen Zweck das Ganze hatte.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   20.05.17 18:33

Die Augen Enumas sahen die Gefahr und Bewegungen seines Gegners wie in Zeitlupe und als ob er in den Armen seiner Mutter läge, spürte er keinerlei Bedrohung von den Angriffen ausgehen. Es war für ihn, als wüsste er ganz genau, dass dieser Angriff nicht seine blasse Haut durchdringen könne, seine Knochen bersten oder sein Fleisch zerreißen würde. Er fühlte sich absolut sicher. Und dieser Umstand war berauschend für ihn.
Auch die Hasardeurin des Schicksals, die einen Augenblick durch die Zeit fluktierte und nach einer Karte fragte, kostete ihm einen Gedanken. Es war schlichtweg surreal, welch Woge der Macht ihn dort umarmte. Und doch pochte ein Herz in seiner Brust, dass ganz genau spürte, wie real dieses Gefühl, dieser Rausch war.
Mit der Klinge in der Hand musste er nur einen Moment lang Luft holen und schon brannte sich eine immense Aura durch die Luft, stoppte die Salven, Karten und Schwerter in der Luft und wandelte die Farben der Geschosse in ihre jeweiligen Gegenstücke. Als bräche sich das Licht in ihnen hundertfach, verloren sie an Form und lösten sich von innen heraus auf. Einzig und allein ein unsichtbarer Schleier der Energie, welche ihnen inne wohnte verblieb in der Luft und harrte an Ort und Stelle aus.
Ein weiterer Impuls und seine Hand legte sich sanft auf den Brustkorb des Überlegenen. „Sinnlos.“ Äußerte er in einer unbekannten Stimmlage. Sie glich keinem der beiden Parts in ihm. Es war etwas Neues. Etwas Eigenes. Etwas von Macht Verdorbenes. Als spräche jemand mit klarer und absolut reiner Simme, in der eine Sicherheit und Selbstverständlichkeit lag, dass man, egal was sie auch sagen möge, für bare Münze nahm.
Ein Tip mit dem Finger seiner unbewaffneten Hand schleuderte den Niemand vor ihm bereits ein ganzes Stück weg. Es war kein Aufwand. Es war lediglich eine Bewegung zur Demonstration von Machtunterschieden. „Eure Kraft reicht nicht aus.“ deklarierte er seelenruhig.
Doch vorsicht! Was seine Stimme versprach war gegensätzlich zu dem, was sein Körper und seine Mimik sprach. Denn als AhcXsas so harsch davon geschleudert wurde tat sich ein breites, sinistres Grinsen auf seinem Gesicht kund. Seine Finger bewegten sich testend und verkrampften sich, als würde er versuchen die Muskeln darin zu betasten. Er genoss es sichtlich. Spannte die blasse Haut an, zuckte mit den Flügeln und fuhr sich mit der Hand einmal vom Hals bis hinab zum Hosenbund über den Körper. Es war ein erhabenes Gefühl, alles zu spüren. Jedes Gefühl. Jede Faser in ihm selbst. Er hörte die Elemente atmen, er sah das Leben durch den Äther fluktieren und schwinden. Es machte ihn verrückt, umarmte ihn aber auch, als gäbe es nichts zu befürchten.
Langsam schüttelte er den Kopf und sah auf das Schwert in seinen Händen, jetzt erst realisierend, welcher Strom an Kraft davon ausging. „Dafür haben sich also so viele von uns geopfert? Beeindruckend. Wenn diesen Zeitpunkt doch nur die alten Meister miterleben könnten...“ Er kicherte und grinste von oben herab auf die X-Klinge, die sein war. Ja sie gehörte ihm, sie war eins mit ihm, sie erfüllte sein ganzes Wesen mit einem Gefühl absoluter Kontrolle. Düster spürte er den Komplex in sich aufkeimen, alles damit vernichten, dem Erdboden gleich zu machen. Das Gefühl, dass ihm die Stärke und Sinne raubte und ihn als Monster verdunkeln lassen würde. Doch selbst das empfand er nun als einen teil von sich. Er war ein herzloser und ein Schlüsselträger. Er berührte unzählige Herzen, verschlang unzählige Herzen und rettete unzählige Herzen. Und er spürte sie alle in seiner Seele pochen und hämmern. Er fühlte die Tiefen der Finsternis und das blendende Licht in ihm um die Wette eifern. Nicht als Feinde, Nein. Sie umschlangen sich, kratzten, bissen und küssten sich, wie Tiere. Drangen ineinander ein, fraßen sich, übergaben sich ineinander, zerbrachen und setzten sich wieder zusammen. Es war ein Chaos aus Licht und Schatten. Nein...nicht EIN...DAS Chaos.
Er hob das Schwert empor und zeigte damit geradewegs in den Himmel zu dem großen Mond herauf. „Kuja...nun werde ich endlich mein versprechen einhalten können.“ Er lächelte entzückt und die goldenen Augen strahlten hell auf. „Kingdom Hearts!“ brüllte er dem Himmel entgegen. „Erfülle die Welten wieder mit deinem Glanz! Es wird Zeit zurück ins Chaos zu stürzen und Eins zu werden! Alle Welten werden wieder Eins! Kehre zurück! Zurück als Land der Legenden!“
Das grinsen des jungen Schlüsselschwert Ritters zog sich über beide Wangen und sofort brannte sich ein gigantischer Schwall Lichtes, säulenartig nach oben aus und schmetterte ein tiefes Loch in das große Herz der Niemandswelt. Das Licht bohrte sich durch den gesamten Kosmos, den Himmel und alles hindurch. Lies die Welt, die niemals war taghell erstrahlen und durchbrach jede Finsternis.
Man hörte das Aufschließen von Schlössern, das Schnappen von Toren, das Zerbrechen von Grenzen und Mauern zwischen jeder Welt im Multiversum.
Schlüssellöcher taten sich auf, strahlten im Himmel, mehr und mehr. Tausende, Hunderttausende an Schlüssellöchern pranken in den Himmeln wie Sterne. Sterne die darauf warteten verbunden zu werden, verbunden mit der Dunkelheit und diese eine, die Welt als Kern, mit der unendlichen Finsternis zu verbinden.
Hier begann und endete es. Enuma Elish. Die Zerstörung von Himmel und Erde und Erschaffung eines neuen Sterns, eines Zeitalters, dass es einst und immer geben wird. Dieser Junge Mann vernichtete mit einem Schwerthieb alle Grenzen und ließ sie verwischen. Und in diesem Kosmischen Licht lachte er. Lachte wie ein Hutmacher. Wie einer, der just den Frieden seiner Existenz gefunden hatte und alle Sinnlosigkeit ablegte. Er geriet in eine Trance vollkommener Zufriedenheit. „KingdomHearts! ERWACHE !!!“ schrie er aus voller Kehle.

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BeitragThema: Re: Der Altar des Nichts   20.05.17 22:42

Bevor der Niemand los sprang zog er noch wahllos eine Karte aus den Fingern der Zeitmanipulateuse, welche neben ihm erschien. Das bedeutete, dass der Einfluss der X-Klinge noch nicht so stark sein konnte. Ein geeigneter Zeitspleißer, wäre durchaus von Vorteil. Welche Karte der junge Niemand zog, war ihm recht gleich. AhcXsas kämpfte nur selten an der Seite des zehnten Mitgliedes, doch der Kampf damals in Vegas, Xeinalems Heimatwelt, reichte, um ihm zu Beweisen, dass dieses Mädchen taffer war, als sie aussah. Auch ohne die Hilfe des Meisters konnte sie einem Gegner die Hölle auf Erden bereiten. Nicht zu vergessen, dass es ohnehin keine Bedeutung hate, welche Karte er zog, denn eins war so sicher, wie das Amen in der Kirche: Xeinalem schummelte beim Kartenspielen wie kein Zweiter.
Er zischte an seiner Kumpanin vorbei und machte einen Satz aus mehreren Lasersalven auf den Gegner zu, da sah und spürte er auch schon die Fluktation des Äthers in der Luft. Seine Angriffe, seine Salven lösten sich auf und hinterließen nichts als einen Schatten ihrer Selbst. Ein Echo, dass aus der Realität gerissen wurde. Dieser kurze Moment der Unaufmerksamkeit reichte auch schon, dass der Keyblader ihn erwischte und noch einmal von sich stieß.
Für den Moment konnte der Niemand nicht einmal Luft holen, die Hand auf seiner Brust blockierte seinen Atem und ließ ihn erstickend zurück, bis sie ihn befreite und von sich schleuderte. Er konnte sich nicht einmal abfangen, sodass er stürzte und auf dem glatten Marmor noch ein gutes Stück weiter rutschte. Erst nach ein paar Metern schaffte er es seinen Atem zurück zu erlangen und konnte zumindest auf die Knie kommen.
Er keuchte und holte tief Luft. Seine Hand glitt zu seiner Kehle und ein entsetzter Gesichtsausdruck suchte den Gegner vor ihm, welcher mit verzerrter, lüsterner Miene dort stand. „Was...“ er hustete „Was war das ?“ AhcXsas hatte schon viel erlebt, von Königen die der schwarzen Magie habhaft wurden über vermeindliche Götter unter Menschen. Doch das war etwas ganz Anderes. Es bereitete ihm Gänsehaut. Sein Herz raste förmlich vor Aufregung und die kleinen Härchen auf seinen Armen und in seinem Nacken stellten sich vor Spannung auf.
Das hier war jenseits von Magie. Jenseits von Macht. Es war etwas Unbeschreibliches. Nicht Finsternis und nicht Licht griffen nach ihm, sondern ein geballter Auswuchs an Bosheit und Chaos. Selbst wenn Enuma es nicht spürte, in ihm war etwas unendlich Tiefes. Ein Gefühl oder ein Gewissen, dass alles vernichten würde, was ihm zu nahe kam. Eine einzige Berührung hatte gereicht, um AhcXsas diese Erkenntnis aufzuzeigen. Doch nein. Es konnte hier nicht enden. Nicht so. Wäre Stilzkin hier, er hätte dem angeblich Überlegenen in den Hintern getreten und ihm eine Standpauke gehalten, damit er bloß nicht aufgab. AhcXsas Meister war gnadenloser, als alle Herzlosen zusammen, was das Training anging. Richtig! Das hier war nichts gegen den Sohn des Mogry Königs! Der schneeblonde Niemand zerrte sich auf die Beine und lächelte herausgefordert. „Unsere Kräfte sollen nicht ausreichen?“ Er spuckte zur Seite. „Das ich nicht lache...“ Er atmete einmal tief ein und dann brannte sich die schwarz-goldene Rüstung auf seine Haut, welche er für seine zweite Limit-Form nutzte. In seiner Hand erschien seine neue Waffe und er wusste, dass er sie gegen seinen feind richten musste.
Es war ihm gleich, wer da vor ihm stand. Enuma war ein Keyblader, der nicht mehr ganz bei Trost war und sein eigener Herzloser ein Kotzbrocken, der alle umbringen wollte. Um so besser, wenn er beide mit einmal loswerden konnte.
Er wollte gerade zum erneuten Angriff übergehen, da schrie der Gottkomplexe auf und durchbohrte mit seinem Licht die Atmos-und Stratosphäre und am schlimmsten, ihren wundervollen Mond. Das Licht war so hell, dass AhcXsas froh war seinen Helm zu haben, um wenigstens einen Teil der Strahlung abzuschirmen. Doch das unbehagliche Gefühl was dabei entstand war zu real. Er spürte die Kraft des Schlüssels. Spürte sie nicht nur, hörte sie sogar tausendfach. Sie durchwetzte seine Adern und rüttelte an seinen Erinnerungen. Es war sein eigenes Schwert, was da nach ihm schrie. Das Schwert, welches er aufgab, zusammen mit seiner Vergangenheit.
CraXm lehrte ihn, dass er nun eine eigene Person ist. Das er mit seinem alten Ich kaum noch etwas gemeinsam hat. Aber immer noch schrie das Schwert, welches in der X-Klinge steckte nach ihm. Und es fühlte sich so an, als litt es Todesqualen. Was um alles in der Welt war das?
Dann kamen die Schlüssellöcher und im Himmel spiegelten sich Risse in andere Welten. Konnexpunkte, die die Mauern darstellten, welche jede Welt trennte. Das konnte nicht sein ernst sein!
Das war es also, was er vor hatte. Diese Welt als Ankerpunkt nutzen, damit er die alte Welt aus den legenden, die Eine, wiederherstellen konnte. Also waren die Legenden doch wahr. AhcXsas sah sich um und sah einen ganzen Kosmos an Schlüssellöchern. Seine Augen weiteten sich und er flüsterte mit einem irren, ungläubigen Lachen in der Stimme: „Unmöglich...!“
Er biss die Zähne fest zusammen. Das durfte er nicht zulassen. AhcXsas hatte zu viel gegeben, zu vielgeopfert und die Leben zu vieler Menschen unter seine Obhut genommen, als dass er dies zulassen konnte. „Nein...“ Er ballte die Fäuste zusammen und sah in das Licht, wo der Schlüsselkrieger seine manische Fratze in einem irren Lachen verzerrte. „Das werde ich nicht zulassen hörst du!“ brüllte er ihm entgegen.
Er musste schnell sein. Er musste es beenden, bevor noch viel schlimmere Dinge mit dieser Welt und allen anderen Welten geschahen. Dieser Moment war der kritischste Moment aller Zeiten.
Held oder Antiheld, Retter oder Despot. Ihm waren Titel gleich, er musste die beschützen, welche er hier versammelte, die welche noch kommen würden. Alle Nichtigen. Alle deren Seele sich an ihre durchsichtige Existenz klammerten. AhcXsas sprang in einem großen Satz auf den Feind zu. An seinem Hals erstrahlte der silberne Anhänger und ein Gegenpuls erstrahlte aus seinem erwachten Herzen! „Nyx...“ flüsterte er im Spung. Sein Schwert wich in grellen, bräumlichen Blitzen der Schwertaxt, der stillen Heldin, die er vor Enuma in den Boden rammte. „Ragnarök!!!“ Der Untergrund brach auf und schleuderte den Keyblader meterweit in die Luft, stoppte das Licht vom weiteren emminieren.
Der aufgewirbelte Staub wurde von Buchseiten zerrissen, welche alle in violetten Explosionen aufgingen, aus der obersten sprang der Meister heraus, mit dem Schild der Schneekönigin und einem gigantischen Eiszauber im Anschlag, ohne Zögern warf er ihn auf den Feind und fror jeden Stein, jedes Staubkorn ein. Als die Spitze des Eisbergs ihn dann durchbohrte löste er sich in sechs Blitze auf und zerspliterte sich in sechs Klone, die jeweils ein elektrisiertes Kunai in das Eis warfen, welches dann von einem enormen Blitz, gigavoltartig zerschmettert wurde. Magnetisch riss es die Klone wieder zusammen und das Eis, welches durch die Blitze schmolz, wurde zu Wasser, dass um das Elementchaos kreiste und Sichelartig alles verschlang, was es erwischen würde. Zum Tanz dieses kalten Nass spielte AhcXsas schwebend auf einer Sitar, die sich danach flammend in ein Schwert auflöste, mit dem er durch das ganze Wirrwarr stürzte und schnell wie ein Blitz auf der anderen Seite heraus preschte. Als er landete explodierte das ganze Gewitter aus Elementen in einem tosenden Flammenmeer.
Und gerade als sich das Schwert in dickflüssige Schatten hüllte und er umdrehen wollte um nachzusetzen spürte er einen stechenden Schmerz in der Brust. Er realisierte wenig später, dass seine Füße nicht mal den Boden berührten. Es war einer dieser Schockmomente, in denen man nicht ganz wusste, wo oder was man eigentlich war.
Ihm glitt das Schwert aus der Hand, dass in dicken Schwaden aus Alca in den Boden sank. Dann griff er sich an die Brust und fand dort die leuchtende Klinge seines Gegners. Sie durchbohrte ihn einmal komplett. Durchbrach sein Fleisch, seine Brust, sein Herz wie Butter. „Ah...“ ächzte er und spuckte Blut.
Feuer regnete vom Himmel und hinter ihm sprach eine seelenruhige Stimme mit süffisant teuflischer Miene: „Zu schwach. Selbst alle Kräfte der Organisation werden mich nicht verletzen. Es ist sinnlos. Ihr hättet fliehen sollen. Nun ist es zu spät.“ Zitternd griffen die Hände des Niemands nach der Klinge, doch er rutschte ab. Seine Augen zuckten hin und her und der Blick wurde neblig und verschwommen. „N...ei...“ Ächzend wehrte sich der Körper des Herren des Nichts, doch der Griff der X-Klinge war zu groß. Etwas riss alles aus ihm heraus. Licht, Schatten, Äther sogar Erinnerungen. In den wenigen Sekunden spürte er die geballte Wucht des Todes heran eilen. Nein...nicht des Todes, des Vergessens. Er wollte schreien. Er wollte zappeln und sich befreien, doch nichts konnte er ausrichten. Zauber zuckten in seinen Gedanken umher, doch keiner zündete.
Schwärze holte ihn ein. Und dann spürte er, wie das Schwert in seiner Brust sich bewegte und den Körper des Niemandes über die Brüstung warf. Das letzte was sein verschwommener Blick wahr nahm, war das geschockte Gesicht seiner Kollegin.
Dann stürzte er.

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